Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Biographien der Grazer NS-Opfer

Personen erfassst im MEMOR Projekt. Wohnhafte oder ansässige Personen in Graz ermordert durch das NS-Regime.

Vorname Nachname Beschreibung Opferkategorie
Abraham Asatanowicz Abraham Asatanowicz: geboren 02.6.1896 oder 22.7.1896 in Sanok, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Abraham Asatanowicz war der Sohn von Lajzor Flapan und Rywka Asatanowicz. Er heiratete am 16.4.1922 seine Frau Helene (geb. Dattner) in Krakau. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Karl, Rosa und Bernhard hervor. Zunächst lebte er in Sarwolin, Polen, ehe er nach Graz zuwanderte. Gemeinsam mit seiner Familie lebte er am Grieskai 46 und war tätig als Gemüsehändler. Im Jahr 1938 musste die gesamte Familie in eine Sammelwohnung in der Zweigelgasse 14, 8020 Graz umziehen. Als sein letzter bekannter Aufenthaltsort gilt Polen, von wo aus er in ein unbekanntes Lager deportiert wurde. Über das Datum der Deportation, sowie über seinen Sterbeort und sein Todesdatum sind keine genaueren Informationen bekannt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Abraham Janovsky Abraham Janovsky: geboren 1.6.1883 in Schytomyr (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Abraham war der Sohn von Schloma Jossel Janovsky und Malia (geb. Schinski). Aus der ersten Ehe mit Rosalie (geb. Rauzmann) gingen seine Kinder Josef, Ernst und Betti hervor. Im Jahr 1918 starb seine Ehefrau Rosalie. In der Folge heiratete Abraham Janovsky seine 2. Frau Berta (Betti) (geb. Landskroner) und gemeinsam hatten sie ihre Tochter Mella. In Graz arbeitet Abraham Janovsky als Tischler und wohnte mit seiner Frau und seiner Tochter in der Naglergasse 56, ehe sie zwangsweise nach Wien übersiedeln mussten und dort zuletzt in der Novaragasse 19/18 wohnhaft waren. Am 23. Oktober 1941 wurden Abraham und seine Frau Berta von Wien nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert und beide wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Adalbert Roschitz Albert Roschitz: geboren 17.6.1904 in Cattaro, gestorben 21.11.1944 in Wien. Albert Roschitz war Handelsangestellter in Graz und gehörte in der Ersten Republik der Sozialdemokratischen Partei an. Wegen des Verdachts der Spionage wurden er sowie seine Frau Theresia Roschitz am 12. Jänner 1944 von der Gestapo festgenommen. Albert Roschitz wurde am 4. Oktober 1944 durch das Feldurteil des 4. Senats des Reichskriegsgerichts wegen „Beihilfe zur Spionage“ zum Tode verurteilt und am 21. November 1944 im Landesgericht Wien hingerichtet.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Adele Heller Adele Heller, geb. Kohn: geboren 8.10.1882 in Vintířov (Tschechien), gestorben 1942 in Warschau. Adele Heller war die Tochter von Moritz und Elisabeth Kohn (geb. Samuel) und die Frau von Max Heller. Gemeinsam hatten sie die Kinder Rudolf und Margarethe (verh. Löwy). Ihr Mann führte von 1914 bis 1938 gemeinsam mit ihrem Bruder Ludwig Kohn und ab 1925 auch mit ihrem Sohn Rudolf Heller in der Annenstraße 42 die „Gemischtwarenhandlung Max Heller“. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ging sie gemeinsam mit ihrem Mann 1939 zu ihrer in Pilsen lebenden Tochter Margarethe Löwy. Am 22. Jänner 1942 wurden Max und Adele Heller zunächst nach Theresienstadt deportiert und von dort am 25. April 1942 nach Warschau überstellt, wo beide umkamen.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Adolf Freund Adolf Freund: geboren 18.8.1882 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Adolf Freund war der Sohn von Samuel und Josefine (geb. Stern). Er war in Graz als Fleischhauer und Selcher tätig und wohnhaft in der Prankergasse 79. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste er zwangsweise in einem Sammellager in der Malzgasse 16 im 2. Bezirk in Wien leben. Am 05. Juni 1942 wurde er von Wien nach Izbica deportiert. Sein Todesdatum und Sterbeort sind nicht bekannt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Adolf Fürst Adolf Fürst: geboren 11.4.1867 in Graz, gestorben 1942 in Treblika. Adolf war der Sohn des Grazer Weinhändlers Moritz Fürst und seiner Frau Laura (geb. Planer). Mit seiner Frau Gisela hatte er die gemeinsame Tochter Vally Fürst. Auch er arbeitete in Graz als Weinhändler und war gemeinsam mit seiner Schwester Jenny zuletzt wohnhaft am Marburger Kai 47 in Graz. Er musste 1939 zwangsweise von Graz nach Wien gehen und wohnte dort am Wilpretmarkt 8/26, von wo er mit seiner Schwester am 20. Juni 1942 nach Theresienstadt und von dort am 19. September 1942 weiter nach Treblinka deportiert und ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Adolf God Adolf God: geboren 11.10.1911 in Wien, gestorben 6.2.1945 in Dachau. Adolf God war der Sohn von Josef Diener recte God und Paula (geb. Stellner). Er war verheiratet mit Lola (geb. Bauer) und war ein Schuhmacher. Bis 15. Jänner 1935 lebte er in Wien und war dann bis 30. September 1938 mit seiner Frau Lola am Griesplatz 14 in Graz wohnhaft. Ende September 1938 wurden sie aus Graz abgemeldet und waren zunächst einer Sammelwohnung in der Novarragasse 17/33 in Wien untergebracht. Zuletzt waren Adolf und Lola God wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Rembrandtstraße 25/2 im 2. Bezirk in Wien. Von dort wurden sie am 11. November 1943 nach Theresienstadt deportiert und am 28. September 1944 nach Auschwitz überstellt. Im KZ Auschwitz wurde Lola God ermordet, ihr Mann Adolf wurde am 10. Oktober 1944 weiter nach Dachau überstellt, wo auch er Anfang des Jahres 1945 ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Adolf Hofmann Adolf Hofmann: geboren 18.3.1863, gestorben in Treblinka. Der Geburtsort von Adolf Hofmann ist bislang nicht bekannt. Der Kaufmann war verheiratet mit Rosalie (geb. Wohlmuth). Gemeinsam hatte das Ehepaar die Kinder Ernst, Franz und Regine und wohnte vor dem 2. Weltkrieg am Grieskai 44 in Graz. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurden Adolf und Rosalie Hofmann zwangsweise nach Wien übersiedelt und wohnten, wie auch ihre Tochter Regine, vorübergehend in einer "Alterswohngemeinschaft" in der Malzgasse 2/12. Am 27. August 1942 wurde das Ehepaar nach Theresienstadt deportiert, wo Rosalie Hofmann ums Leben kamen. Ihr Mann Adolf wurde am 26. September 1942 nach Treblinka überstellt und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Adolf Kohn Adolf Kohn: geboren 28.8.1895 in Wien, 12.12.1941 in Buchenwald. Adolf war der Sohn von Karl und Antonie Kohn (geb. Pocher) und der Ehemann von Lotte (geb. Spritzer). Er wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Stockergasse 1 in Graz. Am 16. Oktober 1940 wurde er von Aachen nach Dachau deportiert und am 12. September 1941 nach Buchenwald überstellt, wo er ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Adolf Lachs Adolf Lachs: geboren am 28.12.1864 in Vlachovice (Tschechien), gestorben am 26.9.1942 in Theresienstadt. Adolf war der Sohn von Koloman und Marie Lachs (geb. Beer) und war verheiratet mit Melanie (geb. Berger). Gemeinsam hatten sie einen Sohn namens Ernst. Nach einem Studium zum Ingenieur für das Bauwesen an der Technischen Universität Wien arbeitete Adolf Lachs 1891 weg für die Südbahngesellschaft in Wiener Neustadt, Mürzzuschlag und ab 1907 in Graz, ehe er 1923 in Pension ging. Die Familie wohnte bereits zu diesem Zeitpunkt bis zum Jahr 1939 in der Volksgartenstraße 18 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten mussten Adolf und seine blinde Frau Melanie 1939 Graz verlassen und zwangsweise nach Wien übersiedeln. Dort wohnten sie zwei Jahre lang in verschiedenen Sammelwohnungen und zuletzt in der Ebendorferstraße 10/9, ehe sie am 10. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden, wo Adolf Lachs am 26. September 1942 umkam. Seinem Sohn gelang die Flucht.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Adolf Oswald Willy Binner Willy Adolf Oswald Binner: geboren 27.12.1891 in Niederleppersdorf (Schlesien), gestorben 10.2.1943 im KZ Dachau. Der in Graz tätige Tischlermeister Willy Binner wurde am 16. März 1938 verhaftet, wobei als Haftgrund „verbotene Rückkehr“ – er dürfte aus dem Land ausgewiesen worden sein – sein angegeben wurde. Die Gestapo überstellte ihn als Schutzhäftling am 8. Oktober 1938 ins KZ Dachau, wo er 10. Februar 1943 angeblich wegen „Versagen von Herz und Kreislauf bei Unterleibstyphus“ umkam.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Adolf Papesch Adolf Papesch: geboren 6.11.1921 in Graz, gestorben 2.8.1941 im KZ Dachau. Papesch war Hilfsarbeiter in Graz, der laut Angaben der Mutter wegen seiner NS-Gegnerschaft denunziert und von der Gestapo verhaftet wurde. Tatsächlich hatte er sich als Inkassant der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) ausgegeben und Geld gesammelt, das er behalten hat. Im Juli 1940 wurde er deshalb festgenommen und Anfang des Jahres 1941 ins KZ Dachau überstellt. Dort ist er am 2. August 1941 umgekommen.
  • jugendlich
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Adolf Stengl Adolf Stengl: geboren 28.11.1885 in Badstübl (Bezirk Egger), gestorben 20.3.1944 in Marburg/Maribor. Adolf Stengl arbeitete jahrelang als Kellner in verschiedenen Hotels in der Schweiz, Frankreich und Österreich, ehe er 1924 nach Graz kam, wo er zuletzt im Hotel Elefant tätig war. Als nach dem „Anschluss“ die Wehrmacht im August 1938 das Hotel Elefant übernahm und in ihr die Dienststelle der Wehrersatz-Inspektion einrichtete, wurde Stengl mit niedrigerem Gehalt als Pförtner behalten. Stengl war ob dieser Schlechterstellung so erbost, dass er mehrere Protestbriefe unter falschem Namen an verschiedene NS-Einrichtungen schrieb. Nachdem die Nationalsozialisten am 9./10. November 1938 in Graz die Synagoge und die Zeremonienhalle in Brand gesteckt hatten, beschloss Stengl tags darauf die Welt davon zu unterrichten. Er schrieb erneut unter einem falschen Namen mehrere Briefe nach Paris, Moskau und London, in denen er über die Untaten der Nazi berichtete und bat, dies im Radio usw. kund zu tun. Die Briefe wurden von der deutschen Grenzüberwachungsstelle abgefangen und der Gestapo Graz übergeben. Diese ermittelte rasch, wer sich hinter dem Pseudonym verbarg und verhaftete Stengl bereits am 2. Dezember 1938. Der Volksgerichtshof Berlin verurteilte ihn am 2. April 1940 wegen „versuchtem Volksverrat“ zu sechs Jahren Haft, die er nicht überlebte. Er starb am 20. März 1944 im Zuchthaus in Marburg an der Drau.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Adolf Walden Hermine Ortner: geboren 15.5.1891, gestorben 1940 in Hartheim. Die „Hausgehilfin“ war mit dem kaufmännischen Vertreter Franz Ortner verheiratet. Als zuständige Heimatgemeinde wurde Leoben-Donawitz angegeben. Das später geschiedene Ehepaar wohnte jedoch weiterhin gemeinsam in der Jakoministraße 30. Am 9. Mai 1934 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 38975. Ihr Exmann Franz Ortner übernahm ab dem 18. Oktober 1934 ihre gesetzliche Vertretung. Am 28. Mai 1940 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Hermine Ortner im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Agnes Hammer Agnes Hammer, geb. Stermschegg: geboren 25.12.1895 in Graz, gestorben 1940 in Hartheim. Sie war die uneheliche Tochter der aus St. Martin b. Marburg/Maribor stammenden Hilfsarbeiterin Agnes Stermscheg. Die „Wäscherin“ heiratete am 6. Juni 1920 in der Pfarre Graz-Graben den Steinschleifer Karl Hammer. Am 20. Juni 1925 wurde sie mit der Aufnahmezahl 30487 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Das Ehepaar hatte zuletzt in der Wastlergasse 4 gewohnt. Seit dem 22. November 1925 war ihr Ehemann ihr gesetzlicher Vertreter. Am 28. Mai 1940 wurde Agnes Hammer in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Albert Kern Albert Kern: geboren 24.10.1866 in Holíč (Slowakei), gestorben 12.9.1942 in Theresienstadt. Albert Kern betrieb von 1893 bis 1938 die „Kleiderhandlung Kern“ in der Annenstraße. Sein Geschäft lag bis 1898 in der Annenstraße 25, danach in der Annenstraße 28 und mit der Errichtung des Roseggerhauses 1914 in der Annenstraße 23. Im Februar 1939 musste er zwangsweise nach wien übersiedeln und war dort zuletzt im Jüdischen Altersheim in der Großen Schiffgasse 3. Von hier aus wurde er am 14. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und kam zwei Monate später im Alter von 76 Jahren um.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Albert Weiss Albert Weiss: geboren 15.4.1889 in Câmpulung Moldovenesc (Rumänien), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Albert war verheiratet mit Gisela (geb. Lebowitz) und gemeinsam hatten sie die Kinder Eduard und Josefine. Das Ehepaar wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Gabelsbergerstraße 4 in Graz und musste 1939 zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in einer Alterswohngemeinschaft in der Floßgasse 10/17 lebten. Am 09. Oktober 1942 wurde er von Wien nach Theresienstadt deportiert und 28. Oktober 1944 nach Auschwitz überstellt. Albert Weiss wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Albin Engelsmann Albin Engelsmann: geboren 20.4.1875 in Budapest, gestorben 15.06.1942 in Maly Trostinec. Albin war der Sohn von Philipp Engelsmann und Josefa (geb. Deutsch) und war als Kaufmann in Graz tätig. Er heiratete am 9.10.1904 in Brünn seine Frau Stephanie (geb. Soffer). Mit Stephanie gemeinsam war er der Vater von Fritz und Peter Hans. Die Familie lebte in der Alberstraße 4 in Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien in die Schreygasse 19/12 umsiedeln mussten. Von dort wurden Albin und Stephanie am 9. Juni 1942 nach Maly Trostinec deportiert und sofort nach ihrer Ankunft ermordet. Ihre beiden Söhne überlebten die Shoah.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Albin Škodnik Albin Škodnik: geboren 26.2.1910 in Gorizia (Italien), gestorben 12.11.1944 in Graz. Der Slowene mit italienischer Staatsbürgerschaft erhielt nach dem Überfall auf Jugoslawien und der Angliederung der Untersteiermark 1941 bei der Reichsbahn in Graz eine Arbeit. Von seinen Familienbesuchen in Slowenien brachte er Flugblätter der Partisanen mit, die alle Südslawen zum Freiheitskampf aufriefen und die er in Graz seinen slowenischen Arbeitskollegen gab, die mit ihm im Reichsbahnbarackenlager lebten. Er plante zudem im Frühjahr 1944 zu den Partisanen zu gehen, doch wurde er kurz davor verhaftet. Am 23. September 1944 verurteilte ihn der Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zum Tode. Škodnik wurde am 12. November 1944 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Albine Kotschy Albine Kotschy: geboren 18.12.1896 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Am 4. September 1935 wurde sie mit der Aufnahmezahl 33507 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre gesetzliche Vertretung übernahm, der sich im Ruhestand befindliche Beamte Rudolf Guggi. Die als „Feuerswehrmannswaise“ bezeichnete Albine Kotschy, die zuletzt in der Steyrergasse 156 gewohnt hatte, wurde am 7. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Albine Kotschy im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Alexander Benčić Alexander Benčić, geb. Schwabenitz: geboren 27.6.1890 in Sisak, gestorben 1942 im KZ Jasenovac. Alexander Bencic war der Sohn von Julius Schwarbenitz und Terezija Kerkai. In erster Ehe war er verheiratet mit Berta Elisa (geb. Goldberger), mit der er die beiden Kinder Milan und Vera hatte. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau im Jahr 1937 heiratete er seine zweite Frau Sidonie (geb. Brecher). Bis 1938 lebte er mit ihr am Joanneumring 5 und gemeinsam flohen sie dann 1938 nach Zagreb. Von dort wurde er in das KZ Jasenovac deportiert, wo er ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Alexander Eisler Alexander Eisler: geboren 10.3.1885 in Beny (Ungarn), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Alexander war der Sohn von Samuel Majer Eisler und Rosi (geb. Knöpfler). Er lebte seit 1909 in Graz und war drei Mal verheiratet. Aus diesen Ehen gingen die Kinder Edwin David, Friederike, Erna, Adele, Gertrude und Benno hervor. Zuletzt war er verheiratet Hermine (geb. Löwinger) und fungierte als Reisender in Graz St. Peter. Über sein Ableben sind keine Informationen bekannt. Alexander Eisler wurde in ein unbekanntes Lager deportiert und ermordet..
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Alexander Heller Alexander Heller: geboren 18.03.1903 in Wien, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Alexander war verheiratet mit Marie Heller und erfuhr eine Berufsausbildung als Handelsangestellter. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte er in der Kindermanngasse 4 in Graz, ehe er nach Belgien floh. Von Mechelen in Belgien wurde er am 18. August 1942 nach Auschwitz deportiert. Alexander Heller wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Alexander Sandor Kaufmann Alexander Sandor Kaufmann: geboren 16.3.1882 oder 26.4.1882 in Karlovac (Kroatien), gestorben 22.4.1945 in Jasenovac. Alexander Sandor Kaufmann war ein Schuhmacher in Graz und lebte in der Annenstraße 9. Während des 2. Weltkriegs befand er sich zunächst in der Stumpergasse 50 in Wien, ehe er nach Jugoslawien floh. Von Jugoslawien aus wurde er in das KZ Jasenovac deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Alexius Herceg Alexius Herceg: geboren 28.11.1900 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Schneidermeisters Alexius und dessen Ehefrau Anna Herceg. Am 3. August 1933 wurde er mit der Aufnahmezahl 38343 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Er lebte in der Brockmanngasse 94 und wurde seit dem 17. August 1933 von seiner verwitweten Mutter Anna Herceg gesetzlich vertreten. Diese war an derselben Adresse gemeldet. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 12. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Alexius Herceg im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Alfons Neumann Alfons Neumann: geboren 20.2.1888 in Klagenfurt, gestorben 14.7.1942 in Schloss Sonnenstein bei Pirna (Sachsen). Alfons war der Sohn von Emanuel und Mathilde Neumann (geb. Taussig) und war verheiratet mit Nelli (geb. Haas). Als Erwachsener übersiedelte er von Klagenfurt nach Graz und gründete hier im Jahr 1921 die Montana-Schuhfabrik, die zunächst ein Verkaufsgeschäft in der Annenstraße 30 hatte. Nach der Insolvenz der Firma 1932 betrieb er von 1935 bis 1938 einen Schuhhandel in der Annenstraße 30 und wohnte unterdessen in der Feuerbachgasse 5 in Graz. Bereits im Mai 1938 wurde er ins KZ Dachau deportiert, von wo er am 24. September 1938 ins KZ Buchenwald überstellt wurde. Von dort kam er im Juli 1941 im Zuge der NS-Euthanasie in die Tötungsanstalt Schloss Sonnenstein bei Pirna (Sachsen) und wurde am 14. Juli 1941 ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Alfred Glück Alfred Glück: geboren 3.1.1906 in Wien, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Alfred war der Sohn von Adolf und Marie Glück (geb. Fuchs). Er war ledig und lebte vor dem zweiten Weltkrieg in Graz, wo er zwischen 1936 und 1938 mehrmals umzog. Zuletzt wohnte er im November 1939 bei der Familie Kaufmann in der Jakob-Redtenbacher-Gasse 12 (ehemalige Redtenbachergasse), ehe er zwangsweise nach Wien siedeln musste. In Wien wohnte er zuletzt in einer Sammelwohnung in der Krummbaumgasse 6/12a. Von dort wurde er am 9. Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 6. September 1943 wurde er nach Auschwitz überstellt. Alfred Glück wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Alfred Mitkrois Alfred Mitkrois: geboren 16.1.1897 in Wien, gestorben 29.1.1941 im KZ Dachau. Der Hauptmann des österreichischen Bundesheers war einer der ersten Homosexuellen in Österreich, der 1926 gegen die strafrechtliche Verfolgung von Homosexuellen protestierte und die Streichung des entsprechenden Strafrechtsparagraphen gefordert hatte. Nach seiner Verurteilung und Entlassung arbeitete er ab 1926 in Graz als Buchhalter. Im September 1939 wurde er im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen homosexuelle Männer von der Gestapo in Graz festgenommen und am 20. März 1940 wegen „Unzucht wider die Natur“ zu drei Monaten Kerker verurteilt. Da er zudem dem monarchistischen Widerstand in Graz angehörte, wurde er in der Folge ins KZ Dachau überstellt, wo er nach kurzen Aufenthalten in den Lagern Sachsenhausen und Neuengamme am 29. Jänner 1941 umkam.
  • homosexuelleopfer
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Alfred Mittler Alfred Mittler: geboren 24.4.1880 in Wien, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Alfred war der Sohn von Josef und Charlotte Mittler (geb. Sorer) und war verheiratet mit Jolan. Das Ehepaar wohnte in der Stubenberggasse 7 in Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien in die Mittelgasse 37 im 6. Bezirk übersiedeln mussten. Zuletzt waren die beiden wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Blumauergasse 11 im 2. Wiener Bezirk, von wo sie am 27. April 1942 nach Włodawa deportiert wurden. Alfred und Jolan Mittler wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Alfred Moser Alfred Moser: geboren 29.8.1908 in Graz, gestorben 23.6.1944 im KZ Auschwitz. Moser arbeitete in den Steyr-Daimler-Puchwerken in Graz, wo er sich gegenüber Mitarbeitern abfällig über Hitler und den Nationalsozialismus äußerte. Diese denunzierten ihn, weshalb er am 6. Jänner 1942 verhaftet und vom Sondergericht Graz am 8. Juli 1942 zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt wurde. Nach Verbüßung der Haft wurde er nicht freigelassen, sondern zur Gestapo überstellt, die ihn ins KZ Auschwitz deportierte, wo er am 23. Juni 1944 umkam.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Alfred Scharnofsky Alfred Schanofsky: geboren 8.5.1908 in Steyr, gestorben 10.9.1943 im KZ Dachau. Alfred Schanofsky war bis 1934 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Der Oberwachtmeister der Schutzpolizei wurde 1941 von Lorenz Poketz für die „Rote Gewerkschaft“ angeworben, die Geld für die Familien der politisch verfolgten Marxisten sammelte. Schanofsky wurde im Zuge des Aufrollens dieser Organisation am 21. August 1942 festgenommen und in der Folge vom Obersten SS- und Polizeigericht München wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ am 28. Juli 1943 zum Tode verurteilt. Er wurde ins KZ Dachau überstellt, wo er am 10. September 1943 erschossen wurde.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Alfred Schnee Alfred Schnee: geboren 6.7.1913 in Wien, gestorben in Jasenovac. Alfred war der Sohn von Michael und Berta Schnee und war seit 1927 in Graz wohnhaft. Zuletzt wohnt der freie Musiker in der Leonhardstraße 42/2. Nach dem „Anschluss“ dürfte er nach Jugoslawien geflohen sein. Er wurde von Zagreb nach Jasenovac deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Alice Biller Alice Biller: geboren 10.05.1900 in Graz, gestorben 11.05.1942 in Maly Trostinec. Alice war die Tochter von Bernhard und Rosa Biller (geb. Rapaport). Sie war ledig und wohnte in der Keesgasse 7 in Graz. Zum Ende des Jahres 1938 musste sie Graz zwangsweise verlassen und nach Wien umsiedeln, wo sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Leopoldsgasse 22/12d wohnte. Von Wien aus wurde sie am 06. Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Alice Eisler Alice Eisler: geboren 27.9.1878 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Alice war die Tochter von Eisler David und Emilie Ungar (geb. Baron). Sie war ledig und wohnte bis zum Februar 1939 in der Sackstraße 21/I in Graz. Danach wohnte bis Juli 1939 in der Belgiergasse 7/I in Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien übersiedelt wurde, wo sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Gonzagagasse 5 wohnhaft war. Am 19. Februar 1941 wurde sie von Wien nach Kielce deportiert. Alice Eisler wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Alice Wagner Alice Wagner: geboren 1905 in Graz, gestorben in Nova Gradiška. Über Alice Wagner sind nur wenige Informationen erhalten. Sie wurde in Graz geboren und lebte hier vor dem 2. Weltkrieg. Während des 2. Weltkriegs befand sie sich in Zagreb. Alice Wagner starb laut den Angaben ihrer Freundin Mila Milhofer während der Shoah in Nova Gradiška (Kroatien).
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Alois Bendiner Alois Bendiner: geboren 26.1.1876 in Mureck, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Alois Bendiner war der Sohn von Philipp Bendiner und Rosa (geb. Stern). Gemeinsam mit seiner Frau Julie (geb. Haas), die im Jahr 1929 verstarb, hatte er die Kinder Amalia, Hertha, Philipp, Helmut und Ilse. Alois Bendiner lebte in der Strauchergasse 8 und war ein Holzhändler in Graz. Er floh 1939 aus Graz nach Zagreb und kam während der NS-Herrschaft in Kroatien ums Leben.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Alois Blühweis Alois Blühweis: geboren 29.5.1876 in Krizovljan-Cestica (Kroatien), gestorben 1942/1943 in Jasenovac (Kroatien). Alois war der Sohn von Moritz und Helena Blühweis (geb. Moses). Um 1900 kam Alois Blühweis nach Graz, wo er in der Griesgasse 22 ein Ledergeschäft betrieb. 1906 heiratet er seine Frau Hermine (geb. Jassniger) und gemeinsam hatte sie die beiden Töchter Gertrude und Helma. Am 17.5.1937 starb seine Frau Hermine. Im Zuge des Novemberpogroms 1938 wurde er schwer misshandelt. Sein Haus in der Griesgasse 22, in dem er gemeinsam mit seiner Tochter Helma wohnte, wurde „arisiert“ und das Ledergeschäft wurde liquidiert. Im Januar 1939 floh er mit seiner Tochter Helma nach Kroatien, wo beide bei seiner Schwester in Zagreb unterkamen. Am 4. Februar 1942 wurde er verhaftet und am 9.Februar 2942 wurde er ins KZ Jasenovac eingeliefert, wo er in der Folge starb. Seine Tochter Helma konnte weiter nach Triest fliehen und überlebte die Shoah.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Alois Frischauf Alois Frischauf: geboren 9.10.1885 in Judenburg, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er war der uneheliche Sohn von Maria Frischauf. Alois Frischauf arbeitete als Schriftsetzer und heiratete am 7. November 1920 in Graz die aus Zeltweg stammende Wirtschafterin Elisabeth Steiner, die am 12. November 1890 geboren wurde. Die letzte bekannte Adresse des Ehepaares war die Grazbachgasse 12. Am 25. Oktober 1923 wurde Alois Frischauf mit der Aufnahmezahl 29102 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ab dem 10. Januar 1927 war er in der Pflegeanstalt Kainbach untergebracht, ab dem 1. Juli 1933 in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke, Zweiganstalt Messendorf bei Graz. Alois Frischauf wurde noch mehrmals verlegt und schließlich in die Heilanstalt „Feldhof“ zurücküberstellt. Die Scheidung von seiner Frau erfolgte nach einem Urteil des Landesgerichts am 25. Oktober 1939. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Er wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Alois Gießauf Alois Gießauf: geboren 28.3.1913 in Weitersfeld, gestorben 7.5.1945 in Graz. Alois Gießauf arbeitete seit 1938 in Graz bei Steyr-Daimler-Puch als Schleifer. Er gehörte seit 1928 der KPÖ an, weshalb er mehrfach verhaftet wurde, zuletzt wegen „Wehrkraftzersetzung“ im Dezember 1944. Am 10. April 1945 wurde er im Zuge der Räumung der Haftanstalten aus der Haft entlassen und einer Volkssturmeinheit zugeteilt. Am Abend des 7. Mai 1945 meinte er gegenüber zwei SS-Männern, die vor dem Landhaushof in der Herrengasse standen, „der Führer war ein Idiot und ein Schweinehund“. Als die beiden SS-Männer ihn verhaften wollten, widersetzte er sich, woraufhin sie ihn erschossen.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Alois Hofer Alois Hofer: geboren 20.6.1899 in Wöbling, gestorben 24.10.1940 in Brandenburg. Hofer war ein Schuhmachergehilfe in Graz, der sich wie sein Bruder Johann 1927 den Zeugen Jehovas anschloss. Wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem NS-Regime, die er im Juni 1938 auch öffentlich in Messendorf kundtat, wurde er am 5. Juni 1939 zu zehn Wochen Arrest verurteilt. Als er trotz Einberufungsbefehl nicht zur Wehrmacht einrückte, wurde er am 30. April 1940 verhaftet und am 12. August 1940 nach Berlin überstellt. Dort wurde er am 26. September 1940 vom Reichskriegsgericht wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ zum Tode verurteilt und am 24. Oktober 1940 in Brandenburg hingerichtet.
  • zeugenjehovas
  • männlich
  • Alois Kopp Alois Kopp: geboren 27.5.1898 in Rohrbach, gestorben 25.5.1944 in Graz. Der Grazer Schmied unterstützte ab 1939 zuerst ohne organisatorischen Hintergrund, ab 1941 im Rahmen der „Roten Gewerkschaft“ Frauen von verhafteten Kommunisten in Graz. Dies tat er auch, als er im Oktober 1941 nach Linz dienstverpflichtet wurde. Nachdem er im Mai 1942 erstmals festgenommen und verwarnt worden war, verhaftete ihn die Gestapo am 24. Jänner 1944 erneut, diesmal da er verdächtigt wurde, ein „kommunistischer Funktionär“ zu sein. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zum Tode. Kopp wurde am 25. Mai 1944 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Alois Leber Alois Leber: geboren 1.10.1908 in Graz, gestorben 9.1.1943 in Brandenburg. Alois Leber war Rauchfangkehrer in Graz, der bald nach dem Überfall der Wehrmacht auf Jugoslawien 1941 festgenommen wurde, da im Grenzkommissariat Marburg/Maribor Akten gefunden wurden, die ihn als Spion gegen das Deutsche Reich führten. Leber hatte von den jugoslawischen Behörden den Auftrag erhalten, Aufnahmen von den Flughäfen Thalerhof, Wiener Neustadt und Zeltweg sowie von den Kasernen in Graz anzufertigen. Außerdem sollte er die neuesten Konstruktionspläne der Bayrischen-Motoren-Werke in Eisenach beschaffen. Nachdem es zu mehreren Treffen mit den jugoslawischen Auftraggebern gekommen war, wurde er am 23. April 1941 in Graz festgenommen. Er wurde in der Folge vom Reichskriegsgericht wegen „Hoch- und Landesverrat“ zum Tode verurteilt und am 9. Jänner 1943 in Brandenburg hingerichtet.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Alois Rosenberger Alois Rosenberger: geboren 23.3.1904 in Graz, gestorben 19.2.1945 in Graz. Der Grazer Gärtner Alois Rosenberger war in der Ersten Republik innerhalb verschiedener sozialdemokratischer Organisationen und der Sozialdemokratischen Partei tätig. Seit Sommer 1937 arbeitete er als Maurer bei den Steyr-Daimler-Puchwerken, wo er von seinem Nachbarn Josef Motschnik für die „Rote Gewerkschaft“ angeworben wurde, die Spenden für die Familien von in Not geratenen Angehörigen verhafteter bzw. verurteilter Marxisten sammelte. Im Zuge der Aufrollung der „Roten Gewerkschaft“ wurde Rosenberger am 19. März 1943 von der Gestapo festgenommen und am 2. Juli 1943 vom Volksgerichtshof in Graz wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Er wurde in der Folge ins Zuchthaus Graz-Karlau überstellt, wo er anlässlich eines Bombenangriffs am 19. Februar 1945 umkam.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Alois Sommer Alois Sommer: geboren 15.6.1862 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er wurde als Sohn der ledigen Grundbesitzerstochter Josefa Sommer aus Stainz geboren. Der ledige Schriftsetzer lebte in der Münzgrabenstraße 22 und wurde am 21. November 1914 mit der Aufnahmezahl 23989 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zeitweise war er auch in der Heilanstalt in Messendorf bei Graz untergebracht. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 20. Jänner 1941 wurde er jedoch nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Alois Sommer im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Alois Stadler Alois Stadler: geboren 23.3.1884 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Der geschiedene Gelegenheitsarbeiter lebte in der Schulgasse 20 in Graz-Liebenau und wurde am 19. April 1940 mit der Aufnahmezahl 1090 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zeitweise wurde er auch im Landeskrankenhaus Graz behandelt. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 20. Jänner 1941 wurde er jedoch nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Alois Stadler im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Alois Stoff Alois Stoff: geboren 13.11.1878, gestorben 1941 in Hartheim. Er lebte im Haus seines Vaters Georg Stoff am Griesplatz 14. Mehrere Artikel in Tageszeitungen zwischen 1908 und 1918 berichten von einem „geistesschwachen“ Alois Stoff, der immer wieder aus dem Haus seiner Eltern abgängig war. Am 18. August 1922 wurde er mit der Aufnahmezahl 28382 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sein Vater übernahm am 24. Februar 1923 seine gesetzliche Vertretung. Er wurde im Laufe der Jahre mehrmals verlegt und war auch in den Heilanstalten Graz-Messendorf und Kainbach untergebracht. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 3. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Alois Stoff wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Aloisa Trost Aloisia Trost: geboren 16.6.1901, gestorben 1941 in Hartheim. Die „Invalidengattin“ wohnte mit ihrem Ehemann August Trost in der Wielandgasse 23 und wurde am 24. Oktober 1931 mit der Aufnahmezahl 36714 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihr Ehemann August Trost übernahm ihre gesetzliche Vertretung. Am 14. Februar 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Aloisia Trost im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 5. April 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Ihre Urne wurde am 10. April 1941 in einem Sammelgrab am Grazer Urnenfriedhof beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Aloisia Lackner Aloisia Lackner: geboren 27.3.1904 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die uneheliche Tochter von Juliana Lackner. Diese stammte aus Cilli und hatte als Wirtschafterin gearbeitet. Am 7. Dezember 1931 wurde sie mit der Aufnahmezahl 36822 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Am 12. Dezember 1931 übernahm ihre Mutter, die nun eine Gastwirtschaft in der Neubaugasse 75 führte, ihre gesetzliche Vertretung. Die zuletzt bei ihrer Mutter wohnende Aloisia Lackner wurde am 8. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Aloisia Neumann Aloisia Neumann: geboren 6.11.1907 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Postbeamten Alois Neumann und dessen Ehefrau Maria, geb. Huber. Am 14. Mai 1940 wurde sie mit der Aufnahmezahl 1179 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Aloisia Neumann hatte auch mehrere Aufenthalte im Grazer Gaukrankenhaus hinter sich. Die zuletzt in der Zweiglgasse 12/II bei ihren Eltern wohnhafte wurde am 15. Jänner 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Aloisia Pichler Serafin Penazato: geboren 30.10.1881, gestorben 1941 in Hartheim. Seine letzte Adresse war die Brockmanngasse 47. Am 26. März 1924 wurde er mit der Aufnahmezahl 29414 als „Siechenhauspflegling“ in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ab dem 12. Juni 1924 übernahm der Beamte Friedrich Penazato seine gesetzliche Vertretung. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Serafin Penazato im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Aloisia Ropac Aloisia Ropac: geboren 21.6.1883 in Maria Elend, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter von Johann Ropac und dessen Ehefrau Maria, geb. Ottowitz. Aloisia Ropac wurde am 24. Jänner 1936 mit der Aufnahmezahl 40338 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre soziale Stellung wurde als „gewesene Wirtschafterin“ beschrieben und sie wohnte zuletzt in der Schützenhofgasse 10. Ihre gesetzliche Vertretung übernahm der Amtsrat i. R. Ignatz Griengl. Aloisia Ropac wurde am 7. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 31. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Aloisia Schloffer Aloisia Schloffer: geboren 7.3.1887 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie wurde als Tochter des Sodawasserfabrikanten Josef Schloffer und dessen Ehefrau Aloisia, geb. Salzinger, geboren. Wenige Monate nach dem Tod ihres Vaters wurde sie am 2. März 1922 mit der Aufnahmezahl 28100 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zuvor lebte sie bei ihrer Familie am Griesplatz 36. Aloisia Schloffer wurde am 15. Jänner 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Aloisia Sparrer Aloisia Sparrer: geboren 2.6.1887, gestorben 1940 in Hartheim. Sie wohnte in der Mariatrosterstraße 165, in einem Nebengebäude des Schlosses St. Johann und arbeitete als Köchin. Am 5. November 1936 wurde sie mit der Aufnahmezahl 40956 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Am 28. Mai 1940 wurde Aloisia Sparrer in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“ und noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Aloisia Spurey Aloisia Spurey, geb. Kristandl: geboren 17.4.1891 in Eggersdorf bei Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Kleinbesitzers Johann Kristandl und dessen Ehefrau Aloisia, geb. Harb. Am 22. Juni 1924 heiratete die Köchin den Brauereiangestellten Josef Spurey. Die Ehe wurde am 27. Jänner 1931 geschieden. Ihre letzte Wohnadresse vor ihrer Einlieferung lautete Hackhergasse 16. Am 31. Dezember 1932 wurde sie mit der Aufnahmezahl 37785 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ überführt. Der letzte Eintrag in ihrem Krankenakt stammt aus dem Jänner 1941, kurz darauf wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Aloisia Vrenak Aloisia Vrenak: geboren 27.5.1880, gestorben 1940 in Hartheim. Sie wohnte zuletzt als Witwe in der Prankergasse 27. Am 24. Juni 1937 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 41506. Am 28. Mai 1940 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Aloisia Vrenak im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Amalia Resch Amalia Resch: geboren 26.3.1880 in Graz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Am 4. August 1928 wurde sie mit der Aufnahmezahl 30618 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Amalia Resch hatte als Näherin gearbeitet und zuletzt in der Schmidgasse 19/IV gewohnt. Josef Jöbstl war seit dem 12. September 1929 als ihr gesetzlicher Vertreter eingetragen. Am 24. November 1926 wurde sie in die Heilanstalt nach Maria Lankowitz verlegt. Am 30. September 1940 wurde sie zunächst in den „Feldhof“ zurücküberstellt und am 14. Oktober 1940 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Amalia Resch im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Amalia Teitler Amalia (Malvine) Teitler, geb. Brings: geboren 27.7.1877/16.7.1877 in Borislaw (Galizien), gestorben 1942 in Ibzica. Amalia Teitler war die Tochter von Leib Rischeles und Lea Brings und die Witwe des Grazer Kaufmanns Moses (Moritz) Teitler, der bereits 1922 verstarb. Gemeinsam hatten sie die Kinder Theodor, Gustav und Rosa. Amalia Teitler wohnte bis 1939 nach Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien umsiedeln musste. Dort lebte si zuletzt in einer Sammelwohnung in der Großen Pfarrgasse 11 im 2. Bezirk. Von dort wurde sie am 5. Juni 1942 nach Izbica deportiert und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Amalia Zwan Amalia (Anna) Zwan: geboren 1.7.1887 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter von Johann Zvan und dessen Ehefrau Maria. Am 6. Mai 1931 wurde sie mit der Aufnahmezahl 36224 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie wurde als „Hausgehilfin“ bezeichnet und hatte bis zu diesem Zeitpunkt in der Hüttenbrennergasse 41 gewohnt. Ihre Mutter Maria Zwan, Altersrentnerin und wohnhaft in der Frauengasse 4, übernahm ihre gesetzliche Vertretung. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Friederike Werk im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 8. Mai 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Ihre Urne wurde im Juni 1941 am Grazer Urnenfriedhof in einem Sammelgrab beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Amalie Roth Dr. Amalia Roth, geb. Bendiner: geboren 3.8.1907 in Graz, gestorben 1942 in Auschwitz. Amalia Roth war die Tochter des Grazer Holzhändlers Alois und seiner Frau Julie Bendiner (geb. Haas). Die Ärztin floh nach dem „Anschluss“ 1938 nach Frankreich, wurde dort jedoch im Sommer 1942 festgenommen und am 9. September 1942 von Drancy nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Amanda Gütl Amanda Gütl: geboren 11.4.1896, gestorben 1941 in Hartheim. Am 30. September 1935 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 40074. Sie wurde als „Eisendrehergattin“ bezeichnet und wohnte in der Lagergasse 84/pt. Der Tischler Ferdinand Thannhäuser, ebenfalls wohnhaft in der Lagergasse 84, übernahm ihre gesetzliche Vertretung. Am 15. Jänner 1941 wurde Amanda Gütl in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Andreas Draxler Andreas Draxler: geboren 10.10.1900 in Frohnleiten, gestorben 13.9.1943 in Graz. Der Angestellte Andreas Draxler war in der Ersten Republik sozialdemokratischer Vertrauensmann und Mitglied des Republikanischen Schutzbundes. Seit 1938 war Draxler Angestellter im Fürsorgeamt der Stadt Graz. Als bekannter NS-Gegner wurde er von Josef Serfecz 1941 für die „Rote Gewerkschaft“ angeworben. In der Folge baute er unter den Angestellten im Fürsorgeamt eine Zelle der „Roten Gewerkschaft“ auf, die u.a. die Angehörigen der inhaftierten Marxisten unterstützte. Die Gestapo verhaftete ihn am 22. August 1942. Er wurde am 19. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ vom Volksgerichtshof in Graz zum Tode verurteilt und am 13. September 1943 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Andreas Reitbichler Andreas Reitbichler: geboren 21.11.1907, gestorben 1941 in Hartheim. Er arbeitete als Hilfsarbeiter und wohnte in der Neutorgasse 16, bevor er am 2. Juni 1932 mit der Aufnahmezahl 37300 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen wurde. Im Laufe der Jahre wurde er mehrmals verlegt und war auch in den Heilanstalten Graz-Messendorf und Kainbach untergebracht. Seit dem 17. März 1934 war Gerichtoffizial i. R. Josef Schulheim, Nelkengasse 2, als sein gesetzlicher Vertreter eingetragen. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 13. Februar 1941 wurde Andreas Reitbichler nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 19. April 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen und die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Hadamar (Baden-Württemberg) als Sterbeort angegeben.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Angela Friedl Angela Friedl: geboren 5.4.1895 in Graz, gestorben 22.1.1945 im KZ Ravensbrück. Friedl arbeitete seit 1915 in einem Zeitungsversand bzw. als Aushilfskraft und gehörte bis 1938 der christlich-sozialen Gewerkschaft an. Seit Sommer 1943 arbeitete sie als Kanzleiangestellte in einem Rüstungsbetrieb in Graz-Thondorf. Im August 1943 wurde sie von einer NSV-Blockwartin anlässlich einer Spendenaktion denunziert, da sie ihr gegenüber meinte: „Was wollen Sie schon wieder da, wollt Ihr noch länger Krieg führen, habt Ihr noch nicht genug Blut vergossen? … Und Ihr glaubt noch an einen Sieg, lächerlich. Sei doch nicht blöd. Unsere Soldaten wollen ja nicht mehr kämpfen, ein jeder hat schon genug, aber Ihr gebt nicht nach. Ich habe keine Angst, aber Ihr von der Partei könnt Euch gefaßt machen.“ Daraufhin wurde sie verhaftet und im Jänner 1944 vom Generalstaatsanwalt wegen „Wehrkraftzersetzung“ angeklagt und vom Oberlandesgericht Wien zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. In der Folge wurde sie ins KZ Ravensbrück überstellt, wo sie am 22. Jänner 1945 umkam.
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  • weiblich
  • Angela Schönherr Angela Schönherr, geb. Ripel: geboren 5.5.1869 in Kalwang, gestorben 1941 in Hartheim. Sie wurde als Tochter des Sensenmachers Johann Ripel und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Höfner, geboren. Am 22. Februar 1926 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Die Aufnahmezahl lautete 31164 und man bezeichnete Angela Schönherr als verwitwete „Armenbeteiligte“. Dabei gab man ihre letzte Wohnadresse mit Mühlgasse 26 an. Am 15. November 1935 übernahm der Amtsrat i. R. Ignatz Griengl ihre gesetzliche Vertretung. Angela Schönherr wurde am 8. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 2. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
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  • euthanasieopfer
  • Anna Bart Anna Bart, geb. Nagler: geboren 1895 in Czernowitz, 1940 in Dachau. Anna war verheiratet mit Leon Bart, mit dem sie ihren gemeinsamen Sohn Heinz hatte. Vor dem 2. Weltkrieg arbeitete sie als Apothekerin in Graz. Über das weitere Schicksal ist wenig bekannt, doch wird als Todesdatum wir das Jahr 1940 in Dachau angegeben.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Anna Bauer Anna Bauer: geboren 3.6.1892 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie hatte als Bedienerin gearbeitet und wohnte in der Papiermühlgasse 24. Die ledige Rentnerin war bereits mehrfach in Heilanstalten untergebracht gewesen. Am 22. Mai 1940 wurde sie mit der Aufnahmezahl 1207 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen und auf der Station 10B aufgenommen. Die Einweisung erfolgte auf Betreiben der Polizei und des Gesundheitsamtes. Als Grund wurde „Alkoholismus“ angegeben. Bis zu ihrer Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 15. Jänner 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Sie wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Anna Brand Anna Brand: geboren 5.4.1890 in unbekanntem Geburtsort, gestorben 5.3.1942 in Bernburg an der Saale. Über ihr Leben ist wenig bekannt. Vor dem 2. Weltkrieg lebte sie in der Neubagasse 55 in Graz. Anna Brand wurde am 05. März 1942 in der Tötungsanstalt Bernburg an der Saale ermordet.
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  • weiblich
  • Anna Brandner Anna Brandner: geboren 7.1.1932 in Baden bei Wien, gestorben 28.2.1944 im KZ Auschwitz. Anna Brandner war eines von neun Kindern von Friedrich Krems und Leopoldine Brandner. Die Familie Brandner gehörte der Bevölkerungsgruppe der Sinti und Roma an. Leopoldine Brandner lebte mit fünf ihrer Kinder zwischen Mai 1938 und Juli 1940 in einem Wohnwagen in Graz, der an verschiedenen Plätzen in der Stadt abgestellt war. Der letzte Eintrag in den städtischen Meldeaufzeichnungen vom 26. Juli 1940 weist einen Standplatz in der Angergasse nördlich der Grazer Seifenfabrik im Bezirk Jakomini aus. Anna Brandner war im Zwangsarbeitslager Maxglan inhaftiert. Am 3. April 1943 wurde sie im KZ Auschwitz mit der Häftlingsnummer Z-6586 registriert und starb dort am 28. Februar 1944.
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  • weiblich
  • Anna Chana Rechla Dortort Anna „Chana Rechla” Dortort, geb. Körner: geboren 15.3.1898 in Stryi (Polen), gestorben 1942 in Sajmište (Belgrad). Anna war die Tochter von Caim Loeb und Feige Körner (geb. Eisenstein). Sie war gelernte Modistin und heiratete 1924 in Graz Franz „Chaim Fischel“ Dortort. Gemeinsam hatten sie ihre beiden Kinder Blanka und Leo Dortort. Das Ehepaar betrieb von 1935 bis 1937 in der Jakoministraße 10 eine Konditorei, wo sie auch wohnhaft waren. Ab Oktober 1938 wohnten sie kurz in der Zweiglgasse 14, von wo sie im März 1939 zu Verwandten nach Jugoslawien flohen. Dort erfuhren sie, dass sie mit einem in Kladovo liegenden Schiff, auf dem rund 1000 österreichische jüdische Flüchtlinge waren, nach Palästina fahren könnten. Der Transport fuhr aber nicht weiter, sondern zurück nach Šabac, wo er 1941 von den Nationalsozialisten eingeholt wurde und die Männer von einem Erschießungskommando der Wehrmacht am 12. und 13. Oktober 1941 ermordet wurden. Die Frauen und Kinder wurden ins Lager Sajmište (Belgrad) gebracht und im März 1942 vergast. Unter ihnen war auch Anna Dortort.
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  • Anna Freund Anna Freund, geb. Bloch: geboren 10.11.1877 in Soborten bei Teplitz-Schönau (Tschechien), gestorben in Auschwitz. Anna war die Tochter von Abraham und Amalia Lotti Bloch. Sie war verheiratet mit Siegmund Freund und hatte eine Tochter namens Marianne (verh. Gans). Seit 1901 war sie in Graz wohnhaft. Im Jahr 1935 starb ihr Ehemann Siegmund. Bis zu ihrem erzwungenen Auszug im Jahr 1938 wohnte sie in der Wartingergasse 32 in Graz und kam danach kurzzeitig bei den Familien Glattauer und Lichtenstein unter. Am 19. März 1939 musste sie zwangsweise nach Wien in eine Sammelwohnung in der Großen Pfarrgasse 23/7 übersiedeln. Von Wien wurde sie am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 16. Mai 1944 nach Auschwitz überstellt, wo sie ermordet wurde.
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  • weiblich
  • Anna Griesseier Anna Grießeier: geboren 2.2.1888, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war mit dem Beamten Karl Grießeier verheiratet, der eine führende Rolle in verschiedenen christlichen Arbeiter- und Angestelltenverbänden bzw. -vereinen innehatte. Im „Ständestaat“ war er unter anderem Regierungskommissär des Kaufmännischen Versorgungsvereins. Auch Anni Grießeier war politisch aktiv: Sie war Gauleiterstellvertreterin der Freiheitsbund-Frauenhilfsgruppe der christlichen Arbeiterschaft. Am 12. Dezember 1937 wurde sie mit der Aufnahmezahl 41870 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Das Ehepaar hatte zuletzt in der Elisabethinnergasse 17 gewohnt. Am 9. Juni 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Anna Kompara Anna Kompara: geboren 27.6.1905 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Ein Artikel im „Grazer Volksblatt“ vom 24. August 1932 beschreibt einen Unfall, bei dem Anna Kompara im Haus Grimmgasse 28 eine Treppe hinunterstürzte, sich verletzte und ins Landeskrankenhaus eingeliefert wurde. Zuletzt war sie als Pflegling im Städtischen Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36) untergebracht. Am 3. April 1939 wurde sie mit der Aufnahmezahl 42237 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Man brachte sie auf der Station 13a unter. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Anna Lubitz Anna Lubitz, geb. Baumgartner: geboren 26.11.1878 in Gössendorf bei Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war im Städtischen Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36) als Pflegling untergebracht. Am 18. Februar 1935 wurde sie mit der Aufnahmezahl 39562 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ab dem 20. April 1935 übernahm die „Architektengattin“ Ilka Weber ihre gesetzliche Vertretung. Anna Lubitz wurde als „Arbeitergattin“ bezeichnet und am 8. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Anna Lubitz im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Anna Löben Anna Löber, geb. Plivoschek: geboren 11.7.1880, gestorben 1940 in Hartheim. Am 16. September 1932 wurde sie mit der Aufnahmezahl 37567 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Die verwitwete „Gemeindearbeiterin“ hatte zuletzt in der Pflanzengasse 3/II gewohnt. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Anna Löber im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Anna Löwinger Anna Löwinger, geb. Weisz: geboren 1./2.11.1893 in Gornji Slaveči (Slowenien), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Anna war die Tochter von Alexander und Mimi Weisz (geb. Weissenstein). Mit ihrem Mann Max Löwinger hatte sie einen Sohn namens Kurt. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte die Familie in der Dominikanergasse 5 in Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien ziehen mussten, wo sie zuletzt in der Scholzgasse 12/5 wohnhaft waren. Von hier wurde die Familie Löwinger am 17. Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und während der Shoah ermordet.
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  • weiblich
  • Anna Maria Holzer Anna Maria Holzer: geboren 2.8.1892, gestorben 1941 in Hartheim. Am 9. Dezember 1938 wurde sie mit der Aufnahmezahl 42863 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie wurde als „ohne Beruf“ bezeichnet und wohnte zuletzt im Keller des Hauses Morellenfeldgasse 28, in dem sich das Knabenseminar des Augustinum befand. Am 8. Februar 1941 wurde Anna Maria Holzer in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Anna Sara Chana Schwarz Anna Sara Chana Schwarz, geb. Feuerstein: geboren 9.1.1878 in Drohobycz (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Anna Sara Chana war die Tochter von Leib und Lea Feuerstein (geb. Koch) und war verheiratet mit Moritz (Moses) Schwarz. Gemeinsam hatten sie die Tochter Fanny und wohnten bis zumindest Juni 1938 in der Zweiglgasse 4 in Graz. Zuletzt waren sie und ihr Mann in einer Alterswohngemeinschaft in der Floßgasse 8/31 in Wien wohnhaft. Am 06. Februar 1942 erfolgte ihre Deportation von Wien nach Riga. Moritz und Anna Sara Chana wurden während der Shoah ermordet.
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  • weiblich
  • Anna Schiefer Anna Schiefer: geboren 6.7.1901 in Gnas, gestorben 1940 in Hartheim. Sie war die uneheliche Tochter von Maria Schiefer. Anna Schiefer wohnte in der Steyrergasse 156 und arbeitete als Dienstmädchen. Am 17. Jänner 1924 wurde sie mit der Aufnahmezahl 29263 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als zuständige Heimatgemeinde wurde Obergnas bei Feldbach angegeben. Am 6. März 1926 wurde sie in die Heilanstalt Lankowitz verlegt, am 20. Juni 1930 erfolgte die Rücküberstellung in den „Feldhof“. Am 28. Mai 1940 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“ und noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Anna Schoiber Anna Schoiber: geboren 11.8.1897, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war mit dem Oberstabstierarzt Raimund Schoiber verheiratet. Am 26. März 1932 wurde sie mit der Aufnahmezahl 37122 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Das Ehepaar hatte zuletzt in der Leonhardstraße 80 gewohnt. Ihr Ehemann Raimund Schoiber übernahm ihre gesetzliche Vertretung. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 15. Jänner 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Anna Schoiber im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Anna Slavec Anna Slavec: geboren 31.7.1894 in Graz, gestorben 1940 in Hartheim. Am 3. Jänner 1937 wurde die „Hausgehilfin“ mit der Aufnahmezahl 41104 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre letzte bekannte Wohnadresse war die Neutorgasse 7. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 15. Juli 1940 als fiktives Sterbedatum und „Lungenblutung“ als fiktive Todesursache vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Anna Stern Anna Stern: geboren 16.5.1870, gestorben 1941 in Hartheim. Die verwitwete „Bedienerin“ wohnte zuletzt in der Stampfergasse 9 in Graz. Sie wurde am 2. April 1928 wurde sie mit der Aufnahmezahl 33259 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen und schließlich am 14. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Anna Stern im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 25. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen und die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Hadamar (Baden-Württemberg) als Sterbeort angegeben.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Anna Tscherner Anna Tscherner: geboren 7.6.1887, gestorben 1941 in Hartheim. Die ledige Hausbesorgerin wohnte in der Bürgergasse 3, bevor sie am 16. März 1936 mit der Aufnahmezahl 40415 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen wurde. Seit dem 16. Oktober 1936 war Ignaz Griengl, Kanzleioberdirektor des Bezirksgerichts der Stadt Graz, als ihr gesetzlicher Vertreter eingetragen. Bis zu ihrer Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Februar 1941 wurde Anna Tscherner nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Sie wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 24. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Anna Wutti Anna Wutti, geb. Stassink: geboren 1868 in Dobronoutz (Rumänien, heute Ukraine), gestorben 1940/1941 in Hartheim. Am 20. November 1925 wurde sie mit der Aufnahmezahl 30912 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Die verwitwete „Näherin“ und hatte bis zu diesem Zeitpunkt in der Körösistraße 200 gewohnt. Ihre gesetzliche Vertretung wurde am 8. März 1926 von Alexander Kratkleg übernommen. Sie war viele Jahre in die Heilanstalt in Maria Lankowitz untergebracht. Am 8. August 1940 wurde sie zunächst in den „Feldhof“ zurücküberstellt und am 14. Oktober 1940 wurde Anna Wutti in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Anton Almer Anton Almer: geboren 26.5.1902 in Garz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Hausdieners Johann Almer und dessen Ehefrau Eleonore. Er arbeitete als Elektromonteur und seine letzte bekannte Adresse war die Eggenberger Allee 90 (Schloss Eggenberg). Am 23. November 1926 wurde er mit der Aufnahmezahl 31920 zum wiederholden Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als sein gesetzlicher Vertreter war sein Vater Johann Almer eingetragen, der ebenfalls in der Eggenberger Allee 90 wohnhaft war. Ab dem 18. Juli 1927 war er in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke, Zweiganstalt Messendorf bei Graz, untergebracht, von wo aus er schließlich am 1. September 1933 in die Heilanstalt „Feldhof” zurückverlegt wurde. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Anton Almer wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Anton Buchalka Anton Buchalka: geboren 25.10.1912 in Rothwein (Slowenien), gestorben 10.7.1941 in Berlin-Plötzensee. Buchalka erlernte den Beruf eines Elektrotechnikers. Er war allerdings bedingt durch die Wirtschaftskrise die meiste Zeit arbeitslos. Er gehörte der Sozialistischen Jugend und dem Republikanischen Schutzbund an, beteiligte sich in Graz an den Februarkämpfen 1934, weshalb er zu einem Jahr Kerker verurteilt wurde. Weiter illegal im Rahmen der KPÖ aktiv, wurde er 1936 erneut vier Monate interniert. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erhielt er im Mai 1938 als Elektrotechniker in den Böhler-Werken in Kapfenberg Arbeit. Der nun in Kapfenberg lebende Buchalka begann im Frühjahr 1939 mit dem Aufbau einer illegalen kommunistischen Organisation in der Obersteiermark. In mehreren von ihm verfassten Flugschriften rief er zum Widerstand gegen das NS-Regime auf. Am 30. Jänner 1940 verhaftete ihn die Gestapo und rollte die von ihm aufgebaute Organisation mit mehr als 250 Mitgliedern auf. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 12. Februar 1941 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Buchalka wurde am 10. Juli 1941 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Anton Ferlin Anton Ferlin: geboren 15.2.1907 in Graz, gestorben 5.9.1944 in Wien. Ferlin war Angestellter in Graz und während des Krieges Soldat der Jäger-Ersatz-Kompagnie 138 in Graz. Er wurde am 12. März 1944 wegen Abhörens von sog. Feindsendern verhaftet und ins Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis in die Hardtmuthgasse 42 nach Wien überstellt. In Wien wurde er vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt und am 5. September 1944 auf dem Schießplatz Kagran erschossen.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Anton Finster Anton Finster: geboren 8.1.1908 in Graz, gestorben 23.9.1943 in Graz. Der in der Grazer Brauerei Reininghaus beschäftigte Hilfsarbeiter gehörte in der Ersten Republik der Sozialdemokratischen Partei und nach 1934 der Vaterländischen Front an. Im Februar 1942 warb ihn Paul Sammer für die „Rote Gewerkschaft“ an, die u.a. die Angehörigen der inhaftierten Marxisten finanziell unterstützte. Finster spendete und warb an seinem Arbeitsplatz, der Brauerei, weitere Personen für die „Rote Gewerkschaft“ an. Am 4. Jänner 1943 verhaftete die Gestapo Finster. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 23. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Anton Finster wurde am 23. September 1943 im Landesgericht Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Anton Germuth Anton Germuth: geboren 1.1.1902 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Fabrikarbeiters Georg Germuth und dessen Ehefrau Maria, geb. Deutsch. Anton Germuth war als Handelsangestellter tätig und wurde am 19. Jänner 1923 mit der Aufnahmezahl 28628 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er in der Bodenfeldgasse 2 bei seinem Vater. Dieser übernahm ab dem 24. Juli 1923 auch seine gesetzliche Vertretung. Am 20. Jänner 1941 wurde Anton Germuth in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Anton Gölles Anton Gölles: geboren 13.7.1914 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Der „Hilfsarbeitersohn“ lebte in der Hallerschloßstraße 8, bevor er am 13. September 1935 mit der Aufnahmezahl 40054 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen wurde. Seit dem 8. Jänner 1936 war die Wäscherin Josefina Gölles, ebenfalls wohnhaft in der Hallerschloßstraße 8, als seine gesetzliche Vertreterin eingetragen. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 20. Jänner 1941 wurde Anton Gölles nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Er wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 5. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Anton Hackl Anton Hackl: geboren 15.2.1911 in Andritz bei Graz, gestorben 28.4.1945 in Dachau. Anton Hackl war bis 1934 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend in Andritz. Er folgte seinem älteren Bruder Josef, als dieser 1937 nach Spanien ging, um in den Reihen der Internationalen Brigaden auf der Seite der Republik zu kämpfen. Nach der Niederlage der Republikaner gingen die Angehörigen der Internationalen Brigaden nach Frankreich, wo sie in den Lagern St. Cyprien, Gurs und schließlich in der Festung Mont-Louis in den Pyrenäen interniert wurden. Im Mai 1941 wurde Anton Hackl ins KZ Dachau überstellt. Von dort konnten am 25. April 1945 15 KZ-Häftlinge – unter ihnen auch Anton Hackl – aus einem Außenkommando entkommen und sich einer Widerstandsgruppe in Dachau anschließen. Diese versuchte gemeinsam mit anderen Widerstandskämpfern am 28. April 1945 das Rathaus und andere zentrale Orte in der Stadt Dachau zu besetzen. Bei den Kämpfen beim Rathaus wurde Hackl von der SS erschossen.
