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Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Angela Friedl

Letzte freiwillige Wohnadresse: Münzgrabenstraße 52, 8010 Graz
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Biografie

Angela Friedl: geboren 5.4.1895 in Graz, gestorben 22.1.1945 im KZ Ravensbrück. Friedl arbeitete seit 1915 in einem Zeitungsversand bzw. als Aushilfskraft und gehörte bis 1938 der christlich-sozialen Gewerkschaft an. Seit Sommer 1943 arbeitete sie als Kanzleiangestellte in einem Rüstungsbetrieb in Graz-Thondorf. Im August 1943 wurde sie von einer NSV-Blockwartin anlässlich einer Spendenaktion denunziert, da sie ihr gegenüber meinte: „Was wollen Sie schon wieder da, wollt Ihr noch länger Krieg führen, habt Ihr noch nicht genug Blut vergossen? … Und Ihr glaubt noch an einen Sieg, lächerlich. Sei doch nicht blöd. Unsere Soldaten wollen ja nicht mehr kämpfen, ein jeder hat schon genug, aber Ihr gebt nicht nach. Ich habe keine Angst, aber Ihr von der Partei könnt Euch gefaßt machen.“ Daraufhin wurde sie verhaftet und im Jänner 1944 vom Generalstaatsanwalt wegen „Wehrkraftzersetzung“ angeklagt und vom Oberlandesgericht Wien zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. In der Folge wurde sie ins KZ Ravensbrück überstellt, wo sie am 22. Jänner 1945 umkam.

Oberlandesgericht Wien (1)

Urteil gegen Angela Friedl, 11.2.1944

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QR Code zur Person

Angela Friedl: geboren 5.4.1895 in Graz, gestorben 22.1.1945 im KZ Ravensbrück. Friedl arbeitete seit 1915 in einem Zeitungsversand bzw. als Aushilfskraft und gehörte bis 1938 der christlich-sozialen Gewerkschaft an. Seit Sommer 1943 arbeitete sie als Kanzleiangestellte in einem Rüstungsbetrieb in Graz-Thondorf. Im August 1943 wurde sie von einer NSV-Blockwartin anlässlich einer Spendenaktion denunziert, da sie ihr gegenüber meinte: „Was wollen Sie schon wieder da, wollt Ihr noch länger Krieg führen, habt Ihr noch nicht genug Blut vergossen? … Und Ihr glaubt noch an einen Sieg, lächerlich. Sei doch nicht blöd. Unsere Soldaten wollen ja nicht mehr kämpfen, ein jeder hat schon genug, aber Ihr gebt nicht nach. Ich habe keine Angst, aber Ihr von der Partei könnt Euch gefaßt machen.“ Daraufhin wurde sie verhaftet und im Jänner 1944 vom Generalstaatsanwalt wegen „Wehrkraftzersetzung“ angeklagt und vom Oberlandesgericht Wien zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. In der Folge wurde sie ins KZ Ravensbrück überstellt, wo sie am 22. Jänner 1945 umkam. Letzte freiwillige Wohnadresse: Münzgrabenstraße 52, 8010 Graz | MEMOR Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz.


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