David Lichtenstein
Letzte freiwillige Wohnadresse: Hans-Resel-Gasse 3, 8020 Graz ("Mariengasse" 3)- jewish-victims-jewish
- male
Biografie
David Lichtenstein: geboren 15.2.1895 in Zawadów (heute Polen), gestorben 1942 im Kaukasus. David war der Sohn von Aron Hirsch Zorn und Etel Lichtenstein. Im Jahr 1910 übersiedelte er nach Graz und heiratete am 29.Oktober 1922 in der Grazer Synagoge seine Frau Ella (geb. Bergstein). Gemeinsam hatten sie die Kinder Artur, Anna, die bereits im Alter von 4 Jahren verstarb, Norbert und Herta. Die Familie lebte seit 1926 in der Hans-Resel-Gasse 3 (damalige Mariengasse 3) in Graz. David Lichtenstein war zunächst als Riemer und Sattler tätig und später als Handelsgehilfe im Geschäft seines Bruders angestellt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten veränderte sich das Leben der Familie dramatisch. Den Kindern wurde der Schulbesuch untersagt. Norbert und Herta konnten mit einem Kindertransport nach Schweden in Sicherheit gebracht werden. Artur hingegen blieb mit seinen Eltern in Graz und die Familie musste zunächst in die Lagergasse 27 und dann in die Vorbeckgasse 12 umziehen. Am 2. Juni 1939 wurden die Eltern David und Ella Lichtenstein verhaftet und über die Grenze abgeschoben. Ihr Sohn Artur musste derweil von seinen Eltern in einem jüdischen Waisenhaus zurückgelassen werden und wurde im September 1942 in Maly Trostinec erschossen. David und Ella Lichtenstein gelangten nach Polen und danach in die Ukraine. Dort blieben sie einige Monate in Stanislau (heute Ukraine) bevor sie in den Kaukasus gebracht wurden, wo sie auf Plantagen als Erntehelfer arbeiteten. Nach dem Krieg erhielten ihre Kinder Norbert und Herta Lichtenstein die Nachricht, dass ihre Eltern im Jahre 1942 im Kaukasus verstorben seien. Die genauen Todesumstände der Eltern konnten bis heute nicht eruiert werden.
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David Lichtenstein: geboren 15.2.1895 in Zawadów (heute Polen), gestorben 1942 im Kaukasus. David war der Sohn von Aron Hirsch Zorn und Etel Lichtenstein. Im Jahr 1910 übersiedelte er nach Graz und heiratete am 29.Oktober 1922 in der Grazer Synagoge seine Frau Ella (geb. Bergstein). Gemeinsam hatten sie die Kinder Artur, Anna, die bereits im Alter von 4 Jahren verstarb, Norbert und Herta. Die Familie lebte seit 1926 in der Hans-Resel-Gasse 3 (damalige Mariengasse 3) in Graz. David Lichtenstein war zunächst als Riemer und Sattler tätig und später als Handelsgehilfe im Geschäft seines Bruders angestellt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten veränderte sich das Leben der Familie dramatisch. Den Kindern wurde der Schulbesuch untersagt. Norbert und Herta konnten mit einem Kindertransport nach Schweden in Sicherheit gebracht werden. Artur hingegen blieb mit seinen Eltern in Graz und die Familie musste zunächst in die Lagergasse 27 und dann in die Vorbeckgasse 12 umziehen. Am 2. Juni 1939 wurden die Eltern David und Ella Lichtenstein verhaftet und über die Grenze abgeschoben. Ihr Sohn Artur musste derweil von seinen Eltern in einem jüdischen Waisenhaus zurückgelassen werden und wurde im September 1942 in Maly Trostinec erschossen. David und Ella Lichtenstein gelangten nach Polen und danach in die Ukraine. Dort blieben sie einige Monate in Stanislau (heute Ukraine) bevor sie in den Kaukasus gebracht wurden, wo sie auf Plantagen als Erntehelfer arbeiteten. Nach dem Krieg erhielten ihre Kinder Norbert und Herta Lichtenstein die Nachricht, dass ihre Eltern im Jahre 1942 im Kaukasus verstorben seien. Die genauen Todesumstände der Eltern konnten bis heute nicht eruiert werden. Letzte freiwillige Wohnadresse: Hans-Resel-Gasse 3, 8020 Graz ("Mariengasse" 3) | MEMOR Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz.
- Auswanderungsfragebogen von David Lichtenstein
- Auswanderungsfragebogen von David Lichtenstein
- Bild der Familie Lichtenstein
- Meldezettel von David Lichtenstein aus dem Jahr 1928
- Meldezettel von David Lichtenstein aus dem Jahr 1936
- Postkarte von David Lichtenstein vom 10. Juni 1939
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