  • spanienkämpfer
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Anton Kerschbaumer Anton Kerschbaumer: geboren 17.8.1904 in Schachen, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Bauern Anton Kerschbaumer und dessen Ehefrau Theresia, geb. Holzer. Am 8. April 1933 wurde der Maurer mit der Aufnahmezahl 38039 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Er lebte zuletzt in der Schmölzergasse 9 und wurde seit dem 7. August 1933 von Johann Kerschbaumer aus Langenwang gesetzlich vertreten. Am 7. August 1936 wurde er in die Heilanstalt nach Kainbach verlegt. Bis zu seiner Überstellung vom „Feldhof“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 4. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach seiner Verlegung wurde Anton Kerschbaumer im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Sein Totenschein nennt den 14. Februar 1941 als sein fiktives Sterbedatum und „Angina-Sepsis“ als Todesursache. Seine Urne wurde am 6. März 1941 nach Graz überstellt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Anton Koch Anton Koch: geboren 11.6.1901 in St. Oswald bei Eibiswald, gestorben 11.1.1945 in Flossenbürg. Koch arbeitete als Pfleger in der Außenstelle Messendorf der damaligen Landes-Heil- und Pflegeanstalt Graz. Im Sommer 1944 äußerte er sich abfällig über den Nationalsozialismus – er hat auf das Hitler-Bild im Speisesaal gezeigt und gemeint, „solange der da oben hängt, wird es bei uns nicht besser“. Das wurde von einer Kollegin denunziert, weshalb er am 7. September von der Gestapo wegen des Verbrechens der „Heimtücke“ verhaftet und am 27. September 1944 ins KZ Flossenbürg überstellt wurde. Von dort kam er in das Außenlager nach Mülsen St. Micheln (Sachsen), wo er am 11. Jänner 1945 umkam.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Anton Netuka Friedrich Najzer: geboren 27.10.1914, gestorben 1940 in Hartheim. Er war der Sohn des Elektromonteurs Felix Najzer und der Wäscherin Maria Leitner. Die Familie wohnte in der Kalvarienbergstraße 65a. Am 27. Jänner 1931 wurde der „Siechenhauspflegling“ mit der Aufnahmezahl 35899 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Friedrich Najzer wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Anton Pochlin Anton Pochlin: geboren 26.10.1890 in Klagenfurt, gestorben 1941 in Hartheim. Er wurde in Klagenfurt als Sohn des Weinhändlers Anton Pochlin und dessen Ehefrau Anna, geb. Wanggo, geboren. In einem Artikel des „Grazer Volksblatt“ vom 2. März 1912 wird über einen Selbstmordversuch von ihm in einem Hotel im Bezirk Jakomini berichtet. Er hatte versucht, sich mit einer Browning-Pistole das Leben zu nehmen. Am 11. Jänner 1914 heiratete er schließlich in der Pfarre St. Andrä die aus dem Bezirk Bad Radkersburg stammende Verkäuferin Hermine Steiner. Zu dieser Zeit arbeitete er auch als Verkäufer bei der Firma Greinitz. Am 10. Dezember 1919 bekamen die beiden eine Tochter namens Gertrude. Anton Pochlin wurde am 10. Februar 1933 mit der Aufnahmezahl 37884 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine gesetzliche Vertretung übernahm seine Ehefrau Hermine Pochlin. Die Familie Pochlin wohnte zumindest seit 1919 in der Mariahilferstraße 11. Anton Pochlin wurde am 4. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 3. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Seine Urne wurde am 15. Mai 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 8C15 beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Anton Viktor Kröpfl Anton Viktor Kröpfl: geboren 5.4.1902 in Eggenberg bei Graz, gestorben 6.10.1944 in Graz. Kröpfl arbeitete zunächst als Rauchfangkehrer und gehörte von 1920 bis 1934 der Sozialdemokratischen Partei an, ehe er Mitglied der KPÖ wurde. Im November 1934 wurde er wegen kommunistischer Betätigung festgenommen und zu drei Monaten Arrest verurteilt. 1936 bis 1937 gehörte er in Graz dem Spanienkomitee an. Ab 1935 arbeitete er als Vertreter bei verschiedenen Versicherungen. Immer wieder musste er ab Mitte der 30er Jahre auf Grund eines Lungenleidens ins Krankenhaus. Ab 1940 gehörte er zur Leitung der KPÖ in Graz um Karl Drews, Josef Neuhold und Franz Weiß, mit denen er am 2. Februar 1941 festgenommen und am 8. Mai 1942 vom Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt wurde. Während seine Mitangeklagten am 28. Juli 1942 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden, wurde er auf Grund seiner Lungenerkrankung ins Krankenhaus überstellt, wo er am 6. Oktober 1944 starb.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Anton Zierler Anton Zierler: geboren 17.11.1900 in Graz, gestorben 25.4.1945 im KZ Mauthausen. Aufgewachsen als Halbwaise bei seiner Mutter gelang Anton Zierler rasch der Aufstieg vom Lehrling zum Kaufmann und zum Prokuristen in Graz. Bereits im Jahr 1926 kam Zierler erstmals wegen „Unzucht wider die Natur“ vor Gericht und wurde nach §129 Ib zu drei Monaten schweren Kerker verurteilt. Ab Juli 1942 lebte er in Graz und in Wien. In Wien gab ein jugendlicher Prostituierter an, mit ihm sexuelle Kontakte im Römerbad gehabt zu haben. Zierler kam deshalb am 20. Oktober 1942 in Untersuchungshaft. Bei der Polizei war er als Homosexueller bekannt, zumal 1936 in seiner Wiener Wohnung bei einer Hausdurchsuchung Bilder von nackten Männern gefunden worden waren. Am 17. März 1943 wurde er in Wien zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Am 28. Mai 1943 transportierte man ihn in das KZ Mauthausen und er erhielt als §175-Häftling die Häftlingsnummer 30107. Ab September 1943 arbeitete er als Friseur im Außenlager Schwechat. Anton Zierler starb am 25. April 1945 im Zellenbau des Lagergefängnisses des KZ Mauthausen.
  • homosexuelleopfer
  • männlich
  • Antonia Meyer Antonia Meyer: geboren 16.3.1893, gestorben 1940 in Hartheim. Als ihre zuständige Heimatgemeinde wurde Koburg in Deutschland angegeben. Sie war mit dem Oberingenieur Guido Meyer verheiratet. Das jüdische Ehepaar wohnte am Hasnerplatz 4. Am 13. März 1925 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 30238. Am 28. Mai 1940 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Antonia Meyer im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Aranka Pollak Aranka Pollak, geb. Stern: geboren 16.10.1853 in Pécs (Ungarn), gestorben 28.6.1942 in Theresienstadt. Aranka Pollak war Prokuristin in Graz und die Witwe des Weinhändlers Anton Pollak. Sie lebte an der Adresse Eggenberger Allee 89 in Graze, ehe sie 1939 nach Wien übersiedeln musste, von wo sie am 20. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde. In Theresienstadt wurde sie kurz nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Aranka Spitzer Aranka Spitzer, geb. Latzer: geboren 8.4.1889 in Güssing, gestorben 1942 in Auschwitz. Aranka Spitzer war die Tochter von Heinrich und Sidonie Latzer (geb. Löffler). Sie war mit dem Bankbeamten Ivo Spitzer verheiratet und hatte mit ihm einen Sohn namens Erich. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte sie in Graz. Nach der Machtübernahe der Nationalsozialisten musste sie nach Wien übersiedeln und wohnte dort zuletzt in der Praterstraße 28, von wo sie am 17. Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Armin Adler Armin Adler: geboren 16.10.1886 in Lackenbach, gestorben 1940 in Hartheim. Der Sohn eines Kaufmanns, entstammt einer jüdischen Familie aus dem Bezirk Oberpullendorf im Burgenland. Am 13. September 1923 wurde er mit der Aufnahmezahl 29052 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Seine letzte bekannte Adresse war die Alberstraße 4. Als sein gesetzlicher Vertreter war seit dem 29. Jänner 1924 der Kaufmann Hermann Bürger eingetragen. Bis zu seinem Abtransport in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Armin Adler wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Arnold Franck Arnold Franck: geboren 3.6.1932, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er wurde als „Führsorgekind (unehelich)“ bezeichnet und lebte in der Franz-Ferdinand-Gasse 13 (heute Marktgasse 13) in Graz-Waltendorf. Am 21. August 1935 wurde er mit der Aufnahmezahl 40011 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde der achtjährige Arnold Franck im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • jugendlich
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Arnold Körner Arnold Körner: geboren 12.10.1900, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Arnold war der Sohn von Chaim Loeb und Feige Körner (geb. Eisenstein). Er lebte von 1934 bis 1938 in Graz in der Oeverseegasse 27/II, ehe er ab dem 10. Dezember 1938 in der Schmölzergasse 6 gemeldet war. Mit 13. März 1939 meldete er sich aus Graz ab. Todesdatum und Sterbeort sind nicht bekannt. Arnold Körner starb während der Shoah.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Aron Samson Josefsberg Aron Samson (Simon) Josefsberg: geboren 18.8.1901 in Drohobycz (Polen), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Aron Samson war der Sohn von David und Cirl Josefsberg (geb. Ruhrberg rect Frommer. Der Maschinenstricker Aron Josefsberg lebte mit seiner Frau Golda und dem Sohn Leo in Graz. Die Familie Josefsberg wohnte seit 1935 in der Zweiglgasse 14b. Noch im Mai 1938 meldeten sie sich aus Graz ab und gingen nach Drohobycz (Galizien), woher er stammte. Obwohl Todesdatum und Sterbeort nicht bekannt sind, gilt als gesichert das die Familie Josefsberg während der Shoah ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Aron Schkolnik Aron Schkolnik: geboren 29.4.1879 in Lipkau bei Chotin (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Aron war der Sohn von Itzig Jerichimowitz und Scheindel Schmilowna Schkolnik. Seine erste Frau Rebekka, mit der er seine drei Kinder Samuel, Helene und Grete hatte, starb am 16.6.1921. Ab August 1921 war Aron Schkolnik in der Lagergasse 89 in Graz wohnhaft und heiratete im Jahr 1922 seine zweite Ehefrau Chane Beile (geb. Szreier). Er führte mit seinem Sohn Samuel in Graz das Warenhaus „A. Schkolnik & Sohn Textil- und Konfektionshandel“ in der Elisabethinergasse 32. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde das Geschäft liquidiert. Aron und seine Frau Chane Beile flohen daraufhin und wurden beide im Osten ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Arthur Polesny Arthur Polesny: geboren 5.1.1900 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Werkmeisters Ludwig Polesny und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Haibitsch. Am 23. September 1930 wurde er mit der Aufnahmezahl 35601 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt war Arthur Polesny als Lithograf tätig. Am 4. Oktober 1930 übernahm der Schaffner Richard Polesny seine gesetzliche Vertretung. Der zuletzt an der Adresse Hafnerriegel 16 wohnhafte Arthur wurde am 3. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 28. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Seine Urne wurde am 7. April 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab M9 Nr. 70 beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Artur Lichtenstein Artur Lichtenstein: geboren 12.6.1925 in Graz, gestorben 4.9.1842 in Maly Trostinec. Artur war der Sohn von David und Ella Lichtenstein (geb. Bergstein). Die Familie Lichtenstein lebte mit ihren 4 Kindern in der heutigen Hans-Resel-Gasse 3 in Graz (damalige Mariengasse 3). Artur besuchte in Graz die Schule, doch mit dem „Anschluss“ 1938 wurde ihm der Schulbesuch verboten. Während seine Schwester Anna bereits mit 4 Jahren verstarb, konnten seine Geschwister Norbert und Herta in einem Kindertransport nach Schweden entkommen. Seine Eltern David und Ella wurden am 02. Juni 1936 verhaftet und ausgewiesen und Artur wurde von seinen Eltern in einem jüdischen Weisenhaus im 19. Wiener Gemeindebezirk in der Bauernfeldgasse zurückgelassen. Nach der Schließung des Waisenhauses in der Bauernfeldgasse im November 1940 wurde er in einem jüdischen Kinderheim in der Tempelgasse (Mohapelgasse) 3 untergebracht, von wo er am 31. August 1942 nach Maly Trostinec deportiert wurde. Sofort nach seiner Ankunft in Maly Trostinec wurde er am 04. September 1942 erschossen.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • August Arnold August Arnold: geboren 25.1.1909 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. August Arnold war der Sohn von Moritz Arnold und Marjama Perl (geb. Munczek). Er wuchs in Graz auf und die Familie lebte am Lendplatz 5. Vermutlich musste er zwangsweise von Graz nach Wien übersiedeln. Am 17.07.1942 wurde er schließlich von Wien ins KZ Auschwitz deportiert.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • August Gutmann August Gutmann: geboren 9.7.1929 in Graz, gestorben 1941 In Hartheim. Er war ein „Stubenmädlskind“ und wurde am 20. Oktober 1934 mit der Aufnahmezahl 39305 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine letzte bekannte Adresse war die Idlhofgasse 9/1. Als seine gesetzliche Vertreterin war seit dem 27. Oktober 1934 Hermine Ledam eingetragen, die an derselben Adresse wohnhaft war. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 20. Jänner 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Der zwölfjährige August Gutmann wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 7. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • jugendlich
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Auguste Novotny Auguste Novotny: geboren 23.3.1865 in Karlsbad (Tschechien), gestorben 1941 in Hartheim. Am 12. November 1936 wurde die „Kleinrentnerin“ mit der Aufnahmezahl 40979 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre letzte bekannte Wohnadresse war die Leonhardstraße 133. An dieser Adresse betrieben die Barmherzigen Schwestern vom hl. Kreuz ein Dienstmädchen-Asyl, sowie eine Privatkrankenanstalt und ein Frauenheim. Bis zu ihrer „Verlegung” in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Augustin Lorenz Augustin Lorenz: geboren 6.8.1861 in Graz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Der verheiratete Brauereiarbeiter wurde am 5. Jänner 1914 mit der Aufnahmezahl 23417 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ bei Graz eingeliefert und fortan dort versorgt. Als seine letzte Wohnadresse wurde die Georgigasse 2a angegeben. Seit dem 22. März 1914 war der Zimmermann Roland Müller als sein gesetzlicher Vertreter eingetragen. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Zwischenzeitlich war er in der Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder in Kainbach untergebracht. Augustin Lorenz wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 5. Dezember 1940 als fiktives Sterbedatum und die Pflegeanstalt Grafeneck als fiktiver Sterbeort vermerkt. Seine Urne wurde am 8. März 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof im Grab 8C8 beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Augustin Tamm Augustin Tamm: geboren 8.8.1877 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sein Vater Josef Tamm, geboren um 1839, arbeitete als Schlosser und heiratete am 19. April 1869 in Graz-Karlau die Tischlermeisterstochter Sofia Richter, geboren um 1848. Augustin Tamm war zuletzt im Städtischen Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36) als Pflegling untergebracht. Am 4. Oktober 1938 wurde er in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen und dort mit der Aufnahmezahl 42699 registriert. Zeitweise war er auch in der Heilanstalt in Messendorf bei Graz untergebracht. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 13. Februar 1941 wurde er jedoch nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Franz Strobl im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 3. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Aurel Kurtha Aurel Kurtha: geboren 15.3.1880 in Beszterce (Ungarn), gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Postbeamten Michael Kurtha und dessen Ehefrau Luise, geb. Wagmuth. Am 15. Mai 1910 heiratete er Gabriela Pfeifer in der Grazer Münzgrabenkirche. Er betrieb einen Baustoffhandel an seiner Wohnadresse Steyrergasse 56. Am 16. Dezember 1926 wurde er mit der Aufnahmezahl 32008 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ab dem 11. Oktober 1927 übernahm seine Ehefrau Gabriela Kurtha seine gesetzliche Vertretung. Am 20. Jänner 1941 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde Aurel Kurtha im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Aurelia Weinberger Aurelia Weinberger: geboren 1.4.1876 in Podivin (Tschechien), gestorben Mai 1942 in Chelmno. Aurelia Weinberger war die Tochter von Moses (Moritz) und Marie Weinberger (geb. Aschkenes) und folgte ihren Geschwistern nach Leoben, wo sie ab 1920 mit ihrer Schwester Ida im Haus ihres Schwagers, dem Schuhhändler Ludwig Röhr und ihrer Schwester Irene in der Timmersdorfergasse 3 wohnte. Sie arbeitete im Geschäft für Damenkonfektionswaren, das ihre Schwester Ida Weinberger 1918 eröffnet hatte. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und nachdem das Geschäft in Leoben liquidiert worden war, gingen Aurelia und Ida Weinberger Mitte Mai 1938 nach Graz. Hier lebten die beiden Schwestern gemeinsam in einer Wohnung, ehe sie im März 1939 zwangsweise nach Wien umziehen mussten. Von dort wurden sie am 2. November 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. Sie dürften im Mai 1942 im Vernichtungslager Chelmno ermordet worden sein.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Babette Lederer Babette Lederer, geb. Reichard: geboren 27.1.1878 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Babette war die Tochter von Adolf und Amalie Reichard (geb. Schwarz). Sie war verheiratet mit Heinrich Lederer, der bereits am 22. Mai 1931 verstarb. In der Folge zog sie von St. Radegund bei Graz in die Brückenkopfgasse 7 in Graz, wo sie bis Jänner 1939 wohnte. Bis zu ihrer Zwangsumsiedlung nach Wien im Juni 1939 wohnte sie zuletzt in der Karlauerstraße 52 in Graz. In Wien war sie zuletzt wohnhaft in einer Alterswohngemeinschaft in der Floßgasse 8. Am 26. Februar 1941 wurde sie von Wien nach Opole deportiert. Babette Lederer wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Bernhard Asatanowicz Bernhard Asatanowicz: geboren 13.2.1934 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Bernhard Asatanowicz, der auch unter seinem Spitznamen Harry bekannt war, war der Sohn des Gemüsehändler Abraham Asatanowicz und seiner Frau Helene (geb. Dattner). Die Familie lebte vor dem 2. Weltkrieg am Grieskai 46. Im Jahr 1938 musste die gesamte Familie in eine Sammelwohnung in der Zweigelgasse 14, 8020 Graz umziehen. Als sein letzter bekannter Aufenthaltsort gilt Polen, von wo aus er in ein unbekanntes Lager deportiert wurde. Über das Datum der Deportation, sowie über sein Todesdatum sind keine genaueren Informationen bekannt, jedoch wird als möglicher Sterbeort Nowy Targ in Polen angeführt.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Bernhard Latzer Bernhard Latzer: geboren 15.7.1872 in Graz, gestorben 27.10.1942 in Theresienstadt. Bernhard war der Sohn von Heinrich und Helene Latzer und wohnte in der Georgigasse 5 in Graz, ehe er zwangsweise nach Wien übersiedeln musste. In Wien war er zuletzt in einer Sammelwohnung in der Oberen Donaustraße 49/18 wohnhaft, von wo er am 28. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde. Bernhard Latzer starb am 27. Oktober 1942 in Theresienstadt
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Bernhard Mermelstein Bernhard Mermelstein: geboren 22.4.1882 in Boryslaw (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Bernhard war der Ehemann von Hermine Mermelstein und hatte mit dieser die beiden Töchter Berta und Hilde. Als sein Geburtsdatum wird auch der 20.4.1873 angegeben. Vor dem 2.Weltkrieg lebte er in der Hermann-Bahr-Gasse 5 (ehemalige Karl Morre-Gasse 5) in Graz. Anfang Juli 1938 musste er nach Wien übersiedeln und lebte dort in der Novaragasse 38. Von dort aus dürfte er nach Jugoslawien geflohen sein, wo er sich während des 2. Weltkriegs befand. Von Zagreb aus wurde er in ein unbekanntes Lager deportiert und während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Berta Janovsky Berta Janovsky, geb. Landskroner: geboren 5.8.1893 in Sered (Slowakei), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Berta (Betti) war die Tochter von Israel und Rosa Landskroner. Sie war die 2. Ehefrau von Abraham Janovsky und gemeinsam hatten sie ihre Tochter Mella. Die Familie wohnte in der Naglergasse 56, ehe sie zwangsweise nach Wien übersiedeln mussten und dort zuletzt in der Novaragasse 19/18 wohnhaft waren. Am 23. Oktober 1941 wurden Abraham und seine Frau Berta von Wien nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert. Beide wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Berta Kleinschuster (Hausner) Berta Kleinschuster, geb. Hausner: geboren 25.2.1889 in Marbach an der Donau, gestorben 1940 in Hartheim. Sie war die Tochter von Anton und Rosina Hausner. Ihre Trauung mit dem Kammerdiener Josef Kleinschuster fand am 25. Jänner 1920 in der Pfarre Graz-St. Andrä statt. Am 25. Oktober 1935 wurde sie mit der Aufnahmezahl 40128 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Die inzwischen Geschiedene hatte als Gelegenheitsbedienerin gearbeitet und zuletzt in der Heinrichstraße 104 gewohnt. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Berta Kleinschuster wurde am selben Tag bzw. wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Berta Panzer Berta Panzer: geboren 1.1.1874 in Nová Cerekev (Tschechien), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Berta war die Mutter von Hilde Panzer und lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Grimmgasse 28 in Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien übersiedeln musste. Dort war sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Floßgasse 9 wohnhaft. Am 02. November 1941 wurde sie von Wien nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert und während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Bertha Bonyhadi Bertha Bonyhadi, geb. Stössl: geboren 2.5.1863 in Lackenbach, gestorben 1939/40 in Wien. Bertha war die Tochter von Salomon Stössl und Kathi (geb. Kronberger). Sie war mit dem aus Ungarn stammenden Salomon Bonyhady verheiratet und gemeinsam hatten sie die sieben Kinder Eduard, Norbert, Albert, Mira, Berthold, Martha und Emil Michael. Zunächst war die Familie Bonyhadi wohnhaft in der Annenstraße und Paradeisgasse. Zuletzt wohnten sie seit 1919 in der Feuerbachgasse 10 und betrieben eine Lederwarenhandlung in der Annenstraße 13, die 1938/39 „arisiert“ wurde. Die Familie wurde am 8. August 1939 nach Wien zwangsumgesiedelt, wo sie und ihr Mann kurz darauf verstarben.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Bertha Fischer Bertha Fischer, geb. Feldmár: geboren 28.4.1882 in Orechová Potôň (Slowakei), gestorben 6.2.1944 in Theresienstadt. Bertha war die Tochter von Samuel und Seli Feldmár (geb. Felix). Sie heiratete 1901 den Kaufmann Ferdinand Fischer. Zusammen hatte das Ehepaar die Kinder Vilma (verh. Neubauer) und Hans Fischer und wohnte in der Fellingergasse 3 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten mussten Ferdinand Fischer und seine Frau Bertha in eine Sammelwohnung am Esteplatz 7 in Wien übersiedeln. Zuletzt wohnten sie in Wien in einer Alterswohngemeinschaft in der Schmelzgasse 10/14. Am 10. Juli 1942 wurde das Ehepaar Fischer von Wien nach Theresienstadt deportiert. Am 23. September 1942 wurde Ferdinand Fischer nach Treblinka überstellt und dort ermordet. Bertha Fischer verstarb am 06. Februar 1944 in Theresienstadt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Berthold Bonyhadi Berthold Bonyhadi: geboren 2.5.1896 in Graz, gestorben 1944 in Auschwitz. Berthold war eines der sieben Kinder von Salomon und Bertha Bonyhadi (geb. Stössl). Er lebte mit seiner Frau Elisabeth (geb. Samter) in Graz im Haus der Familie Bonyhady in der Feuerbachgasse 10. Die Familie betrieb eine Lederwarenhandlung in der Annenstraße 13, die nach dem „Anschluss“ 1938/39 „arisiert“ wurde. Die Familie wurde am 8. August 1939 nach Wien zwangsumgesiedelt. Dort lebten Berthold und Elisabeth zuletzt in einer Sammelwohnung am Franz-Josefs-Kai 3/16. Von dort wurden sie am 15. Oktober 1941 in das Getto Lodz deportiert. 1944 kamen sie nach Auschwitz, wo sie beide ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Berthold Broch Berthold Broch: geboren 07.05.1863 in Adamov (Tschechien), gestorben in Treblinka. Berthold war der Sohn von Heinrich und Hanni Broch (geb. Meier). Er heiratete seine Frau Helene (geb. Kauder) und gemeinsam hatten die beiden die Kinder Elsa, Herbert und Heinrich. In Graz arbeitete Berthold Broch als Fruchtsaft-Erzeuger und wohnte mit seiner Ehefrau in der Heinrichstraße 43. Am 04. Mai 1939 wurden er und seine Frau von Graz nach Wien zwangsübersiedelt und lebten in Wien zuletzt in einem Jüdischen Altersheim in der Großen Schiffgase 3. Am 14. Juli 1942 wurde er von Wien nach Theresienstadt deportiert und von dort am 23. September 1942 nach Treblinka überstellt. In Treblinka wurden sowohl Berthold als auch seine Frau Helene ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Berthold Johne Berthold Johne: geboren 29.1.1911 in Graz, gestorben 16.6.1943 in Wien. Johne arbeitete als Monteur im LKH Graz, wo er versuchte eine kommunistische Organisation aufzubauen und dabei u.a. auch Paula Fuhrmann (Wallisch) ansprach. 1940 wurde er zunächst zur Wehrmacht eingezogen, ehe er im September 1941 zur Polizeireserve kam, die nach Slowenien zum Partisaneneinsatz geschickt wurde. Aus Slowenien schrieb er an seine Frau Briefe, in denen er auch Fotos von den NS-Verbrechen mitschickte, mit der Bitte, diese herumzuzeigen, damit man sehen kann, welche Verbrechen die Deutschen begehen. Dies wurde denunziert, sodass Johne am 13. Jänner 1942 von der Gestapo Graz „wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Zersetzung der Wehrkraft, welche Handlungen er als Angehöriger der Schutzpolizei der Reserve begangen hat“ verhaftet wurde. Ende Februar 1942 wurde Johne nach Wien überstellt, wo er am 11. Juni 1942 vom Obersten SS- u. Polizeigericht zum Tode verurteilt und am 16. Juni 1942 hingerichtet wurde.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Blasius Köck Blasius Köck: geboren 2.2.1885 in Wolfsgruben, gestorben 6.4.1945 in Stein an der Donau. Köck gehörte seit seiner Jugend sozialdemokratischen Organisationen bzw. der Sozialdemokratischen Partei an. So war der Wärter im Tierasyl u.a. Obmann der Naturfreunde und führend im Republikanischen Schutzbund bzw. der Freien Gewerkschaft tätig. Als Richard Zach 1940 in Graz eine kommunistische Widerstandsgruppe aufbaute und die Zeitschrift „Der rote Stoßtrupp“ herausgab, gelangten einzelne Ausgaben davon über Peter Kothgasser auch an Köck. Als Teile der Gruppe um Zach 1941 zur Wehrmacht einrücken mussten, übergaben sie Köck u.a. das Vervielfältigungspapier und die Stempel. Köck wurde Ende des Jahres 1941 verhaftet und am 19. Mai 1943 in Graz vom Senat für Hoch- und Landesverrat am OLG Wien wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Stein an der Donau verbüßte. Anlässlich des Massakers im Zuchthaus Stein wurde er wie hunderte andere Gefangene am 6. April 1945 erschossen.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Bruno Rauch Bruno Rauch: geboren 23.8.1913 in Graz, gestorben 4.1.1945 in Graz. Rauch wuchs in Zeltweg auf, wo er sich auch an den Februarkämpfen 1934 beteiligte und in der Folge zu vier Monaten Arrest verurteilt wurde. Nach dem „Anschluss” 1938 baute er in Graz gemeinsam mit anderen Zellen der KPÖ im Steyr-Daimler-Puch-Werk auf. Er wurde im Frühjahr 1939 verhaftet und 1940 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zu drei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Haftentlassung arbeitete er in Graz und hielt mit Johann Schleich in Judenburg Kontakt, mit dem er ab 1943 die Judenburger Widerstandsgruppe der KPÖ aufbaute und Kontakt zu den Partisanen der „Österreichischen Freiheitsfront“ (ÖFF) nach Leoben knüpfte. Im Februar 1944 schloss er sich der ÖFF an, wo er Kommandant der Judenburger Gruppe wurde. Am 26. April 1944 nahm ihn die Gestapo in einer Almhütte fest. Der Volkgerichtshof verurteilte ihn am 14. November 1944 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zum Tode. Am 4. Jänner 1945 wurde Rauch in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Bruno Tetelbaum Bruno Tetelbaum: geboren 31.8.1927 in Graz, gestorben 1942 in Riga. Bruno war der Sohn von Mordka Josek (Josef) und Laura Reche Tetelbaum (geb. Wieser). Gemeinsam mit seinen Eltern wohnte er bis Juni 1938 in der Annenstraße 53 in Graz. Nachdem sie zur Aufgabe der Wohnung gezwungen wurden, mussten sie in die Zeilergasse 29 in Graz umziehen und Anfang Dezember 1938 folgte die Zwangsumsiedlung der Familie Tetelbaum nach Wien. Dort wohnten sie zuletzt in der Floßgasse 8/34. Am 06. Februar 1942 wurden Bruno und seine Mutter Laura Reche Tetelbaum nach Riga deportiert, wo beide ermordet wurden.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Bruno Zerkowitz Bruno Zerkowitz: geboren 2.3.1889 in Banja Luka (Bosnien und Herzegowina), gestorben 24./28.2.1942 in Jasenovac. Bruno wurde am 02.03.1889 als Sohn von Alexander Zerkowitz und Jeanette (geb. Nettel) geboren. Wie sein Vater Alexander, der zu den bedeutendsten Bauunternehmern in Graz gehörte, arbeitete er als Baumeister. Als Baumeister beteiligte er sich am Bau des Margaretenbades in Graz. Zunächst wohnte er in der Humboldtstraße 33, 8010 Graz, und lebte zuletzt in der Wastlergasse 8, 8010 Graz. Dort lebte er mit seiner Frau Anny (geb. Rappel), die er im Jahr 1933 geheiratet hatte, sowie mit seinem Sohn Claus, der am 09.11.1936 geboren wurde. Im Jahr 1937 bekam er den wachsenden Judenhass selbst zu spüren, als das Bauunternehmen Zerkowitz Opfer eines Brandanschlages wurde. 1938 wurde schließlich das Margaretenbad durch den Nationalsozialisten Otto Bröderer „arisiert“. Bruno Zerkowitz wurde im Zuge des Novemberpogroms am 12. November 1938 in das KZ Dachau deportiert und kehrte von dort nach drei Monaten nach Graz zurück. Seine Abmeldung aus Graz erfolgte am 31. Juli 1939 und er emigrierte nach Jugoslawien. In Jugoslawien wurde er am 04. August 1941 verhaftet und in das KZ Jasenovac deportiert und dort am 24. Februar 1942 beziehungsweise nach anderen Angaben am 28. Februar 1942 erschossen.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Camillo Clodi Camillo Clodi: geboren 27.12.1902 in Linz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er war der Sohn des in Linz geborenen Oberkommissärs der Reichsbahn Emil Clodi und dessen Ehefrau Klemente, geb. Tomasi. Das Ehepaar hatte mit Emil und Ilse zwei weitere Kinder. Camillo Clodi war als techn. Lokführer tätig und wurde am 19. Februar 1929 mit der Aufnahmezahl 34088 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er in der Maigasse 18 bei seinem Vater. Dieser übernahm ab dem 15. März 1930 auch seine gesetzliche Vertretung. Am 14. Oktober 1940 wurde Camillo Clodi in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Chaje Klara Fochtmann Chaje Klara Fochtmann, geb. Taub: geboren 12.7.1882 in Gura Homora (Rumänien), gestorben in Auschwitz. Chaje Klara war die Tochter von Hersch Juda Taub und Ester (geb. Klamer). Sie heiratete Karl Chaim Fochtmann und gemeinsam hatten die beiden die drei Kinder Anna, Hermann und Max. Mit ihrem Mann lebte sie vor dem 2. Weltkrieg in der Lagergasse 27. Das Ehepaar wurde zwangsweise nach Wien umgesiedelt und wohnte zuletzt in einer Sammelwohnung in der Tandelmarktgasse 11/3. Am 23. Oktober 1941 wurden die beiden von Wien nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert. Chaja Klara wurde von dort zu einem unbekannten Zeitpunkt nach Auschwitz überstellt und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Chane Beile Schkolnik Chane Beile Schkolnik, geb. Szreier: geboren 28.7.1892 in Zagwozdz (Galizien), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Chane Beile war die Tochter von Elias Silber und Sara Szreier (geb. Hönigsberg) und war zunächst mit David Saul Diamand verheiratet. Mit ihm hatte sie eine Tochter Klothilda (verh. Storfer). Nach dessen Tod heiratete sie den Grazer Kaufmann Aron Schkolnik, der mit seinem Sohn in Graz das Warenhaus „A. Schkolnik & Sohn Textil- und Konfektionshandel“ führte. Nach der Enteignung durch die Nationalsozialisten floh sie mit ihrem Mann und beide wurden im Osten ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Charlotte Braun Charlotte Braun, geb. Sicher: 7.5.1880 in Voitsberg, gestorben 1944 in Auschwitz. Charlotte war die Tochter von Hermann und Theresia Sicher. Mit ihrem Mann, dem Holzhändler Salomon Braun, hatte sie die Töchter Elisabeth, Dora, Katharina, Henriette und Margarethe. Gemeinsam mit ihrem Mann lebte sie in Graz in der Griesgasse 22, ehe sie 1939 gezwungen wurden, nach Wien zu übersiedeln. Dort lebten sie und ihr Mann zuletzt in einem Altersheim an der Adresse Hohe Warte 32. Mit ihrem Mann wurde sie am 28. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert. Von dort kam das Ehepaar Braun am 28. Oktober 1944 nach Auschwitz, wo sie ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Charlotte Enis Charlotte Enis, geb. Klein: geboren 21.01.1890 in Iwano-Frankiwsk (Ukraine), gestorben 1942 in Auschwitz. Charlotte war die Tochter von Israel und Ewa Klein. Mit ihrem Mann Rafael hatte sie die Kinder Tzvi, Leopold, Blanka und Arie. Nach der Machtübernahme wurde die Familie zwangsweise nach Wien umgesiedelt. Seit Juli 1939 war die Familie wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Lichtenauergasse 9/7. Ihr Mann Rafael wurde im September 1939 im Zuge einer Razzia verhaftet, nach Buchenwald deportiert und dort ermordet. Charlotte blieb mit ihren Kindern, die den Holocaust überlebten, in der Lichtenauergasse 9/7 bis sie am 17 Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Charlotte Götzl Charlotte Götzl, geb. Schlesinger: geboren 31.5.1879 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Charlotte war die Tochter von Samuel und Johanna Schlesinger (geb. Salzer) und die Ehefrau von Gottfried Götzl. Gemeinsam hatte das Ehepaar die beiden Töchter Johanna und Adele. Zwischenzeitlich war die Familie wohnhaft in Ljubljana. Seit 1920 wohnten sie aber wieder in Graz in der Münzgrabenstraße 11. Von dort wurden Charlotte und ihr Mann nach Wien zwangsumgesiedelt und sie waren zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Fugbachgasse 10 im 2. Bezirk in Wien. Am 15. Mai 1942 wurden Gottfried und Charlotte von Wien nach Izbica deportiert. Beide wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Charlotte Schlosser Charlotte Schlosser: geboren 16.3.1909 in Graz, gestorben 25.1.1943 in Auschwitz. Charlotte war die Tochter von Raimund (Rachmiel) und Miria Schlosser (geb. Suppan). Sie war als Kindermädchen in Graz tätig und lebte zumindest bis Juni 1938 am Grießplatz 28 im 1. Stock. Sie dürfte dann in die Niederlande geflohen sein, wo sie sich während des 2. Weltkriegs befand. Am 22. Jänner 1943 wurde sie von Westerbork nach Auschwitz deportiert und dort sofort nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Charlotte Stern Charlotte Stern, geb. Rosenberg: geboren 18.05.1853 in Güssig, gestorben 1941 in Jugoslawien. Charlotte Stern wurde als Tochter von Lazar Rosenberg und Josephine (geb. Pollak) geboren. Im Jahr 1873 heiratete sie Adolf Politzer. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Ludwig, Leopold und Karoline hervor. Die Familie lebte zunächst in Judenburg, bevor sie nach Graz zogen und dort eine Altwarenhandlung aufbauten. Nach dem Tod ihres Mannes Adolf Politzer heiratete sie, den in der Altwarenhandlung tätigen, David Stern im Jahr 1887 in Szombathely. Mit ihm zusammen bekam sie die beiden Töchter Olga und Elsa. Um die Jahrhundertwende engagierte sich Charlotte Stern im Israelitischen Frauenverein und im Jahr 1912 wurde sie sogar zur Präsidentin des Israelitischen Frauenvereins in Graz gewählt. Gemeinsam mit ihrem Mann und den Kindern wohnte sie vor dem 2. Weltkrieg im barocken Falkenhof am Lazarettgürtel 77, 8020 Graz, wo sich seit 1890 auch der Altwarenbetrieb der Familie Stern befand. Ende Februar 1939 wurde sie aber mit ihrem Mann von Graz nach Wien zwangsübersiedelt. Von Wien aus riskierte das Ehepaar im Februar 1940 in hohem Alter die Flucht nach Jugoslawien. Charlotte Stern starb kurz vor dem Überfall der deutschen Wehrmacht aufgrund der Strapazen der Flucht im April 1941. Ihr Mann David wurde am 14.12.1944 bei einer Razzia der Nationalsozialisten erschossen.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Christian Schnitzler Christian Schnitzler: geboren 22.12.1895 in Micheldorf, gestorben 1.3.1945 im Zuchthaus München. Schnitzler gehörte in der Ersten Republik der Sozialdemokratischen Partei an, für die er auch für den Grazer Gemeinderat kandidierte. Er arbeitete als Desinfektor in Graz. Als Lorenz Poketz gemeinsam mit anderen daran ging, im Herbst 1940 in Graz die „Rote Gewerkschaft“ aufzubauen, beteiligte sich Schnitzler am Aufbau der Organisation. Er wurde – wie auch andere Mitglieder der Gruppe – Anfang Jänner 1943 von der Gestapo verhaftet und am 18. Mai 1943 vom Obersten SS- und Polizeigericht München wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt. Schnitzler wurde am 9. Juli 1943 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. In der Folge wurde er ins Zuchthaus München überstellt, wo er am 1. März 1945 umkam.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Christina Makotschnigg Christina Makotschnigg: geboren 9.12.1892, gestorben 1941 in Hartheim. Sie heiratete nach 1929 den verwitweten Bundesbahnrevidenten Johann Makotschnigg, der die Kinder Hans und Josefine mit in die Ehe brachte. Am 22. März 1940 wurde sie mit der Aufnahmezahl 1005 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Das Ehepaar hatte zuletzt in der Lagergasse 80/II gewohnt. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 6. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen und als Sterbeort die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Hadamar (Baden-Württemberg) angegeben. Ihre Urne wurde auf dem Grazer Zentralfriedhof am 31. März 1941 in Grab 8C27 beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Christine Klementschitz Christine Klementschitz, geb. Kruschnik: geboren 16.6.1889 in Iglau (Tschechien), gestorben 13.11.1944 im KZ Ravensbrück. Christine Klementschitz war in der Ersten Republik – wie auch ihr Mann und ihre Söhne – innerhalb der Sozialdemokratischen Partei in Graz führend tätig. In der Annenstraße 30 führte sie eine Geschirrhalle mit bis zu 30 Angestellten, die – wie es in einem Bericht aus dem Jahr 1945 heißt – „sozusagen eine Nebenzentrale der Grazer Sozialdemokratischen Partei“ war. Während ihre Söhne 1936 nach Spanien gingen, um auf der Seite der Republik zu kämpfen, war sie in Graz politisch tätig. So war sie die steirische Vertreterin auf dem internationalen Frauenkongress 1934 in Paris und wurde Landesleiterin der „Roten Hilfe“. Wegen politischer Betätigung wurde sie am 24. September 1944 verhaftet und nach Ravensbrück deportiert, wo sie am 13. November 1944 ermordet wurde.
  • widerstand_politisch
  • weiblich
  • Cäcilia Reiter Cäcilia Reiter: geboren 26.9.1891 in Wolfsberg/Leibnitz, gestorben 1942 im KZ Auschwitz. Cäcilia Reiter war Hilfsarbeiterin bei der Firma Reininghaus in Graz. Sie schloss sich in den 1920er Jahren den „Ernsten Bibelforschern“, wie die Zeugen Jehovas damals genannt wurden, an. Ihr Neffe Ernst Reiter, der wie sie Zeuge Jehovas war und den sie bei sich aufgenommen hatte, wurde am 6. September 1938 wegen Wehrdienstverweigerung festgenommen und bis Kriegsende in diversen Gefängnissen und Lagern inhaftiert. Am 1. Dezember 1939 wurde auch Cäcilia Reiter wegen ihrer Betätigung als Zeugin Jehovas von der Gestapo verhaftet und am 15. Jänner 1940 nach Wien überstellt, von wo sie Anfang Februar ins KZ Ravensbrück kam. Sie wurde laut Aussage ihres Neffen Ernst Reiter wegen der Weigerung Munitionstaschen zu nähen, nach Auschwitz überstellt, wo sie 1942 umkam.
  • zeugenjehovas
  • weiblich
  • Cäcilia Unger Cäcilia Unger: geboren 23.10.1872, gestorben 1941 in Hartheim. Die Witwe eines Gefangenenwärters wohnte zuletzt in der Elisabethinergasse 22 und wurde am 10. November 1936 mit der Aufnahmezahl 40975 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre gesetzliche Vertretung übernahm Maria Sterner. Am 14. Februar 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Cäcilia Unger im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Cäcilia Vodenik Cäcilia Vodenik, geb. Wundsam: geboren 30.11.1883 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Tagelöhners Franz Wundsam und dessen Ehefrau Juliana, geb. Schreiner. Am 4. Februar 1917 heiratete, die zuletzt als Wirtschafterin tätige Cäcilia Wundsam in der Pfarre Graz-Kalvarienberg den ehemaligen Werkmeister Franz Vodenik. Nach dem Tod ihres Ehemannes war Cäcilia Vodenik zuletzt im Städtischen Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36) als Pflegling untergebracht. Am 30. April 1938 wurde sie mit der Aufnahmezahl 42223 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ überführt. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Cäcilia Vodenik wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 3. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Ihre Urne wurde am 10. April 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof in einem Sammelgrab beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Cäzilia Fabianek Cäzilia Fabianek, geb. Zeitlinger: geboren 13.2.1884 in Spital am Pyhrn, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Sie war die uneheliche Tochter von Josefa Zeitlinger und wurde am 3. Februar 1923 mit der Aufnahmezahl 28650 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie war seit 1914 von ihrem Ehemann geschieden und hatte als Köchin gearbeitet. Wohnhaft war sie zuletzt in der Grabenstraße 49. Der Kellner Adolf Naster war seit dem 19. Juli 1923 als ihr gesetzlicher Vertreter eingetragen. Sie wurde am 16. Februar 1930 in die Heilanstalt nach Lankowitz verlegt. Am 8. August 1940 wurde sie in den „Feldhof“ zurücküberstellt und am 14. Oktober 1940 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Cäzilia Fabianek wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • David Goldenzweig David Goldenzweig: geboren 21.1.1899, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Über David Goldenzweig sind bislang nur wenige Informationen erhalten. Vor dem 2. Weltkrieg lebte er in der Schützenhofgasse 50 in Graz. Über sein weiteres Schicksal ist nur bekannt, dass er am 31. August 1942 von Drancy nach Auschwitz deportiert wurde und während der Shoah ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • David Lichtenstein David Lichtenstein: geboren 15.2.1895 in Zawadów (Polen), gestorben 1942 im Kaukasus. David war der Sohn von Aron Hirsch Zorn und Etel Lichtenstein. Im Jahr 1910 übersiedelte er nach Graz und heiratete am 29.Oktober 1922 in der Grazer Synagoge seine Frau Ella (geb. Bergstein). Gemeinsam hatten sie die Kinder Artur, Anna, die bereits im Alter von 4 Jahren verstarb, Norbert und Herta. Die Familie lebte seit 1926 in der Hans-Resel-Gasse 3 (damalige Mariengasse 3) in Graz. David Lichtenstein war zunächst tätig als Riemer und Sattler und später als Handelsgehilfe im Geschäft seines Bruders. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten veränderte sich das Leben der Familie dramatisch. Den Kindern wurde der Schulbesuch untersagt und Norbert und Herta konnten mit einem Kindertransport nach Schweden in Sicherheit gebracht werden. Hingegen blieb Artur mit seinen Eltern in Graz und die Familie musste zunächst in die Lagergasse 27 und dann in die Vorbeckgasse 12 umziehen. Am 2. Juni 1939 wurden die Eltern David und Ella Lichtenstein verhaftet und über die Grenze abgeschoben. Ihr Sohn Artur musste derweil von seinen Eltern in einem jüdischen Waisenhaus zurückgelassen werden und wurde im September 1942 in Maly Trostinec erschossen. David und Ella Lichtenstein gelangten nach Polen und danach in die Ukraine. Dort blieben sie einige Monate Stanislau (Ukraine) bevor sie in den Kaukasus gebracht wurden, wo sie auf Plantagen als Erntehelfer arbeiteten. Nach dem Krieg erhielten ihre Kinder Norbert und Herta Lichtenstein die Nachricht, dass ihre Eltern im Jahre 1942 im Kaukasus verstorben seien. Die genauen Todesumstände der Eltern konnten bis heute nicht eruiert werden
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • David Lustig David (Deszö) Lustig: geboren 19.8.1871 in Senec (Slowakei), gestorben 18.7.1942 in Theresienstadt. David war der Sohn von Leopold und Johanna Lustig (geb. Braun) und zweimal verheiratet. Mit seiner ersten Ehefrau Laura (geb. Braun) hatte er die Töchter Nora, Frederike und Lily. Im Jahr 1908 starb seine erste Ehefrau und er heiratete im Jahr 1924 seine zweite Frau Stephanie Ruth (geb. Barmüller). David Lustig war ein Kaufmann und Getreidehändler in der Annenstraße 52 in Graz. Im Jahr 1939 ließ er sich von seiner nichtjüdischen Ehefrau Stephanie Ruth scheiden und musste im März 1939 zwangsweise nach Wien übersiedeln. Dort war er zuletzt wohnhaft in einem jüdischen Altersheim in der Großen Schiffgasse 3, 1020 Wien. Am 14. Juli 1942 wurde er von Wien nach Theresienstadt deportiert und dort sofort nach seiner Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • David Stern David Stern: geboren 10.6.1859 in Güssing, gestorben 14.12.1942 in Jugoslawien. David Stern war der Sohn von Jakob und Johanna Stern (geb. Morgenstern) und wohnte seit den 1870er Jahren in Graz. Nach der Schule in Graz absolvierte Stern eine Lehre im Altwarengeschäft von Adolf Politzer. Als dieser starb, heiratete er 1887 dessen Witwe Charlotte (geb. Rosenberg) und übernahm auch den Altwarenhandel, den er weiter ausbaute und unter seinem Namen weiterführte. Gemeinsam mit ihr war er der Vater von Olga und Else (verh. Lang). Gemeinsam mit seiner Frau und den Kindern wohnte er vor dem 2. Weltkrieg im barocken Falkenhof am Lazarettgürtel 77 in Graz , wo sich seit 1890 auch der Altwarenbetrieb der Familie Stern befand. David Stern war innerhalb der IKG in verschiedenen Funktionen aktiv – so war er u.a. in den Jahren von 1922 bis 1926 Präsident der IKG Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Stern die Gewerbeberechtigung entzogen, der Betrieb „arisiert“ und David Stern und seine Frau mussten im Februar 1939 zwangsweise nach Wien übersiedeln. Dort wohnten sie in einer Sammelwohnung in der Rembrandtstraße 21/12. 1940 flohen die bereits 80jährigen illegal nach Jugoslawien, wo seine Frau noch vor dem Überfall der deutschen Wehrmacht im April 1941 starb. Er wurde im Dezember 1942 bei einer Razzia der Nationalsozialisten ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Dorothea Friedländer Dorothea Friedländer, geb. Aberbach: geboren 25.5.1875 in Warschau, gestorben 7.9.1942 in Theresienstadt. Dorothea (Deborah) war verheiratet mit Samuel Friedländer und lebte mit ihm gemeinsam vor dem 2. Weltkrieg in der Jakob-Redtenbacher-Gasse 7 in Graz (ehemalige Redtenbachergasse 7). Während des 2. Weltkriegs wohnten sie in der Blumauergasse 23/22 im 2. Bezirk in Wien und wurden von dort nach Theresienstadt deportiert und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Edgar Düdner Edgar Düdner: geboren 28.3.1921 in Graz, gestorben 1942 in Auschwitz. Er war der Sohn des Grazer Kaufmanns Isak und Sara Düdner. Die Familie wohnte in einem Zinshaus in der Griesgasse 28/I, das im Besitz von Hedwig Düdner, Edgars Großmutter, war. Edgar und sein älterer Bruder Ernst besuchten bis zum Schulbesuchsverbot im Juli 1938 das Oeversee-Gymnasium. Nach der „Arisierung“ der Liegenschaften versuchten sie nach Palästina auszureisen, was nicht gelang. Während die Eltern und die Großmutter nach Wien übersiedeln mussten, von wo sie 1942 in den Osten deportiert und ermordet wurden, flohen die Kinder über Belgien nach Frankreich. Im Sommer 1942 wurde Edgar Düdner im Zuge der Razzien gegen Juden im Vichy-Frankreich festgenommen und über das Sammellager Drancy am 31. August 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Edith Luft Edith Luft, geb. Fischer: geboren 27.7.1894 in München, gestorben in Auschwitz. Edith Luft war die Tochter von Sigmund und Jenny Fischer (geb. Kohn) und verheiratet mit Max Luft. Sie wohnte in der Marschallgasse 15 in Graz. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten kam sie vermutlich bei einem Fluchtversuch nach Frankreich. Am 02. September 1942 wurde sie von Drancy nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Eduard Latzer Eduard Latzer: geboren 24.1.1888 in Graz (nur in DERLA Wien?), gestorben 1942. Er war der Sohn von Sigmund und Berta Latzer (geb. Killer) und lebte am Kaiser-Franz-Josef-Kai 2 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste er zwangsweise nach Wien übersiedeln und lebte dort zuletzt in einer "Alterswohngemeinschaft" in der Haasgasse 10. Als Deportationsdatum von Wien nach Opole werden der 24. Jänner 1941 oder der 15. Februar 1941 angegeben. Wahrscheinlich wurde Eduard Latzer in Opole ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Eduard Pertl Eduard Pertl: geboren 1.1.1899 in Graz, gestorben 13.9.1943 in Graz. Der Schlosser aus Graz war in der Ersten Republik Sozialdemokrat und Mitglied des Republikanischen Schutzbundes. Nach den Februarkämpfen 1934 war er wegen „illegaler Tätigkeit“ im Rahmen der „Freien Gewerkschaften“ in Haft. Ab 1940 beteiligte er sich mit Lorenz Poketz am Aufbau der „Roten Gewerkschaft“ in Graz, wobei er die Organisation in der Brückenbauanstalt Waagner & Biro leitete. Er wurde am 19. August 1942 von der Gestapo festgenommen und am 28. Juni 1943 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Pertl wurde am 13. September 1943 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Eduard Preis Eduard Preis: geboren 7.9.1892 in Neunkirchen, gestorben 13.2.1941 in Buchenwald. Eduard Preis war verheiratet mit Anna und lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Prankergasse 79 in Graz. Am 25. Juni 1938 wurde er von Graz nach Dachau deportiert und am 23. September 1938 nach Buchenwald überstellt, wo er ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Eduard Wohinz Eduard Wohinz: geboren 4.8.1898 in Laibach/Ljubljana, gestorben 3.3.1943 in Hartheim. Der Radiotechniker war Mitglied der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde er im Juni 1938 verhaftet. Er wurde am 11. Februar 1939 ins KZ Dachau überstellt, von wo er am 29. September 1939 ins KZ Mauthausen und am 18. Februar 1940 wieder zurück ins KZ Dachau kam. Von dort wurde er am 3. März 1942 mit einem sogenannten Invalidentransport in die im Schloss Hartheim eingerichtete Tötungsanstalt überstellt und ermordet. Offiziell hieß es, er sei am 30. Mai 1942 in Dachau wegen Herz-Kreislaufversagen gestorben.
  • zeugenjehovas
  • männlich
  • Eleonore Festin Eleonore Festin, geb. Amon: geboren 3.8.1905 in Wien, gestorben 15.6.1942 in Maly Trostinec. Eleonore war die Mutter von Wilhelm und Franziska Amon (geb. Soffer). Sie war zwei Mal verheiratet und hatte einen Sohn namens Peter. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte sie in der Wielandgasse 42 in Graz und wurde dann zwangsweise nach Wien umgesiedelt. In Wien war sie zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Schmelzgasse 9/10 im 2. Bezeir, ehe sie am 09. Juni 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort sofort nach ihrer Ankunft ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Elfriede Cibinello Elfriede Cibinello, geb. Muhr: geboren 26.8.1900 in Wildon, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Gerichtskanzlisten Anton Muhr und dessen Ehefrau Juliana, geb. Krassnigg. Elfriede Muhr heiratete am 9. November 1919 in Graz-Mariahilf den Zuckerbäcker und Südfrüchtehändler Ferdinand Cibinello. Die Beiden hatten bereits am 1. Dezember 1918 einen Sohn namens Ferdinand bekommen. Am 8. Mai 1929 wurde sie mit der Aufnahmezahl 34291 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Das Ehepaar hatte zuletzt in der Lissagasse 4 gewohnt. Seit dem 14. Dezember 1929 war die Verkäuferin Rosalia Stündl als ihre gesetzliche Vertreterin eingetragen. Am 14. Februar 1941 wurde, die inzwischen geschiedene Elfriede Cibinello in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 16. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen und die Heil- und Pflegeanstalt Bernburg als Sterbeort angegeben. Ihre Urne wurde am 1. April 1941 auf dem St.-Peter-Friedhof in Graz beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Elias Ludmerer Elias Ludmerer: geboren 1874 in Dovhyi Voinyliv (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Elias war der Sohn von Leon und Sarah Ludmerer. Der Buchhalter lebte vor dem 2. Weltkrieg in Graz und befand sich während des 2. Weltkriegs in Warschau. Er wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Elias Silber Elias Silber: geboren 25.5.1862 in Stanislaw (Galizien), gestorben 20.2.1940 in Buchenwald. Elias war verheiratet mit Sara (geb. Szreier) und der Vater von Dawid Silber, Hermann Schreier, Chane Beile Schkolnik, Zosia Kornreich, Berl Szreier, Wilhelm Silber, Jakob Schreier, Sigmund Silber, Rosa Engel, Hela Samek und Sophie Kornreich. Er war seit 1913 in Graz wohnhaft und lebte zunächst in der Elisabethinergasse 14. Im Jahr 1913 starb seine Ehefrau Sara und Elias ließ sich nach mehreren Wohnungswechseln schließlich in der Lazarettgasse 12 nieder. Dort führte er auch in den 1930er Jahren ein kleines Lebensmittelgeschäft. Nach dem Pogrom 1938 musste er aus seiner Wohnung ausziehen und war zunächst bei seiner Tochter Sophie Kornreich wohnhaft. Im Jahr 1939 musste er nach Wien ins jüdische Altenheim in der Großen Schiffgasse 3 übersiedeln, von wo er am 2. Oktober 1939 ins KZ Buchenwald kam. Dort ist er am 20. Februar 1940 gestorben.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Elisabeth Bonyhadi Elisabeth Bonyhadi, geb. Samter: geboren 6.5.1899, gestorben 1944 in Auschwitz. Elisabeth war die Tochter von Georg und Emma Samter (geb. Wohlgemuth). Sie heiratete Berthold Bonyhady und wohnte mit ihm in Graz in der Feuerbachgasse 10. Die Familie ihres Mannes betrieb eine Lederwarenhandlung in der Annenstraße 13, die nach dem „Anschluss“ 1938/39 „arisiert“ wurde. Die Familie wurde am 8. August 1939 nach Wien zwangsumgesiedelt. Dort lebten Berthold und Elisabeth zuletzt in einer Sammelwohnung am Franz-Josefs-Kai 3/16. Von dort wurden sie am 15. Oktober 1941 in das Getto Lodz deportiert. 1944 kamen sie nach Auschwitz, wo sie beide ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Elisabeth Steinbach Elisabeth Steinbach: geboren 6.11.1872, gestorben in Treblinka. Der Geburtsort von Elisabeth Steinbach ist bislang unbekannt. Sie wohnte vor dem 2. Weltkrieg am Lendkai 37 in Graz. Vor ihrer Deportation am 28. Juli 1942 von Wien nach Theresienstadt, war sie in einem jüdischen Altersheim in der Zirkusgasse 3/33 in Wien untergebracht. Am 21. September 1942 wurde Elisabeth Steinbach von Theresienstadt nach Treblinka überstellt, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Ella Lichtenstein Ella Lichtenstein, geb. Bergstein: geboren 16.6.1895 in Bolzowce (Ukraine), gestorben 1942 im Kaukasus. Ella war die Tochter von Bernhard und Berta Bergstein (geb. Glanzberg) und heiratete am 29.Oktober 1922 in der Grazer Synagoge David Lichtenstein. Gemeinsam hatten sie die Kinder Artur, Anna, die bereits im Alter von 4 Jahren verstarb, Norbert und Herta. Die Familie lebte seit 1926 in der Hans-Resel-Gasse 3 (damalige Mariengasse 3) in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten veränderte sich das Leben der Familie dramatisch. Den Kindern wurde der Schulbesuch untersagt und Norbert und Herta konnten mit einem Kindertransport nach Schweden in Sicherheit gebracht werden. Hingegen blieb Artur mit seinen Eltern in Graz und die Familie musste zunächst in die Lagergasse 27 und dann in die Vorbeckgasse 12 umziehen. Am 2. Juni 1939 wurden die Eltern David und Ella Lichtenstein verhaftet und über die Grenze abgeschoben. Ihr Sohn Artur musste derweil von seinen Eltern in einem jüdischen Waisenhaus zurückgelassen werden und wurde im September 1942 in Maly Trostinec erschossen. David und Ella Lichtenstein gelangten nach Polen und danach in die Ukraine. Dort blieben sie einige Monate Stanislau (Ukraine) bevor sie in den Kaukasus gebracht wurden, wo sie auf Plantagen als Erntehelfer arbeiteten. Nach dem Krieg erhielten ihre Kinder Norbert und Herta Lichtenstein die Nachricht, dass ihre Eltern im Jahre 1942 im Kaukasus verstorben seien. Die genauen Todesumstände der Eltern konnten bis heute nicht eruiert werden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Elsa Baumgartner Elsa Baumgartner, geb. Scholz: geboren 9.5.1889 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Ihre letzte Wohnadresse, bevor sie am 29. Oktober 1919 mit der Aufnahmezahl 26876 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen wurde, wurde mit der Altenheimgasse 28 angegeben. Bei der später Geschiedenen wechselte der gesetzliche Vertreter im Laufe der Jahre mehrmals. Bis zu ihrer Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 9. Juni 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen; sie hatte mehr als 22 Jahre in Heilanstalten verbracht. Elsa Baumgartner wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Elsa Fuchs Elsa Fuchs: geboren 3.2.1905 in Rače (Slowenien), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Über Elsa Fuchs sind nur wenige Informationen bekannt. Sie war die Tochter von Oskar und Gabrielle Fuchs, geb. Pick und lebte vor dem 2. Weltkrieg in Graz. Über ihr weiteres Schicksal ist nur bekannt, dass sie während der Shoah ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Elsa Heller Elsa Heller, geb. Löwy: geboren 14.4.1886 in Pilsen, gestorben 29.11.1941 in Kaunas/Kowno (Litauen). Als Geburtsdatum wird im Auswanderungsfragebogen ihres Mannes Karl auch der 9.3.1886 in Žihle angegeben. Elsa war die Tochter von Ignaz und Bertha Löwy (geb. Kussi) und verheiratet mit Karl Heller. Gemeinsam hatten sie die Kinder Paul und Gertrud und die Familie wohnte in der Annenstraße 49/2. Ende des Jahres 1938 wurden sie gezwungen die Wohnung zu verlassen und wohnten kurzzeitig bis Februar 1939 in der Humboldtstraße 26 bei der Familie Nasch. Am 15.08.1939 folgte die Abmeldung nach Wien, wo sie zuletzt in der Schottenfeldgasse 76/9 wohnhaft waren. Am 23. November 1941 wurden Karl und Elsa Heller von Wien nach Kaunas deportiert und dort sofort nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Elsa Kármán Elsa Kármán, geb. Reisner: geboren 28.6.1893 in Graz, gestorben 15.8.1944 in Auschwitz. Elsa war die Tochter von Sigmund und Johanna Reisner (geb. Geber). Sie war die Ex-Ehefrau von Leopold Ebenspanger, der 1922 verstarb. Im Jahr 1935 übernahm sie die Getreidegroßhandlung Reisner, die ihr Vater Sigmund Reisner im Jahr 1897 gegründet hatte. In Graz wohnte Elsa in der Annenstraße 28, ehe sie 1939 nach der „Arisierung“ des Geschäftes nach Szombathely zu ihrem zweiten Ehemann Vilmos Kármán zog. Am 30. Juni 1944 wurde sie von Szombathely nach Auschwitz deportiert und im August 1944 in Auschwitz ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Elsa Rechnitzer Elsa Rechnitzer: 16.8.1896 in Körmend, 1943 in Auschwitz. Elsa war die Tochter von Max und Franziska Rechnitzer (geb. Blau) und eine Beamtin bei der Creditanstalt in Graz. Nach dem Tod des Vaters 1918 und dem Tod ihrer Mutter 1923 blieben die Töchter Elsa, Olga und Elvira Rechnitzer in der Wohnung in der Annenstraße 64 wohnhaft. Im August 1939 mussten die drei Schwestern Graz verlassen und zwangsweise nach Wien umsiedeln. Dort waren Elsa und Elvira zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Czerningasse 23/19. Die Schwestern von Elsa wurden bereits 1941 deportiert und ermordet. Am 10.September 1942 wurde auch Elsa Rechnitzer von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 23. Jänner 1943 nach Auschwitz überstellt und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Elvira Kohn Elvira Kohn, geb. Tau: geboren 12.12.1887 in Pilsen (Tschechien), gestorben 1.6.1942 in Maly Trostinec. Elvira war die zweite Frau von Siegfried Kohn. Ihr Mann war von 1918 bis 1938 gemeinsam mit Karl Heller Gesellschafter der Wäschefirma „Karl Heller & Comp.“ in der Annenstraße 47 war. Vor ihrer Zwangsübersiedlung nach Wien im Juli 1939 wohnte das Ehepaar in der Marschallgasse 17 in Graz. In Wien lebten die beiden zuletzt in der Börsegasse 12/1, ehe sie am 27. Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert wurden, wo Elvira und Siegfrid Kohn unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Elvira Rechnitzer Elvira Rechnitzer: 28.5.1878 in Körmend, 1941 in Kielce. Elvira war die Tochter von Max und Franziska Rechnitzer (geb. Blau) und eine Angestellte in Graz. Nach dem Tod des Vaters 1918 und dem Tod ihrer Mutter 1923 blieben die Töchter Elsa, Olga und Elvira Rechnitzer in der Wohnung in der Annenstraße 64 wohnhaft. Im August 1939 mussten die drei Schwestern Graz verlassen und zwangsweise nach Wien umsiedeln. Dort waren Elsa und Elvira zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Czerningasse 23/19. Am 19. Februar 1941 wurde Elvira Rechnitzer von Wien nach Kielce deportiert und dort ermordet. Auch ihre Schwestern Olga und Elsa wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Emanuel Singer Emanuel Singer: geboren 30.3.1860 in Miroslav (Tschechien), gestorben 18.3.1943 in Theresienstadt. Emanuel war verheiratet mit Adele und der Vater von Grete und Erna (verh.) Just). Er war ein Kaufmann in Graz und musste im Jahr 1939 zwangsweise von Graz nach Wien übersiedeln. In Wien war er zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Czerningasse 14/14, von wo er am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde. In Theresienstadt starb er am 18. März 1943.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Emanuel Weinberger Emanuel Weinberger: geboren 15.1.1880 in Podivin (Tschechien), gestorben 12.10.1941 in Zasavica bei Sabac (Serbien). Emanuel Weinberger war der Sohn von Moses (Moritz) und Marie Weinberger (geb. Aschkenes) und übersiedelte, wie auch einige seiner Geschwister, Anfang des 20. Jahrhunderts in die Steiermark. Er war verheiratet mit Martha (geb. Wechsberg) und gemeinsam hatten sie die beiden Söhne Walter und Kurt. Das Ehepaar wohnte in der Hans-Resel-Gasse 18 in Graz und betrieb ein Textilgeschäft, ehe sie als Juden gezwungen wurden, im März 1939 nach Wien zu ziehen. Von dort floh Emanuel Weinberger Mitte 1939 nach Jugoslawien, wo er nahe Zagreb lebte. Anfang des Jahres 1940 verließ ein Schiff mit rund 1000 österreichischen Juden und Jüdinnen Wien in Richtung Palästina, dem sich Weinberger im März 1940 in Kladovo anschloss. Das Schiff konnte aber nicht weiterfahren und fast alle Männer – unter ihnen auch Weinberger – wurden nach dem deutschen Überfall auf Jugoslawien am 12. Oktober 1941 als Geiseln von der Wehrmacht in Zasavica bei Sabac (Serbien) erschossen.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Emil Jagoda Emil Jagoda: geboren 1935, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Emil war der Sohn von Julius und Edit Jagoda (geb. Steiner). Vor dem 2. Weltkrieg lebte die Familie in Graz. Und sie waren während des 2. in Zrenjanin (Serbien). Emil Jagoda wurde während der Shoah ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Emilie Deutscher Emilie Deutscher: geboren 8.10.1898 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war zuletzt im Städtischen Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36) als Pflegling untergebracht. Am 21. Juni 1940 wurde sie schließlich mit der Aufnahmezahl 1296 auf die Station 1b der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ überstellt. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 15. Jänner 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Sie wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 9. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Emma Schwarz Emma Schwarz: geboren 23.8.1899 in Boryslaw (Ukraine), gestorben 23.9.1942 in Theresienstadt. Emma war die Tochter von Jakob und Judit Debora Schwarz (geb. Silberschlag). Sie war vor dem 2. Weltkrieg eine Unternehmerin in Graz und lebte während des 2. Weltkriegs in der Seegasse 9 in Wien. Am 27. August 1942 wurde sie von Wien nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Emmerich Gutmann Emmerich Gutmann: geboren 1.9.1900 in Graz, gestorben 29.9.1941 im KZ Flossenbürg. Emmerich Gutmann war in Graz als Hilfsarbeiter tätig und lebte im Obdachlosenasyl in der Rankengasse. Am 17. Juli 1940 erstattete eine Frau Anzeige, da sie zwei Männer bei „Unzucht“ im Grazer Volksgarten beobachtet hatte. In der Folge wurde Gutmann gemeinsam mit einem Jugendlichen verhaftet, den er am Arbeitsamt angesprochen hatte. Gutmann wurde am 3. September 1940 zu zehn Monaten schweren Kerker verurteilt. Nach der Strafverbüßung wurde er am 30. Juni 1941 ins KZ Flossenbürg transportiert, wo er die Häftlingsnummer 2411 erhielt und § 175 auf der Karteikarte vermerkt wurde; der Paragraf für Homosexuelle laut deutschen Strafgesetz. Bereits drei Monate nach der Einlieferung starb Emmerich Gutmann am 29. September 1941 im Konzentrationslager Flossenbürg.
