Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Jakob Gapp

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Biografie

Jakob Gapp: geboren 26.7.1897 in Wattens, gestorben 14.8.1943 in Berlin-Plötzensee. Gapp trat nach dem Ersten Weltkrieg in den Orden der Gesellschaft Mariä ein und wirkte zwischen 1921 und 1925 als Erzieher und Präfekt im Marieninstitut in Graz. Danach legte er das ewige Gelübde ab und studierte in Freiburg Theologie. Zwischen 1934 und 1938 war Gapp wieder in Graz als Religionslehrer und Präfekt im Privatgymnasium seines Ordens tätig. Wegen der Verweigerung des Hitler-Grußes wurde er noch im März 1938 aus Graz weg versetzt und kam über Freistadt und Reute zunächst nach Wattens und 1939 nach Frankreich und Spanien. 1942 wurde er durch einen Spitzel, der ihn bat, Juden im katholischen Glauben zu unterweisen, der Gestapo verraten, die ihn an der spanisch-französischen Grenze verhaftete. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 2. Juli 1943 wegen „öffentlicher und privater Hetze gegen das deutsche Volk“ zum Tode. Er wurde am 14. August 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. 1996 wurde das Todesurteil aufgehoben und Gapp seliggesprochen.

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  • Name: Jakob Gapp (person description)
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