  • homosexuelleopfer
  • männlich
  • Ernst Altmann Ernst Altmann: geboren 22.11.1910 in Graz, gestorben 22.12.1938 im KZ Dachau. Ernst Altmann wurde als Sohn von Albert Altmann und Elise (geb. Bienenstock) in Graz geboren, wo er auch bis 1938 lebte. Hier war er tätig als Marktlieferant und wohnte in der Annenstraße 9. Im Zug des Novemberpogroms in Graz wurde er verhaftet und am 12.11.1938 nach Dachau deportiert. Im KZ Dachau starb er laut Todesfallmeldung am 22.12.1938 an einer Herz-Kreislauf-Schwäche.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ernst Brecher Ernst Brecher: geboren 31.10.1895 in Sobotište (Slowakei), gestorben 1942 in Sobibor. Der Grazer Privatbeamte Ernst Brecher war der Sohn von Max und Rudolfine Brecher (geb. Rosenbaum). Seit 1906 war er in Graz wohnhaft. Am 11.10.1931 heiratete er seine Frau Klara (geb. Taussig) und lebte mit ihr und seinem Sohn Henry am Geidorfgürtel 24. Er musste mit seiner Frau Klara aufgrund jüdischer Maßnahmen im September 1938 aus der eigenen Wohnung ausziehen. Ihr gemeinsamer Sohn Henry wurde nach dem Anschluss zu Verwandten nach Zagreb geschickt. Bis zur Zwangsumsiedlung im August 1939 nach Wien lebte das Ehepaar Brecher in der Kreuzgasse 15. Zuletzt waren Ernst und Klara Brecher wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Börsegasse 12/1. Von dort wurde er mit seiner Frau am 14. Juni 1942 nach Sobibor deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ernst Düdner Ernst Düdner: geboren 12.6.1919 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Er war der Sohn des Grazer Kaufmanns Isak und Sara Düdner. Die Familie wohnte in einem Haus in der Griesgasse 28/I, das im Besitz von Hedwig Düdner, Ernsts Großmutter, war. Ernst und sein jüngerer Bruder Edgar besuchten bis zum Schulbesuchsverbot im Juli 1938 das Oeversee-Gymnasium. Nach der „Arisierung“ der Liegenschaften versuchten sie nach Palästina auszureisen, was nicht gelang. Während die Eltern und die Großmutter nach Wien übersiedeln mussten, von wo sie 1942 in den Osten deportiert und ermordet wurden, flohen die Kinder über Belgien nach Frankreich. Über seinen weiteren Schicksalsweg herrscht Unklarheit, doch wird unter anderem angegeben, dass er am 04. April 1944 vom SS-Sammellager Mecheln in der Dossin Kaserne nach Auschwitz deportiert wurde.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ernst Herlinger Ernst Herlinger: geboren 10.2.1881 in Čakovec (Kroatien), gestorben 24.11.1938 in Dachau. Ernst war der Sohn von Moritz und Nanette Herlinger (geb. Wessel) und war verheiratet mit Elsa (geb. Friedrich). Gemeinsam mit seiner Frau hatte er die beiden Söhne Hans und Paul Erich. Seit 1911 leitete er in der Annenstraße die Firma „Ernst Herlinger – Getreidehandel“, die er von 1920 bis 1936 gemeinsam mit Isidor Deutsch als Firma „Herlinger & Deutsch“ führte. Er wohnte in der Annenstraße 33, ehe er im Zuge des Novemberpogroms verhaftet und am 12. November 1938 ins KZ Dachau überstellt wurde, wo er am 24. November 1938 ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ernst Jakob Brautmann Ernst Jakob Brautmann: geboren 4.1.1891 in Czernowitz (Ukraine), gestorben in Kopajhorod (Ukraine). Ernst Jakob war der Sohn von Adolf und Mina Brautmann (geb. Horowitz). Er war zwei Mal verheiratet, zunächst mit Maria Franziska Barbara (geb. Smogavetz) und in zweiter Ehe mit Irma. Seit 25. Jänner 1926 wohnte er mit seiner Gattin in der Kopernikusgasse 20 in Graz, ehe er ab 28. August 1938 in der Glacisstraße 57/I bei Schäfer gemeldet war. Ernst Jakob Brautmann wurde am 24. September 1938 in Graz abgemeldet und ging zurück in seine Heimat Czernowitz ging. Im Gebiet der heutigen Ukraine wurde er in dem Dorf Kopajhorod durch Erschießung ermordet.
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  • männlich
  • Ernst Leo Steiner Ernst Leo Steiner: geboren 5.3.1934 in Graz-Eggenberg, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Ernst Leo war das Kind von Julius und Margarethe Steiner (geb. Lax). Die Familie wohnte in der Sparbersbachgasse 14 in Graz und musste zwangsweise nach Wien übersiedeln. In Wien waren sie zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Blumauergasse 20/25 im 2. Bezirk. Am 9.10.1942 wurden alle drei Familienmitglieder nach Theresienstadt deportiert und am 9. Oktober 1944 nach Auschwitz überstellt. Ernst Leo und seine Eltern Julius und Margarethe Steiner wurden während der Shoah ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ernst Lichtenstein Ernst Lichtenstein: geboren 28.5.1903 in St. Gallen (Schweiz), gestorben in Auschwitz. Ernst war der Sohn von Chaim Joachim Liechtenstein und Rosa (geb. Horochofski). Er lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Annenstraße 19a in Graz, ehe er nach Wien umsiedelte. In Wien wurde Ernst Lichtenstein am 9. März 1943 „nach Entlassung aus dem Arbeitshaus" festgenommen und am 01. April 1943 nach Theresienstadt deportiert. Am 06. September 1942 wurde er von Theresienstadt nach Auschwitz überstellt und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ernst Rachmuth Ernst Rachmuth: geboren 6.8.1914 in Rădăuți (Rumänien), 1942 in Mohyliw-Podilskyj (Ukraine). Ernst war der Sohn von Friedrich und Charlotte Rachmuth (geb. Kern) und heiratete im Oktober 1937 seine Frau Amelie (geb. Silberstein). Er studierte zunächst ein Semester an der Universität Klausenburg, ehe er ab Herbst 1934 in Graz Medizin studierte. In Graz war er wohnhaft in der Morellenfelgasse 26 und dann bei der Familie seiner Frau in der Conrad von Hötzendorfstraße 3. Nach dem "Anschluss" 1938 konnte er nicht mehr in Graz weiterstudieren und kehrte im April 1938 gemeinsam mit seiner Frau in seine Heimat Rădăuți zurück. Hier wurde er im Jahr 1941 im Zuge der Verfolgungsmaßnahmen gegen Juden verhaftet und in das rumänische Durchgangslager Mohyliw-Podilskyj gebraczht, wo er 1942 erschossen wird. Von seiner Frau Amelie fehlt seither jede Spur.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ernst Rosenberger Ernst Rosenberger: geboren 13.1.1891 in Stadtschlaining, gestorben 1941 in Jasenovac. Ernst war der Sohn von Alexander und Rosa Rosenberger (geb. Steiner). Gemeinsam mit seiner Frau Lily (geb. Lustig) hatte er einen Sohn namens Axel. Ernst war ein Fabrikant in Graz und wurde 1941 in Jasenovac ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ernst Weinwurm Ernst Weinwurm: geboren 26.9.1926 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Ernst war der Sohn von Alexander und Johanna Weinwurm (geb. Löwinger). Er wohnte in der Rankengasse 15 in Graz bei seinen Eltern, doch war er laut Ansuchen bei der Israelitischen Kultusgemeinde Wien am 01. März 1939 in der Mariahilfer Straße 22 in Graz wohnhaft. Dieses Haus war bis 1938 im Besitz der jüdischen Familie Weiss gewesen. Noch im Jahr 1939 wurde Ernst Weinwurm von Graz nach Wien zwangsweise umgesiedelt und war hier zunächst im Waisenaus für jüdische Knaben und Mädchen in der Bauernfeldgasse 40 untergebracht. Nach der Räumung des Waisenhauses im November 1941 wohnte er gemeinsam mit seiner Mutter in einer Sammelwohnung in der Großen Mohrengasse 20/17 in Wien. Am 01. Oktober 1942 wurden Mutter und Sohn von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 15. Dezember 1943 wurden sie nach Auschwitz überstellt. Ernst Weinwurm und seiner Mutter Johanna wurden während der Shoah ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ernst Wirtl Ernst Wirtl: geboren 29.4.1907 in Graz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er wohnte in der Neubaugasse 101 und war ein Hilfsarbeiter. Am 11. Juli 1927 wurde er mit der Aufnahmezahl 32570 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als sein gesetzlicher Vertreter wurde der Klaviermacher Josef Schmetterer eingetragen. An derselben Adresse wohnte auch seine Mutter Anna Büchsenmeister. Der letzte Eintrag in seinem Krankenakt stammt aus dem Jänner 1940. Er wurde zwischen Mai 1940 und Juni 1941 die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“ und im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Erwin Adler Erwin Adler: geboren 14.1.1884 in Mürzzuschlag, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Erwin Adler wurde am 14.1.1884 in Mürzzuschlag als Sohn von Ignatz Adler und seiner Frau Rosa (geb. Kronberger) geboren. Er selbst lebte in Graz. Als sein letzter Aufenthaltsort vor der Deportation ist Zagreb bekannt, von wo aus er in ein unbekanntes Lager deportiert wurde. Über das Datum der Deportation, sowie über seinen Sterbeort und sein Todesdatum sind keine genaueren Informationen bekannt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Erwin Goldberg Erwin Goldberg: geboren 12.5.1893 in Gratzen (Nové Hrady, Tschechien), gestorben 1941 in Hartheim. Der ledige Altersheimpflegling wurde am 3. Februar 1939 mit der Aufnahmezahl 43009 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof” aufgenommen. Seine letzte bekannte Adresse war das Städtische Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36). Im Jahre 1940 wurde er mehrfach in die Heilanstalten nach Kainbach und Messendorf verlegt und schließlich von dort nach Graz zurücküberstellt. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 12. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Erwin Goldberg wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Erwin Werdisheim Erwin Werdisheim: geboren 27.6.1904 in Stockerau, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Erwin war der Sohn von Jakob Samuel und Sara Charlotte Werdisheim (geb. Zitrin). Mit seinen Eltern wohnte er vor dem 2. Weltkrieg am Lendkai 31 in Graz und war dann ab Sommer 1938 in Jugoslawien. Von Jugoslawien wurde er in das KZ Jasenovac deportiert. Erwin Werdisheim wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ettel Prucker Ettel Prucker, geb. Körner: geboren 3.9.1886 in Boryslaw (Ukraine), gestorben 4.9.1942 in Maly Trostinec. Ettel war die Tochter von Chaim Loeb und Feige Körner (geb. Eisenstein). Sie war mit dem Textilkaufmann Israel Prucker verheiratet, der am Lendplatz in Graz ein Geschäft führte. Sie wohnten von Oktober 1915 bis Dezember 1938 in der Leitnergasse 2, ehe sie gezwungen wurden, in eine Gemeinschaftswohnung in der Zweiglgasse 14b in Graz zu ziehen. Sie änderte noch in Graz am 17. März 1939 ihren Familiennamen in Entner. 1939 musste sie zwangsweise nach Wien übersiedeln und wohnte hier zuletzt in der Nickelgasse 4/19. Am 31. August 1942 wurde sie mit anderen nach Maly Trostinec deportiert und dort am 4. September 1942 ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Ettel Schwarz Ettel Schwarz: geboren 6.8.1871 in Stryj (Ukraine), gestorben in Treblinka. Ettel Schwarz wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Mariahilfer Straße 11 in Graz und war während des 2. Weltkriegs in einem jüdischen Altersheim in der Großen Schiffgasse 3 in Wien wohnhaft. Am 14. Juli 1942 wurde sie von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 23. September 1942 nach Treblinka überstellt, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Eugen Krausz Eugen Krausz: geboren 12.1.1909 in Wien, gestorben 1.2.1943 in Auschwitz. Eugen war der Sohn von Arnold und Marie Krausz. Er lebte von seiner Geburt bis 1924 in Wien, ehe er nach Graz zog, wo er als Verkäufer tätig war. In Graz lebte er zuletzt in der Annenstraße 61. Nach dem „Anschluss“ floh er nach Oslo, von wo er am 26. November 1942 nach Auschwitz deportiert wurde und dort ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Eugenie Teich Eugenie Teich, geb. Spielmann: geboren 9.8.1898 in Graz, gestorben in Kielce. Eugenie war die Tochter von Fritz und Ernestine Spielmann (geb. Frisch) und war verheiratet mit Osias (Oskar) Teich. Gemeinsam hatten sie die Kinder Aron, Hugo Isac, Walter, herbert und Gertrud. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte die Familie am Griesplatz 14 in Graz. Nach der Machtübernahme mussten zumindest die Mutter Eugenie Teich und ihre Kinder Gertrud, Herbert und Walter Teich nach Wien ziehen und sie wohnten zuletzt in der Franz-Hochedlinger-Gasse 8 in Wien. Am 19. Februar 1941 wurden Eugenie Teich und ihre Kinder Gertrud, Herbert und Walter nach Kielce deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Eugine Nostitz Anton Netuka: geboren 7.6.1902, gestorben 1940 in Hartheim. Er arbeitete als Kaufmannspraktikant und wohnte im Haus seiner Großmutter Therese Netuka in der Münzgrabenstraße 118. Kurz vor ihren Tod wurde er am 19. August 1932 mit der Aufnahmezahl 37492 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine gesetzliche Vertretung übernahm der Landgerichtsrat Bruno Lienhard. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Anton Netuka wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 14. November 1940 als fiktives Sterbedatum eingetragen und die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Grafeneck (Baden-Württemberg) als Sterbeort angegeben. Seine Urne wurde am 30. November 1940 auf dem Grazer St.-Peter-Friedhof beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Eulalia Trummer Eulalia Trummer: geboren 7.2.1897, gestorben 1940 in Hartheim. Die „Hilfsarbeitergattin“ wohnte in der Rochelgasse 19 und wurde am 22. März 1935 mit der Aufnahmezahl 39653 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Am 28. Mai 1940 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Eulalia Trummer im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Eva Gollob Eva Gollob, geb. Vlaschitz: geboren 14.12.1885 in Wulkaprodersdorf, gestorben 1941 in Hartheim. Am 8. August 1939 wurde sie mit der Aufnahmezahl 376 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen und auf Station 3 aufgenommen. Die Einweisung erfolgte auf Betreiben des Amtsgerichts Graz II. Die „Schneidergehilfsgattin“, die zuletzt in der Josefigasse 10 wohnhaft war, wurde am 8. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Eva Gollob wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Ewald Haindl Ewald Haindl: geboren 15.2.1892, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der mittlere von drei Söhnen des Postunterbeamten Stephan Haindl und dessen Ehefrau Maria, geb. Ogertschnigg. Ewald Haindl galt als „Invalide“ und wurde am 16. September 1926 mit der Aufnahmezahl 31751 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er am Jakominigürtel 10. Sein Bruder, der in Bruck an der Mur als Kellner arbeitende Johann Haindl, übernahm ab dem 23. September 1926 seine gesetzliche Vertretung. Am 3. Februar 1941 wurde Ewald Haindl in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Fabian Hermann er lebte seit 1912 in Graz; er erhielt seine Berufsausbildung als Maschinentechniker an der Technischen Hochschule in Graz; er gab Unterricht in technischen Fächern und auch Sprachen; 12.11.1938 Deportation nach Dachau; 02.10.1939 Überstellung von Dachau nach Buchenwald, wo er ermordet wurde
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Fani Klugmann Fani Klugmann, geb. Halberg: geboren 26.2.1899 in Bistritz (Rumänien), gestorben 1942 in Sniatyn (Polen). Sie war die Tochter von Juda und Leia Halberg und heiratete 1922 in Bistritz den Grazer Kaufmann Bernard Klugmann. Gemeinsam hatten sie ihre Tochter Henriette Klugmann. Die Kaufmannsgattin Fani war als Schneiderin und Hausfrau tätig und die Familie lebte in der Volksgartenstraße 1 in Graz. Nach der „Arisierung“ des Geschäfts floh die Familie im Jahr 1939 in die Heimatstadt von Bernard Klugmann nach Sniatyn in Polen. Während ihr Ehemann weiter nach London fliehen konnte, gelang dies sowohl Henriette als auch ihre Mutter Fani nicht und sie wurden von den Nationalsozialisten 1942 in Sniatyn ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Fanny Latzer Fanny Latzer, geb. Elsass: geboren am 9.12.1872 in Ružomberok (Slowakei), gestorben in Treblinka. Fanny war die Tochter von Emanuel und Regina Elsass und war zweimal verheiratet. Aus ihrer ersten Ehe mit Heinrich Wechsler, der bereits am 06. Oktober 1898 verstarb, ging die Tochter Elsa Wechsler hervor. Mit ihrem zweiten Ehemann Samuel (Salomon) Latzer hatte sie den Sohn Robert Ludwig. Am 15. Oktober 1933 starb auch ihr zweiter Ehemann. Nach der Machtübernahme der Nationalsozilisten musste Fanny Latzer zwangsweise von Graz nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Leopoldsgasse 22/123 lebte. Am 10. September 1942 wurde sie von Wien nach Theresienstadt deportiert und von dort am 29. September 1942 nach Treblinka überstellt und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Feiga Gelbard Feiga Gelbard, geb. Katz: geboren 30.7.1895 in Blyshchyvody (Ukraine), gestorben in Belzec. Feiga war die Tochter von Shie Katz und verheiratet mit Ichiel David Gelbard. Gemeinsam hatten sie die Tochter Edit (verh. Schwarz) und wohnten in der Feuerbachgasse 15 in Graz. Während des 2. Weltkriegs befanden sich Ichiel David und Feiga Gelbard in Krakau. Von Krakau wurde das Ehepaar nach Belzec deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Felix Unterrichter Felix von Unterrichter: geboren 22.1.1918 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sein Vater, ebenfalls Felix von Unterrichter, wurde am 19. Mai 1893 in Klagenfurt geboren und arbeitete als Handelsangestellter. Er heiratete am 3. März 1918 die am 13. Juni 1897 in Graz geborene Schneiderin Maria Trummer. Der Vater betrieb in der Schönaugasse 97 einen Gemischtwarenhandel, der jedoch in 1924 Konkurs ging. Am 6. April 1932 wurde Felix Unterrichter jun. mit der Aufnahmezahl 37143 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er in der Schönausiedlung, Neulandgasse 2, bei seiner verwitweten Mutter Maria Unterrichter. Ab dem 9. Jänner 1933 übernahm sie seine gesetzliche Vertretung. Am 3. Februar 1941 wurde Felix Unterrichter in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt”. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Ferdinand Altmann Ferdinand Altmann: geboren 23.03.1898 in Graz, gestorben 31.12.1942 in Nisko am San. Ferdinand Altmann wurde als Sohn von Albert Altmann und Elise (geb. Bienenstock) in Graz geboren, wo er auch bis 1938 lebte. Gemeinsam mit seiner Frau Klementie hatte er die beiden söhne Egon und Norbert. Zunächst fungierte er als Betreiber eines Gold- und Silberwarengeschäftes am Südtirolerplatz 8 und ab April 1937 war er Geschäftsführer des Stampiglien-Geschäfts seiner Mutter Elise. In Graz lebte die Familie zunächst in der Annenstraße 28 und dann in der Annenstraße 34. Zuletzt war er in Graz ab Juli 1938 in der Annenstraße 9 gemeldet, bevor er nach Wien zwangsweise übersiedelt wurde. Am 27.10.1939 wurde Ferdinand Altmann von Wien nach Nisko am San deportiert, wo er umkam. Mit Beschluss des Landesgerichts Graz vom 25. September 1950 wurde als Todesdatum der 31. Dezember 1943 festgelegt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ferdinand Fischer Ferdinand Fischer: geboren 14.8.1873 in Dobrá Voda (Slowakei), gestorben in Treblinka. Ferdinand war der Sohn von David und Netti Fischer (geb. Reich). Er heiratete 1901 seine Frau Bertha. Zusammen hatte das Ehepaar die Kinder Vilma (verh. Neubauer) und Hans Fischer und wohnte in der Fellingergasse 3 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten mussten der ehemalige Kaufmann Ferdinand Fischer und seine Frau Bertha in eine Sammelwohnung am Esteplatz 7 in Wien übersiedeln. Zuletzt wohnten sie in Wien in einer Alterswohngemeinschaft in der Schmelzgasse 10/14. Am 10. Juli 1942 wurde das Ehepaar Fischer von Wien nach Theresienstadt deportiert. Am 23. September 1942 wurde Ferdinand Fischer nach Treblinka überstellt und dort ermordet. Bertha Fischer verstarb am 06. Februar 1944 in Theresienstadt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ferdinand Travnicék Ferdinand Travnicék: geboren 7.2.1874 in Pettau, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Beamten Ferdinand Travnicék und dessen Ehefrau Johanna, geb. Singer. Der spätere Bahnoberrevident der Südbahn heiratete am 28. Oktober 1917 Maria Zisser. Das Ehepaar wohnte in der Wartingergasse 17/II. Am 28. Dezember 1929 wurde er mit der Aufnahmezahl 34918 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine gesetzliche Vertretung übernahm am 10. Februar 1930 Melanie Travnicék. Am 12. Februar 1941 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde Ferdinand Travnicék im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 7. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Ferdinand Winter Ferdinand Winter: geboren 17.12.1901 in Marburg/Maribor, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des in Graz geborenen Oberpostkontrolleurs Ferdinand Winter und dessen Ehefrau Paula, geb. Strauß. Das Ehepaar hatte mit Karl noch einen zweiten Sohn. Ferdinand Winter, der als Lehrer tätig war, wurde am 28. April 1933 mit der Aufnahmezahl 38090 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er in der Steyrergasse 27/III bei seiner verwitweten Mutter. Sie übernahm auch seine gesetzliche Vertretung. Am 3. Februar 1941 wurde Ferdinand Winter in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 24. Februar 1941 als Sterbedatum vermerkt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Flora Pins Flora Pins, geb. Wechsler: geboren 8.1.1892 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Flora war die Tochter von Samuel und Johanna Wechsler (geb. Neumann) und war verheiratet mit Oskar Pins. Sie war eine Beamtin der Israelitischen Kultusgemeinde in Graz und wohnte mit ihrem Mann Oskar und ihren beiden Schwestern Rosa und Josefine Wechsler in der Griesgasse 12 in Graz. Im Jahr 1939 mussten sie zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in der Czerningasse 4/33 wohnhaft waren. Am 10. September 1942 wurden die drei Schwestern von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 23. Jänner 1943 nach Auschwitz überstellt. Flora Pins und ihre beiden Schwestern Rosa und Josefine Wechsler wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Franz Barausch Franz Barausch: geboren 28.10.1904 in Graz, gestorben 1.6.1944 in Berlin. Franz Barausch arbeitete als kaufmännischer Angestellter in Graz und war in der Ersten Republik Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und des Republikanischen Schutzbundes. Während der NS-Zeit war er als Kraftfahrer der 3. Kompanie der Transport Ersatz- und Ausbildungsabteilung 50 in Würzburg zugeteilt. Er wurde am 14. April 1944 vom Gericht der Wehrmachtskommandantur Berlin wegen Wehrkraftzersetzung angeklagt, da er in Würzburg anlässlich von Gefechtsübungen meinte: „Was die schon wieder mit Partisanen wollen. Wenn wir draußen wirklich mit solchen in Berührung kommen, dann schmeißen wir das Gewehr weg und gehen zu ihnen über.“ Barausch hat sich noch vor der Hauptverhandlung am 1. Juni 1944 in seiner Zelle im Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis Berlin NW 40, Lehrterstraße, erhängt.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Franz Bauer Franz Bauer: geboren 20.1.1908 in Leoben, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Privatbeamten Franz Bauer und dessen Ehefrau Josefa Bauer. Am 22. Mai 1940 wurde er mit der Aufnahmezahl 1335 auf Station 1b der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ bei Graz aufgenommen. Seine letzte bekannte Adresse vor der Aufnahme war Andritz bei Graz. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 12. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Er wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 10. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen und die Heil- und Pflegeanstalt Hadamar (Hessen) als Sterbeort angegeben. Seine Urne wurde am 19. April 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 2B.34 beigesetzt
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Buchgraber Franz Buchgraber: geboren 16.9.1898 in Naas bei Weiz, gestorben 1940 in Hartheim. Er war der Sohn des Bauern Franz Buchgraber und dessen Ehefrau Maria, geb. Höfler. Am 3. Mai 1935 wurde er mit der Aufnahmezahl 39746 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Vor seiner Einlieferung arbeitete Franz Buchgraber als Köhler und wohnte in der Zeilergasse 65. Als sein gesetzlicher Vertreter war seit dem 7. Mai 1935 sein Vater Franz Buchgraber eingetragen, der ebenfalls in der Zeilergasse 65 wohnte und als Platzmeister tätig war. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Er wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 25. November 1940 als fiktives Sterbedatum und die Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein als Sterbeort eingetragen
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Eitner Franz Eitner: geboren 29.9.1913 in Graz, gestorben 1940 in Hartheim. Er war der uneheliche Sohn von Stefanie Eitner. Der ledige Hilfsarbeiter lebte in Graz in der Kalvarienbergstraße 29 und wurde am 30. Juni 1938 mit der Aufnahmezahl 42429 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Franz Eitner im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 15. November 1940 als fiktives Sterbedatum eingetragen und als Sterbeort die Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein angegeben. Seine Urne wurde am 9. Juni 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 8B12 beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Falk Franz Falk: geboren 30.6.1909 in St. Veit ob Graz (Andritz), gestorben 4.4.1945 in Graz. Falk war in Graz als Gemeindearbeiter tätig. Als Unteroffizier lag er zu Kriegsende im Lazarett bei den Elisabethinern in Graz. Am 1. April 1945 verließ er das Lazarett und versteckte sich auf der Platte in Andritz. Er hatte sich der „Österreichischen Freiheitsfront“ (ÖFF) in Graz rund um Theodor Fleck und Josef Rathkolb angeschlossen. Durch einen Verrat kam ihm die Gestapo auf die Spur und umstellte am 4. April 1945 in Andritz das Stallgebäude von Möstl, wo er sich versteckt hielt. Bei einem Schusswechsel mit der Gestapo wurde er erschossen.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Franz Friedrich Franz Friedrich: geboren 11.7.1908, gestorben 1940 in Hartheim. Er arbeitete als Schwimm- und Sportlehrer und wurde am 16. Mai 1933 mit der Aufnahmezahl 38124 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er in der Goethestraße 9. Der Amtsrat i. R. Franz Repitz war als sein gesetzlicher Vertreter eingetragen. Am 14. Oktober 1940 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde Franz Friedrich im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 14. November 1940 als fiktives Sterbedatum eingetragen und als Sterbeort wurde die Heil- und Pflegeanstalt Grafeneck angegeben. Seine Urne wurde am 21. November 1940 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 11C233 beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Grill Franz Grill: geboren 5.10.1905 in Graz-St. Veit, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Zimmermanns Josef Grill und dessen Ehefrau Anna, geb. Wohlmuth. Am 8. März 1939 wurde er mit der Aufnahmezahl 43107 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Er wurde in der Schirmleiten 40 wohnhaft geführt und als „Altersrenderssohn“ bezeichnet. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 13. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Franz Grill wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Haim Dortort Franz „Chaim Fischel“ Dortort: geboren 26.3.1897 in Boryslaw (Polen), gestorben 12.10.1941 in Šabac (Serbien). Franz war der Sohn von Osias Markus und Regina Lifsche Dortort (geb. Kahan). Er wuchs in Ungarn auf und arbeitete als Schriftsetzer in Bratislava, bevor er in den 1920er Jahren nach Graz zog, wo er 1924 Anna Körner heiratete. Gemeinsam hatten sie ihre beiden Kinder Blanka und Leo Dortort. In der Jakoministraße 10 betrieb das Ehepaar ein Modewarengeschäft und später eine Konditorei und waren dort auch bis 1938 wohnhaft. Ab Oktober 1938 wohnten sie kurz in der Zweiglgasse 14, von wo sie im März 1939 zu Verwandten nach Jugoslawien flohen. Dort erfuhren sie, dass sie mit einem in Kladovo liegenden Schiff, auf dem rund 1000 österreichische jüdische Flüchtlinge waren, nach Palästina fahren könnten. Der Transport fuhr aber nicht weiter, sondern zurück nach Šabac, wo er 1941 von den Nationalsozialisten eingeholt wurde und die Männer von einem Erschießungskommando der Wehrmacht am 12. und 13. Oktober 1941 ermordet wurden. Unter ihnen war auch Franz Dortort.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Franz Handl Franz Handl: geboren 9.5.1888 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er wurde als unehelicher Sohn der Dienstmagd Aloisia Handl geboren. Der spätere Schaffner der Graz-Köflach-Bahn heiratete am 19. Oktober 1919 in Graz-Maria Hilf Anna Jöbstl, die Tochter des Weichenkontrolleurs Franz Jöbstl. Am 14. September 1934 wurde er mit der Aufnahmezahl 39232 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Er lebte in der Schmölzergasse 12. Seit dem 26. September 1934 war sein Schwiegervater Franz Jöbst sein gesetzlicher Vertreter. Franz Handl war zeitweise auch in der Heilanstalt Graz-Messendorf untergebracht. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 4. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Franz Handl wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 10. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Seine Urne wurde am 10. April 1941 in einem Sammelgrab auf dem Grazer Zentralfriedhof beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Hierzer Franz Leopold Hierzer: geboren 16.5.1897 in Graz, gestorben 3.4.1945 in Graz. Franz Hierzer arbeitete bis zu einem Unfall 1927 als Tramway-Fahrer und danach als Angestellter bei der Gemeinde Graz. Während der NS-Zeit war er Angestellter beim Wehrmeldeamt II in Graz. Er gehörte von 1925 bis 1934 der Sozialdemokratischen Partei an und war innerhalb des Arbeiterschach-Klubs bzw. des steirischen Schachverbands führend tätig. Als Ferdinand Blaschitz, Fritz Marsch und andere 1944 eine sozialistische Widerstandsorganisation aufbauten, beteiligte sich Hierzer am Aufbau. Im Zuge einer Hausdurchsuchung bei Blaschitz in Graz-Raach Ende Februar 1945 kam es zu einer umfangreichen Verhaftungswelle gegen Mitglieder dieser Widerstandgruppe, wobei Hierzer am 17. März 1945 von der Gestapo auf seiner Dienststelle verhaftet wurde. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Gruppe wurde er von der Gestapo am 3. April 1945 in die SS-Kaserne nach Graz-Wetzelsdorf gebracht und dort erschossen.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Franz Hoffmann Franz Hoffmann: geboren 1.1.1904 in Liebenau bei Graz, gestorben 8.10.1943 in Wien. Der gelernte Maschinenschlosser war in der Ersten Republik lange Zeit arbeitslos, ehe er 1931 als Finanzwacheaufseher bei der Stadt Graz angestellt wurde. Der Sozialdemokrat gehörte dem Verein Freie Schule Kinderfreunde als Ausschussmitglied an und war Obmann der Naturfreunde in Graz. Nach den Februarkämpfen 1934 verlor er aus politischen Gründen die Arbeit und wurde erst 1939 wieder in den städtischen Dienst aufgenommen, wo er zuletzt als Kontrolleur im Wirtschaftsamt tätig war. Von Josef Serfecz wurde er im Herbst 1941 für die „Rote Gewerkschaft“ angeworben, für die er weitere Mitglieder warb. Am 30. November 1942 wurde Hoffmann festgenommen und am 22. Juni 1943 vom Volksgerichtshof in Graz wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Er wurde am 8. Oktober 1943 in Wien hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Franz Josef Fuchs Franz Josef Fuchs: geboren 18.8.1906 in Rače (Slowenien), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Über Franz Josef Fuchs sind nur wenige Informationen bekannt. Er war der Sohn von Oskar und Gabrielle Fuchs, geb. Pick und lebte vor dem 2. Weltkrieg in Graz. Über sein weiteres Schicksal ist nur bekannt, dass sie während der Shoah ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Franz Karger Franz Karger: geboren 7.10.1888 in Sternberg, gestorben 1941 in Hartheim. Der arbeitslose Monteur wurde am 2. Juli 1935 mit der Aufnahmezahl 39892 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Er wohnte zuletzt in der Annenstraße 72 und wurde seit dem 2. Jänner 1936 von Karl Hohnhäuser gesetzlich vertreten. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 3. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach seiner Überstellung wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Katzianer Franz Katzianer: geboren 1885 in Graz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er wurde als „Gemeindearmer“ bezeichnet und am 10. März 1927 mit der Aufnahmezahl 32245 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Er wohnte zuletzt in der Resselgasse 5 und wurde seit dem 31. Mai 1927 von Adolf Katzianer vertreten. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Franz Katzianer im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Keller Franz Keller: geboren 1.3.1895 in Graz, gestorben 20.11.1944 in Graz. Der mehrfach vorbestrafte Franz Keller arbeitete seit 1940 bei Simmering-Graz-Pauker in Graz als Drahtzieher. Im Sommer 1943 äußerte er sich gegenüber Arbeitskollegen, dass die Engländer und Amerikaner demnächst kommen und sie befreien würden. Auch wünsche er sich den baldigen Tod der nationalsozialistischen Führung. Diese Äußerungen wurden denunziert, weshalb Keller am 10. Oktober 1944 vom Senat für Hoch- und Landesverratssachen am Oberlandesgericht Graz wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt wurde. Keller wurde am 20. November 1944 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Franz Klug Franz Klug: geboren 26.8.1886 in Rassach/Stainz, gestorben 20.1.1942 in Hartheim. Der Grazer Hilfsarbeiter trat 1936 aus der katholischen Kirche aus und wurde Mitglied der Zeuge Jehovas. Auf Grund seines Glaubens wurde er am 15. April 1941 verhaftet und am 7. Juli 1941 ins KZ Dachau überstellt. Von dort wurde er am 20. Jänner 1942 mit dem sogenannten Invalidentransport nach Hartheim überstellt, wo er noch am selben Tag ermordet wurde.
  • zeugenjehovas
  • männlich
  • Franz Koch Franz Koch: geboren 3.10.1886 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er hatte als Städtischer Kassenoberkontrolleur gearbeitet und wurde am 11. August 1923 mit der Aufnahmezahl 28993 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Mit 1. Juli 1923 war er krankheitshalber in den Ruhestand versetzt worden und lebte zuletzt in der Theodor-Körner-Straße 47. Wilhelmina Hösek, die an derselben Adresse gemeldet war, fungierte als seine gesetzliche Vertreterin. Bis zu seiner Verlegung vom „Feldhof“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 20. Jänner 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach seiner Verlegung wurde Franz Koch im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Kolitsch Franz Kolitsch: geboren 16.9.1893 in Graz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Werkführers Franz Kolitsch und dessen Ehefrau Agnes, geb. Madl. Der ledige Altersheimpflegling wurde am 24. August 1937 mit der Aufnahmezahl 41649 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ verlegt. Seine letzte bekannte Adresse war das Städtische Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36). Im Jahre 1938 wurde er in die Heilanstalt nach Messendorf verlegt und schließlich von dort nach Graz zurücküberstellt. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 13. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Franz Kolitsch wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Kopsche Franz Kopsche: geboren 25.9.1875 in Marburg/Maribor, gestorben 1941 in Hartheim. Am 25. Jänner 1919 wurde er mit der Aufnahmezahl 26385 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Der als „Schlossergehilfe“ bezeichnete Franz Kopsche hatte zuletzt am Lendkai 41 gewohnt. An derselben Adresse war er am 31. Dezember 1918 wegen versuchten Mordes verhaftet worden. Er gab bei seiner Befragung an, seinem Zimmerkameraden und Freund Karl Birnstingl aus plötzlicher Mordlust mehrere Messerstiche zugefügt zu haben. Seit dem 16. August 1919 wurde er durch den Rechtsanwalt Dr. Otto Spiegel gesetzlich vertreten. Nach einem über 22 Jahre dauernden Aufenthalt in der Heilanstalt wurde Franz Kopsche am 3. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Korb Franz Korb: geboren 16.2.1900 in St. Nikolai im Sausal, gestorben 19.1.1940 in Berlin-Plötzensee. Korb arbeitete in Graz als Kutscher. Er trat 1929 aus der katholischen Kirche aus und wurde Zeuge Jehovas. Als solcher verweigerte er den Wehrdienst, weshalb er am 25. Oktober 1939 wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ angeklagt und am 6. Dezember 1939 vom Reichskriegsgericht in Berlin zum Tode verurteilt wurde. Korb wurde am 19. Jänner 1940 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
  • zeugenjehovas
  • männlich
  • Franz Kreuzer Franz Kreuzer: geboren 22.4.1918 in Graz, gestorben 8.6.1943 in Brandenburg. Der im sozialdemokratischen Milieu aufgewachsene Franz Kreuzer arbeitete in Graz bis zu seiner Einberufung 1939 als Hilfsarbeiter im Steyr-Daimler-Puch-Werk. Bereits am 26. Juni 1939 wurde er erstmals wegen Gehorsamsverweigerung vom Gericht des Kommandeurs der Ersatztruppe XVIII zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Mit Kriegsbeginn wurde ihm am 1. September 1939 die Reststrafe erlassen. Doch schon am 29. März 1940 stand er erneut wegen Gehorsamsverweigerung vor dem Feldgericht der 2. Gebirgsdivision, das ihn diesmal zu drei Jahren Gefängnis verurteilte. Noch vor Ablauf der Haftzeit musste er an die Front, wo er am Arm verwundet wurde, weshalb er sich weigerte, Munitionskisten zu schleppen. Dies wurde ihm als „Zersetzung der Wehrkraft und Feigheit vor dem Feind“ ausgelegt und von seinem Vorgesetzten angezeigt. Am 28. Juli 1942 wurde er deshalb zu zehn Jahren Kerker verurteilt. Das Urteil wurde jedoch aufgehoben und am 15. Oktober 1942 erneut vom Gericht der 188. Division in Graz verhandelt. Ein Gutachten bescheinigt ihm – auch um ein Todesurteil abzuwenden – eine „schwer entartete Erbanlage“, weshalb der „Angeklagte für den Militärdienst für unbrauchbar zu bezeichnen“ sei. Daraufhin wurde er zu 12 Jahren Kerker verurteilt. Das Urteil wurde erneut aufgehoben und in Berlin neu verhandelt. Das Gericht der Wehrmachtskommandantur Berlin verurteilte ihn am 8. Mai 1943 schließlich zum Tode. Am 8. Juni 1943 wurde Kreuzer in Brandenburg-Görden hingerichtet.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Franz Meixler Franz Meixler: geboren 23.9.1892 in Graz, gestorben 31.8.1941 in Graz. Der Grazer Schlosser Franz Meixler gehörte bis Februar 1934 der Sozialdemokratischen Partei und dem Republikanischen Schutzbund an. Er war bei der Gemeinde Graz beschäftigt und wurde nach den Februarkämpfen 1934 entlassen. Nachdem nach der NS-Machtübernahme 1938 August Pirker in Graz daran ging, die KPÖ neu aufzubauen, wirkte Meixler hierbei mit und warb Mitglieder für die illegale Organisation. Er wurde am 23. Februar 1939 wegen Verdachts kommunistischer Betätigung festgenommen. Am 6. Juli 1940 wurde er vom Hoch- und Landesverratssenat des OLG Wien wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zwei Jahren und acht Monaten Zuchthaus verurteilt. Meixler – der bereits während der U-Haft einige Zeit in Krankenhaus verbrachte – starb im Zuchthaus Karlau am 31. August 1941.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Franz Politzer Franz Politzer: geboren 5.10.1887 in Graz, gestorben 10.1.1944 in Graz. Der gelernte Maler und Anstreicher erhielt nach dem „Anschluss“ 1938 eine Arbeit in der Grazer Waggonfabrik, wo er eine Zelle der „Roten Hilfe“ aufbaute. Als Leiter und Kassier der Zelle wurde er am 25. Mai 1943 festgenommen und vom Volksgerichtshof in Graz wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ am 22. Oktober 1943 zum Tode verurteilt. Politzer wurde am 10. Jänner 1944 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Franz Puch Franz Puch: geboren 20.8.1883, gestorben 1941 in Hartheim. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete er als städtischer Beamter. Am 7. Juli 1933 wurde er mit der Aufnahmezahl 38262 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt lebte er in der Brockmanngasse 77. Am 27. März 1937 übernahm Viktor Reiter seine gesetzliche Vertretung. Ab Juli 1940 war er kurzzeitig in der Heilanstalt Kainbach untergebracht. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 3. Februar 1941 wurde Franz Puch nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Pöschl Franz Pöschl: geboren 15.10.1920 in Graz-Eggenberg, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Postbeamten Florian Pöschl und dessen Ehefrau Johanna, geb. Prasnik. Franz Pöschl wurde am 20. Jänner 1937 mit der Aufnahmezahl 41155 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt lebte er bei seiner Familie in der Gaswerkstraße 27. Bis zu seiner „Verlegung” in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 20. Jänner 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Franz Pöschl im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • jugendlich
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Salamun Franz Salamun: geboren 30.3.1923 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Eisenarbeiters Franz Salamun und dessen Ehefrau Franziska, geb. Zogmann. Die Familie wohnte in der Salzamtgasse 7. Am 5. September 1934 wurde er mit der Aufnahmezahl 39212 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 20. Jänner 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde der 17-Jährige Franz Salamun im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • jugendlich
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Schnabl Franz Schnabl: geboren 7.1.1883 in Graz-Andritz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Werkführers Franz Schnabl und dessen Ehefrau Katharina, geb. Kiesl. Der Witwer war zuletzt im Städtischen Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36) als Pflegling untergebracht. Am 29. März 1938 wurde Franz Schnabl mit der Aufnahmezahl 42118 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ verlegt. Zeitweise war er auch in der Heilanstalt der Barmherzigen Brüder in Kainbach untergebracht. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 3. Februar 1941 wurde er jedoch nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Franz Schnabl wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 22. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Schröttner Franz Schröttner: geboren 14.1.1930, gestorben 1941 in Hartheim. Am 23. Dezember 1940 wurde er mit der Aufnahmezahl 2116 auf Station 1b zum wiederholten Mal in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ bei Graz eingewiesen. Seine letzte bekannte Adresse vor der Aufnahme war die Lilienthalgasse 40. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Der Elfjährige wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • jugendlich
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Schuster Franz Schuster: geboren 22.1.1922, gestorben 1940 in Hartheim. Er war der Sohn des Pferdehändlers Franz Schuster. Zuletzt lebte er mit seinem Vater in der Franz-Ferdinand-Gasse 13 (heute Marktgasse 13) in Graz-Waltendorf. Am 29. Mai 1929 wurde er mit der Aufnahmezahl 37141 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sein Vater übernahm am 19. November 1929 seine gesetzliche Vertretung. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Franz Schuster wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • jugendlich
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Schwab Franz Schwab: geboren 1.1.1891, gestorben 1941 in Hartheim. Er wohnte zuletzt in der Feldhofgasse 68 (heute Trappengasse 68) und arbeitete als Hilfsarbeiter. Am 6. April 1932 wurde er mit der Aufnahmezahl 37141 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als zuständige Heimatgemeinde wurde St. Nikolai im Sausal angegeben. Die Hausbesorgerin Wilhelmine Partl aus Graz-Straßgang übernahm am 24. August 1932 seine gesetzliche Vertretung. Am 3. Februar 1941 wurde Franz Schwab in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“ und noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 7. April 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Seine Urne wurde am 10. April 1941 in einem Sammelgrab auf dem Grazer Urnenfriedhof beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Schwarzl Franz Schwarzl: geboren 25.12.1897 in Graz, gestorben 23.3.1943 im KZ Gusen. Der Sohn eines höheren Beamten studierte zunächst vier Semester Pharmazie, heiratete und ließ sich in Deutschland als Apothekenassistent nieder. 1936 gab es gegen den mittlerweile geschiedenen Schwarzl in Danzig bzw. in Hamburg Verfahren wegen „widernatürlicher Unzucht“. Der zu zwei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilte Schwarzl wurde nach verbüßten 15 Monaten aus dem Deutschen Reich ausgewiesen und kehrte im November 1937 nach Graz zurück. Hier wurde er im Dezember 1939 angezeigt, da er mehrmals Sex mit einem 19-jährigen Lagerarbeiter in seiner Wohnung in der Rechbauerstraße 3 gehabt hatte. Am 20. März 1940 wurde er in Graz wegen „Unzucht wider die Natur desselben Geschlechts“ nach §129Ib zu einem Jahr schweren Kerker verurteilt. Auf Anweisung der Kriminalpolizeistelle Graz kam er im Februar 1941 zunächst in das KZ Dachau und von dort am 11. März 1941 in das KZ Mauthausen, Außenlager Gusen, wo er am 23. März 1943 starb.
  • homosexuelleopfer
  • männlich
  • Franz Steiner Franz Steiner (früher: Stocker): geboren 26.3.1903 in Wald am Schoberpaß, gestorben 19.11.1942 im KZ Dachau. Steiner arbeitete in Graz in der Taggermühle als Müllergehilfe und war seit den 1930er Jahren als Kommunist aktiv, weshalb er auch in den Jahren zwischen 1934 und 1936 mehrmals verhaftet wurde. Steiner wurde im Jänner 1941 wegen Diebstahls von Papiersäcken in der Mühle im Wert von 1,50 Reichsmark angezeigt, wobei sein Dienstgeber meinte, Steiner sei politisch nicht verlässlich und „ihm wären ohneweiters Sabotageakte zuzutrauen.“ Letztlich soll ihn seine Frau, die mit einem anderen Mann zusammen sein wollte, wegen seiner antinationalsozialistischen Einstellung Ende des Jahres 1941 angezeigt haben. Steiner wurde am 30. Jänner 1942 von der Gestapo verhaftet und im Mai 1942 ins KZ Dachau deportiert, wo er am 19. November 1942 umkam.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Franz Steingruber Franz Steingruber: geboren 7.10.1899 in Graz, gestorben 16.4.1943 in Graz. Steingruber war Bezirksleutnant der Berufsfeuerwehr. Er gehörte in der Ersten Republik der Sozialdemokratischen Partei an. Als Lorenz Poketz gemeinsam mit anderen daran ging, im Herbst 1940 in Graz die „Rote Gewerkschaft“ aufzubauen, wurde Steingruber von Johann Stelzer im Sommer 1941 für diese Organisation angeworben. Steingruber baute in der Folge eine Zelle bei der Feuerwehr auf, die sowohl die Flugblätter von Poketz weiter verbreitete als auch Geld für die Familien inhaftierter Widerstandskämpfer sammelte. Steingruber wurde am 20. Jänner 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ von der Gestapo verhaftet und am 11. Februar 1943 ins Landesgericht Graz überstellt, von wo er in die Strafanstalt Karlau kam. Dort ist er am 16. April 1943 angeblich an Herzschwäche gestorben. Die Mitglieder der von ihm aufgebauten Zelle wurden in der Folge vom Obersten SS- und Polizeigericht München wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt und verurteilt.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Franz Stelzl Franz Stelzl: geboren 2.4.1917, gestorben 1941 in Hartheim. Er war als Pflegling im Städtischen Versorgungsheim in der Altenheimgasse 34 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 34) untergebracht. Am 17. Oktober 1935 wurde er mit der Aufnahmezahl 40112 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zwischenzeitlich war er auch in der Heilanstalt Kainbach untergebracht. Franz Stelzl wurde am 3. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Stradner Franz Stradner: geboren 15.5.1907 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sein Vater, der Steinmetzgehilfe Franz Stradner, geboren am 26. September 1876 in Graz, hatte am 2. Februar 1902 die Köchin Antonia Robnik, geboren am 27. April 1877 in Maria Rast bei Marburg/Maribor, geheiratet. Sein Vater verstarb früh am 17. Mai 1911 an Tuberkulose. Antonia Stradner ernährte die kleine Familie und führte seit 1910 eine kleine Gemischtwarenhandlung mit angeschlossener Wohnung in der Arndtgasse 1. Franz Stradner wurde am 20. Jänner 1931 erstmals in die Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder in Kainbach bei Graz untergebracht, aber bereits am 7. Mai desselben Jahres wieder entlassen. Ein zweites Mal wurde er am 10. Juni 1932 in die Pflegeanstalt Kainbach aufgenommen. Die nächsten acht Jahre verblieb er in dieser Anstalt, bis er am 8. Juli 1940 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ mit der Aufnahmezahl 1385 überstellt und aufgenommen wurde. Zu Weihnachten 1940 wurd Franz Stradner „beurlaubt“ und durfte für eine Woche zu seiner Mutter in die Arndtgasse. Nach seiner Rückkehr in die „Pflegeanstalt“ wird Franz am 31. Jänner 1941 dem Erbgesundheitsgericht nach Antragstellung zur Unfruchtbarmachung vorgeführt. Franz Stradner wurde am 13. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz deportiert und vermutlich nur wenige Tage später im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 3. März 1941 als fiktives Sterbedatum und „Lungenentzündung“ als fiktive Todesursache vermerkt. Seine Urne wurde am 4. April 1941 eingesegnet und auf dem St.-Peter-Friedhof beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Strobl Franz Strobl: geboren 6.5.1906 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sein Vater, ebenfalls Franz Strobl, geboren am 14. September 1881 in Graz, war von Beruf Elektrotechniker und hatte am 16. Oktober 1904 die Erzieherin Stefanie Kedoves, geboren am 25. Oktober 1875 in Bukarest, geheiratet. Franz Strobl jun. arbeitete als Hilfsarbeiter und wohnte in der Peterstalstraße 40. Er hatte bereits einige Zeit in Heilanstalten verbracht, als er aus der Anstalt entwich. Am 2. Jänner 1935 wurde er nach der Flucht in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ gebracht und dort mit der Aufnahmezahl 39450 registriert und am 14. Februar 1935 in die Heilanstalt der Barmherzigen Brüder nach Kainbach verlegt. Bis zu seiner „Überstellung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 2. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Franz Strobl im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 2. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Strohmeier Franz Strohmeier: geboren 5.10.1901 in Deutschlandsberg, gestorben 13.9.1943 in Graz. Franz Strohmeier war zwischen 1931 und 1934 sozialdemokratischer Gemeinderat in der damals noch eigenständigen Grazer Vorortgemeinde Wetzelsdorf. 1934 wurde er der Teilnahme am Februaraufstand verdächtigt, 1935 erfolgte eine Verurteilung wegen des Besitzes von marxistischen Flugblättern, worauf Franz Strohmeier aus dem Dienst der Stadt Graz entlassen wurde. Ab 1940 baute er gemeinsam mit Lorenz Poketz und Johann Stelzer die „Rote Gewerkschaft“ in mehreren Grazer Betrieben auf. Im August 1942 verhaftet, verurteilte ihn der Volksgerichtshof am 17. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Strohmeier wurde am 13. September 1943 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Franz Suppan Franz Suppan: geboren 26.4.1897 in Zettling, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Bauern Franz Suppan und dessen Ehefrau Aloisia, geborene Weinhandl. Franz Suppan heiratete am 25. Februar 1930 in Premstätten die „Wirtschafterin“ Rosalia Wolautschnig. Am 27. Juni 1936 wurde er mit der Aufnahmezahl 40661 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine Ehefrau Rosalia Suppan übernahm seine gesetzliche Vertretung. Der zuletzt in der Glacisstraße 65 wohnhafte Hausbesitzer wurde am 4. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde Franz Suppan im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 5. April 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Seine Urne wurde am 10. April 1941 in einem Sammelgrab am Grazer Urnenfriedhof beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Franz Weiß Dr. Franz Weiß: geboren 18.4.1902 in Maria Trost bei Graz, gestorben 7.10.1942 in Wien. Der Schuhmacher Franz Weiß arbeitete zunächst in verschiedenen Schuhfabriken in der Steiermark und Wien. Zwischen 1924 und 1931 absolvierte er neben seiner Arbeit das Akademische Gymnasium, ehe er an der Universität Graz 1931 mit einer geschichtswissenschaftlichen Arbeit promovierte. Da er in der Folge keine Anstellung fand, unterrichtete er als Privatlehrer in Graz. Zwischen 1924 und 1933 gehörte er der Sozialdemokratischen Partei an, ehe er 1933 der KPÖ beitrat und dort als Zellenleiter wirkte. Gemeinsam mit Karl Drews, Anton Kröpfl und Josef Neuhold bildete er ab 1939 die Leitung der Grazer KPÖ. Während die anderen als Versicherungsvertreter durch die Steiermark reisten und Verbindungen zu anderen Widerstandsgruppen knüpften, verfasste Weiß, der im Steiermärkischen Landesarchiv arbeitete, Flugschriften für die KPÖ. Am 4. Februar 1941 wurde er festgenommen und am 28. Juli 1942 in Graz vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Weiß wurde am 7. Oktober 1942 in Wien hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Franziska Klempa Franziska Klempa: geboren 24.1.1891 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Am 11. August 1931 wurde sie mit der Aufnahmezahl 36304 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Die „Hilfsarbeitergattin“, hatte zuletzt mit ihrem Ehemann Adolf Klempa, der ab 5. Oktober 1932 auch als ihr gesetzlicher Vertreter fungierte, in der Dr.-Theodor Pfeiffer-Straße 73 gewohnt. Sie wurde am 8. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Franziska Klempa wurde noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 28. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Franziska Orowan Franziska (Fanny) Orowan, geb. Redlich: geboren 5.10.1860 in Brno-Líšeň (Tschechien), gestorben 26.7.1942 in Theresienstadt. Franziska Orowan war die Tochter von Moritz Moses und Hanni Redlich (geb. Rosner) und die Witwe des 1924 verstorbenen Grazer Möbelhändlers Wilhelm Orowan, mit dem sie die Kinder Hans und Margarethe hatte. Sie lebte in der Gleisdorfergasse 8 in Graz und musste 1939 nach Wien übersiedeln, wo sie am Karmeliterplatz 1/3 in einer Sammelwohnung untergebracht war. Von dort wurde sie am 22. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und kam nach wenigen Tagen ums Leben.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Friderike Werk Friederike Werk, geb. Hölzl: geboren 21.7.1882 in Aflenz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter von Mathias Hölzl und dessen Ehefrau Maria, geb. Grafer. Am 10. Oktober 1909 heiratete sie in Graz den Tischlergehilfen Ferdinand Werk. Am 5. Oktober 1931 wurde sie mit der Aufnahmezahl 36651 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihr Ehemann Ferdinand Werk übernahm ihre gesetzliche Vertretung. Beide hatten zuletzt in der Jakominigasse 29 (Conrad-von-Hötzendorf-Straße 29) gewohnt. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Friederike Werk im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Frieda Frimet Beer Frieda Frimet Beer, geb. Schwarz: geboren 13.2.1900 in Drohobycz, gestorben 1944 im KZ Auschwitz. Frieda Frimet war die Tochter von David Schwarz. Sie heiratet Jakob Osias Beer, mit dem sie die gemeinsamen Kinder Theodor und Stella hatte. Bis zu ihrer Flucht gemeinsam mit ihrem Mann nach Frankreich lebte sie in Graz. Am 07.09.1942 wurde sie mit Transport 29 von Drancy ins KZ Auschwitz deportiert, wo sie und ihr Mann ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Frieda Nasch Frieda Nasch, geb. Feig: geboren 15.7.1895 in Doupov (Tschechien), gestorben in Maly Trostinec. Frieda war die Tochter von Sigmund und Karolina Feig (geb. Kohn) und verheiratet mit Isidor Nasch. Gemeinsam hatten sie die Kinder Gertrude und Tzipora (verh. Goldmann). Die Familie wohnte in der Humboldtstraße 26 in Graz, ehe sie am 21. Februar 1939 ausziehen mussten und kurzzeitig in die Rebengasse 25 übersiedelten. Im Juni 1939 erfolgte die Abmeldung aus Graz nach Wien, wo sie und ihr Mann zunächst in der Universitätsstraße 6 wohnten. Zuletzt waren sie wohnhaft am Franz-Josefs-Kai 39 im 1. Bezirk in Wien. Während beide Töchter die Shoah überlebten, wurden Isidor und Frieda Nasch am 02. Juni 1942 von Wien nach Maly Trostinec deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Frieda Prucker Frieda Prucker: geboren 14.10.1920 in Graz, gestorben im KZ Sajmište (Belgrad). Frieda war die Tochter von Moses (Erich) und Bronislava Prucker (geb. Gelbard). Die ledige Hausgehilfin wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Ungergasse 16/1 in Graz. Nach dem „Anschluss“ 1938 flüchtete sie nach Jugoslawien, wo sie von den Nationalsozialisten eingeholt und in das KZ Sajmište bei Belgrad gebracht und hier ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Frieder Johann Joachim Ahlemann Dr. Frieder Johann Joachim Ahlemann: geboren 29.3.1916 in Danzig, gestorben 2.2.1945 in Graz. Frieder Ahlemann hatte evangelische Theologie in Marburg, Erlangen, Halle und Greifswald studiert, war Mitglied der „Bekennenden Kirche“ und mit Dietrich Bonhoeffer bekannt. Sein Bruder Hugo wurde wegen seiner Beteiligung am Attentat auf Hitler am 26. Juli 1944 erschossen. Seit April 1942 war Frieder Ahlemann in Graz als Erzieher tätig, von wo aus er Rundbriefe verschickte. Anfang Mai 1944 wurde er – wie es in den Zeitungen hieß – „wegen des Verbrechens widernatürlicher Unzucht“ verhaftet. Das Sondergericht Graz verurteilte ihn deshalb am 15. Dezember 1944 zum Tode. Einer seiner ehemaligen Zöglinge, der Grazer Schriftsteller Alfred Kolleritsch, setzte ihm mit dem Roman „Allemann“ ein literarisches Denkmal. Für ihn war er ein NS-Gegner und unangepasster Erzieher, der ihnen nur das Widerständige des Körpers ins Bewusstsein rief. Er wurde am 2. Februar 1945 in Graz hingerichtet.
  • homosexuelleopfer
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Friederika Pollak Friederika (Frida) Pollak, geb. Heimann: geboren 25.11.1876 in Berlin, gestorben 31.5.1944 in Auschwitz. Friederika war die Tochter von Eleazar und Mina Heimann (geb. Feilchenfeld) und die Ehefrau des Grazer Kaufmanns Adolf Pollak. Gemeinsam mit Adolf hatte sie die Kinder Ignaz, Ernst und Ilse (verh. Gogg). Bevor sie zwangsweise Graz verlassen musste wohnte sie in der Mandellstraße 4 in Graz und ging im Februar 1939 zunächst nach Wien und dann weiter nach Frankreich. Am 30. Mai 1944 wurde sie von französischen Lager Drancy nach Auschwitz deportiert und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Friederike Alker Friederike Alker, geb. Reichmann: geboren 2.3.1883 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Werksdirektors Alois Reichmann und seiner Ehefrau Franziska, geb. Kreuth. Am 8. Juni 1905 heiratete sie den Chemiker und Fabrikantensohn Adolf Alker. Am 15. September 1910 wurde sie mit der Aufnahmezahl 20994 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ überführt. Ihre Wohnadresse vor ihrer Einlieferung lautete Grieskai 52. Der letzte Eintrag in ihrem Krankenakt stammt vom 13. Jänner 1941. Kurz darauf wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 9. April 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Ihre Urne wurde am 16. Oktober 1944 am Grazer Urnenfriedhof in einem Sammelgrab beigesetzt
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Friederike Eisler Friederike Eisler: 27.07.1911, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Friederike war die Tochter von Alexander Eisler und dessen erster Ehefrau Maria (geb. Schlemel). Sie lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Herrgottwiesgasse 9in Graz und wurde nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zwangsweise von Graz nach Wien übersiedelt. Dort befand sie sich im Rotschildspital in Wien, von wo aus sie in ein unbekanntes Lager deportiert wurde und ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Friedrich Grießl Friedrich (Fritz) Grießl: geboren 20.5.1905 in Mauritzen/Frohnleiten, gestorben 29.4.1943 in Wien. Grießl arbeitete in Graz als städtischer Beamter und gehörte in der Ersten Republik der Sozialdemokratischen Partei an. Ab 1930 war er innerhalb der „Roten Hilfe“ aktiv. 1939 traf er Richard Zach, mit dem er in der Folge in der von Zach gegründeten kommunistischen Widerstandsgruppe politisch aktiv wurde. Die Gruppe fertigte u.a. am 12. Februar 1941 und nach Kriegsbeginn gegen die Sowjetunion hunderte Streuzettel an, die Grießl in Graz ausstreute. Er wurde am 17. November 1941 verhaftet und am 12. Dezember 1942 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ und „Landesverrat“ zum Tode verurteilt. Grießl wurde nach Wien überstellt, wo er am 29. April 1943 hingerichtet wurde.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Friedrich Najzer Johanna Pichler: geboren 26.4.1885, gestorben 1940 in Hartheim. Die geschiedene „Gelegenheitsarbeiterin““ wohnte in der Grünegasse 43. Als zuständige Heimatgemeinde wurde Graz angegeben. Am 12. Juli 1939 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 301. Am 28. Mai 1940 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Johanna Pichler im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Friedrich Schöninger Friedrich Schöninger: geboren 3.8.1893 in Altenmarkt bei Leibnitz, gestorben 8.9.1942 im KZ Dachau. Der verheiratete Melker lebte seit 1936 in Graz. Bereits dreimal wegen „widernatürlicher Unzucht“ vorbestraft, wurde er im Jahr 1938 wieder zum Gegenstand von Ermittlungen der Kriminalpolizei und gab dort an, homosexuell zu sein und mehrere Männer verführt zu haben. Am 15. Februar 1939 wurde er in Graz wegen § 129 Ib zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Er wurde zur Strafverbüßung in verschiedene Emslandlager geschickt. Vom Lager Börgermoor kam er im September 1940 zurück zur Gestapo nach Graz. Schöninger wurde jedoch nach Verbüßung der Haftstrafe nicht freigelassen, sondern am 22. Februar 1941 in das KZ Dachau überstellt, von wo er in der Folge in die Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen kam. Bereits im KZ Ravensbrück an Tuberkulose erkrankt, wurde er am 6. August 1942 in die Tuberkulosestation des KZ Dachau überführt, wo er einen Monat später am 8. September 1942 starb.
  • homosexuelleopfer
  • männlich
  • Friedrich Stadler Friedrich Stadler: geb. 13.12.1916 in Gösting bei Graz, gest. 29.1.1945. Friedrich Stadler arbeitete als Postangestellter in Graz. In seiner Jugend war er oft mit dem Gesetz in Konflikt geraten und u.a. auch am 5. Mai 1940 wegen Trunkenheit und abfällige Äußerungen über die Nationalsozialisten verhaftet worden. Von der Gestapo wurde er Ende Juni 1940 als Schutzhäftling ins KZ Dachau überstellt. Seine Mutter richtete im April 1941 ein „Gesuch an den Führer betreffend Entlassung Ihres Sohnes Friedrich Stadler aus der Schutzhaft“, dem im Juli 1942 nachgekommen wurde. Er wurde zur Bewährung in die Wehrmacht überstellt, wo er Ende März 1944 wegen Volltrunkenheit zu vier Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Nach sechs Wochen Haft wurde er zur Bewährung an die Front geschickt, wo er am 29. Jänner 1945 nordwestlich von Königsberg starb.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Friedrich Weinwurm Friedrich Weinwurm: geboren am 30.6. 1928 in Graz, gestorben in Hartheim. Friedrich war der Sohn von Alexander und Johanna Weinwurm (geb. Löwinger) und wohnte bei seinen Eltern in der Rankengasse 15 in Graz. Während des zweiten Weltkriegs befand er sich in der "Heil und Pflegeanstalt" "Am Steinhof" in Wien. Von hier wurde er am 29. Juli 1941 im Rahmen der "Aktion T4" nach Hartheim abtransportiert, wo er ermordet wurde.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Friedrich Weiss Friedrich Weiss: geboren 22.4.1928 in Graz, gestorben 20.2.1945 in Flossenbürg. Über Friedrich Weiss sind nur wenige Informationen bekannt. Er war der Sohn von Oskar und Babetta Weiss (geb. Kohn) und wohnte vor dem 2. Weltkrieg in Graz. Friedrich Weiss wurde am 20. Februar 1945 im KZ Flossenbürg ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Fritz Kamper Fritz Kamper: geboren 1.7.1906 in Graz, gestorben 19.5.1943 in Czortków. Der gelernte Schuhmacher, der bis 1938 in der Grazer Schuhfabrik Montana bzw. Blüh als Werkmeister tätig war, fand nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Bayern bei einem Bauunternehmen Arbeit. Mit diesem Betrieb ging er im November 1941 ins Generalgouvernement nach Zaleszczyki, wo er die kaufmännische Leitung der dortigen Baustelle übernahm. Dort verliebte er sich in Klara Scharfstein, die Tochter eines jüdischen Arztes aus Zaleszczyki, die er – wie auch andere Juden und Jüdinnen – ab Sommer 1942 über die Grenze nach Rumänien brachte. Im November 1942 wurde er verhaftet und am 11. Dezember 1942 vom Sondergericht Tarnopol in Czortków wegen des „Verbrechens gegen die Aufenthaltsbeschränkungen im Generalgouvernement“ zum Tode verurteilt. Fritz Kamper wurde am 19. Mai 1943 in Czortkow (heute: Tschortkiw, Ukraine) hingerichtet.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Fritz Kraus Fritz Kraus: geboren 5.8.1923 in Pernegg an der Mur, gestorben 8.3.1944 in Auschwitz. Fritz Kraus war der Sohn von Emil und Marie Kraus (geb. Winternitz). Zunächst war er bei seinen Eltern in Pernegg wohnhaft und lebte dann während seiner Schulzeit am Lichtenfelsgymnasium in Graz bei Bekannten der Familie in der Kaiserfeldgasse 19 in Graz. Die fünfte Klasse schloss er noch mit Vorzu ab und floh dann am 04. Juli 1938 mit den Eltern in die Tschechoslowakei. Seinen Geschwistern gelang die Flucht nach Amerika, während er den 2. Weltkrieg in Slatiňany 215 verbrachte. Am 05. Dezember 1939 wurde er gemeinsam mit seinen Eltern von Pardubice nach Theresienstadt deportiert und am 06. September 1943 nach Auschwitz überstellt, wo Fritz Kraus und seine Eltern ermordet wurden.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Fritz Marsch Friedrich (Fritz) Marsch: geboren 5.6.1894 in Eggenberg bei Graz, gestorben 3.4.1945 in Graz. Marsch war Sozialdemokrat und bis September 1939 Direktor der Konsumgenossenschaft in Rottenmann. 1940 gründete er gemeinsam mit seinem Freund und Genossen in Graz die Firma Blaschitz & Marsch, die auch als Zentrale einer sozialistischen Widerstandsgruppe fungierte, die über Fritz Matzner Verbindung zur „Österreichischen Freiheitsfront“ (ÖFF) nach Slowenien hatte. Die Gestapo nahm ihn Ende Februar 1945 fest. Am 3. April 1945 fuhren Gestapobeamte mit ihm und anderen Mitgliedern der Gruppe in die SS-Kaserne nach Wetzelsdorf, wo Marsch erschossen wurde.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Gabrielle Fuchs Gabrielle Fuchs, geb. Pick: geboren 9./14.9.1879 in Pécs, gestorben 1943/44 in Auschwitz. Über Gabrielle sind nur wenige Informationen bekannt. Sie war die Tochter ovn Ignaz und Helene Pick (geb. Frank) und heiratet Oskar Fuchs. Gemeinsam hatten sie die Kinder Elsa, Franz Josef, Walter und Irene. Sie wohnte vor dem 2. Weltkrieg in Graz und wurde 1943/44 in Auschwitz ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Genovefa Hartweger Genovefa Hartweger: geboren 2.1.1899 in St. Kathrein am Offenegg, gestorben 1940 in Hartheim. Sie war die Tochter von Lorenz und Walburga Hartweger (geb. Lehofer). Am 24. September 1936 wurde sie mit der Aufnahmezahl 40855 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihr letzter bekannter Wohnsitz war die Kalvarienbergstraße 40. Bis zu ihrer Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Genovefa Hartweger wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Genovefa Matzer Genovefa Matzer: geboren 12.9.1887 in St. Marein bei Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter von Gabriel Matzer und dessen Ehefrau Maria, geb. Moser. Am 16. März 1936 wurde sie mit der Aufnahmezahl 40421 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Die als „Lebensgefährtin und ohne Beruf“ bezeichnete Genovefa Matzer hatte zuletzt in der Leechgasse 8 gewohnt. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 7. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Genovefa Matzer im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 31. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Georg Borges Georg (Jiří) Borges: geboren 6.5.1884 in Rokytnice v Orlických horách (Tschechien), gestorben in Baranawitschy (Belarus). Georg war der Sohn von Otto und Rosa Borges und stammte ursprünglich aus Tschechien. Vor dem 2. Weltkrieg lebte er in Graz und kehrte dann zurück nach Tschechien, wo er zuletzt in Prag wohnte. Am 20. Juli 1942 wurde er von Prag nach Theresienstadt deportiert und nur wenige Tage später am 28. Juli desselben Jahres wurde er nach Baranawitscy in Belarus überstellt, wo er ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Georg Czelecz Georg Czelecz (Georg Zeleis): geboren 14.4.1866 in Csernecz (Komitat Vas, Ungarn), gestorben 1941 in Hartheim. Der verheiratete Altersrentner wurde am 20. Mai 1939 mit der Aufnahmezahl 142 und der Diagnose „chronischer Alkoholismus“ in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Seine letzte bekannte Adresse war die Steinfeldgasse 4. Er wurde in die Heilanstalt nach Kainbach verlegt. Im Juni 1940 wurde er schließlich von dort nach Graz zurücküberstellt. Mit dem letzten bekannten Transport in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz wurde er am 9. Juni 1941 „verlegt“. Georg Czelecz wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Georg Dieter Georg Dieter: geboren 25.3.1888 in Graz, gestorben 27.3.1945 im KZ Buchenwald. Georg Dieter war ein pensionierter städtischer Marktkommissar. Er hatte sich im Jänner 1944 in einem Gasthaus in St. Stefan im Rosental defätistisch geäußert, indem er sagte: „Der Krieg sei sowieso verspielt. Auch bin ich schon neugierig, wann die Vergeltung für die Parteigenossen kommt.“ Diese Äußerung wurde bei der Gendarmerie in St. Stefan angezeigt, woraufhin Dieter im März 1944 festgenommen wurde. Die Gestapo überstellte ihn am 1. August 1944 zunächst ins Zuchthaus Karlau, von wo er am 15. Oktober 1944 ins KZ Buchenwald kam. Dieter starb 27. März 1945 im KZ Buchenwald.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Georg Kornhauser Georg Kornhauser: geboren 15.5.1873 in Hufalu (Ungarn), gestorben 26.7.1943 in Riga. Über Georg Kornhauser sind nur wenige Informationen bekannt. Er lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Wielandgasse 20 in Graz und starb am 26.7.1943 in Riga.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Georg Reich Georg Reich: geboren Kcynia (Polen), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Über Georg Reich sind nur wenige Informationen bekannt. Er war der Sohn von Luis und Eva Reich und lebte vor dem 2. Weltkrieg in Graz. Georg Reich wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Georg Reichenfels Georg Reichenfels: geboren 19.4.1904 in St. Peter-Freienstein, gestorben 21.7.1944 im KZ München-Allach. Reichenfels war ein Grazer Polizeibeamter, der als Schutzhäftling der Gestapo am 4. März 1939 ins KZ Dachau kam. Mitte Mai 1944 wurde er mit anderen politischen Häftlingen als Bombenräumer ins KZ Außenlager München-Allach, dem Hauptwerk von BMW, abkommandiert. Sie mussten dort Blindgänger freischaufeln, die sich oft mehrere Meter unter die Erde gebohrt hatten. Bei einem dieser Einsätze starb Reichenfels, wie der Mithäftling Otto Oertel berichtete: „Die Bombe hatte die Grube in einen Trichter von mehreren Metern Durchmesser verwandelt. Doch wir fanden in dem riesigen Erdloch keine Spur von unserem Kameraden Schorsch. Erst als wir unsere Blicke auf einen großen, in der Nähe stehenden Baum richteten, sahen wir das, was von ihm übrig geblieben war, in tausend kleinen Fetzen in den Zweigen hängen. Ein furchtbarer Anblick. Hautfetzen, Därme, Stoffreste seiner gestreiften Häftlingskleidung – alles hing im Baum oder lag weit verstreut im Gartengelände. […] Georg Reichenfels aus Graz, geboren am 19. April 1904, ausgelöscht in einem Sekundenbruchteil am 21. Juli 1944 in München.“
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Georg Vidic Georg Vidic: geboren 25.1.1914 in Wien, gestorben 20.3.1945 im KZ Dachau. Georg Vidic war einer von sieben Söhnen von Karl Waitz und Maria Vidic. Die Großfamilie Vidic lebte in Graz und verdiente ihren Lebensunterhalt als Fuhrunternehmer, Pferdehändler und Kutscher. Georg Vidic, wohnhaft in der Ägydigasse 6, arbeitete als Pferdewärter vermutlich bei seinem Bruder Theodor Vidic, der ein Fuhrunternehmen am Griesplatz 6 betrieb. Er wurde am 28. Juni 1939 nach Dachau deportiert und erhielt dort die Häftlingsnummer AZR ( „Arbeitszwang Reich“) DÖ 34067. Am 27. September 1939 wurde er nach Buchenwald überstellt (Häftlingsnummer ASR („Arbeitsscheu Reich“) D 3533) und schließlich am 4. Juli 1941 in das KZ Mauthausen überführt (Häftlingsnummer 1815). Am 13. Februar 1943 wurde er erneut in das KZ Dachau verlegt (Häftlingsnummer AZR DÖ 44130), wo er am 20. März 1945 verstarb.
  • roma
  • männlich
  • Gerhard Ressequier de Miremont Gerhard Ressequier de Miremont: geboren 17.11.1907 in Mosty-Wilkie (Galizien), gestorben 25.10.1941 in Brandenburg-Görden. Gerhard Ressequier war Finanzbeamter in Graz und gehörte der monarchistischen Widerstandsgruppe „Steirische Freiheitslegion“ an. Er wurde am 14. September 1939 von der Kriminalpolizei Graz wegen Unzucht wider die Natur (§ 129 StG) verhaftet und am 20. März 1940 vom Landesgericht Graz zu zehn Monaten schweren Kerker verurteilt. Parallel dazu wurde gegen ihn wegen Verdachts des Landesverrates ermittelt, sodass er nach Verbüßung der Haftstrafe am 20. September 1940 nach Berlin-Moabit überstellt wurde. In Berlin wurde er gemeinsam mit Dr. Wolfgang Mayer-Gutenau vom Reichskriegsgericht am 9. August 1941 wegen „Landesverrat“ zum Tode verurteilt und am 25. Oktober 1941 in Brandenburg-Görden hingerichtet.
  • homosexuelleopfer
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Gertrud Berger Gertrud Berger, geb. Heller: geboren 5.7.1909 in Graz, gestorben 1942 in Izbica. Gertrud war die Tochter von Karl und Elsa Heller (geb. Löwy) und wohnte mit ihren Eltern in der Annenstraße 49/2. Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten heiratete sie am 19. Mai 1938 den slowakischen Kaufmann Adalbert Berger, mit dem sie in der Folge in die Slowakei zog. Am 29. Mai 1942 wurde sie mit ihrem Mann von Spišská Nová Ves in der Slowakei nach Izbica deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Gertrud Teich Gertrud Teich: geboren 27.3.1935 in Graz, gestorben in Kielce. Gertrud war die Tochter von Osias (Oskar) und Eugenie Teich (geb. Spielmann). Vor dem 2. Weltkrieg wohnte die Familie am Griesplatz 14 in Graz. Nach der Machtübernahme mussten zumindest die Mutter Eugenie Teich und ihre Kinder Gertrud, Herbert und Walter Teich nach Wien ziehen und sie wohnten zuletzt in der Franz-Hochedlinger-Gasse 8 in Wien. Am 19. Februar 1941 wurden Eugenie Teich und ihre Kinder Gertrud, Herbert und Walter nach Kielce deportiert und dort ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Gertrude Kohn Gertrude Kohn, geb. Salzberger: geboren 31.7.1877 in Chełmno (Polen), gestorben 26.5.1942 in Maly Trostinec. Gertrude war die Tochter von Moritz und Anna Salzberger (geb. Freyhan). Die Frau des Grazer Kaufmanns Ludwig Kohn wohnte mit diesem bis 1939 in der Strauchergasse 19 in Graz. Im Sommer 1939 musste sie mit ihrem Mann nach Wien umziehen, von wo beide am 20. Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort ein paar Tage später ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Geza Krausz Geza Krausz: geboren 21./22.06.1868 in Siófok (Ungarn), gestorben 1943 in Auschwitz. Geza war der Sohn von Markus und Julie Krausz (geb. Deutsch) Er heiratete am 20. Februar 1898 Paula (geb. Ungar), mit der er die Kinder Klara, Anna und Marcel hatte. Der Produktenhändler und seine Frau wohnten vor dem 2. Weltkrieg in der Rechbauerstraße 4. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten dürften sie nach Jugoslawien geflohen sein und wohnten dort zwischenzeitlich in Zagreb. Beide wurden nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Jugoslawien nach Auschwitz deportiert und dort im Jahr 1943 ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Gisa Josefsberg Golda (Gisa) Josefsberg, geb. Körner: geboren 28.10.1898 in Stryi (Polen), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Golda war die Tochter von Chaim Loeb und Feiga Körner (geb. Eisenstein) Sie lebte mit ihrem Mann, dem Maschinenstricker Aron Josefsberg in Graz und hatte einen Sohn namens Leo. Die Familie Josefsberg wohnte seit 1935 in der Zweiglgasse 14b. Noch im Mai 1938 meldeten sie sich aus Graz ab und gingen nach Drohobycz (Galizien), woher ihr Mann stammte. Obwohl Todesdatum und Sterbeort nicht bekannt sind, gilt als gesichert das die Familie Josefsberg während der Shoah ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Gisela Fischer Gisela Fischer, geb. Brick: geboren 26.5.1873 in Brünn/Brno (Tschechien), gestorben 1944 in Auschwitz. Gisela war die Tochter von Isak Löbl Ignaz und Charlotte Brick (geb. Spitz) und mit dem Grazer Kaufmann Jakob Fischer verheiratet, der im Jahr 1936 verstarb. Gemeinsam hatten sie die Tochter Margarethe Braun. Im November 1938 wurde Gisela Fischer gezwungen von Graz nach Wien zu ziehen. Am 20. Juni 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert und von dort am 15. Mai 1944 nach Auschwitz verbracht, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Gisela Gabauer Gisela Gabauer: geboren 10. 12. 1890 in Kompasch (Slowakei), gestorben 1941 in Hartheim. Am 30. November 1925 wurde sie mit der Aufnahmezahl 30940 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Gisela Gabauer hatte zuletzt bei in der Flurgasse 3 gewohnt. Der letzte Eintrag in ihrem Krankenakt stammt vom 24. Jänner 1941. Kurz darauf erfolgte ihre „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Gisela Januszewska Gisela Januszewska, geb. Rosenfeld: geboren 22.1.1867 in Drnovice (Tschechien), gestorben 2.3.1943 in Theresienstadt. Gisela war die Tochter von Leopold Rosenfeld und Rosalie (geb. Stein). Sie besuchte eine stätische höhere Tochterschule in Brünn und war zweimal verheiratet. Nach der Scheidung von ihrem ersten Ehemann Heinrich Kuhn übersiedelte sie in die Schweiz und maturiert und absolvierte ein Studium der Medizin in Zürich. Am 12. April 1898 wurde sie als zweite Frau in der gesamten Monarchie zur Doktorin der gesamten Heilkunde promoviert und im März 1899 als "Amtsärztin im Haumptmannsrang" nach Banja Luka (heutiges Bosnien und Herzegowina) berufen. Im Jahr 1900 heiratete sie Ladislaus Januszewski und war von da an als Privatärztin tätig. Nach der Pensionierung ihres Mannes Ladislaus erfolgte im Jahr 1912 der Umzug nach Graz, der bereits im Jahr 1916 verstarb. Gisela leistete nach dem Tod ihres Mannes ab 1916 Militärsanitätsdienst und führte von 1919 bis 1933 eigene Praxis in Graz. Erst als zweite Ärztin in Österreich wurde sie mit dem Titel "Medizinalrat" ausgezeichnet und im Jahr 1937 wurde ihr das Ritterkreuz des Österreichischen Verdienstordens verliehen. Seit 1926 wohnte sie in der Naglergasse 18, doch musste sie im Jänner 1940 ihre Wohnung aufgeben und nach Wien ziehen. Dort wohnte sie an unterschiedlichen Adressen und zuletzt in der Seegasse 16 im 9. Bezirk, von wo sie am 28. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde. Am 02. März 1943 starb Gisela Januszewski in Theresienstadt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Gisela Rosner Gisela Rosner, geb. Strimpfel: geboren 21.3.1892 in Ostrava (Tschechien), gestorben 4.9.1942 Auschwitz. Gisela war die Tochter von Arnold und Rosa Strimpfel und heiratete am im Jahr 1923 ihren Mann Norbert Hans Rosner. Mit diesem hatte sie einen Sohn namens Ernst Arnold und Norbert Hans brachte seine zwei Kinder Erna und Fritz mit in die Ehe. Die Familie wohnte in der Rechbauerstraße 16 in Graz, ehe sie 1939 über die Schweiz nach Abbeville in Frankreich flohen. Von dort ging ihre Flucht weiter nach Vinezac und Paris, ehe sie von den Nationalsozialisten eingeholt wurden. Gisela und Norbert Hans wurden am 02. September 1942 von Drancy nach Auschwitz deportiert und sofort nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Gisela Taussig Gisela Taussig, geb. Breuer: geboren 4.5.1879 in Timișoara (Rumänien), gestorben in Sobibor. Gisela war die Tochter von Armin und Ilona Breuer (geb. Schwimmer) und war verheiratet mit Richard Taussig. Gemeinsam hatten sie die Tochter Klara (verh. Brecher). Sie und ihr Mann waren bis zum 17. Dezember 1938 wohnhaft in der Kreuzgasse 15 in Graz und wurden dann zum Auszug gezwungen. Vorübergehend wohnten sie in der Rechbauerstraße 16 in Graz, ehe das Ehepaar im April 1939 Graz verlassen und zwangsweise nach Wien siedeln musste. In Wien lebte Gisella Taussig zuletzt in der Börsegasse 18/1, ehe sie am 14. Juni 1942 nach Sobibor deportiert und dort ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Gisela Weiss Gisela Weiss, geb. Lebowitz: geboren 15.4.1889, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Gisela war verheiratet mit Albert Weiss und gemeinsam hatten sie die Kinder Eduard und Josefine. Das Ehepaar wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Gabelsbergerstraße 4 in Graz und musste 1939 zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in einer Alterswohngemeinschaft in der Floßgasse 10/4/17 lebten, von wo sie nach Theresienstadt deportiert wurde. Gisela Weiss wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Gisella Rosenberg Gisella Rosenberg: geboren in Ungarn, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Über das Ehepaar Rosenberg sind nur wenige Informationen bekannt. Gisella war verheiratet mit Jakob Rosenberg und das Ehepaar lebte vor dem 2. Weltkrieg in Graz. Beide wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Gottfried Götzl Gottfried Götzl: geboren 27.8.1870/1887 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Gottfried war der Sohn von Adolph und Therese Götzl (geb. Salzer) und verheiratet mit Charlotte (geb. Schlesinger). Gemeinsam hatte das Ehepaar die beiden Töchter Johanna und Adele. Zwischenzeitlich war die Familie wohnhaft in Ljubljana. Seit 1920 wohnten sie aber wieder in Graz in der Münzgrabenstraße 11 und Gottfried war als Kaufmann in einem eigenen Betrieb tätig. Von dort wurden Gottfried und Charlotte nach Wien zwangsumgesiedelt und sie waren zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Fugbachgasse 10 im 2. Bezirk in Wien. Am 15. Mai 1942 wurden Gottfried und Charlotte von Wien nach Izbica deportiert. Beide wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Gottfried Kainz Gottfried Kainz: geboren 6.11.1908 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Der arbeitslose Arbeiter wurde am 19. Februar 1931 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert und mit der Aufnahmezahl 35973 registriert. Er wohnte in der Reininghausstraße 60 und wurde seit dem 28. August 1931 von seinem Vater Franz Kainz, einem Bahnplatzmeister, gesetzlich vertreten. Dieser wohnte ebenfalls in der Reininghausstraße 60. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 3. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Gottfried Kainz im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 2. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Seine Urne wurde auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab M.7/Nr. 11 beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Gottfried Madzarac Gottfried Madzarac: geboren 11.12.1921 in Glina (Kroatien), gestorben 28.4.1945 in Graz. Madzarac war Tischlergehilfe in Graz. Er wurde am 3. Mai 1943 verhaftet, wobei bei ihm eine Waffe gefunden wurde. Daraufhin wurde er am 7. Juni 1943 einem Sondergericht übergeben. Er dürfte in der Folge geflohen sein, denn am 15. September 1944 ging er zu den Partisanen nach Slowenien bzw. Glashüten, kehrte aber am 17. März 1945 nach Graz zurück, da er verletzt worden war. In Graz wurde er verraten und bei der Stürmung der Wohnung durch Gestapobeamte am 28. April 1945 erschossen.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Grete Neufeld Grete Neufeld: geboren 24.10.1910 in Köflach, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Grete war die Tochter von Bernard und Henriette Neufeld (geb. Spitzer). Sie war Modistin in Graz und wohnte bei ihren Eltern in der Rösselmühlgasse 20. Wie auch ihre Mutter befand sie sich während des 2. Weltkriegs in der Floßgasse 3 im 2. Bezirk in Wien, von wo sie und ihre Mutter am 19. Februar 1941 nach Kielce deportiert wurde. Grete Neufeld wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Grete Rosenfeld Grete Rosenfeld: 10.3.1894 in der Tschechoslowakei, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Grete war ledig und vor dem 2. Weltkrieg als Lehrerin in Graz tätig. Während des 2. Weltkriegs wohnte sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Eßlinggasse 13/10 im 10. Wiener Bezirk. Am 26. Jänner 1942 wurde sie von Wien nach Riga deportiert. Grete Rosenfeld wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Gustav Hauser Gustav Hauser: geboren 2.11.1877 in Boryslaw (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Gustav war der Sohn von Leiser Josef Hauser und seiner Frau Feige Gittel (geb. Rottstein). Er war verheiratet mit Perl Josefa (geb. Schindler) und sie hatten die beiden Töchter Elsa und Elfriede. Der tätige Kaufmann Gustav Hauser wohnte gemeinsam mit seiner Frau im Jahr 1938 noch in der Kastellfeldgasse 27 in Graz. Während des 2. Weltkriegs befand er sich in Wien. Über sein weiteres Schicksal ist nur bekannt, dass er während der Shoah verstarb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Gustav Heller Gustav Heller: geboren 12.5.1907 in Eggenberg bei Graz, gestorben 3.4.1945 in Graz-Wetzelsdorf. Gustav Heller arbeitete als technischer Angestellter bei Steyr-Daimler-Puch. Er gehörte der sozialistischen Widerstandsgruppe rund um Ferdinand Blaschitz und Fritz Marsch an, die mit Fritz Matzner in Verbindung standen, der in Slowenien Gründer der „Österreichischen Freiheitsfront“ (ÖFF) für Steiermark und Kärnten war. Heller fertigte Karten und Lagepläne von Kraftwerken und sonstigen kriegswichtigen Anlagen an, die über die ÖFF an die Alliierten gehen sollten. Diese Karten und Pläne wurden am 22. Februar 1945 bei einer Hausdurchsuchung bei Blaschitz in Graz-Raach gefunden, weshalb Heller Anfang März 1945 von der Gestapo in Graz festgenommen wurde. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern wurde er von der Gestapo am 3. April 1945 in die SS-Kaserne nach Graz-Wetzelsdorf gebracht und dort erschossen.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Gustav Latzer Gustav Latzer: geboren 9.2.1925 in Graz, gestorben 4.9.1942 in Maly Trostinec. Er war der Sohn des Friseurs Ludwig Latzer und seiner Ehefrau Franziska (geb. Schmutzer) und die Familie wohnte am Kaiser-Franz-Josef-Kai 2 in Graz. Gustav war Schüler in Graz und musste mit seinen Eltern 1939 Graz verlassen und nach Wien gehen. Hier wurde er im März 190 im Lehrlingsheim für Knaben der Israelitischen Kultusgemeinde Wien in der Grünentorgasse 26 untergebracht und seine letzte Adresse vor der Deportation war in einem jüdischen Kinderheim in der Tempelgasse 3 in Wien. Von dort wurde er am 31. August 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort am 4. September ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Gustav Pollak Gustav Pollak: geboren 18.3.1877 in Graz, gestorben 6.11.1942 in Theresienstadt. Gustav war der Sohn von Leopold und Emilie Pollak (geb. Deutsch) und heiratete im Jahr 1913 Zora (geb. Bergstein). Gemeinsam hatten sie die Kinder Lotte und Otto. Gusav war ein Baukommissär, Ingenieur und Hofrat in Graz und lebte mit seiner Familie zunächst in der Klosterwiesgasse 65. Im Jahr 1937 erfolgte der Umzug an die Adresse Rosenberggürtel 48. Gemeinsam mit Frau Zora Pollak musste er im Sommer 1939 nach Wien übersiedeln und wohnte dort in einer Sammelwohnung in der Ferdinandstraße 13. Von dort wurden sie am 24. September 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo Gustav Pollak am 6. November 1942 starb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Gustav Taus Gustav Taus: geboren 2.12.1887 in Uherský Brod (Tschechien), gestorben 28.5.1943 beim Transport nach Auschwitz. Gustav war der Sohn von Elias und Katharina Taus (geb. Sternlicht) und war verheiratet mit Betty. Gemeinsam hatten sie eine Tochter namens Hildegard. Der Kaufmann Gustav Taus lebte von 1908 bis 1937 in Wien und zog dann im Jahr 1937 nach Graz in die Zweiglgasse 11/4. Nach der Machtüberahme der Nationalsozialisten dürfte er zurück in seine Heimat Tschechien gegangen sein. Am 15. Februar 1943 wurde er von Prag nach Theresienstadt deportiert. Am 28. Mai 1943 starb Gustav Taus beim Transport von Theresienstadt nach Auschwitz.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Gustav Träger Gustav Träger: geboren 29.10.1892 in Graz, gestorben 29.2.1940 im KZ Mauthausen. Träger war bis 1938 leitender Beamter bei der Kriminalpolizei. Er gehörte keiner politischen Partei an, galt aber als Anhänger der Sozialdemokraten. Bereits unmittelbar nach der Machtübernahme der Nazis wurde Träger als NS-Gegner am 12. März 1938 festgenommen und nach fast einem Jahr Haft am 11. Februar 1939 in das KZ Dachau überstellt. Von dort wurde er am 27. September 1939 nach Mauthausen überstellt. Im KZ Mauthausen starb er am 29. Februar 1940, wobei als Todesursache „allgemeine Sepsis“ angegeben wurde.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Hans Knöpflmacher Hans Knöpflmacher: geboren 27.2.1905 in Voitsberg, 4.8.1942 in Auschwitz. Hans war der Sohn von Emil und Helene Knöpflmacheer (geb. Strassmann). Er war seit seiner Geburt bis bis 1918 in Voitsberg wohnhaft, ehe seine Eltern mit ihren Söhnen nach Graz zogen. In Graz fungierte er zunächst als Leiter einer Maschinenreparaturwerkstätte und war danach sieben Jahre selbständiger Leiter der Grazer Müllverwertung. Er wohnte bei seinen Eltern am Grieskai 46 in Graz, ehe er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in die Niederlande floh. Dort wurde er von den Nationalsozialisten aufgegriffen und im Lager Westerbork untergebracht. Am 17. Juli 1942 wurde Hans Knöpflacher von Westerbork nach Auschwitz deportiert und dort kurze Zeit nach seiner Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Hans Orowan Hans Orowan: geboren 12.9.1888 in Leoben, gestorben 1942 in Auschwitz. Hans Orowan war der Sohn des Grazer Möbelhändlers Wilhelm und seiner Frau Franziska Orowan (geb. Redlich). Auch er arbeitete als Möbelhändler in Graz und war verheiratet mit Elisabeth (geb. Reisinger), die im Jahr 1930 die gemeinsame Tochter Ruth auf die Welt brachte. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh Hans Orowan nach Frankreich, wo er nach Kriegsbeginn interniert wurde. Am 17. August 1942 wurde er von Drancy nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Seine Frau und Tochter überlebten die Shoah.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Hans Schwarz Sohn von Schwarz Samuel und Nelly, geb. Reiss; vor dem 2. Weltkrieg in der Brückenkopfgasse 9, 8020 Graz; während 2. WK in Bologna?; Deportation von Zagreb in unbekanntes Lager laut DÖW (Hans Schwarz); 16.05.1944 Deportation von Fossoli nach Auschwitz laut DÖW und Yad Vashem (unter Hans Schwartz)
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Hans Spielmann Hans Spielmann: geboren 13.12.1914 in Graz, gestorben 18.2.1945 in Buchenwald. Hans war der Sohn von Wilhelm und Amalia Spielmann (geb. Hübsch) und arbeitete als Schneider in Graz. Er war im Kommunistischen Jugendverband aktiv, weshalb er 1936 verhaftet wurde. Er ging 1938 nach Spanien, um in den Reihen der Internationalen Brigaden zu kämpfen. In Montauban (Südfrankreich) wurde er nach der Niederlage im spanischen Bürgerkrieg von der Gestapo festgenommen und nach Auschwitz deportiert. Von dort kam er im Jänner 1945 ins KZ Groß-Rosen. Am 10. Februar 1945 wurde er ins KZ Buchenwald überstellt, wo er am 18. Februar 1945 nach seiner Ankunft ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Hans Temmel Johann (Hans) Temmel: geboren 25.4.1922 in Graz, gestorben 28.4.1945 in Ligist. Hans Temmel war Werkzeugschlosser und seit Mai 1942 Wehrmachtssoldat. Als Gefreiter des Gebirgsjägerregiments 99 in Sonthofen rückte er nach einem Genesungsurlaub im Herbst 1944 nicht rechtzeitig ein und wurde deshalb vom Zentralgericht des Heeres, Außenstelle Wien, am 1. Dezember 1944 nach der Kriegssonderstrafrechtsverordnung wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ zu drei Jahren Haft verurteilt. Temmel floh aus der Haft und schloss sich der Grazer Widerstandsgruppe um Basil Weinberger an. Am 25. April 1945 wurde die Gruppe von der Gestapo im Zuge einer groß angelegten Suchaktion in der Payer-Weyprecht-Straße 10 überrascht. Während ein Teil der Gruppe nach einem Schussgefecht verhaftet wurde, gelang es mehreren Widerstandskämpfern und einem britischen Agenten zu entkommen. Sie versuchten in Ligist unterzutauchen, wurden aber auf dem Weg zu ihrem Versteck entdeckt. Bei einem Gefecht mit Einheiten der Wehrmacht, Gendarmerie und Gestapo in der Nähe des Schosses wurde Temmel mit drei weiteren Mitgliedern am 28. April 1945 erschossen.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • widerstand_deserteure
  • Hansi Gerstl Hansi Gerstl: geboren 02.01.1913 in Wien, gestorben 1943 in Auschwitz. Hansi Gerstl war die Mutter von Max Gerstl und lebte mit ihrem Sohn bis zum 9. Juni 1938 in der Karlauerstraße 39 in Graz, ehe sie kurze Zeit in Wien wohnhaft war. Über Deutschland flüchtet sie gemeinsam mit ihrem Sohn Max und ihrer Schwester nach Belgien und war dort in Saint-Gilles, einem Stadtviertel von Brüssel, wohnhaft. Hier heiratete sie auch Jakob Soel. Am 10. Mai 1940 überfielen die Nationalsozialisten Belgien und die Familie musste von nun an unter den antijüdischen Maßnahmen des Regimes, dem sie zu entkommen versucht hatten, leiden. Am 20. September 1943 erfolgte ihre Deportation von Mecheln mit dem Transport XXIIA nach Auschwitz gemeinsam mit Ehemann Jakob und Sohn Max, wo die Mutter und ihr siebenjähriger Sohn Max sofort nach ihrer Ankunft in einer Gaskammer ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Harald Kern Harald Kern: geboren 23.9.1924 in Graz, gestorben 19.5.1944 in Halle an der Saale. Kern war Rottenführer der HJ in Graz. Im Februar 1943 rückte er zum Gebirgsjäger Ersatz-Regiment 137 in Salzburg ein und kam in die Untersteiermark zum „Partisaneneinsatz“, wo er Mitte Oktober 1943 als MG-Schütze der Einheit seines Schulfreundes Kurt Grabenhofer zugeteilt wurde. Als Grabenhofer Kontakt zu den Partisanen aufnahm und sich mit ihnen am 17. Dezember 1943 traf, sicherte Kern die Besprechung als Wache, und als Grabenhofer den Partisanen Waffen brachte, half ihm Kern beim Transport. Kern wurde Ende Dezember 1943 festgenommen und nach Graz überstellt, wo er vom Reichskriegsgericht am 16. März 1944 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt wurde. Kern kam nach Halle an der Saale, wo er am 19. Mai 1944 hingerichtet wurde.
  • widerstand_politisch
  • jugendlich
  • männlich
  • Harry Masokin Harry Masokin: geboren 23.1.1922, gestorben 28.4.1945 in Ligist. Masokin gehörte der Widerstandsgruppe Weinberger in Graz an, die sich in der Payer-Weyprecht-Straße 10 versteckt hielt und am 25. April 1945 von der Gestapo im Zuge einer groß angelegten Suchaktion überrascht wurde. Während ein Teil der Gruppe nach einem Feuergefecht verhaftet wurde, gelang es mehreren Widerstandskämpfern und einem britischen Agenten zu fliehen. Sie versuchten in Ligist unterzutauchen, wurden aber auf dem Weg zu ihrem Versteck entdeckt. Bei einem Gefecht mit Einheiten der Wehrmacht, Gendarmerie und Gestapo in der Nähe des Schosses wurde Masokin mit drei weiteren Mitgliedern am 28. April 1945 erschossen.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Harry Zorn Harry Zorn: geboren 24.2.1919 in Regenwalde/Resko (Polen), gestorben 10.1.1944 in Graz. Zorn besuchte das Gymnasium in Stettin, wo sein Vater Beamter war, und studierte anschließend bis Sommer 1941 an der Universität Rostock Medizin. Ab dem Wintersemester 1941/42 studierte er drei Semester lang in Graz, ehe er Anfang des Jahres 1943 zur Studentenkompanie Graz einberufen wurde. Was in der Folge genau geschah, ist nicht bekannt. Es ist anzunehmen, dass er sich der Wehrmacht zu entziehen versuchte, denn bereits am 22. März 1943 kam er vom Wehrmachtarrestamt Frankfurt am Main zur Behandlung eines tatsächlichen oder vorgetäuschten Nervenleidens ins Reserve-Lazarett Oberursel in die Kuranstalt Hohe Mark Taunus. Eine Behandlung dürfte aber nicht erfolgt sein, denn nur vier Tage später wurde er in die Untersuchungsstrafanstalt nach Graz überstellt, wo er vom Gericht der Division z.b.V. 438, Zweigstelle Graz, am 14. September 1943 zum Tode verurteilt wurde. Zorn wurde am 10. Jänner 1944 in Graz hingerichtet
  • männlich
  • widerstand_deserteure
  • Hedwig Düdner Hedwig Düdner, geb. Kesten: geboren 4.4.1867 in Przeworsk (Polen), gestorben 6.5.1943 in Theresienstadt. Hedwig Düdner war gemeinsam mit ihrem Mann Zallel Leib die Mutter von Isak, Marjem, Sigmund, Sarah und Samuel. 1905 übersiedelte die Familie von Polen nach Graz, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann Zallel Leib Düdner in Graz ein Geschäft mit Altwaren aufbaute, wobei ihr nach dem Tod ihres Mannes 1924 die alleinige Verantwortung für das Geschäft und zwei Mietzinshäuser in der Griesgasse oblag. Sie selbst wohnte bis 1939 in der Griesgasse 26/I. Nach der „Arisierung“ der Liegenschaften versuchte sie nach Palästina auszureisen, was ihr nicht gelang. Sie und ihr Sohn Isak mit seiner Frau mussten 1939 zwangsweise nach Wien ziehen. Zuletzt war sie wohnhaft in einem Altersheim an der Adresse Hohe Warte 32 im 9. Wiener Bezirk, von wo sie am 28. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde. In Theresienstadt starb sie unter ungeklärten Umständen am 6. Mai 1943.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Hedwig Eisel Hedwig Eisel: geboren 17. 8. 1902 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter von Gustav Eisel, der im Ersten Weltkrieg gefallen war, und seiner Ehefrau Priska Eisel. Am 28. Jänner 1928 wurde sie mit der Aufnahmezahl 33008 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Hedwig Eisel hatte zuletzt bei ihrer Tante Hedwig Krist in der Klosterwiesgasse 17/p gewohnt. Vom 31. Dezember 1932 bis zum 16. Februar 1933 war sie in der Wiener Landesanstalt am Steinhof untergebracht. Der letzte Eintrag in ihrem Krankenakt stammt vom 26. Jänner 1941. Kurz darauf erfolgte ihre „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Hedwig Leonhard Hedwig Leonhard: geboren 25.9.1889 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie wurde am 14. August 1934 wurde sie mit der Aufnahmezahl 39179 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre gesetzliche Vertretung übernahm ab dem 30. Juli 1935 ihre Ehemann Karl Leonhard. Die als „Maklergehilfsgattin“ bezeichnete Hedwig Leonhard, die zuletzt in der Rudolfstraße 26 gewohnt hatte, wurde am 14. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Hedwig Leonhard im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Hedwig Ridiser Hedwig Ridiser: geboren 7.3.1891, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war zuletzt als Pflegling im Städtischen Altenheim in der Altenheimgasse 34 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 34) untergebracht. Am 10. Oktober 1933 wurde sie mit der Aufnahmezahl 38521 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie wurde am 14. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Hedwig Ridiser im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Heinrich Bienenstock Heinrich Bienenstock: geboren 19.11.1888 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Heinrich war der Sohn von Jacob Bienenstock und Antonie Miriam Trana (geb. Rosenblum). In erster Ehe war er verheiratet mit Josepha (geb. Leitner) und in zweiter Ehe mit Olga (geb. Stern). Er lebte in Graz in der Kindermanngasse 20 und war tätig als selbstständiger Optiker und Uhrmacher. Seine Frau Olga und er wurden dann nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten von Graz nach Wien in eine Sammelwohnung in der Berggasse 20, 1090 Wien zwangsweise umgesiedelt. Am 29.02.1941 wurde das Ehepaar von Wien nach Kielce deportiert.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Heinrich Dürnberger Heinrich Dürnberger: geboren 5.9.1916 in Waidhofen/Ybbs, gestorben 11.11.1942 in Brandenburg. Heinrich Dürnberger war ein Büroangestellter in Graz, der am 9. August 1941 vom Reichskriegsgericht wegen „Beihilfe zum Hochverrat“ zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Er starb im Zuchthaus Brandenburg am 11. November 1942.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Heinrich Frank Heinrich Frank: geboren 9.3.1911 in Graz, gestorben 2.2.1945. Frank war Uhrmacher und bis zum Verbot der Sozialdemokratischen Partei 1934 Mitglied der Partei. Danach schloss er sich den Revolutionären Sozialisten an. 1937 wurde er Mitglied der KPÖ und innerhalb der Sozialen Arbeitsgemeinschaft tätig. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde er vom Leiter der KPÖ Graz, August Pirker, beauftragt, eine Zelle der KPÖ zu gründen, was auch geschah. Im Zuge des Aufrollens der von Pirker aufgebauten Organisation wurde auch Frank am 24. Februar 1939 verhaftet und am 15. Juli 1940 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach dem Urteil schrieb er einen Brief an einen in U-Haft befindlichen Häftling, in dem er auf das Urteil einging und zudem meinte, dass die Entscheidung bis die Sowjetunion gegen Deutschland den Krieg beginnen werde noch ca. ein Jahr dauern wird: „Bis dahin heißt es eben durchhalten. [...] Der jetzige Krieg ebnet den Weg zum Sozialismus, indem er alle kapitalistischen Staaten aufreibt.“ Der Brief wurde abgefangen und Frank wurde erneut vor Gericht gestellt, wo er am 3. Februar 1941 zu weiteren zwei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt wurde. Nach Verbüßung der Haftstrafe wurde er am 2. August 1943 ins KZ Flossenbürg überstellt, von wo er am 29. Oktober 1943 ins KZ Sachsenhausen kam. In der Folge wurde er in eine Strafeinheit eingezogen. Die letzte Nachricht von ihm stammte vom 2. Februar 1945. Er wurde mit diesem Datum für tot erklärt.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Heinrich Freiberger Heinrich Freiberger: geboren 24.3.1910 in Graz, gestorben 1943/44 in Jasenovac. Heinrich war der Sohn von Ladislaus und Franziska Freiberger (geb. Schulz). Er war tätig als Automechaniker und Chemiker und der Leiter einer Handelsagentur in der Griesgasse 22, 8020 Graz. Nach mehrmaligem Wohnungswechsel war die Familie Freiberger seit 1916 in der Annenstraße 31 wohnhaft. Im Jahr 1926 starb die Mutter Franziska. Heinrich war seit 1929 auch als Zeugwart in der Hakoah Graz tätig, die von seinen Brüdern Nikolaus und Milan 1919 gegründet wurde. Am 31. August 1938 erfolgte die Abmeldung aus Graz nach Zagreb und es kam zur "Arisierung" und Liquidierung der Handelsagentur. Während des 2. Weltkriegs lebte er mit seinen Geschwistern und seinem Vater in Zagreb. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht 1941 in Jugoslawien wurde die Familie in das KZ Jasenovac deportiert, wo auch Heinrich ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Heinrich Gosch Heinrich Gosch: geboren 5.7.1887 in Deutschlandsberg, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Fabrikarbeiters Martin Gosch und dessen Ehefrau Josefa. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete er zunächst als Schmiedgehilfe und schließlich als Schmied in Graz. Am 11. Februar 1918 heiratete er Anna Woller, die am 28. Jänner 1892 geboren wurde. Das Ehepaar wohnte in der Rosensteingasse 12 (seit 1958 Dreierschützengasse 12) und bekam am 9. November 1922 eine Tochter namens Maria. Heinrich Gosch wurde am 11. September 1924 mit der Aufnahmezahl 29813 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seit dem 7. Mai 1925 war seine Ehefrau Anna Gosch als seine gesetzliche Vertreterin eingetragen. Ab dem 1. Dezember 1926 war er in der Pflegeanstalt Kainbach untergebracht und ab dem 7. November 1938 in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke, Zweiganstalt Messendorf bei Graz. Schließlich wurde er in die Heilanstalt „Feldhof“ zurücküberstellt. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 4. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Heinrich Gosch wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Heinrich Höller Heinrich Höller: geboren 4.7.1883, gestorben 1941 in Hartheim. Der verheiratete Landschaftsgärtner lebte mit seiner Ehefrau Rosalia in der Friedhofgasse 2 in Graz. Am 10. April 1923 wurde er mit der Aufnahmezahl 28758 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ab dem 20. Juni 1923 war seine Ehefrau Rosalia Höller seine gesetzliche Vertreterin. Am 20. Jänner 1941 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde Heinrich Höller im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 20. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen und als Sterbeort die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg an der Saale angegeben. Seine Urne wurde am 10. April 1941 in einem Sammelgrab auf dem Grazer Urnenfriedhof beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Heinrich Kahlbacher Heinrich Kahlbacher: geboren 9.7.1892 in Seckau, gestorben 1940 in Hartheim. Er war der Sohn des Gastwirts Johann Kahlbacher und dessen Ehefrau Katharina, geb. Wachter. Heinrich Kahlbacher war als Hilfsarbeiter tätig und heiratete am 19. Jänner 1920 in Graz-St. Andrä, die „Schneidermeistertochter“ Leopoldine Manko. Am 24. Jänner 1935 wurde er mit der Aufnahmezahl 39486 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine Ehe war bereits im Jahr 1927 vom Gericht für geschieden erklärt worden. Heinrich Kahlbacher wohnte zuletzt in der Hackhergasse 28. Am 28. Mai 1940 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Heinrich Mödlinger Heinrich Mödlinger: geboren 16.11.1905, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Samenhändlers Heinrich Mödlinger und dessen Ehefrau Martha, verw. Neudeck, geb. Schneider. Heinrich Mödlinger wurde am 19. Mai 1932 mit der Aufnahmezahl 37264 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zuletzt wohnte er im Haus seiner Eltern am Jakominiplatz 11. Seine Schwester Grete Steindl, ebenfalls wohnhaft am Jakominiplatz 11, hatte ihn in die Pflegeanstalt gebracht. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Heinrich Mödlinger wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Heinrich Spitzer Heinrich Spitzer: geboren 17.2.1885 in Güssing, 2.12.1938 in Dachau. Heinrich war der Sohn von Emanuel und Natalie Spitzer (geb. Pollak). Er heiratete im Oktober 1919 in Graz seine Frau Feige (geb. Lichtenstein), doch ließ sich bereits im Jahr 1923 wieder schieden. Der Inhaber eines Lebensmittelgeschäfts wohnte vor dem 2. Weltkrieg in Graz. Er wurde im Zuge des Novemberpogroms verhaftet und am 12. November 1938 nach Dachau deportiert, wo er ums Leben kam.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Heinz Bart Heinz Bart: geboren 1921 in Graz, 1940 in Dachau. Heinz war der Sohn von Leon und Anna Bart (geb. Nagler). Vor 1938 besuchte eine Schule in Graz. Über das weitere Schicksal ist wenig bekannt, doch wird als Todesdatum wir das Jahr 1940 in Dachau angegeben.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Helene Asatanowicz Helene Asatanowicz, geb. Dattner: geboren 14.8.1895 oder 17.6.1895 in Zator, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Helene Asatanowicz wurde als Tochter von David und Sarah Dattner geboren. Sie heiratete am 16.4.1922 Abraham Asatanowicz in Krakau. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Karl, Rosa und Bernhard hervor. Die Familie lebte vor dem 2. Weltkrieg am Grieskai 46. Im Jahr 1938 musste die gesamte Familie in eine Sammelwohnung in der Zweigelgasse 14, 8020 Graz umziehen. Als ihr letzter bekannter Aufenthaltsort gilt Polen, von wo aus sie in ein unbekanntes Lager deportiert wurde. Über das Datum der Deportation, sowie über ihr Todesdatum sind keine genaueren Informationen bekannt, jedoch wird als möglicher Sterbeort Nowy Targ in Polen angeführt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Helene Brandner Helene Brandner: geboren 1926/1927 in Wien, gestorben 1.3.1944 im KZ Auschwitz. Helene Brandner war eines von neun Kindern von Friedrich Krems und Leopoldine Brandner. Die Familie Brandner gehörte der Bevölkerungsgruppe der Sinti und Roma an. Leopoldine Brandner lebte mit fünf ihrer Kinder zwischen Mai 1938 und Juli 1940 in einem Wohnwagen in Graz, der an verschiedenen Plätzen in der Stadt abgestellt war. Der letzte Eintrag in den städtischen Meldeaufzeichnungen vom 26. Juli 1940 weist einen Standplatz in der Angergasse nördlich der Grazer Seifenfabrik im Bezirk Jakomini aus. Helene Brandner war spätestens seit dem 16. August 1940 im Salzburger „Zigeunerlager“ Trabrennplatz inhaftiert, danach im Zwangsarbeitslager Maxglan. Am 3. April 1943 wurde sie im KZ Auschwitz mit der Häftlingsnummer Z-6584 registriert und starb dort am 1. März 1944.
  • roma
  • jugendlich
  • weiblich
  • Helene Broch Helene Broch, geb. Kauder: geboren 23.9.1870 in Mattersburg, gestorben in Treblinka. Helene war die Tochter von Joachim und Rosalie Kauder (geb. Pollatschek). Sie heiratete den Grazer Fruchtsaft-Erzeuger Berthold Broch und gemeinsam hatten die beiden die Kinder Elsa, Herbert und Heinrich. Sie wohnten in der Heinrichstraße 43. Am 04. Mai 1939 wurden sie und ihr Mann von Graz nach Wien zwangsübersiedelt und lebten in Wien zuletzt in einem Jüdischen Altersheim in der Großen Schiffgase 3. Am 14. Juli 1942 wurde sie von Wien nach Theresienstadt deportiert und von dort am 23. September 1942 nach Treblinka überstellt. In Treblinka wurden sowohl Helene als auch ihr Mann Berthold ermordet
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Helene Egert Helene Egert, geb. Ornstein: geboren 3.8.1886 in Drohobycz (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Helene war die Tochter von Jakob Ornstein und Chania Ruda Tillemann. Gemeinsam mit ihrem Mann Leo war sie die Mutter von Otto, Eduard und Siegfried Egert. Vor dem 2. Weltkrieg lebte sie mit ihrem Mann in der Brockmanngasse 118. Nachdem sie und ihr Mann zwangsweise nach Wien übersiedeln mussten, wohnten die beiden zuletzt in der Blumauergasse 22. Am 19.02.1941 wurde sie von Wien nach Kielce deportiert.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Helene Knöpflmacher Helene Knöpflmacher, geb. Strassmann: geboren 24.1.1876 in Koryčany (Tschechien), gestorben in Treblinka. Helene war die Tochter von Emanuel und Julie Strassmann (geb. Morawetz) und verheiratet mit Emil Knöpflmacher. Gemeinsam hatten sie die beiden Söhne Ernst und Hans Wilhelm. Nach der Übersiedlung von Voitsberg nach Graz lebte die Familie zuletzt am Grieskai 46. Helene Knöpflmacher wurde nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten von Graz nach Wien zwangsübersiedelt und lebte dort zuletzt in einer Sammelwohnung in der Darwingasse 21/11. Am 28. Juli 1942 wurde sie von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 21. September 1942 nach Treblinka überstellt, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Helene Neumann Helene Neumann, geb. Rosenberg: 26.2.1878 in Wien, gestorben 27.7.1942 in Theresienstadt. Helene war die Tochter von Simon und Irene Regina Rosenberg und sie war verheiratet mit Ignaz Bernhard Neumann. Gemeinsam war das Ehepaar Neumann bis zum 30. November 1938 in der Glacisstraße 9 in Graz wohnhaft. Am 05. April 1939 erfolgte die Abmeldung aus Graz nach Wien, wo beide zuletzt in der Rathausstraße 11 wohnten. Die Eheleute wurden am 10. Juli 1942 von Wien nach Theresienstadt deportiert und beide wurden dort noch im Juli desselben Jahres ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Helene Serfecz Helene Serfecz, geb. Wrießnegger: geboren 16.4.1886 in Klagenfurt, gestorben 13.9.1943 in Graz. Sie gehörte in der Ersten Republik der Sozialdemokratischen Partei an und war im Frauenkomitee der Partei aktiv. Nach den Februarkämpfen 1934 wirkte sie gemeinsam mit der ehemaligen sozialdemokratischen Funktionärin Christine Klementschitz innerhalb der „Roten Hilfe“ in Graz. Als in Graz 1941 die illegale „Rote Gewerkschaft“ aufgebaut wurde, beteiligte sie sich daran und sammelte Geld für die Familien von politisch Verfolgten. Gemeinsam mit ihrem Sohn Josef wurde sie am 21. August 1942 von der Gestapo verhaftet und am 29. Juni 1943 vom Volksgerichtshof in Graz wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Sie wurde am 13. September 1943 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • weiblich
  • Helene Teichner Helene Teichner: geboren 26.3.1875 in Bielsko-Biała (Polen), gestorben 1942 in Sobibor. Helene war verheiratet mit Ignaz Teichner und war die Mutter von Albert, Josef und Erna. Sie wohnte seit 1911 in Graz und die Familie war seit 1912 in der Annenstraße 14 in Graz gemeldet. Im Jahr 1939 musste Helene Teichner zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in der Stuwerstraße 16/3 wohnte. Am 14. Juni 1942 wurde sie von Wien nach Sobibor deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Helene Würzburger Helene Würzburger, geb. Breier: geboren 5.4.1895 in Podunajské Biskupice (Bratislava, Slowakei), gestorben 26.5.1942 in Maly Trostinec. Helene war verheiratet mit Hugo Würzburger und wohnte mit ihrem Mann in Jennersdorf im Burgenland. Ab 1938 wohnte das Ehepaar gemeinsam mit Rosine Würzburger, der Schwester von Hugo, in der Krenngasse 43, 8010 Graz. Von hier mussten alle drei zwangsweise nach Wien übersiedeln und waren zuletzt in einer Sammelwohnung in der Hammer-Purgstall-Gasse 1 in Wien wohnhaft. Am 20. Mai 1942 wurden Hugo, Helene und Rosine Würzburger von Wien nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach der Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Heliodora Schinko Heliondora Schinko: geboren 26.10.1899 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Buchhalters Raimund Schinko und dessen Ehefrau Anna, geb. Fruhwirth. Am 16. Mai 1922 wurde die „arbeitslose Dienstmagd“ mit der Aufnahmezahl 28207 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zuvor lebte sie bei ihrer Familie in der Wartingergasse 42/I. Ihre gesetzliche Vertretung übernahm ihr Vater Raimund Schinko am 5.Juli 1922. Heliondora Schinko wurde am 15. Jänner 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Henriette Hirschl Henriette Hirschl, geb. Holzer: geboren 27.1.1880 in Payerbach, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Henriette war die Tochter von Heinrich und Lea Holzer und war verheiratet mit Ludwig Hirschl. Sie war Modistin in Graz und das Ehepaar wohnte im Haus an der Ecke Sporgasse 2 und Hauptplatz 12 in Graz. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten mussten Ludwig und Henriette Hirschl in die Lichtensteinstraße 38 im 9. Bezirk in Wien ziehen. Zuletzt waren sie wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Fugbachgasse 3/6 in Wien. Am 15. Mai 1942 wurde das Ehepaar von Wien nach Izbica deportiert. Ludwig und Henriette Hirschl wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Henriette Klugmann Henriette Klugmann: geboren 9.11.1923 in Graz, gestorben 1942 in Sniatyn (Polen). Die Tochter des Grazer Kaufmanns Bernard Klugmann und seiner Frau Fani Halberg besuchte im Schuljahr 1937/38 die 1C-Klasse der Handelsschule in der Grazbachgasse. Die Familie wohnte in der Volksgartenstraße 1 in Graz und floh im Jahr 1939 nach der „Arisierung“ des elterlichen Geschäfts in die Heimatstadt von Bernard Klugmann nach Sniatyn in Polen. Während ihr Vater weiter nach London fliehen konnte, gelang dies sowohl Henriette als auch ihre Mutter Fani nicht und sie wurden von den Nationalsozialisten 1942 in Sniatyn ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Henriette Neufeld Henriette Neufeld, geb. Spitzer: geboren 12.7.1883 in Drösing, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Henriette war die Tochter von Samuel und Johanna Spitzer (geb. Grünhut). Mit ihrem Ehemann Bernhard hatte sie die beiden Töchter Lise (verh. Irow) und Grete. Sie lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Rösselmühlgasse 20 in Graz. Gemeinsam mit ihrer Tochter Grete befand sie sich während des 2. Weltkriegs in der Floßgasse 3 im 2. Bezirk in Wien, von wo beide am 19. Februar 1941 nach Kielce deportiert wurde. Henriette Neufeld wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Herbert Eichholzer Herbert Eichholzer: geboren 31.1.1903 in Graz, gestorben 7.1.1943 in Wien. Der Grazer Architekt war der bedeutendste Vertreter der „Internationalen Moderne“ in der steirischen Baukunst. Der NS-Gegner emigrierte unmittelbar nach der Machtübernahme der Nazis am 12. März 1938 nach Paris, ehe er im November 1938 in die Türkei ging. Dort baute er eine Auslandszelle der KPÖ auf und reiste schließlich im Frühjahr 1940 in die Steiermark, wo er führend am Aufbau eines kommunistischen Widerstandsnetzwerks beteiligt war. Am 7. Februar 1941 verhaftete ihn die Gestapo in Frankreich. Er wurde am 9. September 1942 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 7. Jänner 1943 in Wien hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Herbert Teich Herbert Teich: geboren 10.5.1932 in Graz, gestorben in Kielce. Herbert war der Sohn von Osias (Oskar) und Eugenie Teich (geb. Spielmann). Vor dem 2. Weltkrieg wohnte die Familie am Griesplatz 14 in Graz. Nach der Machtübernahme mussten zumindest die Mutter Eugenie Teich und ihre Kinder Gertrud, Herbert und Walter Teich nach Wien ziehen und sie wohnten zuletzt in der Franz-Hochedlinger-Gasse 8 in Wien. Am 19. Februar 1941 wurden Eugenie Teich und ihre Kinder Gertrud, Herbert und Walter nach Kielce deportiert und dort ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Herbert Tillemann Herbert Tillemann: geboren 9.6.1931 in Graz, gestorben 18.9.1942 in Maly Trostinec. Herbert war der Sohn von Isak und Irma Tillemann (geb. Kohn) und wurde in Graz geboren. Im Jahre 1934 verstarb seine Mutter Irma. Bis zu seiner Zwangsumsiedlung nach Wien wohnte er mit seinem Vater Isak in der Dreihackengasse 43 in Graz. In Wien lebte er zuletzt in einem "Jüdischen Lehrlingsheim für Knaben" in der Grünentorgasse 26 im 9. Bezirk. Am 14. September 1942 wurde Herbert Tillemann nach Maly Trostinec deportiert und dort unmittelbar nach seiner Ankunft im Konzentrationslager ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Hermann Fleischhacker Hermann Fleischhacker: geboren 1.2.1882 in Cífer (Slowakei), gestorben 24.3.1942 in Auschwitz. Hermann war der Sohn von Samuel und Anna Netti Fleischhacker (geb. Diamant). Er wohnte seit 1907 in Graz und war hier als Kaufmann tätig. Mit seiner Frau Ida und dem gemeinsamen Sohn Rudolf wohnte er in der Zimmerplatzgasse 1 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh die Familie in die Slowakei und alle drei wurden am 13. April 1942 von Sered (Slowakei) nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Hermann Hersch Lichtenstein Hermann Hersch Lichtenstein: geboren 22.3.1893 in Boryslaw (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Hermann Hersch war der Sohn von Chaim Joachim und Rosa Lichtenstein (geb. Horochofski) und war der Ex-Ehemann von Wilhelmine Rachel (geb Karmelio). Vor dem 2. Weltkrieg lebte er in der Annenstraße 41 in Graz. Über sein weiteres Leben und Schicksal ist nur bekannt, dass er die Shoah nicht überlebte.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Hermann Löw Hermann Löw: geboren 15.7.1878 in Sambir (Ukraine), 1944 in Auschwitz. Hermann war der Sohn von David vulgo Jacob Jakob (Guttmann) und Sara Dwora Löw. Er war verheiratet mit Sara (geb. Speier) und der Vater von Gisa und Jakob. Hermann Löw wohnte seit 1807 in Graz und war als Kaufmann tätig. Mit seiner Familie wohnte er in der Naglergasse 59. Allerdings mussten er und seine Frau nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach Wien übersiedeln und hier waren er und seine Frau zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Lichtenauergasse 9. Am 17. Juli 1942 wurden beide nach Auschwitz, wo er ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Hermann Samek Hermann Samek: geboren 12.2.1881 in Wien, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Hermann war der Sohn von Isaak Ignatz und Franciska Fanny Samek (geb. Friedmann) und war verheiratet mit Kornelia. Zusammen hatte das Ehepaar die beiden Söhne Oskar und Ernst. Die Familie des Graphologen wohnte bis 1932 in Wien, ehe sie nach Graz gingen und hier in der Wielandgasse 32 wohnten. Nach der Machtübernahme der Nationalsozilisten waren sie ab Juli 1938 wieder in Wien in der Herminengasse 23/10 wohnhaft. Am 02. November 1941 wurden Hermann, Kornelia und Oskar Samek von Wien nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert. Hermann Samek wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Hermann Schriebl Hermann Schriebl: geboren 6.8.1905 in Graden bei Maria Lankowitz, gestorben 1941 in Hartheim. Der Tischlergehilfe wurde am 6. September 1928 mit der Aufnahmezahl 33707 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Er wohnte am Franziskanerplatz 14 und ab dem 5. Jänner 1930 übernahm sein Vater, der „gewesene Bergmann“ Gregor Schriebl, seine gesetzliche Vertretung. Ab dem 1. Juli 1933 war er in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke, Zweiganstalt Messendorf bei Graz und ab dem 14. Februar 1934 in der Pflegeanstalt Kainbach untergebracht. Schließlich wurde er in die Heilanstalt „Feldhof“ zurücküberstellt. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 4. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Hermann Schriebl im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 3. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Hermann Schwarz Hermann Schwarz: geboren 26.11.1887 in Drohobycz (Ukraine), gestorben 12.11.1938 in Dachau. Hermann Schwarz betrieb in der Annenstraße 49 seit 1931 ein kleines Textil- und Wäschegeschäft, das nach dem „Anschluss“ 1938 liquidiert wurde. Er wurde im Zuge des Novemberpogroms 1938 verhaftet und nach Dachau deportiert. Dort soll er unmittelbar nach der Ankunft am 12. November 1938 an einem Herzschlag gestorben sein.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Hermeland Hadrich Hermeland Hadrich: geboren 20.11.1912 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Porzellanmalers Hubert Hadrich (geboren am 3. Oktober 1876 in Mähren) und dessen Ehefrau Maria, geb. Gleichweit (geboren am 21. Jänner 1885 in Fehring). Hubert Hadrich betrieb unter der Wohnadresse der Familie in der Grazer Naglergasse 42 eine Porzellanhandlung. Dieser bildete auch Lehrlinge in der Porzellanmalerei aus, darunter seinen Sohn Hermeland. Im Jahr 1927 gewann der damals 15-jährige Hermeland bei einer Plakatausstellung am Joanneum den zweiten Platz in einem überregionalen Zeichenwettbewerb mit 64 Einreichungen und erhielt 300 Schilling Preisgeld. Hermeland Hadrich wurde am 18. Februar 1934 mit der Aufnahmezahl 41225 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seit dem 17. März 1937 war sein Vater als sein gesetzlicher Vertreter eingetragen. Bis zu seiner Deportation in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 12. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Hermeland Hadrich wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Hermine Benesch Hermine Benesch, geb. Kohn: geboren 20.5.1873 in Lázně Kynžvart (Tschechien), gestorben 11.5.1942 in Maly Trostinec. Hermine war die Tochter von Adolf Abraham und Pauline Kohn (geb. Glaser) und war verheiratet mit Rudolf Benesch. Sie wohnte in der Maiffredygasse 2 in Graz, ehe sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in die Porzellangasse 45 im 9. Wiener Bezirk umsiedeln musste. Zuletzt war sie in Wien wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Liechtensteinstraße 11. Von dort wurde Hermine Benesch am 06. Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert, wo sie bald nach ihrer Ankunft ermordet wurde
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Hermine Garzarolli Hermine Garzarolli: geboren 15.12.1894 in Marburg/Maribor, gestorben 1941 in Hartheim. Am 11. September 1931 wurde sie mit der Aufnahmezahl 36590 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof" eingewiesen. Ihr Vater, der Prokurist Max Garzarolli, war ihr gesetzlicher Vertreter. Zuletzt wohnten beide in der Jakominigasse 41/II (heute Conrad-von-Hötzendorf-Straße 41). Am 15. Januar 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Hermine Garzarolli wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Hermine Mermelstein Hermine Mermelstein, geb. Schwarz: 29.6.1879 in Körmend, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Hermine war verheiratet mit Bernhard Mermelstein und hatte mit diesem die beiden Töchter Berta und Hilde. Sie wohnte mit ihrem Mann in der Hermann-Bahr-Gasse 5 (ehemalige Karl Morre-Gasse 5) in Graz. und musste nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach Wien übersiedeln, wo sie zunächst in der Novaragasse 38 wohnte. Vermutlich flüchtete sie von hier zusammen mit ihrem Mann nach Jugoslawien. Von Zagreb aus wurde sie schließlich in ein unbekanntes Lager deportiert und während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Hermine Ortner Teodora Obereder, geb. Hudabinunigg: geboren 13.6.1901 in Bruck an der Mur, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Hofrates Dr. Max Hudabinunigg und dessen Ehefrau Emmi, geb. Steyr. Am 6. Juni 1922 heiratete sie in Graz-St. Leonhard den Direktor der Aktiengesellschaft St. Gotthard, Dr. Josef Obereder. Am 24. Oktober 1928 wurde sie mit der Aufnahmezahl 33814 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Das Ehepaar hatte zuletzt in der Naglergasse 24 gewohnt. Josef Obereder übernahm ihre gesetzliche Vertretung. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Teodora Obereder im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 20. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Ihre Urne wurde am 29. Juli 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Hermine Zutrunk Hermine Zutrunk, geb. Meier: geboren 9.12.1879 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter der ledigen Dienstmagd Maria Meier. Am 23. August 1914 heiratete sie in Graz den Malermeister Franz Zutrunk, der später ein Malergeschäft in der Lazarettgasse 42 betrieb. Am 22. Oktober 1936 wurde sie mit der Aufnahmezahl 40923 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Das Ehepaar hatte zuletzt in der Altenheimgasse 19 (Albert-Schweitzer-Gasse 19) gewohnt. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Hermine Zutrunk im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Hilde Stessel Hilde Stessel: geboren 10.7.1911 in Graz, gestorben in Auschwitz. Hilde war die Tochter von Max und Isabella Stessel (geb. Stössel). Sie wohnte in der Kindermanngasse 38 in Graz, bevor sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach Frankreich flüchtete. In Frankreich wurde sie im Sommer des Jahres 1942 im Zuge der Razzien gegen Juden festgenommen und am 07. September 1942 von Drancy nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Hildegard Burger Hildegard Burger, geb. Fraihsl: geboren 6.11.1905 in Zeltweg, gestorben 23.9.1943 in Graz. Burger engagierte sich seit den 1930er Jahren im Rahmen der „Roten Hilfe“, was auch mehrere Festnahmen zur Folge hatte. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde sie bereits im Herbst 1939 festgenommen, da sie im Verdacht stand, beim Versuch von Grazer Kommunisten, Waffen aus einem Heerestransport zu stehlen, beteiligt gewesen zu sein. Nach ihrer Entlastung absolvierte sie einen Ausbildungskurs zur Rot-Kreuz-Schwester und versah in Graz Dienst. Ab 1940 fungierte sie als Verbindungsfrau zwischen der KPÖ-Bezirksleitung in Voitsberg und der Landesleitung in Graz. Im Sommer 1941 wurde sie von der Gestapo verhaftet und verdächtigt, am Ausbau der kommunistischen Organisation im Bezirk Voitsberg führend beteiligt zu sein. Am 20. Mai 1943 verurteile der Senat für Hoch- und Landesverrat am Oberlandesgericht Wien Burger zum Tode. Sie wurde am 23. September 1943 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • weiblich
  • Hildegard Drabetz Hildegard Drabetz: geboren 23.8.1903 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Am 4. November 1925 wurde die Hausgehilfin mit der Aufnahmezahl 30870 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Ihr letzter bekannter Wohnsitz war in der Sparpersbachgasse 13. Seit dem 3. Dezember 1925 war ihr Vater, der Schneidermeister Emmerich Varjacic, ihr gesetzlicher Vertreter. Bis zu ihrer Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 15. Jänner 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Hildegard Drabetz wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 10. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Hildegard Josefine Unger Hildegard Josefine Unger, geb. Belschak: geboren 10.9.1908 in Graz, gestorben 6.1.1945 im KZ Ravensbrück. Die Grazer Hilfsarbeiterin Hildegard Unger wollte ihren Mann Josef Unger, der am 15. Juni 1944 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ verhaftet worden war und der vor den Senat für Hoch- und Landesverrat des Oberlandesgerichts Graz gestellt werden sollte, am 17. November 1944 aus der Haft befreien, da ihm die Todesstrafe drohte. Dabei wurde sie von der Polizei ertappt, verhaftet und am 1. Dezember 1944 ins KZ Ravensbrück deportiert, wo sie am 6. Jänner 1945 starb.
  • widerstand_individuell
  • weiblich
  • Hugo Graubner Hugo Graubner: geboren 24.8.1912 in Graz, gestorben 16.2.1944. Graubner arbeitete nach der Schule als Stempelsetzer in Graz, wo er seit 1940 dem kommunistischen Widerstandskreis um Richard Zach angehörte. Seit März 1941 war er Soldat und nahm in den Reihen des Eisenbahn-Pionier-Regiments 1 am Feldzug gegen die Sowjetunion teil. Bevor er zur Wehrmacht eingezogen wurde, besorgte er für die Herstellung der Flugschriften der Gruppe einen Vervielfältigungsapparat, den er zeitweise bei sich zu Hause aufgestellt hatte. Zudem produzierte und verteilte er mit Josef Red und Alois Kaindl die von Zach verfassten Flugschriften und Streuzettel. Graubner wurde Ende Dezember 1941 verhaftet und vom Reichskriegsgericht am 17. August 1942 in Berlin wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Er wurde in der Folge zum Strafbataillon 500 eingezogen, wo er am 16. Februar 1944 ums Leben kam.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Hugo Schwarz Hugo Schwarz: geboren 13.5.1880 in Körmend, gestorben 1941 in Kielce. Hugo war der Sohn von Wilhelm und Katharina Schwarz (geb. Gerstl) und heiratete im Jahr 1910 seine Frau Stefanie (geb. Spitz). Gemeinsam hatten sie den Sohn Richard. Hugo Schwarz war seit 1881 in Graz wohnhaft. Er war tätig als Herrenschneider in der Kleiderfabrik seines Vaters Wilhelm und lebte bis 1938 mit seiner Frau in der Mariahilferstraße 32. Im Zuge des Novemberpogroms wurde er verhaftet und in das KZ Dachau deportiert. Nach seiner Freilassung und Rückkehr aus dem KZ Dachau war er zwischenzeitlich wohnhaft am Grieskai 39. Im Februar 1939 starb sein Vater Wilhelm und im Juli 1939 musste er zwangsweise nach Wien übersiedeln. Am 19. Februar 1941 wurde er von seiner Wohnadresse in der Mariahilfer Straße 178 im 15. Bezirk in Wien nach Kielce deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Hugo Würzburger Hugo Würzburger: geboren 11.1.1884 Aschau, gestorben 26.5.1942 in Maly Trostinec. Er war der Sohn von Gaspar Karl und Sara Würzburger (geb. Braun) und war verheiratet mit Helene (geb. Breier). Der Viehänlder Hugo wohnte von 1892 bis 1938 in Jennersdorf im Burgland. Ab 1938 wohnte das Ehepaar gemeinsam mit Rosine Würzburger, der Schwester von Hugo, in der Krenngasse 43, 8010 Graz. Von hier mussten alle drei zwangsweise nach Wien übersiedeln und waren zuletzt in einer Sammelwohnung in der Hammer-Purgstall-Gasse 1 in Wien wohnhaft. Am 20. Mai 1942 wurden Hugo, Helene und Rosine Würzburger von Wien nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach der Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ichiel David Gelbard Ichiel David Gelbard, geb. Katz: geboren 31.8.1889 in Sokal (Ukraine), gestorben in Belzec. Ichiel David war der Sohn von Judel Jehuda und Sara Gelbard (geb. Mehlwurm) und war verheiratet mit Feiga (geb. Katz). Gemeinsam hatten sie die Tochter Edit (verh. Schwarz) und wohnten in der Feuerbachgasse 15 in Graz. Während des 2. Weltkriegs befanden sich Ichiel David und Feiga Gelbard in Krakau. Von Krakau wurde das Ehepaar nach Belzec deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ida Eppinger Ida Eppinger, geb. Braun: geboren 18.12.1872 in Voitsberg, gestorben 1944/45 in Auschwitz. Ida war die Tochter von Bernhard und Regina Braun (geb. Baron). Mit ihrem Mann Samuel Eppinger hatte sie die Kinder Ilona, Andreas und Josef. Vor dem 2. Weltkrieg war Ida wohnhaft in der Keplerstraße 2 in Graz und wurde dann zwangsweise nach Wien umgesiedelt. In Wien lebte sie zuletzt in einer Sammelohnung in der Großen Stadtgutgasse 24/9 im 2. Bezirk, ehe sie am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und von dort weiter nach Auschwitz überstellt und dort ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Ida Fleischhacker Ida Fleischhacker, geb. Kuhn: geboren 28.8.1894 in Bučovice (Tschechien), gestorben in Auschwitz. Ida war die Tochter von Ignaz und Emilie Emma Kuhn (geb. Hoffmann). Mit ihrem Mann Hermann und dem gemeinsamen Sohn Rudolf wohnte sie in der Zimmerplatzgasse 1 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh die Familie in die Slowakei und alle drei wurden am 13. April 1942 von Sered (Slowakei) nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Ida Gerbitz Ida Gerbitz: geboren 27.8.1881 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war eine von zwei Töchtern des Kaufmanns Franz Gerbitz und seiner Gattin Marie, geb. Tomann. Nach dem Tod ihres Ehemannes im Jahr 1882 führte Maria Gerbitz, geb. 1847, die in der Murgasse 14 angesiedelte Textilmanufaktur und den Textilgroßhandel Gerbitz & Co erfolgreich weiter. Maria und ihre beiden Töchter Mitzi und Ida Gerbitz engagierten sich in karitativen Vereinen. Ida Gerbitz war unter anderem Präsidentin-Stellvertreterin der Kinderheime für Säuglinge, Kleinkinder und Schulknaben des Kindervereins Kinderschutz in der Wienerstraße 21 sowie Obfrau der Mädchen-Ortsgruppe des Deutschen Schulvereins Südmark. Sie wurde am 28. Dezember 1931 mit der Aufnahmezahl 35836 in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Ihr letzter bekannter Wohnsitz war die Schmidgasse 33/II. Ihre hochbetagte Mutter, Maria Gerbitz, die ebenfalls in der Schmidgasse 33 wohnte, war seit dem 24. Dezember 1932 ihre gesetzliche Vertreterin. Am 8. Februar 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz überstellt. Ida Gerbitz wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 19. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Ida Maly Ida Maly: geboren 22.10.1894 in Wien, gestorben 1941 in Hartheim. Sie wuchs in Graz als dritte Tochter des k.k. Obereichmeisters Franz Maly und seiner Frau Sophie auf. Eine ihrer Schwestern war die spätere Malerin Paula Maly. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend in einem jüdisch-bürgerlichen Umfeld, das ihre künstlerischen Interessen unterstützte. Nach ihrer Schulzeit besuchte Ida Maly die Landeskunstschule in Graz und studierte anschließend in Wien und München. Zwischen 1918 und 1925 lebte sie in München und gelegentlich auch in Berlin, Dresden und Paris. 1921 wurde sie Mutter einer unehelichen Tochter, deren Erziehung sie jedoch überforderte, sodass sie ihre Tochter Elga Maly 1923 zu Pflegeeltern nach Graz gab. Ida Malys Werk aus den 1920er Jahren zeigt selbstbewusste Frauen. Aufgrund psychischer Probleme kehrte sie 1928 nach Graz zurück und wurde mit der Aufnahmezahl 33597 am 1. August 1928 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt „Am Feldhof“ eingeliefert. Aufgrund ihrer Krankheit verbrachte sie den Rest ihres Lebens in der Anstalt, in der sie eine Vielzahl von Bildern schuf. Am 8. Februar 1941 wurde sie zusammen mit 65 anderen Frauen nach Hartheim transportiert und dort im Zuge der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) ermordet. Auf ihrem Totenschein wurde der 20. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Ida Rothbart Ida Rothbart, geb. Unger: geboren 26. 7. 1879 in Marburg/Maribor, gestorben 1940 in Hartheim. Sie war die Tochter eines Schumachermeisters und hatte am 4. Dezember den Nachtportier des Hotel Wieslers, Leopold Rothbart in der Grazer Stadtpfarre geheiratet. Das Ehepaar führte zunächst in der Grazer Schönaugasse ein kleines Gasthaus. Die Ehe ging jedoch in die Brüche und Ida Rothbart nahm verschiedene Stellungen als Stubenmädchen an. Am 29. Mai 1929 wurde sie mit der Aufnahmezahl 34350 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Ihre letzte Adresse vor der Einlieferung lautete Griesgasse 5. Am 28. Mai 1940 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 17. Juni 1940 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Ida Stier Ida Stier, geb. Braun: geboren 26.9.1877 in Bíňa (Slowakei), gestorben 6.7.1945 in Theresienstadt. Ida war die Tochter von Leopold und Rosalie Braun (geb. Heinrich) und verheiratet mit dem Kaufmann Gustav Stier, der im Jahr 1927 verstarb. Die Hauswarenverkäuferin wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Leechgasse 49 in Graz und musste dann zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in der Großen Stadtgutgasse 24/9 in Wien wohnhaft war. Am 20. August 1942 wurde sie von Wien nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebte und starb wohl kurz nach der Befreiung am 06. Juli 1945 in Theresienstadt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Ida Weinberger Ida Weinberger: geboren 11.8.1874 in Podivin (Tschechien), gestorben Mai 1942 in Chelmno. Ida Weinberger war die Tochter von Moses (Moritz) und Marie Weinberger (geb. Aschkenes) und übersiedelte wie auch einige ihrer Geschwister Anfang des 20. Jahrhunderts in die Steiermark. Sie lebte ab 1912 zeitweise in Leoben, ehe sie sich 1918 endgültig in Leoben niederließ und im Haus ihres Schwagers, dem Schuhhändler Ludwig Röhr und ihrer Schwester Irene in der Timmersdorfergasse 3 wohnte. Sie eröffnete 1918 ein Geschäft für Damenkonfektionswaren, in dem auch ihre Schwester Aurelia arbeitete. Beide Schwestern zogen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und nachdem ihr Geschäft in Leoben liquidiert worden war, Mitte Mai 1938 nach Graz, wo Ida Weinberger eine Wohnung mietete. Aus der mussten die beiden Schwestern im Oktober 1938 ausziehen. Kurzzeitig lebten sie bei ihrem Bruder Emanuel Weinberger, ehe sie im März 1939 zwangsweise nach Wien ziehen mussten. Von dort wurden sie am 2. November 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. Sie dürften im Mai 1942 im Vernichtungslager Chelmno ermordet worden sein.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Ignatz Lirzer Ignatz Lirzer: geboren 7.2.1905 in Lannach, gestorben 31.3.1942 im KZ Buchenwald. Der in Graz tätige Fuhrwerker Ignatz Lirzer wurde am 18. Jänner 1940 von der Gestapo verhaftet und als politischer Schutzhäftling zunächst am 16. März 1940 ins KZ Sachsenhausen eingeliefert. Von dort kam er am 3. April 1940 in KZ Dachau und am 5. Juli 1941 ins KZ Buchenwald, wo er am 31. März 1942 umkam.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Ignaz Berger Ignaz Berger: geboren 07.10.1875 in Sološnica, Slowakei, gestorben 1941 in Minsk. Ignaz war der Sohn von Hermann und Henriette Berger. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Olga (geb. Deutsch) hatte er die beiden Kinder Marta und Walter. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte er in Graz, von wo aus er und seine Frau zwangsweise nach Wien umsiedeln mussten. In Wien lebte das Ehepaar zunächst am Esteplatz 7 im 3. Bezirk und zuletzt in einer Sammelwohnung in der Floßgasse 9 im 2. Bezirk. Am 28.11.1941 wurde das Ehepaar von Wien nach Minsk deportiert, wo beide starben.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ignaz Bernhard Neumann Ignaz Bernhard Neumann: geboren 10.2.1851 in Güssing, gestorben 20.7.1942 in Theresienstadt. Ignaz Bernhard war der Sohn von Jakab und Johanna Neumann (geb. Hoffmann). Aus einer ersten Ehe mit Anna (geb. Baum) gingen die Kinder Felix und Walter hervor. Mit seiner zweiten Ehefrau Helen wohnte er bis zum 30. November 1938 in der Glacisstraße 9 in Graz. Am 05. April 1939 erfolgte die Abmeldung aus Graz nach Wien, wo beide zuletzt in der Rathausstraße 11 wohnten. Die Eheleute wurden am 10. Juli 1942 von Wien nach Theresienstadt deportiert und beide wurden dort noch im Juli desselben Jahres ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ignaz Spitzer Ignaz Spitzer: geboren 10.4.1894, gestorben 1940 in Hartheim. Er entstammt einer jüdischen Familie und wurde als Leutnant am 7. November 1919 mit der Aufnahmezahl 26885 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Seine letzte bekannte Adresse war die Annenstraße 23. Als sein gesetzlicher Vertreter war seit dem 7. Juni 1921 die Geschäftsfrau Rosalia Spitzer eingetragen, die an derselben Adresse gemeldet war. Bis zu seinem Abtransport in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Ignatz Spitzer wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Ilona Schlesinger Ilona Schlesinger: geboren 31.10.1887 in Graz, gestorben 16.8.1943 in Theresienstadt. Ilona war die Tochter Josef und Fanny Schlesinger (geb. Wechsler) und lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Mondscheingasse 1 in Graz. Nach dem „Anschluss“ musste sie zwangsweise nach Wien übersiedeln und war hier zuletzt in einer Alterswohngemeinschaft in der Krafftgasse 6 untergebracht. Am 24. September 1942 wurde sie von Wien nach Theresienstadt deportiert, wo sie im darauffolgenden Jahr starb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Irene Jakubowski Irene Jakubowski: geboren 12.4.1876, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Irene Jakubowski lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Grazer Straße 42. Am 26. Februar 1942 wurde sie von Kladno (Tschechien) nach Theresienstadt deportiert und am 27. April 1942 nach Izbica überstellt. Irene Jakubowski wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Irma Eisenstädter Irma Eisenstädter: geboren 20.11.1885 in Graz, gestorben 1.6.1942 in Maly Trostinec. Irma war die Tochter von Max und Karolina Eisenstädter (geb. Grünwald). Sie war nicht verheiratet und lebte in der Jakoministraße 7 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste sie zwangsweise nach Wien übersiedeln und war zuletzt wohnhaft in der Glockengasse 8a/6 im 2. Bezirk in Wien. Von Wien wurde sie am 17.5.1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort bald nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Irma Reisner Irma Reisner, geb. Mayer: geboren 26.11.1878 in Graz, gestorben 11.5.1942 in Maly Trostinec. Irma war die Tochter von Jakob und Minna Mayer (geb. Fürst) und war verheiratet mit Josef Reisner. Gemeinsam hatten sie einen Sohn namens Hans. Sie wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Schmiedgasse 31 in Graz. Nach ihrer Zwangsumsiedlung nach Wien, wohnte sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Förstergasse 8 in Wien. Von dort wurde Irma Reisner am 06. Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert und kurz nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Isabella Stessel Isabella Stessel, geb. Stössel: geboren 24.12.1878 in Neunkirchen, gestorben in Treblinka. Isabella war die Tochter von Leopold und Berta Stössel (geb. Kopfststein) und war seit Juli 1892 in Graz. Sie heiratete am 02. September 1906 in Graz ihren Mann Max Stessel. Gemeinsam hatten sie die Kinder Margarethe, Elsa, Hilde, Erich und Herta und wohnten in der Kindermanngasse 38 in Graz. Im Dezember 1938 mussten sie und ihr Mann zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Novaragasse 40/17 untergebracht waren. Am 10. September 1942 wurde das Ehepaar Stessel von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 29. September 1942 nach Treblinka überstellt, wo sie und ihr Mann Max ermordet wurden.
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  • weiblich
  • Isak Düdner Isak Düdner: geboren 15.1.1888 in Przeworsk (Galizien), gestorben 1942 in Belzec oder Sobibor. Isak war der Sohn von Zallel Leib und Hedwig Düdner (geb. Kesten). Gemeinsam mit seiner Frau Sara (geb. Didner), die er am 30. Juli 1918 heiratete, hatte er die Söhne Ernst und Edgar. Er war Kaufmann und betrieb ein Altwarengeschäft in der Griesgasse, das mit Rohprodukten und Metallen handelte. Bis 1939 wohnte er mit seiner Familie in der Griesgasse 28/I in Graz. Nach der „Arisierung“ versuchten er mit seiner Familie nach Palästina auszureisen, was nicht gelang. Während die Kinder nach Frankreich emigrieren konnten, wo sie 1942 von den Nationalsozialisten eingeholt wurden, musste er mit seiner Frau und Mutter 1939 zwangsweise nach Wien ziehen. In Wien wohnten er und seine Frau zuletzt in einer Sammelwohnung in der Konradgasse 176 im 2. Bezirk. Am 5. Juni 1942 wurden er und seine Frau mit dem letzten Transport von Wien nach Izbica deportiert, ein Transit-Ghetto vor der Deportation in die Todeslager Belzec und Sobibor, wo er ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Isak Tillemann Isak Tillemann: geboren 21.4.1900 in Drohobycz (Ukraine), gestorben 3.2.1940 in Buchenwald. Isak war der Sohn von David und Lei Heni Tillemann (geb. Lautner). Er war zweimal verheiratet. Aus der ersten Ehe mit seiner Frau Irma (geb. Kohn) stammte der Sohn Herbert, der während der Shoah in Maly Trostinec ermordet wurde. Nach dem Tod von Irma heiratete Isak in zweitere Ehe Ilona Helene (geb. Schischa) und gemeinsam hatten sie eine Tochter namens Susanne. Seine Ehefrau und Tochter überlebten die Shoah. Die Familie des gelernten Monteurs wohnte in der Dreihackengasse 43 in Graz. Unmittelbar nach dem „Anschluss“ musste Isak nach Wien übersiedeln, wo er seit 23. März 1938 in der Praterstraße 50/8a wohnte. Am 02. Oktober 1939 wurde er von Wien nach Buchenwald deportiert, wo er im Februar 1940 ums Leben kam.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Isidor Deutsch Isidor Deutsch: geboren 29.5.1875 in Szigetvár (Ungarn), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Isidor war der Sohn von David und Julianna Theresia Deutsch (geb. Pollak). Er war verheiratet mit Leontine Lenke (geb. Armuth) und hatte die zwei Töchter Julia und Rosa. In Graz wohnte er in der Kaiserfeldgassee 22. Vermutlich floh er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach Ungarn. Von Ungarn aus wurde er in ein unbekanntes Lager deportiert und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Isidor Körner Isidor Körner: geboren 17.2.1903 in Stryj (Polen), gestorben 11.12.1941 in Brcko. Isidor war der Sohn von Chaim Loeb und Feige Körner (geb. Eisenstein). Er arbeitete bei den Puchwerken in Graz als Schlosser, ehe er einen Gewerbeschein erwarb und die Meisterprüfung ablegte. Nach dieser Ausbildung betrieb er in der Grazbachgasse 41 eine Fahrradhandlung und Vulkanisieranstalt und war dort auch ab Jänner 1934 wohnhaft. Hier lebte er mit seiner nichtjüdischen Lebensgefährtin und seinem Sohn Theodor zusammen. Nach dem „Anschluss“ 1938 floh er gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern nach Jugoslawien, wo er nach dem Einmarsch der Wehrmacht 1941 erneut verfolgt wurde. Er starb am 11. Dezember 1941 in Brcko (heutiges: Bosnien und Herzegowina).
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Isidor Nasch Isidor Nasch, geb. Feig: geboren 1.7.1884 in Zohor (Slowakei), gestorben 1942 in Maly Trostinec. Isidor war der Sohn von Adolf und Josefine Nasch (geb. Laufer) und verheiratet mit Frieda (geb. Feig). Gemeinsam hatten sie die Kinder Gertrude und Tzipora (verh. Goldmann). Die Familie wohnte in der Humboldtstraße 26 in Graz, ehe sie am 21. Februar 1939 ausziehen mussten und kurzzeitig in die Rebengasse 25 übersiedelten. Im Juni 1939 erfolgte die Abmeldung aus Graz nach Wien, wo er und seine Frau zunächst in der Universitätsstraße 6 wohnten. Zuletzt waren sie wohnhaft am Franz-Josefs-Kai 39 im 1. Bezirk in Wien. Während beide Töchter die Shoah überlebten, wurden Isidor und Frieda Nasch am 02. Juni 1942 von Wien nach Maly Trostinec deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Israel Prucker Israel Prucker: geboren 8.10.1884 in Drohobycz (Galizien), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Israel war der Sohn von Barisch und Stary Prucker (geb. Sambor) und war mit Ettel (geb. Körner) verheiratet. Er führte ein Textil- und Manufakturgeschäft am Lendplatz 7 in Graz. Mit seiner Frau Ettel wohnte er von Oktober 1915 bis Dezember 1938 in der Leitnergasse 2, ehe sie gezwungen wurden, ihre Wohnung aufzugeben. Zwischenzeitlich wurde das Ehepaar in einer Sammelwohnung in der Zweiglgasse 14b in Graz untergebracht. Während seine Frau zwangsweise nach Wien umgesiedelt wurde, soll er nach Jugoslawien geflohen sein, wo er starb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Jakob Czasny Jakob Czasny: geboren 25.4.1870 in Wien, gestorben in Treblinka. Jakob war der Sohn von Karl und Katharina Czasny (geb. Goldfinger). Er war verheiratet mit Leopoldine (geb. Rosenberger) und gemeinsam wohnte das Ehepaar in der Volksgartenstraße 18 in Graz. Der Kaufmann war Besitzer des Ehrenzeichens 2. Klasse vom Roten Kreuz. Nach der Machtübernahme mussten er und seine Frau zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in einem Altersheim in der Großen Schiffgasse 3 im 2. Bezirk wohnhaft waren. Am 14. Juli 1942 wurde das Ehepaar von dort nach Theresienstadt deportiert und am 23. September 1942 nach Treblinka überstellt, wo beide ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Jakob Gapp Jakob Gapp: geboren 26.7.1897 in Wattens, gestorben 14.8.1943 in Berlin-Plötzensee. Gapp trat nach dem Ersten Weltkrieg in den Orden der Gesellschaft Mariä ein und wirkte zwischen 1921 und 1925 als Erzieher und Präfekt im Marieninstitut in Graz. Danach legte er das ewige Gelübde ab und studierte in Freiburg Theologie. Zwischen 1934 und 1938 war Gapp wieder in Graz als Religionslehrer und Präfekt im Privatgymnasium seines Ordens tätig. Wegen der Verweigerung des Hitler-Grußes wurde er noch im März 1938 aus Graz weg versetzt und kam über Freistadt und Reute zunächst nach Wattens und 1939 nach Frankreich und Spanien. 1942 wurde er durch einen Spitzel, der ihn bat, Juden im katholischen Glauben zu unterweisen, der Gestapo verraten, die ihn an der spanisch-französischen Grenze verhaftete. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 2. Juli 1943 wegen „öffentlicher und privater Hetze gegen das deutsche Volk“ zum Tode. Er wurde am 14. August 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. 1996 wurde das Todesurteil aufgehoben und Gapp seliggesprochen.
  • widerstand_religiös
  • männlich
  • Jakob Löwi Jakob Löwi: geboren 25./26.5.1875 in Wien, gestorben 21.2.1943 in Theresienstadt. Jakob Löwi war verheiratet mit Aloisia (geb. Seceny) und das Ehepaar blieb kinderlos. Jakob Löwi wohnte seit 1901 in Graz und war nach seinem Kriegsdienst im 1. Weltkrieg als selbstständiger Handelsvertreter tätig. In Graz wohnte er in der Kindermanngasse 12/III, ehe er und seine Frau im August 1939 zwangsweise nach Wien übersiedeln mussten. In Wien wohnte er zuletzt in einem Jüdischen Altersheim in der Seegasse 9, von wo er am 27. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet wurde. Das Schicksal seiner Frau Aloisia Löwi gilt bislang als unbekannt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Jakob Löwy Jakob Löwy: 22.11.1873 in Stadtschlaining, gestorben 23.3.1939 in Graz. Jakob war der Sohn von Sohn von Samuel und Johanna Löwy (geb. Ernst) und war verheiratet mit Hermine (geb. Stern). Gemeinsam hatte das Ehepaar die Kinder Erwin, Franz und Margarethe (verh. Welisch). Jakob Löwy war seit 1899 in Graz wohnhaft und betrieb in der Annenstraße 50 ein Kleidergeschäft, wo er auch wohnte. Nach der Liquidation des Geschäftes durch die Nationalsozialisten bemühte er sich mit seiner Frau Hermine Löwy um die Ausreise, doch starb er während der Fluchtvorbereitungen am 23. März 1939 in Graz.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Jakob Makovrič Jakob Makovrič: geboren 1.5.1879, gestorben 1941 in Hartheim. Der verwitwete Schuhmachergehilfe lebte zuletzt in der Schippingerstraße 13 in Graz-Gösting. Am 20. Juli 1937 wurde er mit der Aufnahmezahl 41574 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine gesetzliche Vertretung übernahm der Ober-Offizial i. R. Josef Schulheim. Am 12. Februar 1941 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde Jakob Makovrič im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Jakob Osias Beer Jakob Osias Beer: geboren 22.8.1898 in Żabnica, gestorben 1944 im KZ Auschwitz. Jakob Osias Beer war der Sohn von Matityahu (Mattes) Beer und Rosalia (geb. Posner). Er heiratete Frieda Frimet (geb. Schwarz), mit der er die beiden Kinder Theodor Maximilian und Stella hatte. Er wanderte aus Radymno nach Graz zu, wo er als Privatbeamter arbeitetet. Bis zu seiner Flucht nach Frankreich lebte er in Graz. Am 07.09.1942 wurde er mit Transport 29 von Drancy ins KZ Auschwitz deportiert, wo er ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Jakob Peklar Jakob Peklar: geboren 25.1.1903 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er wurde in Graz-St. Peter als Sohn des Schuhmachermeisters Jakob Peklar und dessen Ehefrau Antonia, geb. Atzenhofer, geboren. Am 19. Februar 1928 heiratete er in der Pfarre St. Peter die aus dem Bezirk Feldbach stammende Schneiderin Maria Egger. Mit einem Urteil des Oberlandesgerichts Graz vom 10. Juli 1934 wurde diese Ehe allerdings geschieden. Zu diesem Zeitpunkt saß Jakob Peklar vermutlich noch in Haft. Er war am 26. Juli 1933 zu einem Jahr schweren Kerker verurteilt worden, da er behauptet hatte, zwei Landesgendarmeriebeamte hätten versucht, ihn mittels einer Giftinjektion zu ermorden. Zuvor war er bereits 22-mal unter anderem wegen Diebstahls, Amtsbeleidigung, Misshandlung seiner Ehefrau und Zechprellerei verurteilt worden. Am 11. Februar 1935 wurde er mit der Aufnahmezahl 39544 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Die Einweisung des arbeitslosen Schuhmachergehilfen hatte das Landesgericht für Strafsachen veranlasst. Zuletzt wohnte er am Neufeldweg 74 und wurde durch den „Besitzer“ Hans Kernbichler gesetzlich vertreten. Am 20. Jänner 1941 wurde Jacob Peklar in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Jakob Propst Jakob Propst: geboren 30.12.1885 in Wien, gestorben 9.10.1942 in Maly Trostinec. Jakob war der Sohn von Tobias Chaim Tewel und Josefine Propst (geb. Grünmandel) und war verheiratet mit Szerene (geb. Paskusz). Gemeinsam hatte das Ehepaar die Kinder Olga, Friedrich und Artur. Laut dem Auswanderungsfragebogen von Szerene Propst war das Ehepaar 1938 bereits seit 5 Jahren geschieden. Der Kaufmann Jakob Propst wohnte in der Kastellfeldgasse 27 in Graz, ehe er während des 2. Weltkriegs in einer Sommerwohnung in der Pazmanitengasse 4/9 in Wien untergebracht wurde. Am 05. Oktober 1942 wurde er von Wien nach Maly Trostinec deportiert und dort sofort nach seiner Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Jakob Rosenberg Jakob Rosenberg: geboren in Ungarn, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Über das Ehepaar Rosenberg sind nur wenige Informationen bekannt. Jakob war verheiratet mit Gisella Rosenberg und das Ehepaar lebte vor dem 2. Weltkrieg in Graz. Beide wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Jakob Rosenthal Jakob Rosenthal: geboren 26.2.1866, gestorben 13.5.1944 in Theresienstadt. Der Geburtsort von Jakob Rosenthal ist bislang nicht bekannt. Er war verheiratet mit Judith (geb. Drechsler) und war der Vater von Rudolf Rosenthal. Jakob Rosenthal wohnte am Lendplatz 14 in Graz. Nach der Zwangsumsiedlung nach Wien war er in einem jüdischen Altersheim in der Seegasse 9 wohnhaft. Von dort wurde er am 09. Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo er ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Jakob Sket Jakob Sket: geboren 2.7.1892 in Kostrivnica (Slowenien), gestorben 1941 in Hartheim. Der verheiratete Schuhmachergehilfe war der Sohn der ledigen Keuschlerstochter Maria Sket und lebte in Graz in der Afritschgasse 36. Er wurde am 25. September 1931 mit der Aufnahmezahl 36618 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ab dem 7. Mai 1932 übernahm seine Ehefrau Maria Sket seine gesetzliche Vertretung. Zeitweise war er auch in der Heilanstalt der Barmherzigen Brüder in Kainbach untergebracht. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 4. Februar 1941 wurde er jedoch nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Jakob Sket wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • James Freund James Freund: geboren 8.12.1893 in Graz, gestorben in Jasenovac. Freund war der Sohn des Grazer Bäckers Adolf Freund und seiner Frau Olga (geb.) Pollak. Er war ledig und arbeitete als Handelsagent in Graz. Im Mai 1939 floh er nach Jugoslawien und wurde dort nach dem Einmarsch der Deutschen ins KZ Jasenovac eingeliefert, wo er umkam.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Janos Vajda Janos Vajda: geboren 15.8.1919 in Csurgo (Ungarn), gestorben 12.1.1945 Mühldorfer Hart. Der Sohn von Zoltan Remenyi und Ilona Vajda besuchte den Abiturientenkurs der Handelsakademie Grazbachgasse, den er Ende 1937 frühzeitig verlassen musste. In Graz wohnte er vor dem 2. Weltkrieg in der Wielandgasse 22/1. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ging er wieder zurück nach Ungarn, wo er als Kaufmann tätig wurde. Am 11. November 1944 wurde er im KZ Dachau registriert und am 14. November in das Waldlager 5 des KZ-Außenlagers Mühldorfer Hart überstellt, wo er Anfang 1945 an angeblicher Herzschwäche verstarb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Jenny Fürst Jenny Fürst: geboren 24.10.1870 in Graz, gestorben 1942 in Treblinka. Jenny Fürst war die Tochter des Grazer Weinhändlers Moritz Fürst und seiner Frau Laura (geb. Planer). Mit ihrem Bruder Adolf lebte sie zuletzt m Marburger Kai 47 in Graz. Sie musste 1939 zwangsweise von Graz nach Wien gehen und wohnte dort am Wilpretmarkt 8/26, von wo sie und ihr Bruder am 20. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden. Noch am 21. September desselben Jahres wurde sie weiter nach Treblinka gebracht und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Jenny Zerkowitz Jenny Zerkowitz, geb. Nettel: geboren 5.3.1860 in Nachod (Tschechien), gestorben 22.12.1942 in Theresienstadt. Jenny war die Tochter von Adalbert und Rosalia Nettel (geb. Wiesner) und war die Frau des Grazer Architekten Alexander Zerkowitz, der bereits im Jahr 1927 verstarb. Gemeinsam hatte das Ehepaar die Kinder Bruno, Oskar, Sylvia (verh. Flecker-Königstein), Berta, Ernst, Friedrich und Elsa. Ihre ersten fünf Kinder wurden noch in Banja Luka (heutiges: Bosnien und Herzegowina) geboren, ehe die Familie 1895 nach Graz übersiedelte. Sie wohnte seit 1911 in dem von Alexander Zerkowitz erbauten Haus Humboldtstraße 33 in Graz und war die Erbauerin und Eigentümerin des Margaretenbads in Graz, das 1938 durch den Nationalsozialisten Ott Bröderer „arisiert“ wurde. Zudem musste sie am 28. November 1938 aus ihrem Haus in der Humboldtstraße 33 ausziehen. Zuletzt war sie bei ihrem Sohn Bruno und seiner Frau Anna Zerkowitz in der Wastlergase 8 gemeldet. 82jährig wurde sie im Oktober 1941 nach Wien in ein Pensionistenheim auf der Hohen Warte 32 gebracht. Am 28. Juni 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 22. Dezember 1942 starb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Jetti Hermann vor dem 2. Weltkrieg in Graz; im Verzeichnis der von Graz nach Wien übersiedelten Juden; zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Krummbaumgasse 1. 1020 Wien; 02.11.1941 Deportation von Wien nach Litzmannstadt (Lodz)
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Johann Ball Johann Ball: geboren 14.5.1892 in Übelbach, gestorben 1941 Hartheim. Er war der Sohn des Papierfabrikarbeiters Johann Pall (in der Papiermanufaktur Ruhmann) und dessen Ehefrau Maria. Johann Ball hatte keinen Beruf erlernt und lebte zuletzt in Andritz, Grazerstraße 23. Er war zunächst in der Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder in Kainbach untergebracht und wurde schließlich am 1. Juli 1940 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ verlegt. Bis zu seiner „Überstellung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 13. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Johann Ball wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Johann Bartl Johann Bartl: geboren 17.8.1904 in Graz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er arbeitete als Lackierer und war zuletzt als Pflegling im Städtischen Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36) untergebracht. Am 14. August 1939 wurde er schließlich mit der Aufnahmezahl 392 auf die Station 1a der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ verlegt. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 13. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Johann Bartl wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Johann Edelsbrunner Johann Edelsbrunner: geboren 1895, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er war als „Gemeindearmer“ im Städtischen Siechenhaus in der Armenhausgasse 34 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 34) untergebracht. Am 24. Februar 1927 wurde er mit der Aufnahmezahl 32201 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als sein gesetzlicher Vertreter war der Amtsrat i. R. Karl Kremser eingetragen. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 10. Oktober 1940 wurde er jedoch nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Johann Edelsbrunner im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Johann Eisner Johann Eisner: geboren 3.8.1910 in Maria Lankowitz, gestorben 1941 in Hartheim. Am 18. März 1936 wurde der Fleischergehilfe mit der Aufnahmezahl 40426 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als sein gesetzlicher Vertreter wurde sein Bruder August Eisner eingetragen. Seine letzte bekannte Adresse lautete Lagergasse 115. Er wurde in die Heilanstalt Graz-Messendorf verlegt. Am 9. April 1941 wurde er in den „Feldhof“ zurücküberstellt und mit dem letzten bekannten Transport am 9. Juni 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Johann Eisner wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS- „Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Johann Hiden Johann Hiden: geboren 23.8.1883 in Stiwoll, gestorben 5.2.1945 im KZ Dachau. Hiden war in der Ersten Republik Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und des Republikanischen Schutzbundes. Infolge der Februarkämpfe 1934 wurde er verhaftet und im Anhaltelager Messendorf interniert. Der während der NS-Zeit bereits im Ruhestand befindliche Polizeiinspektor wurde am 28. April 1942 verhaftet, da er ausländische Radiosendungen gehört hatte. Das Sondergericht Graz verurteilte ihn deshalb am 27. November 1942 zu 18 Monaten Zuchthaus. Am 23. August 1944 wurde er im Zuge der Verhaftungen gegen NS-Gegner infolge des Hitler-Attentats erneut verhaftet und gemeinsam mit Karl Maria Stepan und anderen am 26. September 1944 ins KZ Flossenbürg überstellt. Von dort kam er am 4. November 1944 ins KZ Dachau, wo am 5. Februar 1945 angeblich an „Flecktyphus“ gestorben ist.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Johann Hofer Johann Hofer: geboren 5.12.1920 in Graz, gestorben 2.5.1941 in Cacak (Serbien). Johann Hofer arbeitete als Brunnenmacher, ehe er zu Kriegsbeginn zur Wehrmacht einberufen wurde. Da er ein Mitglied der Zeugen Jehovas war, verweigerte er den Wehrdienst und wurde deshalb am 16. April 1940 vom Reichskriegsgericht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt und zu einer Bewährungseinheit überstellt. Er soll am 22. April 1941 vom Gericht der 60. Infanterie-Division zum Tode verurteilt und am 2. Mai 1941 in Cacak erschossen worden sein.
  • zeugenjehovas
  • jugendlich
  • männlich
  • Johann Hohler Johann Hohler: geboren 27.5.1908 in Garz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn von Johann Hohler, dem späteren Direktor der Steirerbank AG, und dessen Ehefrau Josefa, geb. Gargitter. Am 22. Jänner 1934 wurde er mit der Aufnahmezahl 38744 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Er lebte im Haus seiner Eltern am Ruckerlberggürtel 14 und wurde seit dem 2. April 1935 von seinem Vater gesetzlich vertreten. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 20. Jänner 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Johann Hohler im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Johann Jahn Johann Jahn: geboren 10.6.1898 in Marburg/Maribor, gestorben 23.9.1943 in Graz. Johann Jahn gehörte in der Ersten Republik der Sozialdemokratischen Partei und dem Republikanischen Schutzbund in Graz an. Im Herbst 1936 wurde der Eisenbahner wegen des Verdachts Mitglied der illegalen Eisenbahnergewerkschaft zu sein verhaftet und vier Monate angehalten. Zudem verlor er seine Arbeit bei der Bahn und wurde erst wieder 1938 eingestellt. Als Lorenz Poketz 1940/41 die „Rote Gewerkschaft“ aufbaute, gründete Jahn im Bereich des Hauptbahnhofs Graz eine Betriebszelle der „Roten Gewerkschaft“. Die Gestapo verhaftete ihn am 21. August 1942. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 18. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Johann Jahn wurde am 23. September 1943 im Landesgericht Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Johann Kleindl Johann Kleindl: geboren 26.8.1905, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er war ohne Beruf und lebte zuletzt bei seinem Vater, dem Nachtwächter Johann Kleindl, in der Mittelgasse 4/II (heute Hanuschgasse 4/II). Am 28. September 1927 wurde er mit der Aufnahmezahl 32767 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Bereits seit dem 14. Juni 1926 hatte sein Vater Johann Kaindl seine gesetzliche Vertretung inne. Im Laufe der Jahre wurde Johann Kleindl mehrfach zwischen den Heilanstalten Kainbach und Messendorf transferiert und schließlich nach Graz zurücküberstellt. Am 14. Oktober 1940 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz verlegt. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 14. November 1940 als fiktives Sterbedatum eingetragen und die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Grafeneck (Baden-Württemberg) als Sterbeort angegeben. Seine Urne wurde am 3. Dezember 1940 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 11C205 beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Johann Krenn Johann Krenn: geboren 25.12.1901 in Graz, gestorben 8.6.1943 in Graz. Johann Krenn war Eisenbahner in Graz, der im Rahmen der von Lorenz Poketz aufgebauten „Roten Gewerkschaft“ bei den Eisenbahnern Geld für die Familien der Hinterbliebenen spendete. Er wurde deshalb am 4. Jänner 1943 von der Gestapo verhaftet und am 25. Jänner 1943 ins Landesgericht überstellt. Von dort kam er ins Zuchthaus Karlau, wo er noch vor der Anklageerhebung am 8. Juni 1943 starb.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Johann Maier Johann Meier: geboren 26.11.1896 in Burgegg bei Deutschlandsberg, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er arbeitete als Schlossergehilfe in der Grazer Brückenbau-Anstalt in Eggenberg. Am Abend des 5. Jänner 1930 brach er in die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin Maria Matschek ein. Diese hatte die Beziehung wenige Wochen zuvor beendet und ihn aus der Wohnung gewiesen. Meier stützte sich auf sie, stach mit einem Messer auf sie ein und würgte sie. Anschließend verband er die Schwerverletzte und ging am nächsten Morgen normal zur Arbeit. Johann Meier wurde noch am Vormittag desselben Tages verhaftet. Im Anschluss sind mehrere Aufenthalte in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ belegt. Am 7. Juni 1940 wurde er schließlich mit der Aufnahmezahl 1259 erneut in diese Anstalt eingewiesen. Johann Meier hatte zuletzt in der Westgasse 188 gewohnt. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach der Überstellung wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 14. November 1940 als fiktives Sterbedatum eingetragen und die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Grafeneck (Baden-Württemberg) als Sterbeort angegeben. Seine Urne wurde am 25. November 1940 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 8C1 beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Johann Massl Johann Massl: geboren 7.1.1906 in Graz, gestorben 9.4.1945 im KZ Mauthausen. Johann Massl arbeitete als Schleifer bei den Steyr-Daimler-Puch-Werken in Graz. Er hörte in seiner Wohnung ausländische Radiosendungen, was von Nachbarn angezeigt wurde. Massl wurde deshalb am 18. September 1944 von der Gestapo verhaftet und am 27. September 1944 zunächst ins KZ Flossenbürg überstellt, von wo er am 23. Oktober ins KZ Mauthausen kam. Dort ist er am 9. April 1945 gestorben.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Johann Moser Johann Moser: geboren 2.11.1900 in St. Peter am Kammersberg, gestorben 10.10.1940 in Brandenburg. Der seit 1935 in Graz lebende Hilfsarbeiter trat 1934 aus der römisch-katholischen Kirche aus und wurde Mitglied der Zeugen Jehovas. Auf Grund seiner religiösen Überzeugung verweigerte er den Wehrdienst und wurde deshalb im Sommer 1940 in Graz verhaftet und am 23. August 1940 vom Reichskriegsgericht in Berlin wegen Wehrdienstverweigerung angeklagt. Das Gericht verurteilte ihn am 17. September 1940 wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ zum Tode. Moser wurde am 10. Oktober 1940 im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet.
  • zeugenjehovas
  • männlich
  • Johann Muhr Johann Muhr: geboren 13.8.1889 in Heiligenkreuz am Waasen, gestorben 1940 in Hartheim. Er war der Sohn des Bauern Josef Muhr und dessen Ehefrau Maria. Der zuletzt in der Kirchengasse 1 wohnhafte Diener wurde am 31. Dezember 1934 mit der Aufnahmezahl 39439 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ab dem 24. April 1935 übernahm sein Vater Josef Muhr seine gesetzliche Vertretung. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Johann Muhr wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Johann Pucher Johann Pucher: geboren 10.6.1901 in Knittelfeld, gestorben 10.3.1945 in Focșani (Rumänien). Johann Pucher gehörte seit seiner Jugend sozialdemokratischen Organisationen wie der Sozialistischen Arbeiterjugend und später der Sozialdemokratischen Partei an. Er arbeitete als Gemeindeverwaltungssekretär der Feuerschutzpolizei in Graz. Als Lorenz Poketz gemeinsam mit anderen daran ging, im Herbst 1940 in Graz die „Rote Gewerkschaft“ aufzubauen, wurde Pucher im Sommer 1941 vom Bezirksleutnant der Berufsfeuerwehr Graz, Franz Steingruber, für die „Rote Gewerkschaft“ angeworben und gebeten, monatlich zu spenden. Die Mitglieder der Gruppe wurden Anfang des Jahres 1943 von der Gestapo verhaftet und Pucher wurde mit anderen Feuerwehrmännern am 18. Mai 1943 vom Obersten SS- und Polizeigericht München wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt und am 9. Juli 1943 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Während andere mit Pucher Verurteilte ins KZ kamen, wurde er im November 1944 zur sog. Bewährungseinheit „Brigade Dirlewanger“ eingezogen, wo er am 10. März 1945 in Focșani im Lazaret starb.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Johann Ranftl Johann Ranftl: geboren 20.6.1898 in Graz, gestorben 10.1.1944 in Graz. Der Grazer Postangestellte gehörte in der Ersten Republik zunächst der Sozialistischen Arbeiterjugend und ab 1928 dem kommunistischen „Roten Frontkämpferbund“ und später der Arbeiterwehr an, wo er auch verschiedene Funktionen inne hatte und immer wieder als Redner auftrat. Er unterstützte zunächst ab 1939 auf eigene Initiative die Frau des vom Volksgerichtshof verurteilten Leiters der KPÖ August Pirker und war später Mitglied der „Roten Gewerkschaft“, für die er auch als Kassier tätig war. Ranftl wurde deshalb am 27. Mai 1943 festgenommen. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 22. Oktober 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Ranftl wurde am 10. Jänner 1944 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Johann Röck Johann Röck: geboren 20.10.1892 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Fabriksarbeiters Anton Röck und dessen Ehefrau Franziska, geb. Pelezl. Der Hilfsarbeiter wurde am 19. April 1927 mit der Aufnahmezahl 32344 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt lebte er bei seiner Familie in der Fischergasse 5. Ab dem 23. August 1927 übernahm sein Vater Anton Röck seine gesetzliche Vertretung. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 20. Jänner 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Johann Röck im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Johann Schleich Johann Schleich: geboren 5.8.1919 in St. Peter bei Graz, gestorben 4.1.1945 in Graz. Schleich arbeitete nach der Schule als Maschinenarbeiter im Steyr-Daimler-Puchwerk in Graz, wo er 1938 führend beim Aufbau von Widerstandszellen der KPÖ im Betrieb beteiligt war. Im Jänner 1939 verhaftete ihn die Gestapo und er wurde zu einem Jahr und fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Nach der Haftentlassung arbeitete er in Donawitz und Judenburg, wo er ab 1943 am Neuaufbau der KPÖ mitwirkte. Als Judenburger Vertreter der KPÖ war er bei der Gründung der Partisanengruppe Leoben/Donawitz dabei, die unter dem Namen „Österreichische Freiheitsfront“ (ÖFF) 1944 den bewaffneten Kampf aufnahm. Er war innerhalb der ÖFF auch für die Verbindung zu den Bauern zuständig und verfasste an sie gerichtete Flugblätter. In der Nacht vom 27. auf den 28. April 1944 wurde Schleich mit anderen bei einem Feuergefecht, bei dem er angeschossen wurde, von der Gestapo verhaftet. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 14. November 1944 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tod. Am 4. Jänner 1945 wurde Schleich in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Johann Senekowitsch Johann Senekowitsch: geboren 14.12.1890 in Graz, gestorben 14.1.1940 im KZ Mauthausen. Johann Senekowitsch war ein Tischler in Graz, der in den 1930er-Jahren mehrmals wegen Trunkenheit in Haft war. Am 31. Oktober 1938 wurde er in sog. Vorbeugehaft genommen. Seine Frau gab an, er sei auf Betreiben der NSV von der Gestapo verhaftet worden, da er sich abfällig über den Nationalsozialismus geäußert habe. Von Graz wurde er über Wien ins KZ Dachau überstellt und dort als „asozialer“ Häftling registriert. Im Mai 1939 kam er ins KZ Mauthausen, wo er am 14. Jänner 1940 umkam. Als offizielle Todesursache wurde Herzschlag angegeben.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Johann Stelzer Johann Stelzer: geboren 23.12.1890 in Badendorf/Ragnitz, gestorben 13.9.1943 in Graz. Der zeitweise als Straßenbahner und Bauarbeiter in Graz tätige Johann Stelzer gehörte bis 1934 der Sozialdemokratischen Partei und dem Republikanischen Schutzbund an. Nach den Februarkämpfen 1934, bei denen er verwundet wurde, schloss er sich der illegalen KPÖ an. Wegen Widerstands gegen das austrofaschistische Regime wurde er mehrmals festgenommen. Ab 1940 baute er gemeinsam mit Lorenz Poketz und Franz Strohmeier die „Rote Gewerkschaft“ in mehreren Grazer Betrieben auf. Die Gestapo verhaftete ihn am 19. August 1942. Am 17. Juni 1943 verurteilte ihn der Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Stelzer wurde am 13. September 1943 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Johann Strasser Johann Strasser: geboren 24.8.1900 in Graz, gestorben 13.9.1943 in Graz. Der Angestellte Johann Strasser war in der Ersten Republik Obmann der Sozialistischen Jugend in St. Peter bei Graz und gehörte später der Sozialdemokratischen Partei an. 1938 wurde er Zuge der „Neuordnung des Berufsbeamtentums“ aus dem Dienst der Krankenkasse entlassen. 1940 baute er gemeinsam mit Lorenz Poketz die „Rote Gewerkschaft“ in Graz auf und verfasste mit Poketz auch gemeinsam Flugblätter. Am 21. August 1942 verhaftete die Gestapo Strasser, der am 17. Juni 1943 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 13. September 1943 in Graz hingerichtet wurde.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Johann Vidic Johann Vidic (Vitic): geboren 27.5.1894 (1897) in Wien, gestorben 8.2.1945 im KZ Dachau. Johann Vidic war einer von sieben Söhnen von Karl Waitz und Maria Vidic. Die Großfamilie Vidic lebte in Graz und verdiente ihren Lebensunterhalt als Fuhrunternehmer, Pferdehändler und Kutscher. Johann Vidic, wohnhaft in der Fabriksgasse 38, arbeitete als Pferdehändler vermutlich für seinen Bruder Theodor Vidic, der ein Fuhrunternehmen am Griesplatz 6 betrieb. Er war geschieden und Vater von drei Kindern. Johann Vidic wurde am 28. Juni 1939 nach Dachau deportiert und erhielt dort die Häftlingsnummer AZR ( „Arbeitszwang Reich“) DÖ 34413. Am 27. September 1939 wurde er nach Buchenwald überstellt (Häftlingsnummer ASR („Arbeitsscheu Reich“) D 2710) und schließlich am 20. August 1941 in das KZ Mauthausen überführt. Am 13. Februar 1943 wurde er erneut in das KZ Dachau verlegt (Häftlingsnummer AZR DÖ 44131), wo er am 8. Februar 1945 verstarb.
  • roma
  • männlich
  • Johann Windisch Johann Windisch: geboren 29.5.1903 in Feldkirchen bei Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Fleischhauers Mathias Windisch und dessen Ehefrau Anna, geb. Jandl. Am 4. August 1937 wurde er mit der Aufnahmezahl 41608 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine letzte bekannte Adresse lautete Sandgasse 32. Er wurde später in die Heilanstalt Graz-Messendorf untergebracht. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 13. Februar 1941 wurde er jedoch nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Johann Windisch im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Johann Zeitz Johann Zeitz: geboren 4.4.1910 in Graz, gestorben 1940 in Hartheim. Er war der Sohn der ledigen Fabriksarbeiterin Mathilde Zeitz und war als Schuhmachergehilfe tätig. Am 14. Jänner 1931 wurde er mit der Aufnahmezahl 35872 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er in der Attemsgasse 23. Johann Zeitz wurde im Laufe der Jahre mehrmals verlegt und war auch in den Heilanstalten Graz-Messendorf und Kainbach untergebracht. Am 28. Mai 1940 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Johanna Heinrich Johanna Heinrich: geboren 4.9.1867 in Aschau, gestorben in Treblinka. Johanna Heinrich lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Leechgasse 49 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste sie zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Großen Stadtgutgasse 24/9 wohnte. Am 20. August 1942 wurde sie von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 21. September 1942 nach Treblinka überstellt, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Johanna Markus Johanna Markus: geboren 4.5.1870 in Graz, gestorben in Treblinka. Johanna war die Tochter von Heinrich und Regina Markus (geb. Schreier). Sie war ledig und wohnte in der Reitschlugasse 7 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste sie zwangsweise nach Wien umsiedeln, wo sie zuletzt in der Blumauergasse 20/14 wohnhaft war. Am 20. Juni 1942 wurde Johanna Markus nach Theresienstadt deportiert und am 19. August 1942 nach Treblinka überstellt, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Johanna Ofner Johanna Ofner: geboren 2.2.1907 in Köflach, gestorben 1941 in Hartheim. Sie wurde als uneheliche Tochter von Katharina Ofner geboren. Diese stammte aus der Gemeinde Edelschrott und arbeitete als Dienstmagd. Johanna Ofner wurde am 9. November 1935 mit der Aufnahmezahl 40162 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Man beschrieb ihre soziale Stellung als „Lebensgefährtin, ohne Beruf“ und sie wohnte zuletzt in der Hackhergasse 11. Der Schlosser Alois Lang, wohnhaft an derselben Adresse, übernahm am 16. Jänner 1936 ihre gesetzliche Vertretung. Johanna Ofner wurde am 8. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Johanna Pichler Aloisia Pichler: geboren 21.6.1902, gestorben 1941 in Hartheim. Als zuständige Heimatgemeinde wurde der Feistritzgraben bei Judenburg angegeben. Die „Hausgehilfin“ wohnte zuletzt in der Schörgelgasse 47. Am 27. April 1931 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 36191. Ab dem 23. Februar 1932 übernahm der Amtsrat Karl Kremser ihre gesetzliche Vertretung. Am 15. Jänner 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Aloisia Pichler im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 24. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Johanna Reiner Johanna Reiner, geb. Buchgraber: geboren 27.2.1892 in Graz, gestorben 21.1.1945 im KZ Ravensbrück. Reiner war Gärtnerin und Gemüsehändlerin in Graz. Sie wurde gemeinsam mit ihrer Nachbarin Mathilde Geschwinder, deren Sohn führend im kommunistischen Widerstand rund um Richard Zach aktiv war, als politische Gegnerin denunziert und am 19. September 1944 von der Gestapo verhaftet. Am 29. September wurde sie ins KZ Ravensbrück deportiert, wo sie am 21. Jänner 1945 umkam.
  • weiblich
  • NS-Gegnerschaft
  • Johanna Rom Johanna Rom: geboren 1.12.1888 in Graz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Am 5. Jänner 1926 wurde sie mit der Aufnahmezahl 31030 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie wurde als „Siechenhauspflegling“ bezeichnet und ihre letzte Wohnadresse wurde mit Annenstraße 12 angegeben. Hans Timet war seit dem 3. August 1929 als ihr gesetzlicher Vertreter eingetragen. Am 17. April 1926 wurde sie in die Heilanstalt nach Maria Lankowitz verlegt. Am 30. September 1940 wurde sie zunächst in den „Feldhof” zurücküberstellt und am 14. Oktober 1940 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Johanna Rom im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 15. November 1940 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Johanna Weinwurm Johanna Weinwurm, geb. Löwinger: geboren 11.2.1889 in Leoben, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Johanna war die Tochter von Alexander und Rosalie Löwinger (geb. Steiner) und die Schneiderin war verheiratet mit Alexander Weinwurm. Gemeinsam hatten sie die Kinder Ernst und Friedrich und wohnten in der Rankengasse 15 in Graz. Von hier musste sie zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Großen Mohrengasse 20/17 wohnte. Am 01. Oktober 1942 wurden Mutter und Sohn von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 15. Dezember 1943 wurden sie nach Auschwitz überstellt. Johanna Weinwurm und ihr Sohn Ernst wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Jolan Mittler Jolan Mittler: geboren 02.11.1886 in Komárno (Slowakei), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Jolan war verheiratet mit Alfred Mittler. Das Ehepaar wohnte in der Stubenberggasse 7 in Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien in die Mittelgasse 37 im 6. Bezirk übersiedeln mussten. Zuletzt waren die beiden wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Blumauergasse 11 im 2. Wiener Bezirk, von wo sie am 27. April 1942 nach Włodawa deportiert wurden. Alfred und Jolan Mittler wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Josef Andrejek Josef Andrejek: geboren 27.2.1925 in Graz, gestorben 28.4.1945 in Ligist. Josef Andrejek war aus der Wehrmacht desertiert und gehörte der Widerstandsgruppe Weinberger in Graz an, deren Mitglieder sich im Frühjahr 1945 in der Payer-Weyprecht-Straße 10 versteckt hielten. Am 25. April 1945 wurden sie von der Gestapo im Zuge einer groß angelegten Suchaktion in der Gasse überrascht. Während ein Teil der Gruppe nach einem Feuergefecht verhaftet wurde, gelang es mehreren Mitgliedern und einem britischen Agenten zu fliehen. Sie versuchten in Ligist unterzutauchen, wurden aber auf dem Weg dorthin entdeckt. Bei einem Gefecht mit Einheiten der Wehrmacht, Gendarmerie und Gestapo in der Nähe des Schosses in Ligist wurde Andrejek mit drei weiteren Mitgliedern am 28. April 1945 erschossen.
  • widerstand_politisch
  • jugendlich
  • männlich
  • Josef Beywl Josef Beywl: geboren 30.3.1886 in Wien, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er wohnte in der Karlauerstraße 4, bevor er am 28. Juni 1924 mit der Aufnahmezahl 29638 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen wurde. Der geschiedene Postbeamte wurde im Laufe der Jahre mehrmals verlegt und war auch in den Heilanstalten Graz-Messendorf und Kainbach untergebracht. Seit dem 20. Oktober 1924 war Kanzleidirektor Josef Miesenböck, Nelkengasse 2, als sein gesetzlicher Vertreter eingetragen. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde Josef Beywl nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Er wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Josef Bienenstock Josef Bienenstock: geboren 24.6.1876 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Josef Bienenstock war der Sohn von Jacob und Antonie Miriam Trana Bienenstock (geb. Rosenblum). Er war ledig und wohnte in der Feuerbachgasse 19 in Graz, von wo er am 31. Juli 1939 zwangsweise nach Wien siedeln musste. In Wien war er zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Krummbaumgasse 10 im 2. Bezirk. Am 12. März 1941 wurde er von Wien nach Lagow-Opatow deportiert. Josef Bienenstock wurde im Zuge der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Josef Blaindorfer Josef Blaindorfer: geboren 6.11.1896 in Wörth an der Lafnitz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er war der Sohn von Josef Blaindorfer und der Keuschlerstochter Anna Sommer. Der verheiratete Brauereiarbeiter wurde am 20. März 1933 mit der Aufnahmezahl 37986 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ in Graz eingewiesen. Seine letzte bekannte Adresse lautete Neue Poststraße 100 (seit 1947 Am Wagrain 100). Als sein gesetzlicher Vertreter war seit dem 29. Mai 1933 seine Ehefrau Aloisia Blaindorfer eingetragen. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Er wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Josef Blühweiss Josef Blühweiss: geboren 18.04.1905 in Graz, gestorben 1943 im KZ Auschwitz. Josef war der Sohn von Samuel Blühweiss und Katharina (geb. Nagele). Er war ledig und als Buchhalter in Graz tätig. Im Jahr 1938 war er noch wohnhaft am Lendkai 29. Als sein letzter Wohnort in Graz wird findet sich in seinem Auswanderungsfragebogen im Jahr 1939 die Färbergasse 2. Er flüchtete danach nach Jugoslawien und lebte dort zwischenzeitlich in Varaždin. Schließlich wurde er ins KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Josef Brantner Josef Brantner: geboren 2.1.1905 in Eggenberg bei Graz, gestorben 23.9.1943 in Graz. Der Grazer Eisenbahner war bis 1934 Mitglied der „Freien Gewerkschaft“ und deren Vertrauensmann bei der österreichischen Bundesbahn. Er wurde von Johann Jahn 1940 für die „Rote Gewerkschaft“ angeworben, bei der er in der Folge Zellenleiter im Bereich des Hauptbahnhofs Graz war. Nach der Festnahme von Jahn übernahm er im August 1942 dessen Funktion als Leiter der „Roten Gewerkschaft“ bei der Bahn. Am 14. Dezember 1942 wurde auch er von der Gestapo festgenommen und am 18. Juni 1943 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Johann Brantner wurde am 23. September 1943 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Josef Fon Josef Fon: geboren 16.4.1912 in Trnovo (Slowenien), gestorben 12.11.1944 in Graz. Bis 1935 lebte der Slowene mit italienischer Staatsangehörigkeit in Italien, wo er Mitglied der Faschistischen Partei war. 1935 ging er nach Slowenien und arbeitete bis 1940 als Kraftfahrer und anschließend als Schlosser bei der jugoslawischen Eisenbahn. Nach dem Überfall auf Jugoslawien 1941 übernahm ihn die Deutsche Reichsbahn und er kam nach Graz. In der Grazer Eisenbahnerbaracke lernte er 1942 Albin Škodnik kennen, mit dem er sich über den Partisanenkampf in Slowenien unterhielt und die ihm von Škodnik übergebenen slowenischen Flugblätter an Arbeitskollegen weitergab. Er wurde im Jänner 1944 festgenommen und am 23. September 1944 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt. Fon wurde am 12. November 1944 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Josef Gadolla Josef Felix Clemens (Ritter von) Gadolla: geboren 14.1.1897 in Graz, gestorben 5.4.1945 in Gotha. Josef Gadolla stammte aus einer steirischen Adelsfamilie und besuchte die Militärschule in Graz. Er wirkte sowohl im Ersten Weltkrieg als auch im österreichischen Bundesheer ab 1919 als Offizier. Nach dem „Anschluss“ 1938 wollte der Kriegsinvalide in Pension gehen, was aber abgelehnt wurde. Er wurde stattdessen 1939 in das Luftwaffenpersonalamt des Wehrbezirks Marktredwitz als Oberstleutnant übernommen. Im Mai 1943 wurde er als Wehrmeldeamtsleiter nach Gotha in Thüringen versetzt, wo er am 1. Februar 1945 zum Kampfkommandanten der Stadt vereidigt wurde. Am 3. April 1945 versuchte er die amerikanischen Truppen von einer kampflosen Übergabe der Stadt zu informieren. Deshalb wurde er vom Standgericht der deutschen Wehrmachtskommandantur zum Tode verurteilt und am 5. April 1945 standrechtlich erschossen.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Josef Hahn Josef Hahn: geboren 5. 4. 1899 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Kaufmanns Josef Hahn und hatte mit diesem in der Griesgasse 18 gelebt. Am 1. Juli 1940 wurde er mit der Aufnahmezahl 1349 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Bis zu diesem Zeitpunkt war Josef Hahn bereits seit vier Jahren in der Heil- und Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder in Kainbach untergebracht gewesen. Der letzte Eintrag in seinem Krankenblatt stammt vom 6. Februar 1941, kurz darauf erfolgte seine „Verlegung” in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz. Noch am Tag seiner Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Josef Hahn im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Josef Hutter Josef Hutter: geboren 9.12.1902, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Schwimmschulpächters Johann Hutter und dessen Ehefrau Zäzilia, geb. Wallner. Der arbeitslose Schwimmlehrer wurde am 22. Dezember 1932 mit der Aufnahmezahl 37759 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als seine letzte Adresse wurde die Wartingergasse 25 angegeben. Seine gesetzliche Vertretung übernahm Max Kristl. Josef Hutter war am 2. November 1932 in Wien festgenommen worden, nachdem er den Obelisken vor dem Schönbrunner Schlosspark bestiegen hatte und nur durch einen Feuerwehreinsatz wieder heruntergeholt werden konnte. Diese Aktion wurde von hunderten Schaulustigen beobachtet und erregte große Aufmerksamkeit. Am 14. Oktober 1940 wurde Josef Hutter in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 14. Jänner 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Seine Urne wurde am 11. Februar 1941 auf dem Grazer Leonhardfriedhof beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Josef Hödl Josef Hödl: geboren 7.1.1911 in Graz, gestorben 1940 In Hartheim. Er war der Sohn des Kanzleiexpedienten der Südbahn, Emil Hödl, und dessen Ehefrau, der Köchin Maria, geb. Pudelko. Am 3. August 1933 wurde der Tischlerlehrling mit der Aufnahmezahl 37362 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Er lebte am Lendkai 27 und wurde seit dem 2. Dezember 1932 von seinem Vater Emil Hödl gesetzlich vertreten. Dieser wohnte ebenfalls am Lendkai 27. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 20. Jänner 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Josef Hödl im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Josef Janovsky Josef Janovsky: geboren 15.9.1905 in Lwiw (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Josef war der Sohn von Abraham Janovsky und dessen ersten Ehefrau Rosalie (geb. Rauzumann). Seine Mutter starb bereits im Jahr 1918. Josef war vor dem 2. Weltkrieg wohnhaft in der Kopernikusgasse 13 in Graz. Über sein Schicksal nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ist wenig bekannt. Josef Janovsky wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Josef Klein Josef Klein: geboren 29.11.1901 in Graz, gestorben 2.2.1945 in Graz. Der Grazer Hilfsarbeiter Josef Klein führte in den 1920er und 30er Jahren ein eher unstetes Leben, wobei er mehrfach wegen Diebstahls mit dem Gesetz in Konflikt geriet. Aufgrund dieser Verurteilungen galt Klein als „wehrunwürdig“. Doch da Soldaten an der Front benötigt wurden, wurde er 1943 zum Bewährungsbataillon 999 eingezogen. Anfang August 1943 entfernte er sich von seiner Truppe am Truppenübungsplatz in Heuberg, der Ausbildungsstätte der 999er. Er ging nach Graz, wo er sich in den Wäldern bei Petersbergen aufhielt. Im Winter versteckte er sich in seiner Wohnung, wo er am 19. Jänner 1944 von der Polizei aufgespürt wurde. Nach einem Schusswechsel konnte er entkommen und versteckte sich in der Folge im Wald zwischen Straßgang und Gödersberg. Am 21. August 1944 wurde er in seinem neuen Versteck entdeckt. Im Zuge der Einvernahme konnten ihm auch einige Diebstähle in den letzten Monaten nachgewiesen werden. Das Divisionsgericht z.b.V. 438 in Graz verurteilte Klein wegen Diebstahl und Desertion am 30. November 1944 zum Tode. Er wurde am 2. Februar 1945 in Graz hingerichtet.
  • männlich
  • widerstand_deserteure
  • Josef Kocher Josef Kocher: geboren 16.11.1928 in Graz, gestorben 28.4.1945 in Ligist. Josef Kocher gehörte der Widerstandsgruppe Weinberger in Graz an, die sich in der Payer-Weyprecht-Straße 10 versteckt hielt und am 25. April 1945 von der Gestapo im Zuge einer groß angelegten Suchaktion überrascht wurde. Während ein Teil der Gruppe nach einem Schusswechsel verhaftet wurde, gelang es mehreren Widerstandskämpfern und einem britischen Agenten zu fliehen. Sie versuchten in Ligist unterzutauchen, wurden aber auf dem Weg dorthin entdeckt. Bei einem Gefecht mit Einheiten der Wehrmacht, Gendarmerie und Gestapo in der Nähe des Schosses in Ligist wurde Kocher mit drei weiteren Mitgliedern am 28. April 1945 erschossen.
  • widerstand_politisch
  • jugendlich
  • männlich
  • Josef Koinegg Josef Koinegg: geboren 26.3.1906 in Graz, gestorben 8.7.1942 im KZ Dachau. Der Grazer Bautischler wurde am 22. April 1941 als Schutzhäftling ins KZ Dachau überstellt, wo er am 8. Juli 1942 umkam.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Josef Kraus Josef Kraus: 14.12.1869 in Dolní Kralovice (Tschechien), gestorben in Treblinka. Josef war der Sohn von Isak und Ludmila Karoline Kraus (geb. Klineberger). Er war verheiratet mit Olga (geb. Reis) und hatte einen Sohn namens Rudolf. Der Lederhändler Josef Kraus und seine Frau wohnten vor dem 2. Weltkrieg in der Schmiedgasse 31 in Graz und mussten nach dem „Anschluss“ zwangsweise nach Wien übersiedeln. Dort waren sie ab Februar 1942 wohnhaft in einem "jüdischen Altersheim" in der Haasgasse 8. Am 27. August 1942 wurden beide von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 29. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka überstellt, wo er und seine Frau Olga ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Josef Lazic Josef Lazic: geboren 19.7.1904 in Graz, gestorben 30.4.1944. Lazic arbeitete als Friseur in der Sporgasse in Graz und war im Umfeld der kommunistischen Widerstandsgruppen rund um Karl Drews und Richard Zach aktiv. So stellte er u.a. die Verbindung zwischen den Zellen in Graz und der Weststeiermark her und war an der Verbreitung der von Zach herausgegebenen Zeitschrift „Der rote Stoßtrupp“ beteiligt. Im Zuge der Verhaftungswelle gegen das steirische Widerstandsnetzwerk der KPÖ wurde Lazic am 11. Oktober 1941 von der Gestapo in Graz verhaftet. Am 5. März 1942 wurde er nach Berlin überstellt, wo er vom Reichskriegsgericht wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ am 21. August 1942 zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Er kam zur Verbüßung der Haft ins Zuchthaus Stein an der Donau. Von dort wurde er am 24. August 1943 ins Wehrmachtsgefängnis nach Torgau und anschließend in die Strafkompagnie 500 überstellt, wo er am 30. April 1944 umkam.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Josef Motschnik Josef Motschnik: geboren 20.2.1903 in Graz, gestorben 7.10.1943 in Graz. Der Grazer Schlosser war nach den Februarkämpfen 1934 Landesleiter der „Roten Hilfe“ Steiermark. Im November 1934 wurde er deshalb verhaftet und zu sechs Monaten Arrest wegen „illegaler kommunistischer Tätigkeit“ verurteilt. Ab 1940 war er mit Lorenz Poketz führend am Aufbau der „Roten Gewerkschaft“ beteiligt. Motschnik wurde am 21. August 1942 verhaftet und am 29. Juni 1943 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Er wurde am 7. Oktober 1943 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Josef Neuhold Josef Neuhold: geboren 15.8.1890 in Graz, gestorben 25.8.1942 in Wien. Der gelernte Steindrucker schloss sich bereits früh der Arbeiterbewegung an. So war er u.a. 1919 Soldatenrat im Arbeiterhilfskorps und bis 1934 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und des Republikanischen Schutzbundes. 1934 trat er der KPÖ bei. Gemeinsam mit anderen baute er nach dem „Anschluss“ 1938 eine über die ganze Steiermark verzweigte kommunistische Widerstandsorganisation auf. Am 1. Februar 1941 nahm ihn die Gestapo fest. Der Volksgerichtshof verurteilte Neuhold am 28. Juli 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Er starb auf Grund der Misshandlungen vor der Vollstreckung des Urteils am 25. August 1942 in Wien.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Josef Neumeister Josef Neumeister: geboren 8.1.1891 in Oberpurkla, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Bauern Anton Neumeister und dessen Ehefrau Maria, geb. Hofer. Am 28. Mai 1936 wurde er mit der Aufnahmezahl 40581 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine gesetzliche Vertretung übernahm der Amtsrat i. R. Ignatz Griengl. Josef Neumeister wurde zeitweise auch in der Heilanstalt Graz-Messendorf untergebracht. Der zuletzt am Mehlplatz 3/III wohnhafte „gewesene Straßenbahnschaffner“ wurde am 13. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde Josef Neumeister im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Sein Totenschein nennt den 27. Februar 1941 als sein Todesdatum.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Josef Red Josef Red: geboren 3.8.1920 in Gösting bei Graz, gestorben 21.7.1943 in Krymskaja. Josef Red arbeitete nach der Schule zunächst als Hilfsarbeiter und zuletzt als Schleifer. Anfang Dezember 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und in Finnland stationiert. Er gehörte in Graz dem kommunistischen Widerstandskreis um Richard Zach an und produzierte und verteilte mit Hugo Graubner und Alois Kaindl die von Zach verfassten Flugschriften und Streuzettel. Er wurde Ende des Jahres 1941 verhaftet und vom Reichskriegsgericht am 17. August 1942 in Berlin wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde in der Folge zur Bewährung ausgesetzt und Red mit dem Strafbataillon 500 an die Ostfront geschickt, wo am 21. Juli 1943 starb.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Josef Regenfelder Josef Regenfelder: geboren 11.3.1895 in Meiselding (Gemeinde Mölbling im Bezirk St. Veit an der Glan), gestorben 7.3.1944 im KZ Dachau. Der Grazer Zeuge Jehovas wurde mit seiner Frau Aloisia am 15. Oktober 1941 verhaftet. Während sie mehrere Konzentrationslager überlebte und im April 1945 befreit wurde, starb Josef Regenfelder am 7. März 1944 im KZ Dachau, in das er Ende Juni 1942 gekommen war.
  • zeugenjehovas
  • männlich
  • Josef Reich Josef Reich: geboren 6.3.1870 in Krakau, gestorben 15.1.1944 in Theresienstadt. Josef war der Sohn von Israel Leib Dorothea Golde Reich (geb. Rosenblüth). Der Kaufmann heiratete im Jahr 1897 in Graz seine Frau Kornelia (geb. Bodansky). Er wohnte bis zu seiner Zwangsumsiedlung nach Wien in der Dominikanergasse 1 in Graz und war dann in Wien zuletzt in der Konradgasse 1/10 wohnhaft. Am 10. September 1942 wurde er von Wien nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Josef Rosenberg Josef Rosenberg: geboren 31.3.1884 in Czernowitz, gestorben 1943 in Lublin-Majdanek. Josef war der Sohn von Salomon und Ruchel Rosenberg (geb. Schapira) und war zweimal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit Sali (geb. Grumer) gingen die Kinder Benno, Salo und Hermann Leo hervor. Im Jahr 1927 starb seine Ehefrau Sali und Josef Rosenberg heiratete daraufhin seine zweite Ehefrau Hermine Aloisia (geb. Loder). Er war als Kaufmann in Graz tätig und dürfte nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten aus Graz geflohen sein. Während des 2. Weltkriegs befand er sich in Châteauneuf-la-Forêt in Frankreich, ehe er von Drancy nach Lublin-Majdanek deportiert und dort im Jahr 1943 ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Josef Seidl Josef Emil Seidl: geboren 18.12.1885 in Graz, gestorben 24.2.1942 in Hartheim. Der Grazer Schriftsteller und spätere Heilmasseur wurde am 18. August 1941 als Schutzhäftling ins KZ Dachau überstellt, von wo er mit dem sog. Invalidentransport nach Hartheim transportiert und dort am 24. Februar 1942 ermordet wurde. In einem Dokument des Standesamts des KZ Dachau heißt es, dass er am 16. April 1942 wegen „Versagen von Herz und Kreislauf“ gestorben sei.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Josef Serfecz Josef Serfecz: geboren 3.3.1908 in Graz, gestorben 8.10.1943 in Wien. Josef Serfecz arbeitete seit 1927 bei der Stadtgemeinde Graz, wo er zuletzt Leiter der Kontrollabteilung des Ernährungs- und Wirtschaftsamtes war. Er gehörte der Sozialdemokratischen Partei bis zum Verbot 1934 als Mitglied an. Als Lorenz Poketz gemeinsam mit anderen im Jahr 1940 begann, in Graz die „Rote Gewerkschaft“ aufzubauen, baute er bei der Gemeinde Graz eine Widerstandszelle der „Roten Gewerkschaft“ auf, für die er Mitglieder anwarb und deren Beiträge er an seine Mutter Helene Serfecz übergab, die diese weiterleitete. Am 21. August 1942 wurde Josef Serfecz festgenommen und am 22. Juni 1943 vom Volksgerichtshof in Graz wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Im Urteil heißt es: „Er war Gründer und Leiter einer Zelle in einem öffentlichen Amte, das er kommunistisch durchsetzt hat. Die Schwere und Härte der Zeit, in der es um Sein und Nichtsein des Volkes und Reiches geht, lassen eine andere Strafe wie die Todesstrafe nicht zu, zumal sich Serfecz durch sein Verhalten selbst außerhalb der Volksgemeinschaft gestellt hat.“ Er wurde am 8. Oktober 1943 in Wien hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Josef Singer Josef Singer: geboren 2.3.1886 in Dolina (Polen), gestorben 1942 in Lublin. Josef Singer war Beamter in Graz und verheiratet mit Karoline (geb. Goldberg). Gemeinsam lebten die beiden in der Hartenaugasse 34. Nachdem er nach dem „Anschluss“ 1938 als Jude im Zuge der Neuordnung des Berufsbeamtentums Berufsverbot erhielt, ging er mit seiner Frau im August 1938 in die Tschechoslowakei. Am 12. Mai 1942 wurden Josef und Karoline Singer von Prag nach Theresienstadt überstellt und von dort fünf Tage später am 17. Mai 1942 nach Lublin deportiert, wo beide ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Josef Teicher Josef Teicher: geboren 30.9.1881 in Sudowa Wyschnja (Ukraine), gestorben in Jasenovac. Josef heiratete am 08. November 1910 in Graz mit Charlotte (geb. Peller) und gemeinsam hatten sie ihre Tochter Gerta (verh. Tannenbaum). Josef Teicher war der Kaufmann und Besitzer eines Damen- und Herrenmodengeschäfts in Judenburg und er wohnte mit seiner Frau Charlotte in der Herrengasse 23 in Judenburg. Laut Auswanderungsfragebogen von Josef Teicher waren er und seine Frau zumindest im Mai 1938 wohnhaft in der Wielandgasse 8 in Graz. Von hier mussten sie zwangsweise nach Wien übersiedeln und wohnten zuletzt in der Haasgasse 10/10. Von Wien aus gingen sie nach Jugoslawien, doch wurden Josef und Charlotte Teicher nach dem Überfall auf Jugoslawien in das KZ Jasenovac deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Josef Thaller Dr. Josef Thaller: geboren 29.1.1885 in St. Veit am Vogau, gestorben 25.4.1945 in Reichenau. Oberlandesgerichtsrat Dr. Thaller war jahrelang Gerichtsvorsteher des Amtsgerichts Leibnitz und wurde im Zuge der Säuberung des Berufsbeamtentums 1938 entlassen. Er war zudem – da er im Juli 1934 als Heimatschützer aktiv gegen die Nationalsozialisten im Gurktal gekämpft hatte – einige Zeit in Haft, ehe er ohne Ruhebezüge entlassen wurde. Bis 1945 arbeitete er bei der Ostmark Versicherungs-AG – Sterbevorsorge im Außendienst. Als er zum Volkssturm eingezogen werden sollte, tauchte er in Reichenau unter, wo er aber am 12. April 1945 entdeckt wurde. Er wurde in der Folge vom Standgericht des Neunkirchner Kreisleiters der NSDAP Johann Braun zum Tode verurteilt und am 25. April 1945 in Reichenau mit anderen Personen erschossen.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Josef Wochl Josef Wochl: geboren 12.5.1888 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Postamtsdieners Josef Wochl und dessen Ehefrau Josefa, geb. Tomasi. Der Autohändler heiratete am 23. Juni 1919 in Graz Anna Bendekovics, die am 29. Juli 1899 in Graz geboren worden war. Das Ehepaar lebte in der Annenstraße 23 in Graz. Am 3. August 1923 wurde er mit der Aufnahmezahl 28982 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ab dem 15. November 1923 war Karl Weihs sein gesetzlicher Vertreter. Zwischen dem 1. Dezember 1926 und dem 13. Juni 1934 war Josef Wochl in der Heilanstalt der Barmherzigen Brüder in Kainbach untergebracht. Die Ehe mit seiner Frau Anna wurde am 13. Dezember 1929 rechtskräftig geschieden. Am 3. Februar 1941 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 5. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Seine Urne wurde am 10. April 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof in einem Sammelgrab beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Josef Zach Josef Zach: geboren 15.4.1918 in Ungerdorf, gestorben 9.4.1945 in Graz-Feliferhof. Der in Graz-Gösting wohnhafte Josef Zach war Techniker und Soldat. Ende des Jahres 1943 wurde er vermutlich wegen Fahnenflucht festgenommen und zunächst vom Gericht der Division z.b.V 438, Zweigstelle Graz, zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Urteil wurde aufgehoben und Zach wurde am 22. März 1945 in einem weiteren Prozess zum Tode verurteilt. Am 9. April 1945 wurde er von der Justizanstalt beim Landesgericht Graz abgeholt und am Feliferhof im Westen von Graz erschossen.
  • männlich
  • widerstand_deserteure
  • Josef Zwirn Josef Zwirn: geboren 2.3.1922 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn der Hilfsarbeiterin Cäzilia Haring. Nachdem er die Schule in Graz abgeschlossen und eine Zeit in der Jugenderziehungsanstalt Kaiser-Ebersdorf verbracht hatte, arbeitete er einige Monate als Hilfsarbeiter in den Grazer Puch-Werken. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurde er für vier Monate zum Arbeitseinsatz in Bayern herangezogen. Nach seiner Rückkehr nach Graz waren er und seine Mutter im Obdachlosenasyl in der Hüttenbrennergasse 41 untergebracht. Er verbrachte einige Zeit in der Landessiechenanstalt Knittelfeld, bevor er am 25. Jänner 1941 mit der Aufnahmezahl 50051 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen wurde. Der letzte Eintrag in seinem Krankenakt stammt vom 7. Februar 1941, wenige Tage später wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“ und im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • jugendlich
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Josefa Bonstingl Josefa Bonstingl, geb. Telf: geboren 28.4.1868 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Nach ihrer Hochzeit mit Anton Bonstingl bekamen beide fünf Kinder. Die verwitwete Josefa Bonstingl wurde am 23. März 1937 mit der Aufnahmezahl 41401 in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Ihre letzte bekannte Adresse war die Wienerstraße 131. Am 8. Februar 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz überstellt. Josefa Bonstingl wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Josefa Graupp Josefa Graupp: geboren 13.3.1903 in St. Veit am Vogau, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Bauern Leopold Graupp und dessen Ehefrau Johanna, geb. Strohriedl. Am 23. November 1937 wurde sie mit der Aufnahmezahl 41828 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie wurde als „Küchenmädl“ bezeichnet und hatte bis zu diesem Zeitpunkt in der Brockmanngasse 9 gewohnt. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Josefa Graupp im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 15. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen und als Sterbeort wurde die Landesheilanstalt Hadamar (Deutschland) angegeben.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Josefa Kousz Josefa Kousz, geb. Hickl: geboren 21.10.1889 in Muraszombat/Murska Sobota (Westungarn), gestorben 1940 in Hartheim. Sie war die Tochter von Franz Hickl und dessen Ehefrau Juliana, geb. Petkovics. Am 8. Juni 1913 heiratete sie in der Grazer Kreuzkirche den ebenfalls aus Muraszombat/Murska Sobota stammenden Schmidgehilfen Nikolaus Kousz. Das Ehepaar bekam im Oktober 1916 eine Tochter, die den Namen Frida erhielt. Am 19. Juni 1928 wurde Josefa Kousz mit der Aufnahmezahl 33465 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Das Ehepaar hatte zuletzt in der Kalvarienbergstraße 106 gewohnt. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Josefa Kracher Josefa Kracher: geboren 21.2.1902 in Deutsch Kaltenbrunn, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die uneheliche Tochter von Juliane Kracher. Am 30. April 1932 wurde sie mit der Aufnahmezahl 37216 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie wurde als „Hausgehilfin“ bezeichnet und hatte bis zu diesem Zeitpunkt in der Hadyngasse 13 gewohnt. Die Hausbesorgerin Maria Hammerl übernahm ihre gesetzliche Vertretung. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Josefa Kracher im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Josefine Hleb(s) Josefine Hlebs (24.12.1897 – 1944/45 Ravensbrück/Uckermark), Hlebs wurde wegen politischer Betätigung am 10. Oktober 1944 in Leoben (lt. Ravensbrücker Datenbank) verhaftet und Mitte November 1944 mit dem Sondertransport Nr. 121 vom Gefängnis in Leoben nach Ravensbrück deportiert, wo man sie unter der Häftlingsnummer 85.242 registrierte. Ungeklärt ist der genaue Todeszeitpunkt.
  • weiblich
  • Josefine Schuster Josefine Schuster: geboren 5.7.1918 in Graz, gestorben 1940 in Hartheim. Sie war die Tochter von Josef Schuster und der Köchin Antonia Brugger. Als ihre soziale Stellung wurde „Hausgehilfin“ angegeben und wohnte zuletzt in der Mariagrüner Straße 92. Am 30. Juni 1938 wurde sie zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 42495. Am 28. Mai 1940 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Josefine Schuster im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 30. September 1940 als fiktives Sterbedatum eingetragen und die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Brandenburg als Sterbeort angegeben.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Josefine Wechsler Josefine Wechsler: geboren 6.6.1888 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Josefine war die Tochter von Samuel und Johanna Wechsler (geb. Neumann) und wohnte mit ihren beiden Schwestern Rosa Wechsler und Flora Pins sowie deren Ehemann Oskar Pins in der Griesgasse 12 in Graz. Im Jahr 1939 mussten sie zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in der Czerningasse 4/33 wohnhaft waren. Am 10. September 1942 wurden die drei Schwestern von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 23. Jänner 1943 nach Auschwitz überstellt. Josefine Wechsler und ihre beiden Schwestern Rosa Wechsler und Flora Pins wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Josefine Weiss Josefine Weiss, geb. Braun: geboren 21.7.1879 in Köflach, gestorben 1944 in Auschwitz. Josefine war verheiratet mit dem Holzhändler Leo Weiss und gemeinsam wohnten sie in der Annenstraße 53 in Graz. Nach der „Arisierung“ des Hauses in der Annenstraße sowie der Liquidation des Betriebs musste sie mit ihrem Mann 1939 zwangsweise von Graz nach Wien ziehen. Dort wohnten sie in einer Sammelwohnung in Große Stadtgutgasse 24/9, wo Leo Weiss am 18. Juni 1941 starb. Josefine Weiss wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 23. Oktober 1944 nach Auschwitz überstellt und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Josefine Weiss Josefine Weiss, geb. Eisenstädter: geboren 4.6.1881 in Graz, gestorben 1944 in Auschwitz. Josefine war die Tochter von Max und Karolina Eisenstädter (geb. Grünwald). Sie war verheiratet mit dem Kaufmann Samuel Weiss und gemeinsam hatten sie die beiden Kinder Oswald und Julie (verh. Gross). Laut dem Auswanderungsfragebogen ihres Mannes Samuel war sie Köchin. Gemeinsam lebte das Ehepaar in der Hermann-Bahr-Gasse 5/II in Graz (ehemalige Morregasse 5/II). Ihr Mann Samuel wurde im Zuge des Novemberpogroms verhaftet und nach Dachau deportiert. Nach seiner Rückkehr wohnten die beiden in Graz zuletzt in der Jakoministraße 7. Über das weitere Schicksal ist wenig bekannt, doch findet sich die Angabe, dass Josefine im Jahr 1944 in Auschwitz ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Josefine Weiss Josefine Weiss: geboren 1.8.1924 in Graz, gestorben in Theresienstadt. Josefine Weiss war die Tochter von Albert und Gisela Weiss, geb. Lebowitz. Sie wohnte vor dem 2. Weltkrieg mit ihren Eltern in der Gabelsbergerstraße 4 und wurde nach der Machtübernahme zwangsweise von Graz nach Wien übersiedelt. In Wien war sie zuletzt mit ihren Eltern in der Floßgasse 10/4/17 wohnhaft. Von Wien wurde die Familie Weiss nach Theresienstadt deportiert, wo Josefine vermutlich starb. (Laut Yad Vashem wurde sie am 14. 8. 1944 von Auschwitz nach Stutthof überstellt).
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Joseph Ruf Josef Ruf: geboren 15.12.1905 in Hochberg bei Saulgau (D), gestorben 10.10.1940 in Brandenburg-Görden. Josef Ruf trat nach der Lehre zunächst in den Franziskanerorden ein, den er 1933 wieder verließ, um Mitglied der „Missionsgesellschaft vom Weißen Kreuz“, der heutigen Christkönigsgesellschaft zu werden. Er kam 1938 zur Zweigstelle nach Graz-Ulrichsbrunn, wo er Anfang 1940 den Einberufungsbefehl zur Wehrmacht erhielt. Nach der Ausbildung verweigerte er jedoch den Kriegsdienst und den Eid auf Adolf Hitler. Er wurde festgenommen und von Graz nach Berlin überstellt, wo ihn das Reichskriegsgericht am 14. September 1940 wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilte. Er wurde am 10. Oktober 1940 in Brandenburg-Görden hingerichtet.
  • widerstand_religiös
  • männlich
  • Julia Pongracic Dr. Julia Pongracic: geboren 30.10.1910 in Gösting bei Graz, gestorben 3.4.1945 in Graz. Die Sozialdemokratin studierte in Graz Rechtswissenschaften und arbeitete ab 1938 als Juristin in der Reichsstatthalterei. Während der NS-Zeit gehörte sie der sozialistischen Widerstandsgruppe rund um Fritz Matzner, der im August 1944 nach Slowenien geflohen war, an. Am 3. März 1945 nahm die Gestapo sie fest. Einen Monat später holten Gestapobeamte sie aus der Zelle und fuhren mit ihr und anderen Mitglieder dieser Widerstandsgruppe in die SS- Kaserne nach Wetzelsdorf, wo sie am 3. April 1945 erschossen wurde.
  • widerstand_politisch
  • weiblich
  • Juliana Drosg Juliana Drosg: geboren 23.2.1892, gestorben 1941 in Hartheim. Die ledige Lehrerin lebte in Graz in der Maiffredygasse 9 und wurde am 3. Mai 1928 mit der Aufnahmezahl 33329 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ab dem 7. Juli 1928 übernahm der Beamte Felix Ferk ihre gesetzliche Vertretung. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 15. Jänner 1941 wurde Juliana Drosg nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 10. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen und als Sterbeort die Heil- und Pflegeanstalt Bernburg angegeben. Ihre Urne wurde am 17. Juni 1941 in einem Sammelgrab auf dem Grazer Urnenfriedhof beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Julie Wurzinger Julie Wurzinger, geb. Steifer: geboren 17.4.1889 in Wien, gestorben 1941 in Hartheim. Am 4. August 1926 wurde sie mit der Aufnahmezahl 31666 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Die geschiedene „Köchin“ und hatte bis zu diesem Zeitpunkt in der Steyrergasse 3 gewohnt. Ihre gesetzliche Vertretung wurde am 22. Dezember 1926 von Johann Steifer übernommen. Am 15. Jänner 1941 wurde Julie Wurzinger in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Juliette Gut Juliette Gut, geb. Reischer: geboren 16.12.1881 in Wien, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Juliette war die Tochter von Osias Schie Reischer und Keile Matel (geb. Weinreb) und war verwitwet nach Szyja Walek Gut. Gemeinsam hatten sie eine Tochter namens Rudolfine. Juliette war seit 1908 in Graz und arbeitete als selbstständige Geschäftsfrau. Gemeinsam mit ihrer Tochter wohnte sie am Grieskai 40 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste sie zwangsweise nach Wien ziehen und wohnte dort im 2. Bezirk in der Malzgasse 5/17. Am 15. Oktober 1941 wurde Juliette von Wien nach Litzmannstadt deportiert. Sie wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Julius Erber Julius Erber: geboren 9.11.1894 in Graz, gestorben 4.1.1945 im KZ Sachsenhausen. Julius Erber war in der Ersten Republik Sozialdemokrat und arbeitete in Graz zunächst als Straßenbahnschaffner und danach als Geschäftsführer der Gastwirtschaft der Steirischen Konsumgenossenschaft. Während der NS-Zeit arbeitete er als kaufmännischer Angestellter. Als Lorenz Poketz gemeinsam mit anderen daran ging, im Herbst 1940 in Graz die „Rote Gewerkschaft“ aufzubauen, wurde Erben 1941 von Franz Steingruber, den er wie andere Marxisten aus seiner Gastwirtschaft kannte, gebeten, monatlich für die „Rote Gewerkschaft“ zu spenden. 1943 wurden die Mitglieder der Gruppe von der Gestapo verhaftet und Erber am 18. Mai 1943 vom Obersten SS- und Polizeigericht München wegen Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt. Erber wurde am 9. Juli 1943 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 4. Jänner 1945 wurde er in das KZ Sachsenhausen überstellt, wo er umkam. Mit diesem Datum wurde er 1948 für tot erklärt.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Julius Gaugusch Julius Gaugusch: geboren 22.6.1894 in Graz, gestorben 17.3.1945 im KZ Stutthof. Der Grazer Ingenieur wurde im Herbst 1938 in Graz von der Gestapo festgenommen und als Schutzhäftling am 21. Dezember 1938 ins KZ Dachau überstellt. Von dort kam er am 2. Juli 1942 ins KZ Stutthof, wo er am 17. März 1945 umkam.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Julius Glanz Julius Glatz: geboren 16.6.1897 in Graz, gestorben 25.7.1941 im KZ Sachsenhausen. Julius Glatz war Baumeister in Graz und Schwanberg. Er war seit 1933 Mitglied der NSDAP und wurde wegen Bedrohung nach § 99 bzw. 98 StG in den Jahren 1935 bzw. 1938 zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt. Nach Aussage des damaligen Landesgendarmarie-Kommandanten Oberst Karl Zelburg war Glatz ein „fanatischer Österreicher und absoluter Gegner der NSDAP“, der Zelburg – wie dieser angab – in den Jahren 1934/35 „äußerst wertvolle Dienste im Nachrichtenwesen leistete und wesentlich dazu beitrug, illegale Führer der Bewegung festzunehmen und beabsichtigte Anschläge zu vereiteln. Durch Verrat erfuhren die Nationalsozialisten von der Tätigkeit des Herrn Glatz und verübten am 13. Juni [1935] ein Messerattentat gegen ihn, wodurch er schwer verletzt wurde. Das BMI (Gen. Dir.f.d.öffent. Sicherheit) trug damals in Anerkennung der wertvollen Dienste die gesamten Heilkosten. Herr Glanz wurde nach der Besetzung Österreichs im Jahr 1938 wegen seiner der Sicherheitsdirektion geleisteten Dienste verhaftet, in das KZ Oranienburg überstellt, woselbst er im Jahre 1941 starb.“ Glatz wurde von den Nationalsozialisten bereits am 13. März 1938 festgenommen und ein Jahr später am 19. März 1939 ins KZ Sachsenhausen eingeliefert, wo er am 25. Juli 1941 ermordet wurde. Im Totenschein steht „Schussverletzung und Einwirkung des elektrischen Stromes“.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Julius Götzl Julius Götzl: geboren 21.6.1876 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Julius war der Sohn von Adolph und Therese Götzl (geb. Salzer). Über ihn sind nur wenige Informationen bekannt und es ist auch unklar, ob er bereits 1885 oder erst während der Shoah nach 1943 verstarb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Julius Preiss Julius Preiss: geboren 24.4.1883 in Obersiebenbrunn, gestorben 26.5.1942 in Maly Trostinec. Julius war der Sohn von Jakob und Sali Preiss (geb. Mandler) und verheiratet mit Rosa (geb. Winternitz). Gemeinsam hatte das Ehepaar die Kinder Grete und Siegfried. Julius lebte bis 1897 in seiner Heimat Obersiebenbrunn und arbeitet in der Jugend als Landwirt. Vor seinem Umzug nach Graz im Juni 1907 lebte er kurzzeitig in Wien. In Graz war er tätig als selbstständiger Kaufmann und lebte mit seiner Frau in der Brockmanngasse 66, ehe beide nach Wien zogen und dort zuletzt in der Fechtergasse 19/25 wohnhaft waren. Am 20. Mai 1942 wurden Julius und Rosa Preiss nach Maly Trostinec deportiert und dort sofort nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Julius Spieler Julius Spieler: geboren 7.8.1868 in Körmend (Ungarn), gestorben 18.11.1942 in Theresienstadt. Julius war der Sohn Anton Spieler und Netti Schwarz und war verheiratet mit Natalie (geb. Fellner). In Graz war er als Anwalt tätig und wohnte mit seiner Frau in der Siemensgasse 6. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten musste das Ehepaar nach Wien übersiedeln und wohnte dort zunächst in der Hardtgasse 32 im 9. Bezirk. Vor ihrer Deportation am 22. Juli 1942 nach Theresienstadt wohnten sie in einer Sammelwohnung in der Czerningasse 3/12. Julius und Natalie Spieler starben beide in Theresienstadt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Julius Steiner Julius Steiner: geboren 10.7.1879 in Prag, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Julius Steiner war mit Margarethe (geb. Lax) verheiratet und sie hatten einen Sohn namens Ernst Leo. Die Familie wohnte in der Sparbersbachgasse 14 in Graz und musste zwangsweise nach Wien übersiedeln. In Wien waren sie zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Blumauergasse 20/25 im 2. Bezirk. Am 9.10.1942 wurden alle drei Familienmitglieder nach Theresienstadt deportiert und am 9. Oktober 1944 nach Auschwitz überstellt. Ernst Leo und seine Eltern Julius und Margarethe Steiner wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Julius Werdisheim Julius Werdisheim: 28.11.1892 in Pécs (Ungarn), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Julius war der Sohn von Jakob Samuel und Sara Charlotte Werdisheim (geb. Zitrin). Er war ein Rechtsanwalt mit Kanzlei in der Klosterwiesgasse 24. Am 23. Dezember 1938 floh er von Graz nach Jugoslawien, doch wurde er im November 1939 gemeinsam mit sinem Bruder Max an die Gestapo ausgeliefert. Er verbrachte 17 Monate lang Haft in Wien und ging danach zurück nach Jugoslawien. Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten 1941 wurde er in das KZ Jasenovac deportiert. Julius Werdisheim wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Justine Aigner Justine Aigner: geboren 11.4.1893 in Köflach, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Ehefrau des k.k. Platzwarts Ludwig Aigner. Am 31. August 1934 wurde sie mit der Aufnahmezahl 39206 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Als zuständige Heimatgemeinde wurde Palfau bei St. Gallen in der Steiermark angegeben. Ihre letzte bekannte Adresse in Graz war die Roseggergasse 23 (seit 1949 Hauseggerstraße 23). Als ihr gesetzlicher Vertreter war seit dem 28. Dezember 1934 der Hausbesitzer Dionysius Schneeberger eingetragen. Bis zu ihrem Abtransport in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Justine Aigner wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 31. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Karl Brantner Karl Brantner: geboren 31.3.1904 in Oberhollabrunn, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des k. k. Steueramts-Offizials Karl Brantner und dessen Ehefrau Maria, geb. Mänigutsch. Am 1. Juli 1940 wurde er mit der Aufnahmezahl 1337 auf Station 1b der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Der als „arbeitsunfähig” eingestufte Karl Brantner war zuvor in der Heilanstalt Kainbach untergebracht gewesen. Vor seinen Aufenthalten in Heilanstalten lebte er in Graz-Eggenberg, Straßganger Straße 35. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 12. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Er wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Karl Chaim Fochtmann Karl Chaim Fochtmann: geboren 15.2.1868 in Rohatyn (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Karl Chaim war der Sohn von Chane Fochtmann. Er heiratete Chaje Klara (geb. Taub) und gemeinsam hatten die beiden die drei Kinder Anna, Hermann und Max. Mit seiner Frau lebte der berufstätige Schneider vor dem 2. Weltkrieg in der Lagergasse 27. Das Ehepaar wurde zwangsweise nach Wien umgesiedelt und wohnte zuletzt in einer Sammelwohnung in der Tandelmarktgasse 11/3. Am 23. Oktober 1941 wurden die beiden von Wien nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Karl Dostal Karl Dostal: geboren 25.7.1896, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er arbeitete als Hilfsarbeiter und wurde am 16. Jänner 1924 mit der Aufnahmezahl 29254 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er in der Bienengasse 34. Seit dem 18. März 1924 war der an derselben Adresse wohnhafte Bahnbeamte Josef Dostal als sein gesetzlicher Vertreter eingetragen. Am 14. Oktober 1940 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde Karl Dostal im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 6. Mai 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen und als Sterbeort die Heil- und Pflegeanstalt Grafeneck angegeben. Seine Urne wurde am 4. Juni 1941 in einem Sammelgrab auf dem Grazer Urnenfriedhof beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Karl Drews Karl Drews: geboren 29.10.1901 in Triest, gestorben 7.10.1942 in Wien. Drews war in den 1920er und 1930er Jahren Schauspieler und Regisseur auf verschiedenen Bühnen in Österreich, der Tschechoslowakei und in Jugoslawien. Er gehörte verschiedenen Organisationen der kommunistischen Partei an und war zwischen 1930 und 1932 Obmann und Regisseur des „Proletkult“, einer Agitproptheatergruppe der KPÖ in Graz. Bereits im September 1938 wurde er im Zuge einer großen Verhaftungswelle gegen bekannte Marxisten kurzzeitig inhaftiert. Nach den Verhaftungen im Umfeld der ersten illegalen Landesleitung der KPÖ Steiermark baute er 1940 gemeinsam mit anderen in Graz eine neue Landesleitung auf. Er arbeitete zu dieser Zeit als Versicherungsvertreter und nutzte dies, um auf seinen Fahrten Kontakte zu mehreren Widerstandsgruppen in der Ober- und Weststeiermark sowie in der Umgebung von Graz zu knüpfen. Das Netzwerk wurde schließlich entdeckt. Drews wurde Anfang Februar 1941 verhaftet und am 28. Juli 1942 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Er wurde am 7. Oktober 1942 in Wien hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Karl Endstrasser Karl Endstrasser: geboren 3.12.1904 in St. Johann in Tirol, gestorben 15.12.1939 in Berlin-Plötzensee. Der Schuhmacher ließ sich aus Tirol kommend Anfang der 1930er Jahre in Graz nieder, wo er 1934 aus der katholischen Kirche austrat und sich den Zeugen Jehovas anschloss. Als er Anfang September 1939 den Einberufungsbefehl zur Wehrmacht erhielt, verfasste er ein Schreiben, worin er begründete, dass er aus Glaubensgründen diesem nicht Folge leisten könne, er aber bereit sei, in einer Werkstätte zu arbeiten. Am 10. September 1939 wurde er festgenommen und am 21. November 1939 in Berlin vom Reichskriegsgericht wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ zum Tode verurteilt. Endstrasser wurde am 15. Dezember 1939 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
  • zeugenjehovas
  • männlich
  • Karl Heller Karl Heller: geboren 29.10.1879 in Žebnice (Tschechien), gestorben 29.11.1941 in Kaunas/Kowno (Litauen). Karl war der Sohn von Moritz und Marie Heller (geb. Löwy) und mit Elsa (geb. Löwy) verheiratet. Seit 1907 lebte er in Graz und betrieb hier in der Annenstraße zunächst allein eine Gemischtwarenhandlung, ehe er ab 1918 mit Siegfried Kohn die Wäschefirma „Karl Heller & Comp.“ in der Annenstraße 47 leitete. Mit seiner Frau Elsa und seinen beiden Kindern Paul und Gertrud wohnte er in der Annenstraße 49/2. Ende des Jahres 1938 wurden sie gezwungen die Wohnung zu verlassen und wohnten kurzzeitig bis Februar 1939 in der Humboldtstraße 26 bei der Familie Nasch. Am 15.08.1939 folgte die Abmeldung nach Wien, wo sie zuletzt in der Schottenfeldgasse 76/9 wohnhaft waren. Am 23. November 1941 wurden Karl und Elsa Heller von Wien nach Kaunas deportiert und dort sofort nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Karl Hirt Karl Hirt: geboren 14.1.1887 in Graz, gestorben 21.2.1945 im KZ Schörzingen Der Grazer Holzbildhauer gehörte bis 1934 der Sozialdemokratischen Partei an. Hirt wurde am 9. September 1944 von der Gestapo verhaftet, da sein Sohn Karl Hirt jun., der zur Roten Armee übergelaufen war und in Sendungen von „Radio Moskau“ sprach. Eine Folge dieser Sendungen war, dass sich ein Gestapobeamter dem Vater gegenüber als Freund des Sohnes ausgab und erzählte, der Sohn wäre über Österreich mit dem Fallschirm abgesprungen und er könne eine Verbindung mit ihm herstellen. Als Karl Hirt sen. dem zustimmte, wurde er verhaftet. Anfang Jänner 1945 wurde Karl Hirt sen. ins KZ Dachau überstellt, von wo er am 6. Februar 1945 in das Lager Natzweiler (Schörzingen) kam, wo er am 21. Februar umkam.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Karl Kapper Karl Kapper: geboren 3.9.1896, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er arbeitete als Schlosser und lebte zuletzt mit seiner Mutter Johanna Kapper am Griesplatz 8/III. Am 21. August 1935 wurde er mit der Aufnahmezahl 40013 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine Mutter übernahm ab dem 14. März 1936 seine gesetzliche Vertretung. Am 14. Oktober 1940 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Karl Kilzer Karl Kilzer: geboren 11.6.1886 in Stockenboi bei Villach, gestorben 30.9.1942 in Wien. Kilzer erlernte das Schuhmacherhandwerk, wobei er einige Zeit lang als selbständiger Schuhmachermeister in Graz, die meiste Zeit aber in Schuhfabriken tätig war. Er gehörte in der Ersten Republik der Sozialdemokratischen Partei und der Gewerkschaft der Schuhmacher an. Als er nach der NS-Machtübernahme in der Schuhfabrik in Köflach arbeitete, wurde er Mitglied der dortigen Betriebszelle der KPÖ. Er wurde – da er in Graz wohnte – gebeten, Kontakt zur Leitung der KPÖ in Graz herzustellen. Über Hildegard Burger stellte er den Kontakt her und war bis zu seiner Festnahme am 19. Juli 1941 Verbindungsmann zwischen der Leitung in Graz und den Bezirksorganisationen in der Weststeiermark. Er wurde am 31. Juli 1942 vom Volksgerichtshof in Graz wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 30. September 1942 in Wien hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Karl Knöpflmacher Karl Knöpflmacher: geboren 16.9.1867 in Holešov (Tschechien), 16.11.1938 in Graz. Karl Knöpflmacher war verheiratet mit Rosa. Er zog 1909 von Görz nach Graz und war hier als Arzt tätig. Im Jahr 1920 starb seine Gattin Rosa. Karl Knöpflmacher wohnte in einer Villa in der Johann-Fux-Gasse 33 in Graz, wo er auch seine Ordination betrieb. 1938 verschenkte er sein Haus an die Tochter seiner verstorbenen nichtjüdischen Gattin und traf Vorbereitungen für seine Flucht, zu der es aber laut dem Grazer Volkskundler Viktor von Geramb nicht mehr kam. Dieser schreibt in seinem Buch "Verewigte Gefährten", dass Karl Knöpflmacher am 16. September 1938 an einer Herzschusswunde in Graz starb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Karl Lacen Karl Lacen: geboren 2.7.1913 in Wagram, gestorben 6.1.1945 in Graz. Der Hilfsarbeiter aus Södingberg desertierte am 20. August 1944 aus dem in Admont stationierten Gebirgsjägerbataillon 138 und versteckte sich in der Folge im Westen von Graz. Am 6. Jänner 1945 wurde er von einer Fahndungsstreife in Graz-Wetzelsdorf gestellt und nach einem Gefecht erschossen.
  • männlich
  • Karl Lieftenegger Karl Lieftenegger: geboren 4.8.1898 in Unzmarkt, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Schneidermeisters Johann Lieftenegger und dessen Ehefrau Priska, geborene Mössner. Karl Lieftenegger zog nach Graz, wo er am 8. April 1928 Ludmilla Höfler heiratete. Am 23. September 1938 wurde er mit der Aufnahmezahl 42677 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Der zuletzt in der Fröbelgasse 21 wohnhafte Hilfsarbeiter wurde am 14. Oktober 1940 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde Karl Lieftenegger im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Karl Manninger Karl Manninger: geboren 4.8.1920 in Graz, gestorben 24.3.1945 im Lager Surwold. Manninger begann nach der Handelsakademie 1938 als Angestellter beim Oberfinanzpräsidium in Graz zu arbeiten, seit 1940 war er Steuerinspektor. Im Oktober 1940 rückte er zur Wehrmacht ein, wobei er seit Mai 1941 in Graz stationiert war. Hier traf er sich im Gasthaus Milchmariandl öfter mit dem Finanzangestellte Wilhelm (von) Fritsch und anderen NS-Gegnern, die allesamt Anhänger einer Monarchie unter Habsburg waren und bewaffnete Gruppen aufbauen wollten, die im entscheidenden Moment den Kampf für „die Wiedererrichtung einer österreichischen Monarchie“ führen wollten. Ende des Jahres 1943 setzten die Verhaftungen der Mitglieder dieser Gruppe ein. Manninger wurde Anfang Jänner 1944 festgenommen und am 16. März 1944 in Graz vom Reichskriegsgericht zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Er kam in der Folge in das Emslager Surwold (KZ Börgermoor), wo er am 24. März 1945 umkam.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Karl Mayer Karl Mayer: geboren 16.11.1909 in Wiener Neustadt, 1942 in Halle-Booienhoven (Belgien). Karl Sohn war der Sohn von Samuel und Klotilde Mayer (geb. Stoessl). Von seiner Geburt bis 1920 wohnte er in Wiener Neustadt und übersiedelte dann nach Graz. Hier arbeitet er als Betriebsleiter einer Sportschuhfabrik für zwiegenähte Sportschuhe und wohnte am Marburger Kai 47 in Graz. Nach dem „Anschluss“ 1938 wollte er über Belgien nach Uruguay auswandern, doch wurde er in Belgien von den Nationalsozialisten eingeholt. Am 19. April 1943 sollte er mit einem Transport von Mechelen nach Auschwitz gebracht werden, doch sprang er im belgischen Halle-Booienhoven bei einem Fluchtversuch vom Zug ab und wurde daraufhin erschossen.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Karl Ropan Karl Ropan: geboren 19.10.1908 in Cilli, gestorben 1940 in Hartheim. Er war der Sohn von Karol Ropan und dessen Ehefrau Maria, geb. Knex. Beide arbeiteten für den Goldschmied Franz Pochiasso, der in Cilli Juweliererzeugnisse in einer Goldwarenfabrik fertigte. Nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahr 1911 zog Karol Ropan, der auch im Metallarbeiterverband leitend tätig war, mit seinen beiden Kindern nach Graz. Karl Ropan arbeitete als Schlossergehilfe und wurde am 27. Juli 1927 mit der Aufnahmezahl 32615 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Bis zu diesem Zeitpunkt lebte er in der Grünen Gasse 24. Ab dem 18. November 1927 wurde sein Vater Karol Ropan sein gesetzlicher Vertreter. Karl Ropan wurde bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Karl Tschebull Karl Tschebull: geboren 19.7.1905 in Marburg/Maribor, gestorben 30.9.1940 im KZ Dachau. Karl Tschebull war Buchhalter in Graz, gegen den Anfang des Jahres 1940 am Sondergericht Graz ein Verfahren wegen „Heimtücke“ geführt wurde. Das Verfahren wegen abfälliger Äußerungen gegen das NS-Regime wurde am 6. März 1940 eingestellt und Tschebull am 11. Mai 1940 ins KZ Dachau überstellt. Von dort wurde er am 30. August 1940 ins KZ Sachsenhausen überstellt, ehe er am 17. September 1940 wieder zurück ins KZ Dachau kam, wo er zwei Wochen später umkam.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Karl Vogelweider Karl Vogelweider: geboren 23.10.1874 in Tillmitsch bei Leibnitz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Wagners Josef Vogelweider und dessen Ehefrau Anna, geb. Schrötter. Karl Vogelweider arbeitete als Bahnschlosser für die k.k. Staatsbahnen und war mit Aloisia, geb. Heritsch, verheiratet. Spätestens seit 1912 lebte das Ehepaar mit ihrer Tochter Aloisia in der Draisgasse 15 in Graz. Am 22. Juli 1926 wurde er mit der Aufnahmezahl 31585 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als seine gesetzliche Vertreterin war ab dem 28. Juli 1926 seine Ehefrau Aloisia Vogelweider eingetragen. Am 3. Februar 1941 wurde Karl Vogelweider in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Karl Weber Karl Weber, geboren 8.1.1892 in Attersee, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der uneheliche Sohn von Theresia Weber. Zuletzt war der Maurergehilfe Karl Weber im Städtischen Siechenhaus in der Armenhausgasse 34 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 34) als Pflegling untergebracht. Am 24. Mai 1928 wurde er in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ mit der Aufnahmezahl 33399 aufgenommen. Als seine gesetzliche Vertreterin war ab dem 2. Juli 1928 seine Mutter Theresia Weber, wohnhaft in Andritz, eingetragen. Ab dem 6. November 1939 war er auch in der Heilanstalt in Messendorf bei Graz untergebracht. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 3. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Franz Strobl im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Karl-Josef Brandner Karl -Josef Brandner: geboren 13.8.1925, gestorben 1943 im KZ Auschwitz. Karl-Josef Brandner war eines von neun Kindern von Friedrich Krems und Leopoldine Brandner. Die Familie Brandner gehörte der Bevölkerungsgruppe der Sinti und Roma an. Leopoldine Brandner lebte mit fünf ihrer Kinder zwischen Mai 1938 und Juli 1940 in einem Wohnwagen in Graz, der an verschiedenen Plätzen in der Stadt abgestellt war. Der letzte Eintrag in den städtischen Meldeaufzeichnungen vom 26. Juli 1940 weist einen Standplatz in der Angergasse nördlich der Grazer Seifenfabrik im Bezirk Jakomini aus. Karl-Josef Brandner war spätestens seit dem 16. August 1940 im Salzburger „Zigeunerlager“ Trabrennplatz inhaftiert, danach im Zwangsarbeitslager Maxglan. Am 3. April 1943 wurde er im KZ Auschwitz mit der Häftlingsnummer Z-5903 registriert und starb dort am 18. Mai oder am 20. August 1943.
  • roma
  • jugendlich
  • männlich
  • Karoline Huber Karoline Huber: geboren 1.6.1880, gestorben 1940 in Hartheim. Am 1. Juli 1933 wurde sie mit der Aufnahmezahl 38253 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Die „Pensionistengattin“, die mit ihrem Ehemann Franz Huber in der Babenbergerstraße 128 gewohnt hatte, wurde am 28. Mai 1940 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Karoline Huber wurde noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Karoline Koller Karoline Koller: geboren 9.1.1889 in Leobersdorf, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Schuhmachers Ludwig Koller und seiner Ehefrau Rosalia, geb. Plocher. Am 18. März 1937 wurde sie mit der Aufnahmezahl 41280 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Die „Angestelltenwaise“, die zuletzt in der Friedhofgasse 4/1 gewohnt hatte, wurde am 7. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Karoline Koller im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Karoline Kossär Karoline Kossär: geboren 5.10.1912 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Am 22. April 1931 wurde sie mit der Aufnahmezahl 33507 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Die als „Wirtschafterin“ bezeichnete Karoline Kossär hatte zuletzt in der Schippingerstraße 227 gewohnt und wurde am 7. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Seit dem 30. September 1931 wurde sie durch den Altersrentner Josef Kossär gesetzlich vertreten. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Karoline Kossär im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 31. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Karoline Kranner Karoline Kranner: geboren 5.10.1899 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Schaffners und Hausbesitzers Johann Kranner und seiner Ehefrau Maria, geb. Grabner. Am 30. Juni 1928 wurde sie mit der Aufnahmezahl 33507 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Am 10. Mai 1933 übernahm der Landesgerichtsrat Dr. Hermann Deu ihre gesetzliche Vertretung. Die zuletzt in der Flurgasse 33 bei ihren Eltern wohnende Kanzleibeamtin wurde am 15. Jänner 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Karoline Kranner im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Karoline Regina Trautmann Karoline Regina Trautmann: geboren 28.6.1880 in Graz, 15.3.1942 in Litzmannstadt (Łódź). Die Schneiderin Karoline Regina Trautmann wohnte vor dem 2. Weltkrieg an der Adresse Sigmundstadl 17/I in Graz. Während des 2. Weltkriegs war sie wohnhaft in der Großen Schiffgasse 24/23 im 2. Wiener Bezirk. Von dort wurde Karoline Regina Trautmann am 19. Oktober 1941 nach Litzmannstadt deportiert, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Karoline Singer Karoline Singer, geb. Goldberg: geboren 27.1.1883 in Brody (Polen), gestorben 1942 in Lublin. Karoline war verheiratet mit Josef Singer. Gemeinsam lebten die beiden in der Hartenaugasse 34. Nachdem Josef Singer nach dem „Anschluss“ 1938 als Jude im Zuge der Neuordnung des Berufsbeamtentums Berufsverbot erhielt, ging er mit seiner Frau im August 1938 in die Tschechoslowakei. Am 12. Mai 1942 wurden Josef und Karoline Singer von Prag nach Theresienstadt überstellt und von dort fünf Tage später am 17. Mai 1942 nach Lublin deportiert, wo beide ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Karoline Zistler (Dr.) Karoline Zistler, Dr.: geboren 31.7.1881 in Gran (Ungarn), gestorben 1941 in Hartheim. Ihr Vater, der spätere Senatspräsident des k. k. Verwaltungsgerichtshofes Dr. Gustav Zistler, hatte am 27. Mai 1879 Aloisia von Fedrigoni geheiratet. Karoline hatte mit Klementine Zistler noch eine ältere Schwester. Sie absolvierte das Mädchenlyzeum in Graz und legte im Sommer 1907 die Reifeprüfung ab. An der Grazer Universität studierte sie deutsche und englische Philologie. Im Juli 1913 schloss sie ihr Studium mit der Dissertation „Beziehung des mhd. Gedichtes: Die gute Frau zu den Epen Hartmann von Aue“ ab. Die Promotion folgte im Dezember 1914. Ihre Cousine Franziska Zistler brachte sie am 17. Oktober 1936 zum wiederholden Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“, wo sie mit der Aufnahmezahl 40911 eingewiesen wurde. Zu diesem Zeitpunkt wohnte Karoline Zistler, die als „Landesoffizialin i. R.“ bezeichnet wurde in der Schumanngasse 3. Bis zu ihrer „Verlegung“ vom „Feldhof“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Karoline Zistler im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 19. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Katharina Gspurny Katharina Gspurny: geboren 3.4.1903 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Am 7. Mai 1940 wurde sie mit der Aufnahmezahl 1157 auf die Station 1a der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Als Wohnadresse wurde Lindweg 29 angegeben. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 15. Jänner 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Sie wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 30. April 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen und als Sterbeort die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg an der Saale angegeben. Ihre Urne wurde am 6. Juni 1941 in einem Sammelgrab auf dem Grazer Urnenfriedhof beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Katharina Hemmrich Katharina Hemmrich, geb. Belobrajdič: geboren 18. 9. 1896 in Pressbaum, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Steinbrucharbeiters Franz Belobrajdič und dessen Ehefrau Maria Belobrajdič. Sie war mit dem Bahningenieur Josef Hemmrich verheiratet und lebte mit ihren drei Kindern in der Krenngasse 28/I. Am 21. Dezember 1934 wurde sie mit der Aufnahmezahl 39428 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Ihr Ehemann Josef Hemmrich übernahm am 22. Juni 1934 ihre gesetzliche Vertretung. Der letzte Eintrag in ihrem Krankenakt stammt aus dem Jänner 1941, kurz darauf wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Katharina Weinschell Katharina Weinschell, geb. Mamma: geboren 4.10.1902 in Linz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Katharina war die Tochter von Josef und Julianna Mamma (geb. Fröhlich). Die Verkäuferin war mit Oskar Weinschell verheiratet und zusammen lebten sie vor dem 2. Weltkrieg in der Josef-Huber-Gasse 2 in Graz. Über ihr weiteres Schicksal ist nur bekannt, dass sie in das KZ Bergen-Belsen kam und während der Shoah ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Kerstin Rudorfer Kerstin Rudorfer: geboren 9.10.1867, gestorben 1941 in Hartheim. Die Witwe war zuletzt als Pflegling im Städtischen Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36) untergebracht. Als zuständige Heimatgemeinde wurde Graz angegeben. Am 10. Oktober 1933 wurde sie mit der Aufnahmezahl 38521 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen und schließlich am 9. Juni 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Kerstin Rudorfer im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Klara Braun Klara Braun, geb. Singer: geboren 21.12.1870 in Dolná Mariková (Slowakei), gestorben 14.03.1944 in Theresienstadt. Klara wurde als Tochter von Jakob und Rosa (geb. Kohn) Singer geboren. Sie heiratete am 24.04.1906 Ignaz Braun, der eine Gemischtwarenhandlung im steirischen Köflach betrieb. Die Ehe blieb jedoch kinderlos. Bis 1938 wohnte sie mit ihrem Mann im Haus Köflach Nr. 15, heute Hauptplatz 9, in Köflach, wo sich auch die gemeinsame Gemischtwarenhandlung befand. Nach dem Tod ihres Mannes Ignaz am 27.04.1938 im Alter von 73 Jahren übersiedelte sie zu ihrer Schwester Regine Bendiner und ihrem Schwager Josef Bendiner nach Graz in die Keplerstraße 49/II, 8020 Graz. Währenddessen wurde ihr Besitz und ihr Vermögen in Köflach „arisiert“ und Klara Braun wurde von Graz nach Wien zwangsübersiedelt. In Wien lebte sie in mehreren Sammelwohnungen und war zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Großen Stadtgutgasse 24/9 im 2. Bezirk. Von dort wurde Klara Braun am 13.08.1942 von Wien nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 14. März 1944 im Alter von 74 Jahren ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Klara Brecher Klara Brecher, geb. Taussig: geboren 2.4.1906 in Temesvar (Rumänien), gestorben 1942 in Sobibor. Klara war die Tochter von Richard und Gisela Taussig (geb. Breuer. Sie war mit dem Grazer Privatbeamten Ernst Brecher verheiratet und lebte mit ihm und ihrem Sohn Henry am Geidorfgürtel 24. Sie musste mit ihrem Mann Ernst aufgrund jüdischer Maßnahmen im September 1938 aus der eigenen Wohnung ausziehen. Ihr gemeinsamer Sohn Henry wurde nach dem Anschluss zu Verwandten nach Zagreb geschickt. Bis zur Zwangsumsiedlung im August 1939 nach Wien lebte das Ehepaar Brecher in der Kreuzgasse 15. Zuletzt waren Ernst und Klara Brecher wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Börsegasse 12/1. Von dort wurde sie und ihr Mann am 14. Juni 1942 nach Sobibor deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Klara Hirschl Klara Hirschl, geb. Porges: geboren 11.11.1879 in Rokycany (Tschechien), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Klara war die Tochter von Adalbert und Marie Porges (geb. Lazansky) und war verheiratet mit Samuel Hirschl. Sie wohnte in der Steyrergasse 54 in Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien umsiedeln musste. Dort war sie zunächst in der Ottakringerstraße 36 und zuletzt in der der Pillersdorfgasse 5/11 wohnhaft. Am 02. November 1941 wurde sie von Wien nach Litzmannstadt deportiert. Klara Hirschl wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Klara Stern Klara Stern, geb. Arvay: geboren 9.7.1875/1880 in Szeged (Ungarn), gestorben 1941 in Litzmannstadt (Łódź). Klara war die Tochter von Jonas und Paulina Arvay (geb. Schlesinger) und heiratete im Jahr 1907 in Wien den Kaufmann Samuel Stern. Gemeinsam hatte das Ehepaar die Kinder Otto, Alice und Gertrude (verh. Mindes) und wohnte in der Annenstraße 30 in Graz, wo ihr Mann auch das "Bekleidhaus S. Stern" betrieb. Im Juni 1939 mussten sie und ihr Mann zwangsweise nach Wien übersiedeln. Es ist nicht bekannt, wohin Samuel Stern transportiert und wo er ermordet wurden. Klara Stern hingegen wohnte zuletzt in einer Sammelwohnung in der Pfeffergasse 3/7, von wo sie am 23. Oktober 1941 nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert und dort ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Klara Wallner Klara Wallner: geboren 5.8.1899, gestorben 1941 in Hartheim. Am 20. Mai 1935 wurde sie auf Anordnung der Polizeidirektion Graz in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 39802. Sie wurde als geschiedene „Deckennäherin“ bezeichnet und ihre letzte Wohnadresse mit Schillerstraße 15 angegeben. Der Amtsrat i. R. Ignatz Griengl übernahm ihre gesetzliche Vertretung. Am 14. Februar 1941 wurde Klara Wallner in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Klementine Narodoslavsky Klementine Narodoslavsky: geboren 22.11.1887 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter der Eheleute Ambros und Thekla Narodoslavsky. Der Vater war Alleinverdiener, die soziale Situation mit 11 Kindern dementsprechend schwierig. Klementine begann eine Lehre als Modistin (Hutmacherin) und erblindete während der Ausbildung fast vollständig, weshalb sie diese auch krankheitsbedingt abbrach. Später gewann sie ihr Augenlicht wieder zurück und arbeitete nach dem Tod ihres Vaters ab 1914 als Hilfsarbeiterin, später als Kanzleihilfskraft. Anfang der 1920er Jahre ging sie eine Lebensgemeinschaft mit dem bereits verheirateten Militärbediensteten Oskar Kreisler ein. Sie bekam 2 Kinder (Hertha 1923 und Alfred 1932). Klementine litt an einer Nervenkrankheit und es wurde bei ihr eine Form der Psychose diagnostiziert. Am 12. Mai 1936 wurde sie mit der Aufnahmezahl 40547 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten wurde sie am 20.1.1941 nach Hartheim „verlegt“. Ihre Familie setzte alles daran, Klementine aus der Anstalt zu befreien. Tatsächlich wurde Klementine aber in Hartheim getötet und ihr Totenschein nennt den 10. Februar 1941 als ihr fiktives Sterbedatum. Ihre Urne wurde am 28. Februar 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof bestattet.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Klementine Thalhofer Klementine Thalhofer, geb. Hirschler: geboren 15.12.1878 in Koprivnica (Kroatien), gestorben 1943 in Auschwitz. Klementine war die Tochter von Heinrich und Katharina Hirschler und wohnte seit 1909 mit ihrem Mann Jakob Thalhofer in Graz. Gemeinsam hatten sie die Söhne Leo, Hermann, Otto und Ernst und die Familie wohnte seit 1915 in der heutigen Afritschgasse 35 (ehemals: Auenburggerstraße 35) in Graz. Am 12. Jänner 1923 verstarb ihr Ehemann Jakob, der ein Buchhalter war. Klementine Thalhofer musste nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ihre Wohnung verlassen, lebte kurzzeitig in der Annenstraße 49 und wurde kurz danach nach Wien zwangsübersiedelt. Von dort konnte sie nach Zagreb fliehen. Sie soll im August 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet worden sein.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Konrad Draschkowitsch Konrad Draschkowitsch: geboren 9.2.1900 in Graz, gestorben 27.4.1942 im KZ Sachsenhausen. Der gelernte Buchbinder, der zuletzt im Obdachlosenasyl in der Rankengasse wohnte, wurde 1938 von drei Personen beim Grieskai bei „Unzucht“ beobachtet und verhaftet. Er hatte zwei 15-jährige Burschen in der Nähe des Zentralkinos am Griesplatz angesprochen und auf ein Bier eingeladen. Mit der Aussicht auf Geld ließen sich die beiden am Glied anfassen. Der bereits deshalb vorbestrafte Draschkowitsch wurde als erwachsener Jugendverführer betrachtet und zu zehn Monaten schweren Kerker verurteilt. Nach Verbüßung der Haft wurde er am 24. Juni 1940 ins KZ Dachau überstellt. In der Folge kam er kurzzeitig in die Konzentrationslager Sachsenhausen, Buchenwald und Ravensbrück, ehe er am 17. Dezember 1941 wieder zurück in das KZ Sachsenhausen überstellt wurde, wo er vier Monate später am 27. April 1942 angeblich an Herz- und Kreislaufschwäche aufgrund einer Lungentuberkulose starb.
  • homosexuelleopfer
  • männlich
  • Konrad Hoppe Konrad Hoppe: geboren 16.2.1903 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Am 8. Juni 1927 wurde er mit der Aufnahmezahl 32466 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Der invalide Hilfsarbeiter wohnte in der Peter-Rosegger-Straße 59/III und wurde seit dem 20. Juni 1927 von Ludwig Pernegg gesetzlich vertreten. Er war zeitweise in der Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder in Kainbach untergebracht. Konrad Hoppe wurde am 3. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“ und noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 4. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Seine Urne wurde am 9. Juni 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 11C203 beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Kornelia Samek Kornelia Samek: geboren 14.6.1888 in Oslany (Slowakei), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Kornelia war verheiratet mit Hermann Samek und zusammen hatte das Ehepaar die beiden Söhne Oskar und Ernst. Die Familie des Graphologen wohnte bis 1932 in Wien, ehe sie nach Graz gingen und hier in der Wielandgasse 32 wohnten. Nach der Machtübernahme der Nationalsozilisten waren sie ab Juli 1938 wieder in Wien in der Herminengasse 23/10 wohnhaft. Am 02. November 1941 wurden Hermann, Kornelia und Oskar Samek von Wien nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert. Kornelia Samek wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Kurt Grabenhofer Kurt Grabenhofer: geboren 29.1.1922 in Graz, gestorben 11.8.1944 in Halle an der Saale. Grabenhofer meldete sich unmittelbar nach der Matura im Herbst 1939 als Kriegsfreiwilliger zum Ersatz-Bataillon des Gebirgsjäger-Regiments 138 in Leoben. Er kämpfte 1940/1941 in Norwegen, anschließend in der Sowjetunion, wo er Ende September 1942 bei Leningrad verschüttet wurde. Im Dezember 1942 kehrte er nach Graz zurück, wo er den Finanzbeamten Wilhelm Fritsch kennenlernte. Beide waren sich einig, „dass Deutschland den Krieg nicht mehr gewinnen könne.“ Daher wollten sie bewaffnete Gruppen aufbauen, die im entscheidenden Moment den Kampf für „die Wiedererrichtung einer österreichischen Monarchie“ führen sollten. Als er ab Mitte November 1943 in der Untersteiermark das Kommando über den gegen slowenische Partisanen eingesetzten Streckenschutzzug Aßling übernahm, knüpfte Grabenhofer Kontakte zu den Partisanen, denen er auch Waffen lieferte. Zudem gewann er unter seinen Untergebenen weitere Mitglieder für den Widerstand. Durch einen Verrat wurde Grabenhofer am 23. Dezember 1943 festgenommen und in Graz vom Reichskriegsgericht am 16. März 1944 wegen „Hoch- und Kriegsverrats“ zum Tode verurteilt. Er wurde am 20. Juli 1944 nach Halle an der Saale überstellt, wo er am 11. August 1944 hingerichtet wurde.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Kurt Löwinger Kurt Löwinger: geboren 14.2.1925 in Leoben, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Kurt war der Sohn von Max und Anna Löwinger. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte die Familie in der Dominikanergasse 5 in Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien ziehen mussten, wo sie zuletzt in der Scholzgasse 12/5 wohnhaft waren. Von hier wurde die Familie Löwinger am 17. Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und während der Shoah ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Kurt Schildnitz Kurt Schildnitz: geboren 24.5.1917 in Saarbrücken, gestorben 7.11.1939 im KZ Mauthausen. Kurt Schildnitz wurde am 15. Februar 1939 von der Gestapo in Graz als Schutzhäftling ins KZ Mauthausen überstellt, wo der Handelsvertreter sich am 7. November 1939 laut Totenschein selbst erhängt hat.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Ladislaus Freiberger Ladislaus Freiberger: geboren 25.3.1865 in Graz, gestorben 1941/42 in Jasenovac. Ladislaus war der Sohn von Heinrich und Amalia Freiberger (geb. Fischer). Er heiratete am 12. Novemeber 1898 seine Frau Franziska (geb. Schulz). Aus dieser Ehe gingen die Kinder Nikola, Milan, Stefan Siegmund, Ljubica und Heirich hervor. Seit 1904 war er in Graz wohnhaft und hier als Heuhändler bzw. als Händler für Bau-, Brenn- und Rundholz tätig. Nach mehrmaligem Wohnungswechsel war die Familie Freiberger seit 1916 in der Annenstraße 31 wohnhaft. Hier führte Ladislaus ab 1925 auch ein Ausgleich-Vermittlungs-Bureau. Im Jahr 1926 starb seine Frau Franziska. Am 31. August 1938 erfolgte die Abmeldung aus Graz nach Zagreb und er flüchtete, wie auch seine Kinder nach Zagreb. Während des 2. Weltkriegs lebte er mit seinen Kindern in Zagreb. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht 1941 in Jugoslawien wurde die Familie in das KZ Jasenovac deportiert, wo auch Ladislaus ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ladislaus Reisinger Ladislaus Reisinger: geboren 24.9.1904 in Zalaegerszeg (Ungarn), gestorben 21.5.1945 (?) in Ungarn. Ladislaus war der Sohn von Rudolf und Gisela Reisinger (geb. Latzer) und war verheiratet mit Ibolya Reisinger. Er wohnte in seinem ungarischen Heimatort Zalaegerszeg, ehe er im Dezember 1928 nach Graz übersiedelte. Hier war er als Kaufmann und Handelsvertreter tätig und wohnte in der Jakoministraße 15 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ging er zurück nach Ungarn und wohnte in Tapolca. Er starb in einem ungarischen Lager an Typhus. Als sein Sterbedatum findet sich der 21. Mai 1945.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Laje Lichtenegger Laje Lichtenegger, geb. Guttermann: geboren 20.5.1893 in Bolotnja (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Laje war die Tochter von Abraham und Mindl Guttermann (geb. Lobel). Sie war geschieden von Rupert Rafael Lichtenegger, mit dem sie gemeinsam ihre Tochter Herma hatte. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte Laje in der Idlhofgasse 81 in Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien übersiedeln musste und dort in einer Sammelwohnung in der Malzgasse 9 untergebracht war. Am 19. Oktober 1941 wurde Laje Lichtenegger von Wien nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert. Sie starb während der Shoah.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Laura Reche Tetelbaum Laura Reche Tetelbaum, geb. Wieser: geboren 1.11.1897 in Drohobycz (Ukraine), gestorben 1942 in Riga. Laura Reche war die Tochter von Aron und Cywja Wieser (geb. Schwarz). Sie war seit 1926 mit Morka Josef Tetelbaum verheiratet und gebar 1927 ihren Sohn Bruno. Bis Juni 1938 war die Familie wohnhaft in der Annenstraße 53 in Graz. Nachdem sie zur Aufgabe der Wohnung gezwungen wurden, mussten sie in die Zeilergasse 29 in Graz umziehen und Anfang Dezember 1938 folgte die Zwangsumsiedlung der Familie Tetelbaum nach Wien. Dort wohnten sie zuletzt in der Floßgasse 8/34. Am 06. Februar 1942 wurden Laura Reche Tetelbaum und ihr Sohn Bruno nach Riga deportiert, wo beide ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Lenke Goldberger Lenke Goldberger: geboren 8.4.1874 in Mezőtúr (Ungarn), gestorben in Izbica. Sie war verheiratet mit Moritz Goldberger und die Mutter von Berta, Zora, Karl und Ladislaus Goldberger. Seit 1909 war sie in Graz wohnhaft und ab 1918 in der Kinkgasse 5. Im Jahr 1925 beging ihr Mann Moritz Selbstmord und Lenke zog 1930 in die Schörgelgasse 18/1 in Graz um. Im Jahr 1938 floh sie von hier gemeinsam mit ihrer Tochter Zora nach Tschechien. Am 24. April 1942 wurden Mutter und Tochter von Prag nach Theresienstadt deportiert und am 27. April 1942 nach Izbica überstellt, wo beide ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Leo Braun Leo Braun: geboren 29.10.1913 in Graz, gestorben 28.3.1941 in Buchenwald. Leo war der Sohn von Richard Braun und Valerie (geb. Schweizer). Er war ein ausgebildeter Doctor iuris. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte er in Graz in der Oeverseegasse 29. Von Graz wurde er am 15. Oktober 1938 nach Buchenwald deportiert, wo er dann am 28. März 1941 ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Leo Egert Leo Egert: geboren 15.4.1879 in Snjatynka (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Leo war der Sohn von Scheindel Egert und Sische Wandner. Gemeinsam mit seiner Frau Helene (geb. Ornstein) war er der Vater von Otto, Eduard und Siegfried Egert. Vor dem 2. Weltkrieg war er als Kaufmann in Graz tätig und lebte in der Brockmanngasse 118. Nachdem er und seine Frau zwangsweise nach Wien übersiedeln mussten, wohnten die beiden zuletzt in der Blumauergasse 22. Am 19.02.1941 wurde er von Wien nach Kielce deportiert.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Leo Josefsberg Leo Josefsberg: geboren 16.12.1931 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Er war der Sohn von Golda und Aron Josefsberg. Die Familie Josefsberg wohnte seit 1935 in der Zweiglgasse 14b.. Noch im Mai 1938 meldeten sie sich aus Graz ab und gingen nach Drohobycz (Galizien), woher die Eltern kamen. Obwohl Todesdatum und Sterbeort nicht bekannt sind, gilt als gesichert das die Familie Josefsberg während der Shoah ermordet wurde.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Leo Killer Leo Killer: geboren 30.5.1878 in Greith bei Neumarkt, gestorben 1940 in Hartheim. Am 21. Dezember 1938 wurde er mit der Aufnahmezahl 42896 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Zuletzt wohnte er in der Hartenaugasse 41, an derselben Adresse wie seine Schwester, der Hauptschullehrerin der Mädchenhauptschule Kronesgasse, Anna Killer. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 13. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Leo Killer im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 15. November 1940 als fiktives Sterbedatum, und als Sterbeort die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Sonnenstein (Sachsen) angegeben.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Leo Pirker Leo Pirker: geboren 1887, gestorben 1941 in Hartheim. Er besuchte in Graz die Oberrealschule und wurde 1909 als Rechnungspraktikant in die Finanzlandesdirektion aufgenommen. 1913 wurde er zum Rechnungsassistenten der elften Rangklasse ernannt. Am 22. Jänner 1916 wurde er mit der Aufnahmezahl 24636 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Er hatte zuletzt in der Naglergasse 33 gewohnt. Seine gesetzliche Vertretung übernahm die Privatlehrerin Maria Pirker. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 20. Jänner 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Leo Pirker, der 25 Jahre seines Lebens in der Grazer Pflegeanstalt verbracht hatte, wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Leo Weiss Leo Weiss: geboren 13.11.1878 in Rădăuți (Rumänien), gestorben 18.6.1941 in Wien. Leo Weiss war verheiratet mit dem Josefine (geb. Braun) und gemeinsam wohnten sie in der Annenstraße 53 in Graz. Dort betrieb Leo Weiss auch ab 1906 die Firma "Leo und S. Weiss". Nach der „Arisierung“ des Hauses in der Annenstraße sowie der Liquidation des Betriebs mussten er und seine Frau Josefine 1939 zwangsweise von Graz nach Wien ziehen. Dort wohnten sie in einer Sammelwohnung in Große Stadtgutgasse 24/9, wo Leo Weiss am 18. Juni 1941 starb. Josefine Weiss wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 23. Oktober 1944 nach Auschwitz überstellt und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Leon Diamant Leon Diamant: geboren 16.9.1882 in Schydatschiw (Ukraine), gestorben 18.09.1942 in Maly Trostinec. Leon war der Sohn von Gedalie Diamant und Chaje Keile Krig. Er war seit 1904 in Graz wohnhaft und heiratete 1922 Ernestine (geb. Engelmaier). In Graz war er der Betreiber eines Handelsgeschäfts in der Volksgartenstraße 7. Später befand sich dieses Geschäft am Lendkai 27 und ab 1937 in der Kosakengasse 8. Von 1926 bis 1939 war Leon Diamant wohnhaft am Lendkai 27/III. Am 19. Dezember 1939 wurde er von Graz nach Wien abgemeldet und lebte in Wien zuletzt in einem Jüdischen Altersheim in der Seegasse 9. Am 14. September 1942 wurde er von Wien nach Maly Trostinec deportiert und dort sofort nach seiner Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Leontine Lenke Deutsch Leontine Lenke Deutsch, geb. Armuth: geboren 11.10.1890 in Mohács (Ungarn), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Sie war verheiratet mit Isidor Deutsch und hatte die zwei Töchter Julia und Rosa. In Graz wohnte sie mit ihrem Mann in der Kaiserfeldgassee 22. Vermutlich floh sie mit ihrem Mann nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach Ungarn. Von Ungarn aus wurde sie in ein unbekanntes Lager deportiert und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Leopold Frankl Leopold Frankl: geboren 19.12.1869 in Bisenz (CSR), gestorben 3.2.1943 in Theresienstadt. Leopold Frankl war der Sohn von Pinkus und Julie Frankl (geb. Deutsch) und war in Graz als Kaufmann tätig. Er musste nach dem „Anschluss“ 1938 mit seiner Frau nach Wien übersiedeln und lebte zuletzt in der Dominikanerbastei 22/3a im 1. Bezirk, von wo er am 10. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde, wo er am 3. Februar 1943 starb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Leopold Gruber Leopold Gruber: geboren 12.9.1897 in Köflach, gestorben, 23.3.1945 in Graz. Leopold Gruber arbeitete zunächst als Chauffeur, ehe er Gastwirt wurde. Er kam dem Einrückungsbefehl zur Wehrmacht nach Bregenz nicht nach und versteckte sich bei seiner Lebensgefährtin in Lieboch. Mitte März 1945 fühlte er sich dort nicht mehr sicher und ging nach Graz, wo er bei einer Razzia der Fahrgäste der Straßenbahn in Maria Trost perlustriert wurde. Da er sich der Polizei gegenüber nicht ausweisen konnte, zog er seine Waffe und erschoss sich. Laut Angaben seiner Lebensgefährtin hatte es sich einer Widerstandsgruppe in Graz angeschlossen.
  • männlich
  • widerstand_deserteure
  • Leopold Salomon Grünwald Leopold Salomon Grünwald: geboren 24.1.1882 geboren in Graz, 15.2.1939 in Buchenwald. Leopold Salomon war der Sohn von Israel und Juliane Grünwald (geb. Jöbstl). Er lebte in Graz in der Floßlendstraße 20a. Am 22. Dezember 1938 wurde er von Graz nach Buchenwald deportiert, wo er am 24. Jänner 1939 ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Leopoldine Brandner Leopoldine Brandner: geboren 4.11.1906 in Leoben, gestorben 18.2.1943 im KZ Auschwitz. Leopoldine Brandner, die der Bevölkerungsgruppe der Sinti und Roma angehörte, lebte ab 1938 mit fünf ihrer neun Kinder, die sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten Friedrich Krems hatte, in Graz. Zwischen Mai 1938 und Juli 1940 wohnte die Familie in einem Wohnwagen, der an verschiedenen Plätzen in der Stadt abgestellt war. Der letzte Eintrag in den städtischen Meldeaufzeichnungen vom 26. Juli 1940 weist einen Standplatz in der Angergasse nördlich der Grazer Seifenfabrik im Bezirk Jakomini aus. Vermutlich über München gelangte Leopoldine Brandner in ein Zwangsarbeitslager nach Salzburg-Maxglan. Dort verbrachte sie rund zweieinhalb Jahre zusammen mit zumindest fünf ihrer Kinder: dem 1925 oder 1926 geborenen Karl-Josef, der 1926 oder 1927 geborenen Helene, der 1927 geborenen Melanie, der 1932 geborenen Anna-Johanna und dem 1935 geborenen Alfred. Von Salzburg-Maxglan wurde Leopoldine Brandner in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie am 18. Februar 1943, vermutlich am Tag ihrer Ankunft ermordet wurde. Von der Familie Brandner-Krems hat nur eine Tochter gesichert überlebt.
  • roma
  • weiblich
  • Leopoldine Czasny Leopoldine Czasny, geb. Rosenberger: geboren 27.6.1868 in Stadtschlaining, gestorben in Treblinka. Leopoldine war die Tochter von Heinrich und Johanna Rosenberger (geb. Braun). Sie war verheiratet mit Jakob Czasny und gemeinsam wohnte das Ehepaar in der Volksgartenstraße 18 in Graz. Nach der Machtübernahme mussten sie und ihr Mann zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in einem Altersheim in der Großen Schiffgasse 3 im 2. Bezirk wohnhaft waren. Am 14. Juli 1942 wurde das Ehepaar von dort nach Theresienstadt deportiert und am 23. September 1942 nach Treblinka überstellt, wo beide ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Leopoldine Vidic Leopoldine Vidic (Widic): geboren 16. (21.) 11.1915 in Wien gestorben 22.1.1944 im KZ Auschwitz. Leopoldine Vidic ist der Großfamilie Vidic zuzurechnen, die in Graz als Fuhrunternehmer, Pferdehändler und Kutscher arbeitete und in der Ägydigasse 6 gemeldet war. Leopoldine Vidic wohnte zumindest bis zum 21. September 1940 dort. Am 16. April 1943 wurde sie in das KZ Auschwitz deportiert, wo sie die Häftlingsnummer Z-6680 erhielt. Sie starb dort am 22. Jänner 1944.
  • roma
  • weiblich
  • Lilli Mitzky Lilli Mitzky: geboren 5.5.1880, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des jüdischen Getreidehändlers und langjährigen Präsidenten der Grazer Frucht- und Mehlbörse, Bernhard Mitzky und seiner Ehefrau Therese. Lilli Mitzky war unverheiratet und wohnte im Haus ihrer Eltern in der Klosterwiesgasse 24, bis sie am 14. November 1930 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen wurde. Ihre Aufnahmezahl lautete 34791, ihre gesetzliche Vertretung übernahm am 14. Jänner 1931 ihre Mutter Therese Mitzky. Am 15. Jänner 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Lilli Mitzky im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 15. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Ihre Urne wurde am 11. September 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 4B36 beigesetzt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Lilly Latzer Lilly Latzer: geboren 3.9.1894 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Lilly war die Tochter von Samuel und Berta Latzer (geb. Trautmann). Am 20. Mai 1902 starb ihre Mutter Berta, woraufhin ihr Vater Samuel seine zweite Ehefrau Fanny heiratete. Gemeinsam mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter wohnte sie in der Mandellstraße 4 in Graz. Ihr Vater Samuel verstarb am 15. Oktober 1933 in Graz. Lilly und Fanny Latzer lebten noch bis Ende des Jahres 1938 in Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien ziehen mussten. Hier wohnte Lilly mit ihrer Stiefmutter zuletzt in einer Sammelwohnung in der Leopoldsgasse 22/126. Am 14. Juni 1942 wurde sie von Wien nach Sobibor deportiert. Lilly Latzer wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Ljubica Freiberger Tochter von Freiberger Ladislaus und Franziska (Fanni, Netti), geb. Schulz; Hausfrau; mehrmaliger Wohnungswechsel; seit 1916 ist die Familie wohnhaft in der Annenstraße 31, 8020 Graz; 1926 Tod der Mutter Franziska; ihr gehörte ein Drittel der seit 1935 bestehenden Firma ihres Bruders „Milan Freiberger – Sport- und Strapazierschuhe“; 31.08.1938 Abmeldung aus Graz nach Zagreb; Flucht mit ihrem Bruder Milan nach Zagreb; während des 2. Weltkriegs in Zagreb; nach dem Einmarsch der Wehrmacht 1941 in Jugoslawien Deportation der Familie in das KZ Jasenovac, wo sie ermordet wurde
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Lola God Lola God, geb. Bauer: geboren 19.8.1912 in Wien, gestorben 1944 in Auschwitz. Lola God war die Tochter von Siegfried Bauer und Julia (geb. Árváy). Sie war verheiratet mit Adolf God und als Modistin tätig. Zwischen 15. Jänner 1935 und 30. September 1938 wohnten Adolf und Lola God am Griesplatz 14 in Graz. Ende September 1938 wurden sie aus Graz abgemeldet und waren zunächst einer Sammelwohnung in der Novarragasse 17/33 in Wien untergebracht. Zuletzt waren Adolf und Lola God wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Rembrandtstraße 25/2 im 2. Bezirk in Wien. Von dort wurden sie am 11. November 1943 nach Theresienstadt deportiert und sie wurde am 23. September 1944 nach Auschwitz überstellt. Im KZ Auschwitz wurde Lola God ermordet, ihr Mann Adolf wurde am 10. Oktober 1944 weiter nach Dachau überstellt, wo auch er Anfang des Jahres 1945 ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Lorenz Poketz Lorenz Poketz: geboren 5.8.1893 in St. Lorenzen bei Marburg, gestorben 13.9.1943 in Graz. Poketz war ab Mitte der 1920er Jahren Sekretär der Freien Gewerkschaft und ab 1930 Vorsitzender des sozialpolitischen Ausschusses der Arbeiterkammer in Graz. Nach den Februarkämpfen 1934 übernahm er die Leitung der nun illegalen Freien Gewerkschaftsfachgruppe der Handels-, Verkehrs- und Transportarbeiter, die u.a. verfolgte und gemaßregelte Arbeiter unterstützte. Diese Tätigkeit setzte er auch nach dem „Anschluss“ 1938 fort und baute gemeinsam mit anderen 1940 die „Rote Gewerkschaft“ auf, die auch Flugblätter verbreitete. Am 13. August 1942 verhaftete die Gestapo Poketz, der am 17. Juni 1943 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat, landesverräterischer Feindbegünstigung und Zersetzung der Wehrkraft“ zum Tode verurteilt wurde. Er wurde am 13. September 1943 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Lotte Teicher Charlotte Teicher, geb. Peller: geboren 25.11.1888 in Krzywcza (Polen), gestorben in Jasenovac. Charlotte heiratete am 08. November 1910 in Graz den Judenburger Kaufmann Josef Teicher und gemeinsam hatten sie ihre Tochter Gerta (verh. Tannenbaum). Sie wohnten in der Herrengasse 23 in Judenburg. Laut Auswanderungsfragebogen von Josef Teicher waren er und seine Frau zumindest im Mai 1938 wohnhaft in der Wielandgasse 8 in Graz. Von hier mussten sie zwangsweise nach Wien übersiedeln und wohnten zuletzt in der Haasgasse 10/10. Von Wien aus gingen sie nach Jugoslawien, doch wurden Josef und Charlotte Teicher nach dem Überfall auf Jugoslawien in das KZ Jasenovac deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Ludwig Hirschl Ludwig Hirschl: geboren 6.2.1878 in Kobersdorf, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Ludwig war der Sohn von Salomon und Fanny Hirschl (geb. Holzer) und war verheiratet mit Henriette (geb. Holzer). Er war ein Beamter in Graz und das Ehepaar wohnte im Haus an der Ecke Sporgasse 2 und Hauptplatz 12 in Graz. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten mussten Ludwig und Henriette Hirschl in die Lichtensteinstraße 38 im 9. Bezirk in Wien ziehen. Zuletzt waren sie wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Fugbachgasse 3/6 in Wien. Am 15. Mai 1942 wurde das Ehepaar von Wien nach Izbica deportiert. Ludwig und Henriette Hirschl wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ludwig Kaufmann Ludwig Kaufmann: geboren 29.1.1877 in Moravský Krumlov (Tschechien), gestorben 8.3.1942 in Litzmannstadt (Łódź). Ludwig war der Sohn von Josef Kaufmann und Amalie Glücksmann (geb. König). Er war verheiratet mit Olga (Olly) (geb. Herlinger) und lebte seit Jänner 1910 in Graz. Hier war er tätig als Kartonageerzeuger und Besitzer einer Kartonagenfabrik in der Langen Gasse 46, wo er zunächst auch wohnte. Von 1926 bis zum 29. Dezember 1938 waren Ludwig und Olga Kaufmann in der Annenstraße 33 wohnhaft. Infolge der "Arisierung" im Jahr 1938 wurde seine Firma veräußert und an Florian Lietz übertragen und das Ehepaar musste im April 1939 Graz verlassen. Zuletzt waren sie wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Schwarzspanierstraße 15 in Wien, wo Olga nach den Strapazen im Jahr 1940 verstarb. Am 19. Oktober 1941 wurde Ludwig Kaufmann von Wien nach Litzmannstadt deportiert, wo er ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ludwig Kocher Ludwig Kocher: geboren 15.5.1884 in Wien, gestorben 3.5.1940 im KZ Sachsenhausen. Der ursprünglich verheiratete Gießer wohnte seit 1935 ohne Gattin in Graz und ließ sich später scheiden. Wegen kleinerer Betrügereien kam er in den 1930er Jahren mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt, weshalb er beispielsweise im Juli 1936 zu drei Monaten Arrest verurteilt wurde. Im Februar 1939 wurde Kocher gemeinsam mit dem vorbestraften 19jährigen Rudolf Egger in Graz wegen „Unzucht wider die Natur“ angeklagt und zu einem Jahr schweren Kerker verurteilt. Zur Strafverbüßung wurde er am 25. Mai 1939 in das Emslager Walchum und vier Monate später in das Lager Brual-Rhede überstellt. Von dort kam er schließlich ins KZ Sachsenhausen, wo er am 3. Mai 1940 umkam.
  • homosexuelleopfer
  • männlich
  • Ludwig Kohn Ludwig Kohn: geboren 31.12.1879 in Winteritz (Böhmen), gestorben 26.5.1942 in Maly Trostinec. Ludwig war der Sohn von Moses und Elisabeth Kohn (geb. Samuel) und er war zweimal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit Irma (geb. Hübsch) stammten die beiden Kinder Walter und Herbert. Am 17. September 1930 starb seine Frau Irma und Ludwig Kohn heiratete daraufhin im Jahr 1931 Gertrude (geb. Salzberger). Mit ihr lebte der Grazer Kaufmann in der Strauchergasse 19 in Graz. Er war bis Herbst 1938 Gesellschafter beim Handelsunternehmen Max Heller in der Annenstraße 42, wo Galanteriewaren verkauft wurden. Nach dem „Anschluss“ 1938 und der Liquidierung des Geschäfts musste das Ehepaar zwangsweise nach Wien übersiedeln und wohnte dort zuletzt in der Heinrichsgasse 4/9 in Wien. Von dort wurde er mit seiner Frau am 20. Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert und dort wurden beide ein paar Tage später ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ludwig Mooslechner Dr. Ludwig Mooslechner: geborgen 20.8.1910 in Wels, gestorben 10.4.1945 auf der Hebalm. Der Arzt wurde nach dem „Anschluss“ 1938 vom Landeskrankenhaus Graz aus politischen Gründen entlassen, weshalb er sich in der Folge in Schwanberg als praktischer Arzt niederließ. Bereits Anfang September 1944 wurde er wegen „Verdachtes der Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung“ kurzzeitig inhaftiert, aber krankheitsbedingt wieder auf freien Fuß gesetzt. Mitte März 1945 erfolgte eine neuerliche Verhaftung, da er verdächtigt wurde, die Partisanen und Widerstandskämpfer im Koralmgebiet mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt zu haben. Auf Befehl des Deutschlandsberger Kreisleiters Hugo Suette wurde Mooslechner am 10. April 1945 auf der Hebalm erschossen.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Ludwig Singer Ludwig Singer: geboren 13./14.6.1878 in Velké Meziříčí (Tschechien), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Ludwig Singer wohnte in Graz in der Feuerbachgasse 8. Über sein Schicksal während der Shoah ist nur wenig bekannt. Er kam am 08 März nach Fužine in Kroatien, wo er interniert war. Ludwig Singer starb während der Shoah.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ludwig Sonnenfeld Ludwig Sonnenfeld: geboren 19.6.1867 in Sotina (Slowakei), gestorben 23.12.1943 in Theeresienstadt. Ludwig war der Sohn von Samuel und Charlotte Sonnenfeld (geb. Natzler) und war verheiratet mit Kornelia (geb. Redlich). Der pensionierte Fabrikdirektor wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Humboldtstraße 33 in Graz, ehe er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten mit seiner Frau Kornelia nach Brno ging. Seinen letzten Wohnsitz vor seiner Deportation nach Theresienstadt hatte er in Brno. Am 23. Dezember 1943 starb Ludwing Sonnenfeld in Theresienstadt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Luise Galambos Luise Galambos : geboren 28.12.1878/79 in Hălmagiu (Rumänien), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Luise war die Mutter von Yuzzi und Paul Galambos. Sie war verwitwet und lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Färbergasse 2/1 in Graz. Zuletzt war sie in einer Sammelwohnung in der Ferdinandstraße 19/5 im 2. Bezirk in Wien untergebracht. Von dort wurde sie am 15. Februar 1941 nach Opole deportiert. Sie starb während der Shoah.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Luzia Prantl Luzia Prantl, geb. Stary: geboren 18.10.1903, gestorben 1940 in Hartheim. Sie war die Tochter von Luzia Stary. Die geschiedene „Bezirkssekretärgattin“ arbeitete als Weißnäherin und lebte bei ihrer Mutter in der Fröbelgasse 17, bis sie am 30. September 1935 mit der Aufnahmezahl 40080 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen wurde. Ihre Mutter übernahm ihre gesetzliche Vertretung. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Luzia Prantl im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Magda Arway Magda Arway, geb. Leschziner: 12.12.1890 in Breslau, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Magda Arway war die Tochter Max Markus Leschziner und Euphemie Friederike. Sie war verheiratet mit Geza Arway und aus dieser Ehe gingen die beiden Kinder Lilly und Heinz hervor. In Graz lebte sie in der Nibelungengasse 4 ehe sie während des 2. Weltkriegs zwangsweise nach Wien übersiedelt wurde. In Wien war sie zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Müllnergasse 24/10, 1090 Wien. Von dort aus wurde sie am 17.07.1942 ins KZ Auschwitz deportiert und vermutlich dort ermordet
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Malwina Hirschl Malwina Hirschl: geboren 16.11.1880 in Graz, gestorben 8.11.1941 in Loborgrad. Über Malwina Hirschl sind kaum Informationen vorhanden. Vor dem 2. Weltkrieg lebte sie in Graz und während des 2. Weltkriegs war sie in Bjelovar (Kroatien). Malwina Hirschl starb am 8. November 1941 im Lager Loborgrad und wurde dort als eine von 200 Personen entlang der Lagermauer ohne Sarg vergraben.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Margarethe Eder Margarethe Eder, geb. Walker: geboren 4.11.1922 in Graz, gestorben 8.12.1944 in Berlin-Plötzensee. Die Grazer Hausfrau Margarete Walker heiratete 1939 den Hilfsarbeiter Lorenz Eder. Während ihr Mann als Soldat eingezogen wurde, wurde sie im Mai 1943 nach Altötingen (Bayern) dienstverpflichtet. Dort wurde sie wegen Spionageverdachts festgenommen und am 14. November 1944 vom Volksgerichtshof in Berlin zum Tode verurteilt. Eder wurde in Berlin-Plötzensee am 8. Dezember 1944 hingerichtet.
  • widerstand_individuell
  • weiblich
  • Margarethe Hochsinger Margarethe Hochsinger, geb. Schlag: geboren 15.10.1884, gestorben in Riga. Margarethe war die Tochter von Joel Julius und Rosa Schlag (geb. Blau). Sie war verheiratet mit dem Hofrat Anton Hochsinger und die Mutter von Lisbeth (verh. Hockey) und Anna. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte sie am Geidorfgürtel 40. Am 15.März 1939 starb ihr Mann Anton und Margarethe musste in der Folge zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Kleinen Sperlgasse 1/13 im 2. Bezirk wohnte. Von dort wurde sie am 03. Dezember 1941 nach Riga deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Margarethe Putz LEOBEN ? Margarethe Putz (17.7.1901 – 1944/45 Ravensbrück). Margarethe Putz wurde wegen des Verdachts auf politische Betätigung Ende September 1944 mit dem Sondertransport aus Graz nach Ravensbrück deportiert, wo sie als Häftling mit der Nummer 75.083 umkam. Datenbank RAvensbrück: am 3.8.1944 in JA Leoben bis 29.9.1944
  • weiblich
  • Margarethe Sparrer Margarethe Sparrer: geboren 25.2.1915, gestorben 1941 in Hartheim. Am 21. Mai 1940 wurde sie mit der Aufnahmezahl 1205 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen und auf der Station 1b untergebracht. Als zuständige Heimatgemeinde wurde Graz angegeben. Sie hatte zuletzt in der Grazerstraße 27 bzw. im Städtischen Altenheim gewohnt und wurde am 15. Jänner 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Margarethe Sparrer im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Margarethe Steiner Margarethe Steiner, geb. Lax: geboren 2.4.1894 in Wien, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Margarethe war die Tochter von Leo Juda Leib und Amalia Lax (geb. Bybring) und war mit Julius Steiner verheiratet. Sie hatten einen Sohn namens Ernst Leo. Die Familie wohnte in der Sparbersbachgasse 14 in Graz und musste zwangsweise nach Wien übersiedeln. In Wien waren sie zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Blumauergasse 20/25 im 2. Bezirk. Am 9.10.1942 wurden alle drei Familienmitglieder nach Theresienstadt deportiert und am 9. Oktober 1944 nach Auschwitz überstellt. Ernst Leo und seine Eltern Julius und Margarethe Steiner wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Maria Bander Maria Bander, geb. Singer: geboren 6.9.1874 in Boliso (CSR), gestorben 1941 in Minsk. Maria war die Tochter von Jakob und Rosa Singer (geb. Kohn) und die Ehefrau des Grazer Kaufmanns Josef Bander. Gemeinsam hatten sie die Kinder Max, Liesel, Martha und Grete. Sie wohnte in der Keplerstraße 49 in Graz. 1939 musste sie nach Wien zwangsübersiedeln und wohnte dort zuletzt in einer Sammelwohnung in der Rotensterngasse 33/17, von wo sie am 28. November 1941 nach Minsk deportiert und dort ermordet wurde
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Maria Dicker Maria Dicker, geb. Koref: geboren 2.2.1884 in Pelsdorf, gestorben 1942 in Izbica. Maria Dicker war die Tochter von Ludwig und Berta Koref (geb. Straschnow). Sie lebte mit ihrem Mann, Michael Dicker in Graz. Dieser betrieb gemeinsam mit Markus Silberstein das „Warenhaus Rekord – Silberstein & Dicker“ in der Sackstraße 16. Bis zum Frühjahr 1939 wohnten Maria und Michael in der Neutorgasse 42/6. 1939 wurden gezwungen von Graz nach Wien zu übersiedeln. Sie hat sich mit 19. Juni 1939 nach Wien abgemeldet. Am 5. Juni 1942 wurde sie von Wien nach Izbica deportiert, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Maria Gießauf Maria Gießauf: geboren 13.3.1876, gestorben 1941 in Hartheim. Am 5. Juni 1935 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 39838. Sie wurde als „Bäckergattin“ bezeichnet und wohnte in der Karl-Morre-Straße 35. Der Hilfsarbeiter Franz Gießauf, ebenfalls wohnhaft in der Karl-Morre-Straße 35, übernahm ab dem 12. Juni 1935 auch ihre gesetzliche Vertretung. Am 15. Jänner 1941 wurde Maria Gießauf in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Hagendorfer Maria Hagendorfer: geboren 27.10.1897, gestorben 1941 in Hartheim. Am 15. Juli 1932 wurde sie mit der Aufnahmezahl 37409 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie wurde als „Hilfsarbeitergattin“ bezeichnet und wohnte in der Johann-Fux-Gasse 30, wo auch ihr Ehemann Franz Hagendorfer gemeldet war. Dieser übernahm am 5. August 1932 ihre gesetzliche Vertretung. Am 15. Jänner 1941 wurde Maria Hagendorfer in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 15. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Ihre Urne wurde am 17. Juni 1942 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 8C12 beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Haindler Maria Haindler: geboren 1.6.1892 in St. Peter-Freienstein, gestorben 1940 in Hartheim. Am 21. November 1934 wurde sie mit der Aufnahmezahl 39365 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen und auf Station 3 aufgenommen. Die „Poliersgattin“, die in der Griesgasse 27/1 gewohnt hatte, wurde am 28. Mai 1940 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Maria Haindler wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 11. Juni 1940 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Hausleitner (lackner) Maria Hausleitner, geb. Lackner: geboren 24.7.1882 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Am 6. Februar 1922 wurde sie mit der Aufnahmezahl 28057 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Die „Marinebeamtenwitwe“, die am Ruckerlberggürtel 16 gewohnt hatte, wurde am 8. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Maria Hausleitner wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Hierzer Maria Hierzer: geboren 12.12.1912 in Graz-Eggenberg, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Hilfsarbeiters Peter Hierzer und hatte drei jüngere Geschwister. Am 27. Jänner 1925 wurde sie mit der Aufnahmezahl 30101 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie hatten bislang bei ihren Eltern gelebt. Ihr Vater Peter Hierzer war seit dem 15. Februar 1926 ihr gesetzlicher Vertreter. Am 2. April 1926 wurde Maria Hierzer in die Heilanstalt nach Lankowitz verlegt. Am 26. September 1940 wurde sie in den „Feldhof“ zurücküberstellt und am 14. Oktober 1940 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Hutter Maria Hutter: geboren 3.11.1878 in Graz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Am 3. März 1931 wurde sie mit der Aufnahmezahl 36014 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Als ihr gesetzlicher Vertreter war der Privatbeamte Gustav Bierbaum eingetragen. Die „Beschäftigungslose“ wohnte zuletzt in der Dreihackengasse 45 und wurde am 5. November 1932 in die Heilanstalt nach Lankowitz verlegt. Nach ihrer Rücküberstellung den „Feldhof“ vom 8. August 1940 wurde sie am 13. Oktober 1940 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz transferiert. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Maria Hutter im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Klemantine Weber Maria Weber, geboren 12.9.1894, gestorben 1941 in Hartheim. Die ledige „Privatière“ lebte in Graz in der Merangasse 77 und wurde am 18. Februar 1930 mit der Aufnahmezahl 35059 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ab dem 24. Februar 1930 übernahm Johann Dettelbach ihre gesetzliche Vertretung. Der ehemalige Vizepräsident der Steiermärkischen Escomptebank war der Besitzer der Villa Dettelbach in der Merangasse 77. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde Maria Weber nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Klima Maria Klima: geboren 28.1.1889, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war ohne Beruf und lebte zuletzt bei ihrem Bruder, dem Schneidergehilfen Libertus Klima, in der Brockmanngasse 23. Am 24. Juni 1932 wurde sie mit der Aufnahmezahl 37370 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seit dem 28. Dezember 1932 hatte ihr Bruder auch ihre gesetzliche Vertretung inne. Am 7. Februar 1941 wurde Maria Klima in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz verlegt. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 3. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Ihre Urne wurde am 23. April 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 8C14 beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Krobek Maria Krobek: geboren 3.7.1894, gestorben 1941 in Hartheim. Am 23. März 1933 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 37998. Sie wohnte in der Statteger Straße 27 und war geschieden. Am 27. November 1934 übernahm der Beamte Karl Hartinger ihre gesetzliche Vertretung. Am 15. Jänner 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Maria Krobek im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Körner Maria Körner, geb. Didner: geboren 26.6.1891, mit 31.12.1941 für tot erklärt. Maria war die Tochter von Abraham und Sarah Didner und die Frau von Markus Körner, der in der Zweiglgasse 14 einen Alteisenhof betrieb, wo das Ehepaar auch lebte. Die Wohnung der Familie Körner wurde im Herbst 1938 zu einer Sammelwohnung umfunktioniert. Markus und Maria Körner flohen in der Folge nach Jugoslawien, wo sie vermutlich nach dem Einmarsch der Deutschen ermordet wurden. Nach der Befreiung wurde sie und ihr Mann mit 31.12.1941 für tot erklärt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Maria Poredos Maria Poredos, geb. Bützel: geboren 14.10.1903 in Gnas, gestorben 1.10.1943 im KZ Ravensbrück. Die bereits wegen Bettelei mehrfach beanstandete Maria Poredos wurde im September 1939 von der Zellenleiterin der NSV Ortsgruppe Steinfeld angezeigt, dass sie sich seit einiger Zeit als Sammlerin für die NSV ausgab. Im Herbst 1940 wurde sie in das Arbeitserziehungslager Bischofsried eingewiesen, aus dem sie bald wieder floh. Am 17. Dezember 1940 wurde sie erneut festgenommen, ins Lager gebracht, aus dem sie erneut entkam. Nachdem sie am 16. Jänner 1941 wieder festgenommen worden war, wurde sie – sie soll auch über Hitler geschimpft haben – am 2. März 1941 ins KZ Ravensbrück überstellt, wo sie am 1. Oktober 1943 umkam.
  • widerstand_individuell
  • weiblich
  • Maria Puch Maria Puch, geb. Stramelz: geboren 4.1.1897 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Schuhmachers Franz Stramelz und seiner Ehefrau Maria. Nach der Scheidung der Eltern wurden die minderjährigen Kinder dem Vater zugesprochen. Sie besuchte in Graz die Schule und arbeitete anschließend bei verschiedenen Dienststellen in Budapest. 1918 kehrte sie jedoch nach Graz zurück und arbeitete bis 1925 im Café Rosegger. Nach verschiedenen weiteren Arbeitsstellen heiratete sie am 17. März 1927 in der Grazer Barmherzigenkirche den Wachmann Jakob Puch. Seit 1925 wohnten beide gemeinsam in der Wienerstraße 62. Am Morgen des 12. Oktobers 1928 versuchte Maria Puch, ihren Ehemann mit einer Hacke zu erschlagen, und beging anschließend einen Selbstmordversuch. Die Ehe war bereits seit längerer Zeit zerrüttet. Am 4. Dezember 1928 wurde sie mit der Aufnahmezahl 33918 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Das Landesgericht für Strafsachen hatte die Einweisung nach einem medizinischen Gutachten veranlasst. Am 13. Februar 1941 wurde Maria Puch in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 30. Juli 1941 als fiktives Sterbedatum und die Heil- und Pflegeanstalt Hadamar als Sterbeort eingetragen. Ihre Urne wurde am 16. Oktober 1941 in einem Sammelgrab auf dem Grazer Urnenfriedhof beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Recher Maria Recher: geboren 7.1.1893 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Schlossers Josef Recher und der Fabrikarbeiterin Ottilie Nagl. Maria Recher wurde als arbeitslose Aufräumerin bezeichnet und am 16. Oktober 1936 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 40908. Sie hatte zuletzt in der Austeingasse 35 gewohnt. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Maria Recher im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 16. März 1941 als fiktives Sterbedatum und die Heil- und Pflegeanstalt Bernburg (Sachsen-Anhalt) als Sterbeort eingetragen. Ihre Urne wurde am 25. April 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 3B8 beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Reichel Maria Reichel: geboren 20.10.1903 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Schlossermeisters Alois Reichel und seiner Ehefrau Theresia, geb. Humer. Am 28. Oktober 1936 wurde sie mit der Aufnahmezahl 40936 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Man beschrieb ihre soziale Stellung als „gewesene Fürsogerin“ und sie wohnte zuletzt in der Rechbauerstraße 59. Maria Reichel wurde am 14. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Resch Maria Resch: geboren 2.2.1885, gestorben 1941 in Hartheim. Am 2. August 1916 wurde sie mit der Aufnahmezahl 25035 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre gesetzliche Vertretung übernahm ab dem 10. August 1916 Franz Willowitzer. Die Kindergärtnerin Maria Resch, die zuletzt am Mehlplatz 1 gewohnt hatte, wurde am 14. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 28. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Sahlfeld Martha Sawotny: geboren 30.3.1914 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Theatersängers und Schauspielers Rudolf Sawotny und dessen Ehefrau Luise, geb. Sagmüller. Am 17. Mai 1935 wurde sie mit der Aufnahmezahl 39798 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zuvor lebte sie bei ihrer Familie in der Pestalozzistraße 52. Martha Sawotny wurde am 8. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Schemmerl Maria Schemmerl: geboren 18.12.1899, gestorben 1941 in Hartheim. ihre soziale Stellung wurde „Lebensgefährtin, ohne Beruf“ angegeben, als zuständige Heimatgemeinde Vasoldsberg bzw. Graz. Die Geschiedene wohnte zuletzt in der Wienerstraße 63 und wurde am 17. Dezember 1937 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 41887. Am 14. Februar 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Maria Schemmerl im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 17. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Schunko Maria Schunko (Sunko): geboren 23.12.1907 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter von Michael Schunko und der „Wirtschafterin“ Johanna Lageischek. Maria Schunko wohnte in der Grüne Gasse 43/II und arbeitete als Stickerin. Am 17. August 1936 wurde sie mit der Aufnahmezahl 40773 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als zuständige Heimatgemeinde wurde Graz angegeben. Am 14. Februar 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“ und noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • zeugenjehovas
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Schwarz Maria Schwarz: geboren 8.1.1903, gestorben 1941 in Hartheim. Am 15. Dezember 1939 wurde sie mit der Aufnahmezahl 751 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als zuständige Heimatgemeinde wurde Graz angegeben. Die zuletzt in der Korngasse 2 mit ihrem Ehemann Ludwig Schwarz wohnhafte „Frächtergattin“ wurde am 15. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Maria Schwarz im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Vidic Maria Vidic (Widic, Djika): geboren 12.6.1875 in Steinkirchen (Kamenný Újezd, Tschechien), gestorben 4.8.1943 im KZ Auschwitz. Maria Vidic, genannt Djika, und ihr Lebensgefährte Karl Waitz, genannt Ambrol, lebten mit ihrer Großfamilie in Graz und arbeiteten als Fuhrunternehmer, Pferdehändler und Kutscher. Die Familie war in der Ägydigasse 6 gemeldet und hatte mindestens sieben gemeinsame Söhne: Theodor, Franz, Josef, Anton, Georg und Johann. Maria Vidic wohnte zumindest bis zum 21. September 1940 dort. Am 16. April 1943 wurde sie in das KZ Auschwitz deportiert, wo sie die Häftlingsnummer Z-7379 erhielt. Sie starb dort am 4. August 1943.
  • roma
  • weiblich
  • Maria Wapper Maria Wapper: geboren 1880 in Leibnitz, gestorben 1941 in Hartheim. Am 29. September 1931 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 36637. Sie wurde als „Hilfsarbeitergattin“ bezeichnet und wohnte mit ihrem Ehemann Josef Wapper in der Austeingasse 25. Dieser übernahm ab dem 3. Mai 1932 auch ihre gesetzliche Vertretung. Im Mai 1934 wurde Josef Wapper zu drei Monaten schweren Kerker verurteilt, weil er als „Schutzbündler“ an den Februarkämpfen am Kalvariengürtel teilgenommen hatte. Am 7. Februar 1941 wurde Maria Wapper in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Maria Witkowska von Maria von Witkowska: geboren 1879 in Radomysl Wielki (Polen), gestorben 1940/1941 in Hartheim. Am 9. August 1919 wurde sie mit der Aufnahmezahl 26791 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie wurde als „Privat (Häftling)“ bezeichnet und ihre letzte Wohnadresse wurde mit Leonhardstraße 133 angegeben. An dieser Adresse betrieben die Barmherzigen Schwestern vom hl. Kreuz ein Dienstmädchen-Asyl, sowie eine Privatkrankenanstalt und ein Frauenheim. Seit dem 26. Oktober 1920 war der Kanzleidirektor Otto Heymann als ihr gesetzlicher Vertreter eingetragen. Am 5. November 1932 wurde sie in die Heilanstalt nach Maria Lankowitz verlegt. Am 8. August 1940 wurde sie zunächst in den „Feldhof“ zurücküberstellt und am 14. Oktober 1940 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Maria von Witkowska im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 9. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Marianne Pointner Marianne Pointner: geboren 5.4.1883, gestorben 1941 in Hartheim. Die getrenntlebende „Werksarbeitergattin“ wohnte in der Kleegasse 4. Als zuständige Heimatgemeinde wurde Mürzsteg angegeben. Am 7. Juli 1932 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 36400. Antonia Schmidt übernahm ab 7. Mai 1932 ihre gesetzliche Vertretung. Am 7. Februar 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Marianne Pointner im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 31. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Marianne Wanke Marianne Wanke: geboren 18.2.1902 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des k. k. Steueramtsadjunkten Karl Wanke und seiner Ehefrau Marianne, geb. Reisenhofer. Am 3. März 1931 wurde sie mit der Aufnahmezahl 36018 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Marianne Wanke, die als „Aufseherin“ bezeichnet wurde, hatte bis zu diesem Zeitpunkt in der Plüddemanngasse 30 gewohnt. Anna Schuller übernahm ihre gesetzliche Vertretung. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 7. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Marianne Wanke im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 29. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Marie Braun Marie Braun, geb. Grünhut: geboren 01.03.1875/1878 oder 01.05.1878, gestorben in Treblinka. Marie war die Tochter von Bernhard Grünhute und Henriette (geb. Pollak). Sie wurde in Graz geboren. Als Geburtsdaten werden sowohl der 01. März 1875 oder 1878, sowie auch der 01. Mai 1878 angegeben. Marie war mit Kalmann Braun verheiratet und die Mutter von Olga Konstandt, Herbert Braun und Oskar Braun. Vor dem 2. Weltkrieg lebte sie in der Schörgelgasse 14 und wurde dann zwangsweise nach Wien umgesiedelt, wo sie zuletzt in einer Alterswohngemeinschaft in der Krafftgasse 6 wohnte. Am 13.08.1942 erfolgte ihre Deportation von Wien nach Theresienstadt und am 26.09.1942 wurde sie nach Treblinka überstellt. Ihr Todesdatum ist nicht bekannt, aber als Sterbeort wird Treblinka angegeben.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Markus Bienenstock Markus Bienenstock: geboren 22.10.1884 in Graz, 21.8.1942 in Maly Trostinec. Markus war der Sohn von Jacob Bienenstock und Antonie Miriam Trana (geb. Rosenblum). Er war mit Angela (geb. Pogorecnik) verheiratete. Gemeinsam hatte das Ehepaar, das sich später scheiden ließ, die Tochter Angela. Markus arbeitete in Graz als selbstständiger Sattler- und Riemermeister und wohnte in der Schörgelgasse 82. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste er zwangsweise nach Wien übersiedeln und wohnte zuletzt in einer Sammelwohnung am Fleischmarkt 14 im 1. Bezirk. Am 17.08.1942 wurde er von Wien nach Maly Trosticnec deportiert, wo er kurz nach seiner Ankunft ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Markus Körner Markus Körner: geboren 25.8.1890 in Sambor (Galizien), mit 31.12.1941 für tot erklärt. Markus Körner war der Sohn von Chaim Loeb und Feige Körner (geb. Eisenstein) und mit Maria (geb. Didner) verheiratet. Er war Vulkaniseur und betrieb in Graz in der Zweiglgasse 14, wo er mit seiner Frau auch wohnte, einen Alteisenhof mit Ein- und Verkauf von Eisen, Metallen, Maschinen, Autos, Motorrädern, inklusive aller Ersatzteile sowie dem Verkauf von Gummiwaren, Pneus, Baumaterialien, Fenstern und Türen. Der Alteisenhof und andere Liegenschaften, die er besaß, wurden 1938 enteignet. Er floh nach dem „Anschluss“ im Juli 1938 nach Jugoslawien. Von dort aus half er seinen noch in Graz lebenden Geschwistern und Verwandten im März 1939 ebenfalls nach Jugoslawien zu flüchten. Über das weitere Schicksal ist nichts bekannt. Nach der Befreiung wurde er und seine Frau Maria mit 31.12.1941 für tot erklärt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Martha Sawotny Maria Sahlfeld, geb. Walzel: geboren 20.10.1861 in Groß St. Florian, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Sie wurde als uneheliches Kind der „Keuschlerstochter“ Josefa Walzel geboren. Am 1. März 1926 wurde sie in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Bei der Aufnahme wurde Maria Sahlfeld als „Armenbeteiligte“ bezeichnet und als ihre letzte Wohnadresse, das städtische Wohnheim in der Rankengasse 24, angegeben. Die Aufnahmezahl lautete 31188. Seit dem 19. Dezember 1930 war Maria Wendner als ihre gesetzliche Vertreterin eingetragen. Am 17. April 1926 wurde sie in die Heilanstalt Maria Lankowitz verlegt. Am 8. August 1940 wurde sie zunächst in den „Feldhof“ zurücküberstellt und am 14. Oktober 1940 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Martha Schöny Martha Schöny: geboren 26.4.1914 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Geschäftsdieners Karl Schöny und seiner Ehefrau, der Köchin Rosina, geb. Pechmann. Am 25. Dezember 1935 wurde sie mit der Aufnahmezahl 30263 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Am 12. Februar 1936 übernahm ihr Vater Karl Schöny ihre gesetzliche Vertretung. Die zuletzt in der St. Peter Hauptstraße 65 bei ihren Eltern wohnende „Hausgehilfin“ wurde am 15. Jänner 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Martha Schöny im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Martha Weinberger Martha Weinberger, geb. Wechsberg: geborene 2.3.1896 in Cieszyn (Polen), gestorben 1942 im KZ Sajmište in Belgrad. Martha war die Tochter von Joseph und Eugenie Wechsberg (geb. Silberstein) und war verheiratet mit Emanuel Weinberger. Gemeinsam hatten sie die beiden Söhne Walter und Kurt. Das Ehepaar wohnte in der Hans-Resel-Gasse 18 in Graz und betrieb ein Textilgeschäft, ehe sie als Juden gezwungen wurden, im März 1939 nach Wien zu ziehen. Während ihr Mann Emanuel bereits Mitte 1939 nach Jugoslawien ging, blieb sie noch in Wien und folgte ihm erst im Juli 1940. Sie fuhr nach Kladovo, wo ihr Mann war und ein Schiff mit rund 1000 österreichischen Juden und Jüdinnen lag, das nach Palästina weiterfahren sollte. Das Schiff konnte aber nicht weiterfahren und fast alle Männer wurden nach dem deutschen Überfall auf Jugoslawien am 12. Oktober 1941 von der Wehrmacht erschossen. Die Frauen kamen in ein Konzentrationslager bei Belgrad, wo sie 1942 in einem Gas-LKW ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Martin Blazic Martin Blazic: geboren 31.1.1908 in Graz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Schlossers Georg Blazic und dessen Ehefrau Maria Blazic. Er wohnte in der Rankengasse 25/III, bevor er auf Veranlassung des Gaukrankenhauses Graz am 26. März 1939 mit der Aufnahmezahl 43162 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen wurde. Der ledige Hilfsarbeiter war bereits zuvor in Heilanstalten untergebracht gewesen und wurde schließlich im April 1939 in die Heilanstalt Graz-Messendorf verlegt. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 13. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Er wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Martin Gajsék Martin Gajsék: geboren 15.10.1906 in St. Martin, gestorben 1941 in Hartheim. Er arbeitete als Schneidergehilfe. Seine letzte bekannte Adresse war die Ägydigasse 4. Am 13. November 1931 wurde er mit der Aufnahmezahl 36753 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als sein gesetzlicher Vertreter war der Tischlergehilfe August Gajsék eingetragen, der in der Körösistraße 4 wohnhaft war. Ab dem 14. Mai 1932 war Martin Gajsék in der Pflegeanstalt Kainbach untergebracht, ab dem 1. Juli 1933 in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke, Zweiganstalt Messendorf bei Graz. Er wurde noch mehrmals verlegt und schließlich in die Heilanstalt „Feldhof“ zurücküberstellt. Bis zu seiner Deportation in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 4. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Martin Gajsék wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 28. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Mathias Kolmanics Mathias Kolmanics: geboren 27.2.1908, gestorben 17.4.1943 in Graz. Der Schweißer arbeitete in der Grazer Waggonfabrik, wo er von Josef Motschnik für die „Rote Gewerkschaft“ angeworben wurde. Im Rahmen dieser Organisation spendete er für Familien von inhaftierten Marxisten. Im Zuge der Verhaftungswelle gegen die Mitglieder der „Roten Gewerkschaft“ wurde er im Sommer 1942 verhaftet. Kolmanics starb noch vor seiner Hauptverhandlung am 17. April 1943 in der Haft.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Mathias Schranz Mathias Schranz (auch Matthias Schrantz): geboren 25.9.1891 in Baldramsdorf bei Spittal/Drau, gestorben 1941 in Hartheim. Er wurde als Sohn des Tischlers Mathias Schranz und dessen Ehefrau Theresia, geb. Grumeth, geboren. Mathias Schranz arbeitete als Schlossergehilfe und wohnte mit seiner Ehefrau Helena Schranz in der Seidenhofstraße 20. Erstmals war er bereits 1922 in eine Pflegeeinrichtung aufgenommen worden und hatte bereits viele Jahre in der Heilanstalt der Barmherzigen Brüder in Kainbach verbracht. Am 1. Juli 1940 wurde Mathias Schranz mit der Aufnahmezahl 1379 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 13. Februar 1941 wurde er jedoch nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Mathias Schranz wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 5. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Mathilde Geschwinder Mathilde Geschwinder, geb. Schwarzwallner: geboren 19.1.1889 in Mürzhofen, gestorben 1.12.1944 im KZ Ravensbrück. Mathilde Geschwinder war Hausfrau in Graz und eine Gegnerin des NS-Regimes. Ihr Sohn Alois Geschwinder war führend im Widerstand der Kommunistischen Jugend in Graz rund um Richard Zach aktiv und wurde deshalb 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Mathilde Geschwinder wurde gemeinsam mit ihrer Nachbarin Johanna Reiner als Nazi-Gegnerinnen denunziert und am 19. September 1944 festgenommen. Am 29. September wurde sie ins KZ Ravensbrück überstellt, wo sie am 3. Oktober 1944 aufgenommen wurde. Sie kam dort am 1. Dezember 1944 ums Leben.
  • weiblich
  • NS-Gegnerschaft
  • Mathilde Kolovratnik Mathilde Kolovratnik, geb. Ribic: geboren 13.11.1876 in Marburg/Maribor, gestorben 1940 in Hartheim. Am 18. März 1927 wurde sie mit der Aufnahmezahl 32269 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Die als „Schneidergehilfsgattin“ bezeichnete Mathilde Kolovratnik, die zuletzt in der Grazbachgasse 9/I gewohnt hatte, wurde am 28. Mai 1940 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Seit dem 5. Oktober 1936 wurde sie vom im Ruhestand befindlichen Oberoffizial Alois Bauer gesetzlich vertreten. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Mathilde Kolovratnik im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Mathilde Pollak Mathilde Pollak: geboren 1.12.1875 in Güssing, gestorben 1941 in Litzmannstadt. Mathilde Pollak war Private in Graz und die Tochter der Grazer Kaufleute Leopold und Emilie Pollak (geb. Deutsch). Sie wohnte in der Schönaugasse 6 und wurde 1939 nach Wien zwangsübersiedelt. In Wien lebte sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Czerningasse 14, ehe sie am 19. Oktober 1941 von dort nach Litzmannstadt (Łódź) deportiert und dort ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Matthias Urdl Matthias Urdl, geboren 23.3.1869 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Gastwirts Mathias Urdl und dessen Ehefrau Klara, geb. Bucher. Matthias Urdl war akademischer Maler und heiratete am 30. Mai 1896 in Wien Helena Herneth, geboren am 8. August 1858 in Retz. Spätestens seit 1907 lebte das Ehepaar in der Plüddemanngasse 54 in Graz. Matthias Urdl war in mehreren Vereinen aktiv tätig, darunter im Steirischen Esperantistenverein und in der Grazer Ido-Gesellschaft. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau am 26. November 1920 heiratete er am 20. Oktober 1923 in der Grazer Stadtpfarrkirche die Schriftstellerin Maria Maschek. Am 10. Jänner 1925 wurde er mit der Aufnahmezahl 30062 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als sein gesetzlicher Vertreter war ab dem 22. November 1935 der Amtsrat i. R. Ignatz Griengl eingetragen. Am 10. Juli 1940 wurde Matthias Urdl zunächst in die Heilanstalt der Barmherzigen Brüder nach Kainbach überstellt und am 13. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Max Egger Maximilian (Max) Egger: geboren 10.10.1901, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er arbeitete als Beamter und wurde am 26. April 1926 mit der Aufnahmezahl 31349 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er in der Reitschulgasse 19. Seit dem 13. Jänner 1931 war Josefine Egger als seine gesetzliche Vertreterin eingetragen. Im Laufe der Jahre wurde er mehrmals verlegt und war auch in den Heilanstalten Graz-Messendorf und Kainbach untergebracht. Am 14. Oktober 1940 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde Maximilian im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Max Gerstl Max Gerstl: geboren 13.11.1935 in Wien, gestorben 1943 in Auschwitz. Max Gerstl war der Sohn von Hansi Gerstl und lebte mit seiner Mutter bis zum 9. Juni 1938 in der Karlauerstraße 39 in Graz, ehe die beiden kurze Zeit in Wien wohnhaft war. Über Deutschland flüchtet Hansi gemeinsam mit ihrem Sohn Max und ihrer Schwester nach Belgien und war dort in Saint-Gilles, einem Stadtviertel von Brüssel, wohnhaft. Hier heiratete Hansi Gerstl auch Jakob Soel. Am 10. Mai 1940 überfielen die Nationalsozialisten Belgien und die Familie musste von nun an unter den antijüdischen Maßnahmen des Regimes, dem sie zu entkommen versucht hatten, leiden. Am 20. September 1943 erfolgte die Deportation von Mecheln mit dem Transport XXIIA nach Auschwitz gemeinsam mit Ehemann Jakob und Sohn Max, wo die Mutter und ihr siebenjähriger Sohn Max sofort nach ihrer Ankunft in einer Gaskammer ermordet wurden.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Max Godl Max Godl: geboren 15.10.1895, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Über Max Godl sind bislang nur wenige Informationen bekannt. Der Kaufmann wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Babenbergerstraße 142 in Graz und musste nach dem „Anschluss“ nach Wien übersiedeln, wo er zuletzt in der Klosterneuburger Straße 47 im 12. Wiener Bezirk wohnte. Am 20. Oktober 1939 wurde er von Wien nach Nisko am San deportiert. Max Godl wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Max Heller Max Heller: geboren 12.4.1877 in Žebnice (Tschechien), gestorben 1942 in Warschau. Max Heller war der Sohn von Moritz und Marie Heller (geb. Löwy) und der Mann von Adele Heller (geb. Kohn). Gemeinsam hatten sie die Kinder Rudolf und Margarethe (verh. Löwy). Max Heller betrieb zunächst allein, dann von 1914 bis 1938 gemeinsam mit ihrem Bruder Ludwig Kohn und ab 1925 auch mit seinem Sohn Rudolf Heller in der Annenstraße 42 die „Gemischtwarenhandlung Max Heller“. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ging er gemeinsam mit seiner Frau Adele 1939 zu seiner in Pilsen lebenden Tochter Margarethe Löwy. Am 22. Jänner 1942 wurden Max und Adele Heller zunächst nach Theresienstadt deportiert und von dort am 25. April 1942 nach Warschau überstellt, wo beide umkamen.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Max Löwinger Max Löwinger: geboren 10.1.1888 in Leoben, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Max war der Sohn von Alexander und Rosalie Löwinger (geb. Steiner) und war ein Kaufmann in Leoben und Graz. Mit seiner Frau Anna hatte er einen Sohn namens Kurt. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte die Familie in der Dominikanergasse 5 in Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien ziehen mussten, wo sie zuletzt in der Scholzgasse 12/5 wohnhaft waren. Von hier wurde die Familie Löwinger am 17. Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Max Mendel Kasner Max Mendel Kasner: geboren 22.4.1876 in Kuty (Slowakei), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Max Mendel war verheiratet mit Stefanie (geb. Fleischner) und der Vater von Erich, Hertha (verh. Laufer), Kurt und Edeltraud. Zunächst war er in Triest wohnhaft, ehe er als Oberrevident der Bahn in den Ruhestand versetzt wurde. Seit 1919 wohnten er und seine Frau in der Rebengasse 25 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde das Ehepaar nach Wien zwangsübersiedelt und war zuletzt in einer Sammelwohnung in der Körnergasse 7/14 in Wien untergebracht. Von dort wurden beide am 14. Juni 1942 nach Sobibor deportiert. Max Mendel und Stefanie Kasner wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Max Stessel Max Stessel: geboren 2.7.1867 in Sopron, gestorben in Treblinka. Max war der Sohn von Albert und Josefine Stessel (geb. Goldschmied) und der Grazer Kaufmann heiratete am 02. September 1906 in Graz seine Frau Isabella (geb. Stössel). Gemeinsam hatten sie die Kinder Margarethe, Elsa, Hilde, Erich und Herta und wohnten in der Kindermanngasse 38 in Graz. Im Dezember 1938 mussten er und seine Frau zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Novaragasse 40/17 untergebracht waren. Am 10. September 1942 wurde das Ehepaar Stessel von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 29. September 1942 nach Treblinka überstellt, wo er und seine Frau Isabella ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Maximilian Gasparitsch Maximilian Gasparitsch: 18.4.1916 in Marburg/Maribor. Der Handelsangestellte Maximilian Gasparitsch wurde am 26. Mai 1942 wegen Verdachts der kommunistischen Betätigung und der Zusammenarbeit mit slowenischen WiderstandskämpferInnen in Wien festgenommen. Er wurde am 27. Mai 1942 nach Cilli/Celje überstellt und hat nicht überlebt.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Maximilian Hammerschmied Max Hammerschmied: geboren 9.10.1900 in Vordernberg, gestorben 7.4.1945 in Aflenz. Der Montagehelfer bei Steyr-Daimler-Puch in Graz wurde Ende 1944 in das unterirdische Verlagerungswerk Aflenz bei Leibnitz abkommandiert. Als er dort am 7. April 1945 im Zuge der Angelobung für den Volkssturm auf Hitler vereidigt werden sollte, weigerte er sich aus religiösen Gründen, den Eid abzulegen und kam deshalb in den Arrest. Beim Austreten in der Nacht unternahm er einen Fluchtversuch, bei dem er von einem Volkssturmmann erschossen wurde.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Maximilian Schuschnig Maximilian Schuschnig: geboren 4.9.1901 in Graz, gestorben 4.3.1945 in Brandenburg. Maximilian Schuschnig war bis 1928 Zugführer im Österreichischen Bundesheer, ehe er bei der Stadtgemeinde Graz eine Anstellung fand. Er gehörte der Sozialdemokratischen Partei bis 1934 an. Im Jahr 1940 bautem Josef Serfecz und Franz Hoffmann im Ernährungsamt der Stadt Graz eine Zelle der „Roten Gewerkschaft“ auf, für die Schuschnig von Hoffmann angeworben regelmäßig Beiträge einzahlte. Am 7. Dezember 1942 wurde Schuschnig von der Gestapo festgenommen und in der Folge mit Serfecz und Hoffmann vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt. Während die beiden am 22. Juni 1943 zum Tode verurteilt wurden, verurteilte das Gericht in Graz Schuschnig zu fünf Jahren Zuchthaus. Er wurde in das Zuchthaus Brandenburg überstellt, wo er am 4. März 1945 starb.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Mechel Sussmann Mechel Sussmann: geboren 19.4.1890 in Stryj (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Mechel war der Sohn von Mincie Sussmann und heiratet 1919 in Wien mit Perl (geb. Steuermann). Gemeinsam hatte das Ehepaar die Kinder Emanuel, Hans, Martha und Sophie (verh. Lappe). Der tätige Kaufmann wohnte in Graz zuletzt in der Färbergasse 2, ehe er von hier in ein unbekanntes Lager deportiert wurde. Mechel Sussmann wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Melanie Arnold Melanie Arnold: geboren 13.12.1913, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Melanie Arnold war die Tochter von Moritz Arnold und Marjama Perl (geb. Munczek). Sie wuchs in Graz auf und die Familie lebte am Lendplatz 5. Von Graz aus musste sie zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie in einer Sammelwohnung in der Tandelmarktgasse 5a im 2. Bezirk wohnte. Von dort wurde sie am 02.11.1941 nacht Litzmannstadt (Łódź) deportiert.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Melanie Bader Melanie Bader: geboren 3.1.1896 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Melanie war die Tochter von Samuel und Marie Bader. Gemeinsam mit ihrer Schwester Olga wohnte sie in der Brückenkopfgasse 9 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten mussten die Schwestern zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in der Lichtenauergasse 3/12 wohnhaft waren. Am 15. Februar 1941 wurden sie von Wien nach Opole deportiert. Melanie und Olga Bader wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Melanie Brandner Melanie Brandner: geboren 28.11.1927 in Wien, gestorben 11.1.1944 im KZ Auschwitz. Melanie Brandner war eines von neun Kindern von Friedrich Krems und Leopoldine Brandner. Die Familie Brandner gehörte der Bevölkerungsgruppe der Sinti und Roma an. Leopoldine Brandner lebte mit fünf ihrer Kinder zwischen Mai 1938 und Juli 1940 in einem Wohnwagen in Graz, der an verschiedenen Plätzen in der Stadt abgestellt war. Der letzte Eintrag in den städtischen Meldeaufzeichnungen vom 26. Juli 1940 weist einen Standplatz in der Angergasse nördlich der Grazer Seifenfabrik im Bezirk Jakomini aus. Melanie Brandner war im Zwangsarbeitslager Maxglan inhaftiert. Am 3. April 1943 wurde sie im KZ Auschwitz mit der Häftlingsnummer Z-5903 registriert und starb dort am 11. Jänner 1944.
  • roma
  • jugendlich
  • weiblich
  • Melanie Lachs Melanie Lachs, geb. Berger: geboren 31.5.1882 in Valašské Meziříčí (Tschechien), gestorben 18.10.1944 in Auschwitz. Melanie war die Tochter von Samuel und Rosa Berger (geb. Wolf) und verheiratet mit Adolf Lachs, einem Ingenieur der Südbahngesellschaft. Gemeinsam hatten sie einen Sohn namens Ernst und lebten in der Volksgartenstraße 18 in Graz. von wo sie als Juden im Jänner 1939 gezwungen wurden, nach Wien zu übersiedeln. Melanie war zu diesem Zeitpunkt bereits erblindet. Mit ihrem Mann wohnte sie in Wien zwei Jahre lang in verschiedenen Sammelwohnungen und zuletzt in der Ebendorferstraße 10/9, ehe sie am 10. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden, wo ihr Mann Adolf im Jahr 1942 starb. Sie kam am 16. Oktober 1944 ins KZ Auschwitz. Dort wurde sie am 18. Oktober 1944 ermordet. Ihrem Sohn gelang die Flucht.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Melanie Strassmann Melanie Strassmann, geb. Mayer: geboren 10.6.1879 in Graz, gestorben in Auschwitz. Melanie war die Tochter von Emil Emanuel und Rosa Mayer (geb. Biller) und war verheiratet mit Sigmund Strassmann. Gemeinsam hatten sie die Kinder Margarethe Rosa und Friedrich Emanuel. Sigmund und Melanie Strassmann lebten in der Kaiserfeldgasse 19 in Graz und mussten nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zwangsweise nach Wien übersiedeln. In Wien waren sie zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Glockengasse 14. Am 24. September 1942 wurde das Ehepaar von Wien nach Theresienstadt deportiert, wo Sigmund Strassmann im Jahr 1944 starb. Melanie Strassmann wurde am 15. Mai 1944 nach Auschwitz überstellt und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Michael Dicker Michael Dicker: geboren 18.6.1867, gestorben 21.3.1941 in Wien. Michael war der Sohn von Chaim und Rebekka Dicker (geb. Schiff). Er lebte mit seiner Frau Maria (geb. Koref) in Graz und betrieb als Kaufmann und Schneidermeister mit seiner Schwester Anna eine Firma. Als diese das Unternehmen verlies, gründete er mit Markus Silberstein das „Warenhaus Rekord – Silberstein & Dicker“ in der Sackstraße 16. Bis zum Frühjahr 1939 wohnten Michael und Maria in der Neutorgasse 42/6. Nach dem „Anschluss“ wurde am 17. Mai 1938 ein „kommissarischer Verwalter“ eingesetzt und das Geschäft wurde „arisiert“. Nachdem der Ausverkauf des im Geschäft befindlichen Inventars beendet war, wurde das Kaufhaus am 14. Juni 1938 liquidiert. Er blieb mit seiner Frau noch bis Juni 1939 in Graz, ehe sie gezwungen wurden, Graz zu verlassen. Vermutlich starb er am 21. März 1941 im Spital der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien und sein Grabstein steht am Wiener Zentralfriedhof.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Michael Lerpscher Michael Lerpscher: geboren 5.11.1905 in Wilhams im Allgäu (D), gestorben 5.9.1940 in Brandenburg-Görden. Lerpscher war ein Landwirt im Allgäu, der 1935 der von Max Josef Metzger in Graz gegründeten „Christkönigsgesellschaft“, der heutigen „Missionsgesellschaft vom Weißen Kreuz“, beitrat und den Namen „Bruder Bertram“ annahm. Er arbeitete in der Landwirtschaft und der Trinkerheilanstalt in Meitingen. Als 1936 in der Grazer Filiale Ulrichsbrunn ein Arbeiter benötigt wurde, meldete sich Lerpscher und ging nach Graz. Im Frühjahr 1940 erhielt er den Einberufungsbefehl, dem er aber aus Gewissensgründen nicht nachkam. Sein Ansuchen, als Sanitäter seinen Wehrdienst abzuleisten, wurde abgewiesen. Daraufhin wurde er verhaftet. Das Reichskriegsgericht verurteilte ihn am 2. August 1940 wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode. Er wurde ins Zuchthaus Brandenburg-Görden überstellt, wo er am 5. September 1940 hingerichtet wurde.
  • widerstand_religiös
  • männlich
  • Michael Wasowetz Michael Wasowetz: geboren 29.8.1890, gestorben 1941 in Hartheim. Der Schlossergehilfe lebte mit seiner Ehefrau Agnes Wasowetz in der Sonnenstraße 12. Er wurde am 13. November 1926 mit der Aufnahmezahl 31908 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine Ehefrau übernahm seine gesetzliche Vertretung. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 12. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Michael Wasowetz im Rahmen der NS- „Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Milan Freiberger Milan Freiberger: geboren 10.2.1901 in Zagreb, gestorben 1941/42 in Jasenovac. Milan war der Sohn von Ladislaus und Franziska Freiberger (geb. Schulz). Nach mehrmaligem Wohnungswechsel war die Familie Freiberger seit 1916 in der Annenstraße 31 wohnhaft. Am 03. April 1919 gründet er den jüdischen Sportverein Hakoah Graz gemeinsam mit seinem Bruder Nikolaus und fungierte zwischen 1920 und 1922 als dessen Zeugwart und ab 1923 als Leiter der Sektion Fußball. Zunächst war er auch Tormann in der Fußballmannschaft der Hakoah. Letztlich war er zwischen 1927 und 1935 Präsident der Hakoah. Im Jahr 1926 starb die Mutter Franziska. Gemeinsam mit seiner Schwester Ljubica Freiberger war er seit 1935 Besitzer der Firma „Milan Freiberger – Sport- und Strapazierschuhe“ in der Annenstraße 12a und in den 1930er Jahren war er auch Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde. Am 31. August 1938 erfolgte die Abmeldung aus Graz und Milan floh mit seiner Schwester nach Zagreb. Während des 2. Weltkriegs lebte sie mit ihren Geschwistern und ihrem Vater in Zagreb. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht 1941 in Jugoslawien wurde die Familie in das KZ Jasenovac deportiert, wo auch Ljubica ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Milcsi Wagner Milcsi Wagner, geb. Kraus: geboren 14.8.1874 in Siófok (Ungarn), gestorben 17.10.1942 in Theresienstadt. Milcsi war die Tochter von Markus und Julia Kraus (geb. Deutsch) und war verheiratet mit Eugen Wagner. Gemeinsam hatten sie eine Tochter namens Alice Edith (verh. Stern). Ihr Ehemann Eugen meldete zunächst 1920 das Gewerbe "Handel mit Pferden" in der Elisabethstraße 5 an, wo sie auch wohnhaft warenl, und war bis 1938 Antiquitätenhändler in Graz. 1938 musste Milcsi zusammen mit ihrem Ehemann Eugen zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Odeongasse 9 wohnte. Von dort wurde das Ehepaar Wagner am 28. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Während ihr Mann Eugen überlebte, starb Milcsi am 17. Oktober 1942 in Theresienstadt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Mina Dukatenzeiler Tochter von Wieser Aron und Cywja, geb. Schwarz; verheiratet mit Dukatenzeiler Lepold; Mutter von Dukatnzeiler Sascha und Heinrich; vor dem 2. Weltkrieg in der Reitschulgasse 10, 8010 Graz wohnhaft; Zwangsübersiedlung nach Wien; zuletzt wohnhaft in einer Alterswohngemeinschaft in der Floßgasse 8/54, 1020 Wien; 26.02.1941 Deportation von Wien nach Opole
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Moritz Preis Moritz Preis: geboren 7.9.1892 in Neunkirchen, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Moritz Preis lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Prankergasse 79 in Graz und befand sie während des 2. Weltkriegs in der Favoritenstraße 155 in Wien. Am 20. Oktober 1939 wurde er von Wien nach Nisko deportiert. Moritz Preis wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Moritz Rosenberger Moritz Rosenberger: geboren 1.4.1871 in Stadtschlaining, gestorben in Treblinka. Moritz war der Sohn von Heinrich und Johanna Rosenberg (geb. Braun) und war verheiratet mit Therese. Er war ein selbstständiger Kaufmann in Graz und wohnte in der Neutorgasse 35. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste er zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo er zuletzt in einer Sammelwohnung in der Nickelgasse 3/9 wohnhaft war. Am 10. Juli 1942 wurde Moritz Rosenberger von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 23. September 1942 nach Treblinka überstellt, wo er ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Moritz Schwarz Moritz Schwarz: geboren 28.9.1874 in Przemyśl (Polen), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Moritz war der Sohn von Markus und Gütel Schwarz (geb. Nagel) und war verheiratet mit Anna Sara Chana (geb. Feuerstein). Gemeinsam hatten sie die Tochter Fanny und wohnten bis zumindest Juni 1938 in der Zweiglgasse 4 in Graz. Zuletzt waren er seine Frau in einer Alterswohngemeinschaft in der Floßgasse 8/31 in Wien wohnhaft. Am 06. Februar 1942 erfolgte ihre Deportation von Wien nach Riga. Moritz und Anna Sara Chana wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Moritz Spitz Moritz Spitz: geboren 26.5.1880 in Kolomea (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Moritz Spitz lebte seit 1902 in Graz und war verheiratet mit Berta Spitz. Der selbstständige Kaufmann wohnte in der Volksgartenstraße 26 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten dürft er in Richtung Frankreich geflohen sein. Am 29. April 1944 wurde er von Drancy nach Auschwitz deportiert. Moritz Spitz wurde im Zuge der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Moritz Steiner Moritz Steiner: geboren 12.2.1884 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Moritz war ein Handelsvertreter in Graz und lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Idlhofgasse 12. Während des 2. Weltkriegs befand er sich in Tschechien. Am 18. September 1942 wurde von Ostrava (Tschechien) nach Theresienstadt deportiert und von dort am 22. September 1942 nach Maly Trostinec überstellt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Moritz Weinberger Moritz Weinberger: geboren 18.4.1872 in Szeged (Ungarn), gestorben 29.11.1938 in Graz. Moritz war der Sohn von Israel und Josefine Weinberger und kam gemeinsam mit seiner Frau Betty (Bertha) Weinberger 1907 von Bratislava nach Frohnleiten. Gemeinsam hatten sie die Kinder Ladislaus, Josefa, Charlotte, Ignaz, Albert und Laura. In Frohnleiten lebte die Familie am Hauptplatz 45 und gemeinsam mit seinen Söhnen Ignaz und Ladislaus bertrieb er eine Gemischtwarenhandlung. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde das Geschäft liquidiert und er zog zu seiner Tochter Josefa (Jolanda) Schlesinger nach Graz in die Kaiserfeldgasse 29. Anlässlich des Novemberpogroms wurde er mit seinem Schwiegersohn Karl Schlesinger verhaftet und ins KZ Dachau deportiert. Todkrank und von den Misshandlungen gezeichnet kehrte er bald wieder nach Graz zurück, wo er am 29. November 1938 an einem Lungenödem verstarb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Moritz Weisz Moritz Weisz: geboren 19.5.1882 in Budapest, gestorben in Buchenwald. Über Moritz Weisz ist wenig bekannt. Er wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Keplerstraße 78 in Graz. Am 25. Juni 1938 wurde er nach Dachau deportiert und am 23. September 1938 nach Buchenwald überstellt, wo er ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Natalie Spieler Natalie Spieler, geb. Fellner: geboren 16.6.1881 in Františkovy Lázně (Tschechien), gestorben 7.1.1943 in Theresienstadt. Natalie war die Tochter von Leopold und Emilie Fellner (geb. Singer) und war verheiratet mit dem Anwalt Julius Spieler. Sie wohnten in der Siemensgasse 6 in Graz. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten musste das Ehepaar nach Wien übersiedeln und wohnte dort zunächst in der Hardtgasse 32 im 9. Bezirk. Vor ihrer Deportation am 22. Juli 1942 nach Theresienstadt wohnten sie in einer Sammelwohnung in der Czerningasse 3/12. Julius und Natalie Spieler starben beide in Theresienstadt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Nathan Kandel Nathan (Norbert) Kandel: geboren 13.10.1891 in Mościska (Galizien), gestorben 31.1.1945 in Mauthausen. Nathan (Norbert) Kandel war der Sohn von Simon Kandel und Charlotte Margel und kam mit seinen Eltern Ende des 19. Jahrhunderts nach Graz, wo der Vater zunächst als Hausierer, später als Agent tätig war. Die Familie vollzog in Graz mehrere Wohnungswechsel. Nathan Kandel studierte Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens Universität und schrieb sich seit diesem Zeitpunkt zumeist Norbert. Im Jahr 1919 erfolgte seine Promotion zum Doktor der Rechte und im Jahr 1920 heiratete er Maria (geb. Gelbard). Aus dieser Ehe gingen die Kinder Paul und Herbert Kandel hervor. Gemeinsam wohnten sie in der Sparberbachgasse 48 in Graz. Im Jahr 1928 Nathan (Norbert) eine Rechtsanwaltskanzlei in der Griesgasse 26, die er nach dem „Anschluss“ 1938 schließen musste. Im Zuge des Novemberpogroms wurde er verhaftet und ins KZ Dachau überstellt, aus dem er am 20. Dezember 1938 wieder entlassen wurde. Er und seine Frau Maria Kandel flohen im Mai 1939 nach Belgien. Als die deutsche Wehrmacht Belgien überfielen, wurde er verhaftet und am 10. Mai 1940 zunächst ins französische Anhaltelager St. Cyprien überstellt. Von dort kam er in die Lager Gurs und Le Milles, ehe er am 17. August 1942 von Drancy nach Auschwitz deportiert wurde. Von dort kam er ins KZ Mauthausen, wo er am 31. Jänner 1945 umkam.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Nina Gruska Nina Gruska, geb. Grünwald: geboren 27.4.1878 in Jennersdorf, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Nina war die Tochter von Jakob Grünwald und Eugenia Sophie (geb. Bodanzsky). Sie war verheiratet mit Ferdinand Gruska und die Mutter von Georg, Gerda und Vera. Im Jahr 1924 verstarb ihr Ehemann Ferdinand. Nina Gruska war in Graz wohnhaft und lebte zunächst während des 2. Weltkriegs wohnte sie in der Mayerhofgasse 1/27 im 4. Bezirk in Wien. Vermutlich floh sie nach Frankreich. Am 29. April 1944 wurde sie von Drancy nach Auschwitz deportiert.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Norbert Brecher Norbert Brecher: geboren 26.3.1897 in Sobotište (Slowakei), gestorben 1941 in Jasenovac (Kroatien). Norbert Brecher war Tuchhändler in Graz und der Sohn von Max und Rudolfine Brecher. Er musste 1939 nach Wien übersiedeln und floh von dort nach Jugoslawien. Nach dem Einmarsch der Deutschen Truppen wurde er 1941 in das KZ Jasenovac gebracht und dort im selben Jahr ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Norbert Hans Rosner Norbert Hans Rosner: geboren 11.9.1884 in Przemyśl (Polen), gestorben 4.9.1942 Auschwitz. Norbert Hans war der Sohn von Chaje Rosner und in erster Ehe verheiratet mit Sophie (geb. Weiss). In seine zweite Ehe mit Gisela (geb. Strimpfel) brachte er die beiden kinder Erna und Fritz mit und gemeinsam mit Gisela hatte er einen weiteren Sohn namens Ernst Arnold. Norbert Hans Rosner betrieb ein Manufakturwarengeschäft in der Gleisdorfer Gasse 17 und danach ein Modegeschäft in der Reitschulgasse 10. Nach einem Konkurs führte er an derselben Adresse ein Geschäft für Textilien-,Konfektions- und Wirkwaren. Die Familie wohnte in der Rechbauerstraße 16 in Graz. Während des Novemberpogroms in Graz wurde Norbert Hans Rosner verhaftet und ins KZ Dachau deportiert. Nach einer zweiten Verhaftung im Mai 1939 floh seine Familie über die Schweiz nach Abbeville in Frankreich flohen. Von dort ging ihre Flucht weiter nach Vinezac und Paris, ehe sie von den Nationalsozialisten eingeholt wurden. Norbert Hans und Gisela wurden am 02. September 1942 von Drancy nach Auschwitz deportiert und sofort nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Odo Stradner Odo Stradner: geboren 17.11.1909, gestorben 1941 in Hartheim. Er wohnte in der Grüne Gasse 30 und arbeitete als Schriftenmaler. Am 13. November 1936 wurde er mit der Aufnahmezahl 40995 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als zuständige Heimatgemeinde wurde Graz angegeben. Am 12. Februar 1941 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“ und noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf Odo Stradners Totenschein wurde der 3. April 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Olga Bader Olga Bader: geboren 5.12.1886 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Olga war die Tochter von Samuel und Marie Bader. Gemeinsam mit ihrer Schwester Melanie wohnte sie in der Brückenkopfgasse 9 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten mussten die Schwestern zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in der Lichtenauergasse 3/12 wohnhaft waren. Am 15. Februar 1941 wurden sie von Wien nach Opole deportiert. Olga und Melanie Bader wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Olga Berger Olga Berger, geb. Deutsch: geboren 24.8.1878 in Walpersbach, gestorben 1941 in Minsk. Olga war die Tochter von Samuel und Wilhelmine Deutsch (geb. Seidl). Gemeinsam mit ihrem Mann Ignaz hatte sie die beiden Kinder Marta und Walter. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte sie in Graz, von wo aus sie und ihr Mann zwangsweise nach Wien umsiedeln mussten. In Wien lebte das Ehepaar zunächst am Esteplatz 7 im 3. Bezirk und zuletzt in einer Sammelwohnung in der Floßgasse 9 im 2. Bezirk. Am 28.11.1941 wurde das Ehepaar von Wien nach Minsk deportiert, wo beide starben.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Olga Bienenstock Olga Bienenstock, geb. Stern: 25.10.1893 in Körmend, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Olga war die zweite Ehefrau von Heinrich Bienenstock. Gemeinsam lebten die beiden in der Kindermanngasse 20 wurden nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten von Graz nach Wien in eine Sammelwohnung in der Berggasse 20 im 9. Bezirk zwangsweise umgesiedelt. Am 29.02.1941 wurde das Ehepaar von Wien nach Kielce deportiert.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Olga Freund Olga Freund, geb. Pollak: geboren 1.2.1869 in Graz, gestorben 1942 in Treblinka. Olga Freund war die Tochter der Grazer Kaufleute Leopold und Emilie Pollak (geb. Deutsch) und mit dem Bäcker Adolf Freund verheiratet. Mit ihm hatte sie die Kinder James, Benjoseph, Rudolfine und Hedwig. 1939 musste sie zwangsweise nach Wien ziehen und lebte zuletzt in der hammer-Purgsastall-Gasse 3/5 im 2. Bezirk. Von dort wurde sie am 22. Juli 1942 zunächst nach Theresienstadt und von dort am 21. September weiter nach Treblinka deportiert, wo sie noch im September 1942 ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Olga Kaufmann Olga Kaufmann, geb. Herlinger: geboren 14.1.1878 in Čakovec (Kroatien), gestorben 1940 in der Schwarzspanierstraße 15 in Wien. Olga Kaufmann war die Tochter von Moritz und Nanette Herlinger (geb. Wessel) und war mit Ludwig Kaufmann verheiratet, der eine Kartonagenfabrik in der Langen Gasse 46 besaß. Von 1926 bis zum 29. Dezember 1938 waren Ludwig und Olga Kaufmann in der Annenstraße 33 wohnhaft, das ihr und ihrer Schwägerin Elsa Herlinger gehörte. Im April 1939 musste das Ehepaar zwangsweise nach Wien ziehen, wo sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Schwarzspanierstraße 15 wohnten. Hier verstarb Olga Kaufmann nach den Strapazen Ende des Jahres 1940. Ihr Mann Ludwig wurde nach Litzmannstadt deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Olga Kraus Olga Kraus, geb. Reiss: 29.11.1881 in St. Pölten, gestorben in Treblinka. Olga war die Tochter von Abraham Adolf und Pauline Reiss (geb. Kohn). Sie war verheiratet mit Josef Kraus und hatte einen Sohn namens Rudolf. Sie und ihr Mann wohnten vor dem 2. Weltkrieg in der Schmiedgasse 31 in Graz und mussten nach dem „Anschluss“ zwangsweise nach Wien übersiedeln. Dort waren sie ab Februar 1942 wohnhaft in einem "jüdischen Altersheim" in der Haasgasse 8. Am 27. August 1942 wurden beide von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 29. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka überstellt, wo sie und ihr Mann Josef ermordet wurden.
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  • weiblich
  • Olga Pollak Olga Pollak, geb. Hajek: geboren 14.6.1877 in Kroměříž (Tschechien), gestorben 1942 in Riga. Olga war die Witwe des Arztes Dr. Leopold Pollak, der während des 1. Weltkriegs im Alter von 40 Jahren an Flecktyphus starb. Bevor sie im Dezember 1938 Graz in Richtung Wien verlassen musste, wohnte sie in der Humboldtstraße 30. In Wien war sie in einer Sammelwohnung in der Kolingasse 4 im 9. Bezirk untergebracht und wurde von dort am 11. Jänner 1942 nach Riga deportiert und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Olga Rachel Holz Olga Rachel Holz: geboren 10.4.1899 in Wien, gestorben 1944 in Auschwitz. Olga Rachel war die Tochter von Filip und Karoline Holz (geb. Kraus) und verheiratet mit Simon. Gemeinsam hatten sie die Kinder Kurt und Elfriede (verh. Freivert). Sie lebte seit Jänner 1929 bis Juli 1938 am Mehlplatz 3/2 bei Heinrich Kainz in Graz. Die gelehrte Schneiderin war tätig als Außenbeamtin bei der Allianz und Giselaverein Versicherungs-Aktiengesellschaft in Graz. Sie wurde im Jahr 1939 zwangsweise von Graz nach Wien übersiedelt und war dort ab 24.07.1939 wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Leopoldsgasse 31/68, 1020 Wien. Im Jahr 1944 wurde sie in Auschwitz ermordet.
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  • weiblich
  • Olga Rechnitzer Olga Rechnitzer: geboren 22.1.1882 in Körmend, gestorben1941 in Litzmannstadt (Łódź). Olga war die Tochter von Max und Franziska Rechnitzer (geb. Blau) und tätig als Heimarbeiterin in Graz. Nach dem Tod des Vaters 1918 und dem Tod ihrer Mutter 1923 blieben die Töchter Elsa, Olga und Elvira Rechnitzer in der Wohnung in der Annenstraße 64 wohnhaft. Im August.1939 mussten die drei Schwestern Graz verlassen und zwangsweise nach Wien umsiedeln. Dort war Olga Rechnitzer zuletzt wohnhaft in der Praterstraße 43/108, von wo sie am 23. Oktober 1941 nach Litzmannstadt deportiert und ermordet wurde. Auch ihre Schwestern Elsa und Elvira Rechnitzer wurden während der Shoah ermordet.
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  • weiblich
  • Oskar Hirsch Oskar Hirsch: geboren 2.6.1872 in Wien, gestorben 3.8.1942 in Theresienstadt. Oskar war der Sohn von Siegmund Hirsch und Betti (geb. Grossmann). Mit seiner Frau Rosa (geb. Orowan) hatte er die Kinder Gertrud (verh. Benesch), Walter und Georg. Der Holzhändler und Kaufmann war seit 1912 in Graz wohnhaft und lebte hier zuletzt in der Brockmanngasse 26. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste er zwangsweise nach Wien übersiedeln und war zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung am Karmeliterplatz 1 im 2. Bezirk. Von dort wurde er am 22. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und kurz nach seiner Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Oskar Neumann Oskar Neumann: geboren 7.8.1891 in Graz, gestorben 1942 in Auschwitz. Oskar war der Sohn von Moritz und Rosa Neumann (geb. Stern) und heiratete im Jahr in Graz seine Frau Julie (geb. Welisch). Ihre beiden Kinder hießen Hedwig und Erich Otto. Oskar Neumann betrieb zunächst ab 1917 am Grieskai 44 das Gewerbe des Heu- und Strohhandels, ehe er damit 1919 in der Annenstraße 49 zog. Ab 1927 hatte er im Hofgebäude des Hauses Annenstraße 47, das seinen Halbbrüdern gehörte, einen Rohproduktenhandel und ab Anfang der 1930er-Jahre arbeitete er bei der Spedition Schellander in der Annenstraße. Bei der Spedition war er für den Möbeltransport verantwortlich. Zusätzlich dazu war er neben seinen beiden Halbbrüdern Alfred und Heinrich Neumann Verwaltungsrat der „Österreichischen Glashüttenwerke A.G.“ in Wies. Vor seiner Verhaftung im Zuge des Novemberpogroms 1938 wohnte er in der Annenstraße 47 in Graz. Er wurde dann nach seiner Verhaftung ins KZ Dachau deportiert und Ende des Jahres 1938 erfolgte nach seiner Freilassung die Zwangsübersiedlung nach Wien. Von dort flüchtete er 1939 nach Belgien, wo er schließlich von den Nationalsozialisten eingeholt wurde. Am 09. September 1942 wurde er von Drancy nach Auschwitz überstellt und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Oskar Petrovitsch Oskar Petrovitsch: geboren 22.1.1905 in Graz, gestorben im April 1945 in München. Der Schlosser gehörte in der Ersten Republik der Sozialdemokratischen Partei und dem Republikanischen Schutzbund an. Wegen seiner Teilnahme an den Februarkämpfen 1934 war er einige Monate in Haft. 1940 forderte ihn Lorenz Poketz auf, in der Grazer Waggonfabrik eine Zelle der „Roten Gewerkschaft“ aufzubauen, die u. a. die Familien der inhaftierten Marxisten unterstützen sollte. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ am 29. Juni 1943 zu 15 Jahren Zuchthaus. Er wurde in das Zuchthaus Straubing überstellt, wo von ihm seit April 1945 jede Spur fehlt.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Oskar Reich Oskar Reich: geboren 18.7.1886 in Wien, gestorben 14.9.1942 in Auschwitz. Oskar war der Sohn von Adalbert und Theresia Reich (geb. Friedmann). Er lebte bereits ab 1893 in Graz, wo er das Keplergymnasium besuchte. Ab 1904 studierte er Chemie an der Technischen Hochschule Graz und war tätig als Schriftführer in der jüdischen Studentenverbindung "Charitas". Er kämpfte während des 1. Weltkriegs als Soldat und war von 1915 bis 1920 Kriegsgefangener in Russland. 1920 kehrte er nach Graz zurück und war tätig als Mineralölhändler und gerichtlicher Sachverständiger für Treibstoff. Bis 1938 wohnte er in der Volksgartenstraße 18 in Graz, ehe er nach Dachau deportiert wurde. Nach seiner Freilassung kehrte er nach Graz zurück und wohnte hier kurzzeitig in der Färbergasse 2. Er flüchtete danach über Italien, wo er sich zwischenzeitlich in Genua befand, nach Frankreich. Am 04. September 1942 wurde er von Drancy nach Auschwitz deportiert und dort kurz nach seiner Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Oskar Samek Oskar Samek: geboren 7.6.1923 in Wien, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Oskar war der Sohn von Hermann und Kornelia Samek (geb. Friedmann). Die Familie Samek wohnte bis 1932 in Wien, ehe sie nach Graz gingen und hier in der Wielandgasse 32 wohnten. Nach der Machtübernahme der Nationalsozilisten waren sie ab Juli 1938 wieder in Wien in der Herminengasse 23/10 wohnhaft. Am 02. November 1941 wurden Hermann, Kornelia und Oskar Samek von Wien nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert. Hermann Samek wurde während der Shoah ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Oskar Weinschell Oskar Weinschell: geboren 2.1.1906, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Oskar war der Sohn von Friedrich und Sara Dwora Weinschell. Er lebte zwischen 1914 und 1916 in Wien. Der Handelsangestellte war mit Katharine (geb. Mamma) verheiratet und wohnte seit September 1936 in der Josef-Huber-Gasse 2 in Graz. Über sein weiteres Schicksal ist nur bekannt, dass er von Jugoslawien in ein unbekanntes Lager deportiert wurde. Oskar Weinschell wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Othmar Gadolla Othmar Franz Josef (Ritter von) Gadolla: geboren 11.6.1895 in Graz, gestorben 15.3.1938 in Graz. Othmar Gadolla stammte aus einer steirischen Adelsfamilie und war im Ersten Weltkrieg Hauptmann. Danach wirkte er als leitender Polizeibeamter in Graz. Der Monarchist soll wenige Tage nach dem „Anschluss“ im März 1938 im Zuge einer Auseinandersetzung mit SA-Angehörigen in Gadollas Amtszimmer von einem SA-Mann erschossen worden sein. Offiziell wurde sein Tod als Selbstmord dargestellt. Im „Grazer Volksblatt“ hieß es, er sei im Landeskrankenhaus gestorben.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Othmar Schraußer Othmar Schraußer: geboren 26.10.1906 in Edelsbach, gestorben 2.12.1942 in Wien. Schraußer war Hauptschullehrer in Fohnsdorf und seit 1931 Mitglied der KPÖ. Er wurde unmittelbar nach den Februarkämpfen 1934 vom Schuldienst suspendiert. Er erhielt später wieder eine Anstellung, wurde aber nach dem „Anschluss“ im Jahr 1939 zwangspensioniert, da ihn die nationalsozialistischen Schulbehörden als „unzuverlässigen“ Lehrer einstuften. Im Jänner 1940 erhielt er auf Grund des herrschenden Lehrermangels eine Anstellung in der Hauptschule Graz-Straßgang. Zwischen Fohnsdorf, wo seine Familie lebte, und Graz hin- und her pendelnd, stellt er die Verbindung zwischen den Widerstandszellen in Fohnsdorf und der Landesleitung der KPÖ in Graz her und versorgt die Fohnsdorfer mit Flugschriften. Ende Juli 1941 verhaftete die Gestapo Schraußer. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 1. August 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Er wurde am 2. Dezember 1942 in Wien hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Othmar Weiss Othmar Weiss: geboren 25.5.1889 in Graz, gestorben 15.9.1942 in Brooklyn (New York). Othmar war der Sohn von Adolf und Johanna (Hani) Weiss (geb. Braun). Er besuchte die Schule in Graz und war ab 1921 neben seinem Vater Gesellschafter der Firma Adolf Weiss, der jedoch bereits im Jahr 1922 verstarb. Im September 1925 heiratete er seine Frau Gertrude (geb. Allina) in Wien. Gemeinsam hatten sie einen Sohn namens Fritz und wohnten in der Mariahilferstraße 22 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden sein Haus und sein Geschäft „arisiert“ und Othmar wurde im Zuge des Novemberpogroms verhaftet und nach Dachau deportiert. Im Dezember wurde er mit der Auflage das Deutsche Reich zu verlassen freigelassen. Sei Sohn Fritz gelangte mit einem Kindertransport nach Großbritannien, wohin Othmar und Johanna im März 1939 nachfolgen konnten. Am 12. Dezember 1939 reiste die Familie in die USA und ließ sich in Brooklyn in New York nieder, wo Othmar Weiß im Alter von nur 53 Jahren verstarb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Othmar Zawodsky Dr. Othmar Zawodsky: geboren 2.10.1884 in Lemberg, gestorben 23.2.1945 im KZ Dachau. Zawodsky war der Sohn des Feldmarschall-Leutnants Othmar Edler von Zawodsky (1843–1912) und schlug zunächst, wie sein Vater eine militärische Laufbahn ein, die er aber aufgab und Chemie und Rechtswissenschaften in Graz studierte. Er arbeitete zunächst als Chemiker an der Universität Graz, ehe er als Rechtsanwalt in Graz tätig wurde. Nach seinen Kriegserlebnissen im Ersten Weltkrieg wurde er ein engagierter Pazifist und war der erste Obmann der Grazer Ortsgruppe des „Bundes der Kriegsdienstgegner“. Nach der NS-Machtübernahme wurde er im Oktober 1938 aus der Rechtsanwaltskammer „wegen staatsfeindlichen Verhaltens“ ausgeschlossen. Als Grund wurde angegeben, er habe im Zuge des „Anschlusses“ die „Beflaggung des ihm gehörigen Hauses ablehnt und die Beteiligung an Sammlungen verweigert. Durch dieses Verhalten bestärkt Dr. Zawodsky die in Raach ansässigen Staatsfeinde in ihrem Verhalten und provoziert dadurch die ganze Bevölkerung. Ein derartiges Verhalten widerspricht den Pflichten jedes anständigen Volksgenossen. Es ist für einen deutschen Rechtswahrer völlig unmöglich.“ Er zog Anfang des Jahres 1939 von Graz-Raach in die Gartengasse und arbeitete als Hilfsarbeiter. Am 14. Oktober 1944 wurde er wegen seiner bekannten Gegnerschaft zum NS-Regime von der Gestapo verhaftet und am 18. Dezember ins KZ Dachau überstellt, wo er am 23. Februar 1945 umkam.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Ottilie Borges Ottilie Borges: geboren 7.11.1864 in Prag, gestorben 1942 in Maly Trostinec. Ottilie war die Tochter von Heinrich Borges und Sophia (geb. Frank) und war mit Dr. Julius Borges, dem Gerichtsvorsteher in Gröbming, verheiratet, mit dem sie gemeinsam 1889 aus der IKG austrat. Nach dem frühen Tod ihres Mannes verdiente sie sich mit dem Erteilen von Französisch-Sprachunterricht ein Zubrot. Ende des Jahres 1939 wurde sie gezwungen, ihre Grazer Wohnung in der Alberstraße 18 zu räumen und in eine Sammelwohnung in der Seegasse 16 im 9. Wiener Bezirk zu übersiedeln. Am 28. Juni 1942 wurde sie von Wien nach Theresienstadt deportiert. Von dort wurde sie am 25. August 1942 weiter nach Maly Trostinec überstellt und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Otto Benda MZ /WIEN: Otto Benda: geboren 18.11.1908 in Wien, gestorben 21.5.1944 in San Georgio. Dr. Otto Benda ging 1938 nach Paris an die Universität, Philosophie; Meldete sich nach Kriegsbeginn in Fremdenlegion – nach Waffenstill von Gestapo interniert (Afrika). Als Alliierte sich Casablanca näherten, erging der Befehl die Gefangenen nach Frankreich zu überstellen, wogegen sich Benda wehrte. Er wurde zum Tode verurteilt, doch rechtzeitig von den Alliierten befreit. Er meldete sich – auf Grund seiner Sprachenkenntnisse, er konnte 18 Sprachen – für die Invasion in Italien. Am 21. Mai 1944 wurde er bei San Georgio am Liri erschossen. (Steirerblatt, 8.5.1947)
  • männlich
  • Otto Girschik Otto Girschik: geboren 29.9.1916 in Graz, gestorben 3.5.1945 im KZ Dachau. Der Grazer Ingenieur wurde am 11. September 1944 von der Gestapo in Graz verhaftet und Anfang des Jahres 1945 als Schutzhäftling ins KZ Dachau überstellt, wo er am 10. Jänner 1945 eingeliefert wurde. Er starb wenige Tage nach der Befreiung des Lagers am 3. Mai 1945.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Otto Hilbert Otto Hilbert: geboren 9.2.1895 in Bistritz (Rumänien), gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des k. u. k. Generalmajor Jakob Edler von Hilbert und dessen Ehefrau Emilie Wilhelmine, geb. Haupt. Im Ersten Weltkrieg diente Otto Hilbert als k. u. k. Fregattenleutnant. Am 9. Juli 1925 wurde er mit der Aufnahmezahl 30535 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Zuvor lebte er bei seiner verwitweten Mutter Emilie Wilhelmine Hilbert in der Elisabethstraße 3. Otto Hilbert wurde seit dem 22. Juni 1935 von der Beamtin Elsa Hilbert gesetzlich vertreten. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 20. Jänner 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Otto Hilbert im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 2. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Seine Urne wurde auf dem Friedhof St. Leonhard in Grab 35 beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Otto Horst Otto Horst: geboren 15.7.1886 Ratsch an der Weinstraße, gestorben 18.2.1944 in München. Otto Horst wurde als Otto Horvatek geboren, ehe er 1919 seinen Namen änderte, da er „einen deutschen Namen tragen wollte“. Er studierte an der Technischen Hochschule in Wien Bauingenieur und arbeitete danach u.a. als technischer Beamter in Fohnsdorf bzw. als selbständiger Baumeister in Wies und Graz. Von Juni 1938 bis zu seiner Einberufung zur Wehrmacht im Jänner 1940 war er Angestellter des Landesbauamtes in Graz. In Salzburg wirkte er bis Anfang September 1940 als Schlüsseloffizier beim stv. Generalkommando des XVIII. Armeekorps, ehe er verhaftet wurde, da er mit Spenden die vom ebenfalls im Generalkommando beschäftigten Johann Graber gegründete Organisation „Heimatfront“ unterstützte. Graber gab im Jahr 1940 17 Folgen der Flugschrift „Hör zu! Kampfblatt der Heimatfront“ heraus, in der er zur Befreiung vom Nationalsozialismus aufrief. Horst wurde im September 1940 festgenommen und am 2. Dezember 1943 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Er wurde am 18. Februar 1944 in München hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Otto Konvalin Otto Konvalin: geboren 17.5.1912 in Graz, gestorben 13.2.1945 in Neustift im Stubaital. Der Grazer Bäcker Otto Konvalin gehörte in den 1930er Jahren dem „Bund herrschaftsloser Sozialisten“ an, einer pazifistischen und anarchistischen Gruppe innerhalb der Grazer Arbeiterbewegung. Am 18. Jänner 1939 wurde er von der Gestapo verhaftet und am 27. November 1939 wegen Abhörens von „Feindsendern” und der Aufforderung, kommunistische Zellen zu bilden, zu drei Jahren Haft verurteilt. Konvalin kam nach der Verbüßung der Haftstrafe nicht frei, sondern wurde von der Gestapo in das KZ Dachau überstellt. Von dort kam er Anfang 1944 in das Außenlager Neustift im Stubaital. Zu Beginn des Jahres 1945 hörten die Häftlinge, dass alle Häftlinge noch in letzter Minute ermordet werden sollten, was Otto Konvalin und seinen Mitgefangenen Hans Hübel dazu bewegte, die Flucht aus diesem Nebenlager zu wagen. Beim Aufstieg zur 2229 m hoch gelegenen Starkenburger Hütte traten sie eine Lawine los und wurden verschüttet. Während Hübel in der Lawine umkam, konnte sich Konvalin befreien. Da er beim Lawinenabgang seine Schuhe verloren hatte und er ohne diese die Flucht im Winter nicht fortsetzen konnte, kehrte er wieder ins Lager zurück. Auf dem Rücktransport ins KZ Dachau wurde er am 13. Februar 1945 nahe Neustift erschossen.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Otto Popper Sohn von Popper Ludwig und Laura; verheiratet mit Marta, geb. Nardini; vor dem 2. Weltkrieg in Graz; Deportation von Nova Gradiška nach Jasenovac
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Otto Preis Otto Preis: geboren 15.11.1919 in Graz, gestorben 12.10.1941 in Zasavica bei Sabac. Otto war der Sohn von Arthur und Paula Preis (geb. Hermann). Er war ein Tischlerlehrling und lebte von 1937 bis September 1928 in der Belgiergasse 14/II in Graz, ehe er zwangsweise nach Wien umsiedeln musste. Zuletzt war er wohnhaft in der Haasgasse 16/7 in Wien. Vermutlich schloss er sich an den Kladovo-Transport an, da er, wie auch die übrigen Männer des Kladovo-Transportes, am 12.10.1941 in Zasavica bei Sabac ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Otto Schatko Otto Schatko: geboren 9.6.1912 in Wien, gestorben 3.4.1945 in Graz. Otto Schatko war ein Schlosser aus Wien, der sich nach den Februarkämpfer 1934 der KPÖ anschloss und in die Sowjetunion floh. 1937 ging er nach Spanien, wo er unter dem Namen Otto Koller als Leutnant in den Internationalen Brigaden kämpfte. Im April 1939 kehrte er wieder in die Sowjetunion zurück. 1944 sprang er mit dem Fallschirm im befreiten slowenischen Gebiet ab und ging Anfang des Jahres 1945 als Kundschafter der Roten Armee nach Graz, wo er eine Funkstelle einrichten sollte. Unter dem Namen Rudolf Hübner (geboren 12.2.1912 Wien) war er Teil der Widerstandsgruppe rund um Ferdinand Blaschitz und Fritz Marsch. Bei einer Razzia im Haus von Blaschitz in Graz-Raach wurde er am 22. Februar 1945 von der Gestapo verhaftet und am 3. März ohne Urteil in der SS-Kaserne erschossen.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Otto Spiegel Otto Spiegel: geboren 16.5.1886 in Graz, gestorben 1943/44 in Frankreich. Otto Spiegel war der Sohn von Michael und Josefine Spiegel (geb. Kadisch) und war verheiratet mit Manka. Gemeinsam hatten sie die beiden Söhne Peter Felix und Franz Erich. Der Grazer Rechtsawalt besaß eine Anwaltskanzlei in der Murgasse 14 und war seit 1924 wohnhaft in der Beethovenstraße 17. Nach der Scheidung von Manka, verließ diese im Jahr 1935 mit den Kindern Peter Felix und Franz Erich Graz in Richtung Palästina. Otto Spiegel wurde nach dem „Anschluss“ 1938 als Jude aus der Rechtsanwaltskammer ausgeschlossen. Nach Haft und Enteignung durch die Nationalsozialisten floh er nach Südfrankreich, wo er Mina (geb. Druckmann) heiratete. Er starb nach unterschiedlichen Angaben entweder 1943 in Nizza oder 1944 in Paris.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Ottokar Drobetz Ottokar Drobetz: geboren 10.2.1892 in Graz, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er war der Sohn der verwitweten Maria Drobetz. Der Schneidergehilfe war zuletzt als Pflegling im Städtischen Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36) untergebracht. Am 21. Juli 1939 wurde er mit der Aufnahmezahl 42970 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ verlegt. Er war auch kurzzeitig in der Heilanstalt in Kainbach untergebracht. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Ottokar Drobetz wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Paul Leopold Vadas Paul Leopold Vadas: geboren 19.5.1893 in Mojmírovce (Slowakei), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Paul Leopold war der Sohn von Gabor und Johanna Weinberger (geb. Ehrlich) und wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Morellenfeldgasse 3 in Graz. Er dürfte nach dem „Anschluss“ nach Ungarn gekommen sein und wurde am 04. Juli1944 von Szombathely nach Auschwitz deportiert. Paul Leopold Vadas wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Paul Sammer Paul Sammer: geboren 4.11.1903 in Eggenberg bei Graz, gestorben 22.9.1943 in Graz. Der Grazer Eisenbahner gehörte bis 1934 der Sozialdemokratischen Partei an und war Mitglied des Republikanischen Schutzbundes. Im Jänner 1942 warb ihn Johann Jahn für die „Rote Gewerkschaft“, die Angehörige der inhaftierten Marxisten unterstützte. In der Folge warb Sammer selbst weitere Mitglieder an. Die Gestapo verhaftete ihn am 12. Dezember 1942. Der Volksgerichtshof verurteilt ihn am 23. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Sammer wurde am 22. September 1943 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Paul Schrimpf Paul Schrimpf: geboren 30.5.1903, gestorben 12.1.1943 in Graz-Feliferhof. Der Grazer Kunsthändler Paul Schrimpf wurde als Wachtmeister der Schutzpolizei der Reserve eingezogen und zur „Partisanenbekämpfung“ nach Slowenien geschickt, von wo er seiner Lebensgefährtin in Briefen über die NS-Verfolgung der PartisanInnen berichtete. Diese Briefe wurden entdeckt und Schrimpf wurde vom Obersten SS- und Polizeigericht München am 14. Dezember 1942 wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt und am 12. Jänner 1943 auf der Militärschießstätte Feliferhof im Westen von Graz erschossen.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Paula Anders Paula Anders, geb. Pollak: geboren 6.7.1882 in Graz, gestorben 29.11.1941 in Kaunas (Litauen). Paula Anders war die Tochter von Leopold Pollak und Emilie (geb. Deutsch). Zunächst war sie mit Alfred Berger verheiratet, mit dem sie die gemeinsame Tochter Ruth hatte. Nach dem Tod ihres ersten Ehemanns am 11.02.1917 heiratete sie den Grazer Rechtsanwalt Dr. Paul Anders. Mit ihm lebte sie zunächst in der Grillparzerstraße 4 und war dann von 1933 bis 1938 wohnhaft in der Villa Platzer in der Heinrichstraße 103, wo sie Mitte Jänner 1939 ausziehen musste. Nach einem ungefähr einmonatigen Aufenthalt bei Lotte Maulwurf in der Beethovenstraße 30 wurde sie am 09.02.1939 aus Graz abgemeldet und zwangsweise nach Wien übersiedelt. Dort lebte sie im 3. Bezirk in der Viaduktgasse 53/6 bis sie am 23.11.1941 von Wien nach Kaunas deportiert wurde, wo sie am 29.11.1941 ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Paula Krausz Paula Krausz, geb. Ungar: geboren am 30.9.1876 in Kapuvar oder 1880 in Graz, gestorben 1943 in Auschwitz. Paula war die Tochter von Anton von Rosalie Ungar (geb. Schwarz). Sie heiratete am 20. Februar 1898 Geza Krausz, mit dem sie die Kinder Klara, Anna und Marcel hatte. Der Produktenhändler und seine Frau wohnten vor dem 2. Weltkrieg in der Rechbauerstraße 4. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten dürften sie nach Jugoslawien geflohen sein und wohnten dort zwischenzeitlich in Zagreb. Beide wurden nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Jugoslawien nach Auschwitz deportiert und dort im Jahr 1943 ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Paula Nadel Paula Nadel: geboren 5.4.1898 in Graz, gestorben 15.6.1942 in Maly Trostinec. Paula war die Tochter von Bernhard und Regine Nadel (geb. Löwy). Sie war ledig und wohnte von 1926 bis 1938 in Wien. Am 09. November 1938 wurde sie nach Wien abgemeldet und war zuletzt in einer Sammelwohnung in der Oberen Donaustraße 43 in Wien wohnhaft. Am 09. Juni 1942 wurde Paula Nadel von Wien nach Maly Trostinec deportiert, wo sie wenige Tage später ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Paula Schlesinger Paula Schlesinger: geboren 2.9.1878, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Über Paula Schlesinger sind bislang nur wenige Informationen bekannt. Sie wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Traungauergasse 8 in Graz und musste nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zwangsweise von Graz nach Wien ziehen, wo sie zuletzt in der Nestroygasse 5/9 wohnhaft war. Am 12. März 1941 wurde sie von Wien nach Lagow-Opatow deportiert. Paula Schlesinger wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Paula Sperling Paula Sperling: geboren 2.10.1909 in Bregenz, gestorben 4.9.1942 in Auschwitz. Paula war die Tochter von Fritz und Katharina Sperling (geb. Weitzmann). Die Handelsangestellte wohnte seit Mai 1923 in Graz und war verlobt mit Günter Kornblum. Ihre letzte Wohnadresse in Graz lag am Griesplatz 9/1. Nach dem „Anschluss“ floh sie in die Niederlande, wo sie zuletzt am Distelweg 9 in Amsterdam wohnte. Am 10. August 1942 wurde sie von Westerbork nach Auschwitz deportiert und dort am 04. September 1942 ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Perl Josefa Hauser Perl Josefa Hauser, geb. Krochmal: geboren 12.7.1879 oder 12.12.1879 in Boryslaw (Ukraine), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Perl Josefa war die Tochter Ahron Schindler und Pesche (geb. Krochmal). Sie war verheiratet mit Gustav Hauser und gemeinsam hatten sie die beiden Töchter Elsa und Elfriede. Sie wohnte gemeinsam mit ihrem Mann im Jahr 1938 noch in der Kastellfeldgasse 27 in Graz. Während des 2. Weltkriegs wohnte sie in einer Sammelwohnung in der Floßgasse 8/54 und wurde von dort am 06. Februar 1942 nach Riga deportiert. Perl Josefa wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Peter Kothgasser Peter Kothgasser: geboren 17.12.1900 in Buchberg, gestorben 11.5.1945 in Prebensdorf (Ilztal). Der aus der Oststeiermark stammende Peter Kothgasser war wegen der Arbeit zunächst nach Graz gezogen, ehe er mit seiner Frau nach Südamerika auswanderte, von wo er aber bald wieder nach Graz zurückkehrte. Hier arbeitete er als Hilfsarbeiter und war ab 1928 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und des Republikanischen Schutzbundes. Nach den Februarkämpfen 1934 war er innerhalb der KPÖ aktiv. Als Richard Zach 1940 in Graz eine kommunistische Widerstandsgruppe aufbaute und die Zeitschrift „Der rote Stoßtrupp“ herausgab, stellte Kothgasser der Gruppe für die Herstellung der Zeitschrift seine Hütte in Autal zur Verfügung und gab diese Zeitschrift auch an Bekannte weiter. Kothgasser wurde im Zuge der Verhaftung dieser Widerstandsgruppe am 18. November 1941 festgenommen und am 19. Mai 1943 in Graz vom Senat für Hoch- und Landesverrat am OLG Wien wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Stein an der Donau verbüßte. Anlässlich des Massakers im Zuchthaus Stein am 6. April 1945 konnte er fliehen. Er schlug sich in der Folge allein bis Prebensdorf durch, wo er total erschöpft wenige Tage nach Kriegsende am 11. Mai 1945 gestorben ist.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Rafael Enis Rafael Enis: geboren 15.7.1890 in Iwano-Frankiwsk (Ukraine), gestorben 2.4.1940 in Buchenwald. Rafael war der Sohn von Meir Dienst und Roza Enis. Mit seiner Frau Charlotte (geb. Klein) hatte er die Kinder Tzvi, Leopold, Blanka und Arie. Ab 1924 war er gemeinsam mit seinem Bruder Nathan Enis Betreiber des „Kreditwarenhaus Brüder Enis“ in der Annenstraße 43 in Graz. 1931 ging er nach Palästina und kehrte 1937 nach Graz zurück. Hier baute er ein neues Geschäft in der Annenstraße 36 auf, wo er und seine Frau auch wohnten. Im Zuge des Novemberpogroms wurde er verhaftet und am 12. November 1938 nach Dachau deportiert. Nach seiner Rückkehr wurde die Familie zwangsweise nach Wien umgesiedelt. Seit Juli 1939 war die Familie wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Lichtenauergasse 9/7 in Wien. Rafael Enis wurde im September 1939 im Zuge einer Razzia verhaftet, am 2. Oktober 1939 nach Buchenwald deportiert und dort ermordet. Charlotte blieb mit ihren Kindern, die den Holocaust überlebten, in der Lichtenauergasse 9/7 bis sie am 17 Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Raimund Bachinger Raimund Bachinger: geboren 27.1.1879 in Altaist, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Der verheiratete Rentner, der zuletzt als Werksmeister gearbeitet hatte, war bereits in verschiedenen Kliniken und Heilanstalten untergebracht gewesen, bevor er am 8. November 1937 mit der Aufnahmezahl 41781 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ bei Graz eingewiesen wurde. Seine letzte Wohnadresse wurde mit Morregasse 10/II (heute Hermann-Bahr-Gasse 10) angegeben und seine Ehefrau Maria Bachinger übernahm seine gesetzliche Vertretung. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Raimund Bachinger wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Raimund Tschmelitsch Raimund Tschmelitsch: geboren 21.9.1889, gestorben 1941 in Hartheim. Er wurde am 21. September 1889 geboren. Der wegen Diebstahls und versuchter Notzucht vorbestrafte und arbeitslose Handelsgehilfe wohnte in der Georgiegasse 16. Am 5. Dezember 1930 wurde er mit der Aufnahmezahl 35783 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine gesetzliche Vertretung übernahm Rudolfine Tschmelitsch am 14. Jänner 1933. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 3. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Raimund Tschmelitsch wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 24. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Seine Urne wurde am 31. August 1942 am Grazer Urnenfriedhof in einem Sammelgrab beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Regina Schwarzmann Regina Schwarzmann, geb. Jung recte Chinkes: 15.2. 1877 in Kupchyntsi (Ukraine), gestorben 15.6.1942 in Maly Trostinec. Regina war die Tochter von Dawid Jung und Esther Chinkes. Sie war verheiratet mit Samuel Schwarzmann und gemeinsam hatten sie die beiden Kinder Artur und Esther (Erna). Sie und ihr Mann wohnten vor dem 2. Weltkrieg in der Idlhofgasse 107 in Graz. Während ihr Mann nach dem Novemberpogrom nach Dachau deportiert und von dort in weitere Konzentrationslager überstellt wurde, musste Regina zwangsweise nach Wien übersiedeln. In Wien war sie zuletzt wohnhaft in der Karajangasse 25. Von dort wurde sie am 09. Juni 1942 nach Maly Trostinec deportiert und sofort nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Regine Hofmann Regine Hofmann: geboren 9.3.1901 in Graz, gestorben 4.9.1942 in Maly Trostinec. Regine war die Tochter von Adolf und Rosalie Hofmann (geb. Wohlmuth) wohnte mit ihren Eltern vor dem 2. Weltkrieg am Grieskai 44 in Graz. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurden Adolf, Rosalie und Regine Hofmann zwangsweise nach Wien übersiedelt und wohnten vorübergehend in einer "Alterswohngemeinschaft" in der Malzgasse 2/12. Am 31. August 1942 wurde Regine Hofmann nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Regine Markus Regine Markus, geb. Neumann: geboren 9./10.4.1888 in Murska Sobota (Slowenien), gestorben 4.9.1942 in Maly Trostinec. Regine war die Tochter von Max und Johanna Ivana Neumann (geb. Stern) und verheiratet mit Moriz Markus. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Moriz, der im Jahr 1932 verstarb, hatte sie eine Tochter namens Johanna (verh. Lechner). Die Miedermacherin Regine Markus lebte seit 1901 in Graz und war zuletzt wohnhaft in der Mondscheingasse 9, ehe sie zwangsweise nach Wien übersiedeln musste. In Wien lebte sie in einer Sammelwohnung in der Nickelgasse 4. Am 31. August 1942 wurde Regine Markus von Wien nach Maly Trostinec deportiert und dort sofort nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Regine Neumann Regine Neumann, geb. Rosenberger: geboren 18.1.1868 in Čakovec, 30.5.1944 in Theresienstadt. Regine war die Tochter von David und Adela Rosenberger. Sie war verheiratet mit Neumann Wilhelm und gemeinsam hatten sie die Kinder Gyungeijike und Paul. Mit ihrem Mann wohnte sie zunächst in der Jakoministraße 51 und dann ab Juni 1937 in der Mandellstraße 36/II in Graz. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten mussten Regine und Wilhelm Neumann mehrmals in Graz umziehen, ehe sie im Februar 1939 zwangsweise nach Wien umgesiedelt wurden. In Wien lebten sie zuletzt in einem Altersheim in der Großen Schiffgasse 3. Am 14. Juli 1942 wurde Regine Neumann nach Theresienstadt deportiert, wo sie Ende Mai 1944 ums Leben kam.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Richard Braun Richard Braun: geboren 11.10.1875 in Wien, gestorben 17.11.1942 in Theresienstadt. Richard war der Sohn von Carl und Lina Braun (geb. Neufeld). Mit seiner Ehefrau Valerie hatte er die beiden Söhne Carl und Leo. Die Familie wohnte in der Oeverseegasse 29. Von Graz aus mussten er und seine Frau Valerie zwangsweise nach Wien ziehen, wo sie zunächst in der Halmgasse 2/4 lebten. Zuletzt waren sie wohnhaft in der Haidgasse 10/14. Am 13.08.1942 wurde das Ehepaar Braun von Wien nach Theresienstadt überstellt, wo beide ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Richard Jantscher Richard Jantscher: geboren 29.3.1903 in Seebach, gestorben 6.7.1945 in Graz. Der Schlosser Richard Jantscher trat 1919 zunächst der Sozialdemokratischen und 1936 der Kommunistischen Partei bei. Wegen Verteilung kommunistischer Schriften wurde er mehrfach festgenommen und zweimal zu jeweils drei Monaten Arrest verurteilt. Von 1932 bis 1938 war er fast durchgehend arbeitslos, ehe er bei der Reichspost als Autoschlosser Arbeit fand. Als Lorenz Poketz 1940/41 die „Rote Gewerkschaft“ aufbaute, beteiligte sich Jantscher mit monatlichen Beitragszahlungen. Er wurde im Mai 1943 verhaftet und am 6. August 1943 von Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt. Der Volksgerichtshof in Graz verurteilte ihn zu acht Jahren Zuchthaus. Er wurde ins Zuchthaus Werl (Westfalen) überstellt, wo er im Dezember 1944 schwer erkrankte. Nach der Befreiung durch die US-Amerikaner am 7. April 1945 kam er in ein Lazarett, wo er zwei Monate blieb. Schwer krank kehrte er am 22. Juni 1945 nach Graz zurück, wo er am 6. Juli 1945 starb.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Richard Schön Richard Schön: geboren 7.4.1884 in Uherský Brod (Tschechien), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Richard war der Sohn von Max und Betti Schön (geb. Brammer) und war verheiratet mit Eva (geb. Völkl). Gemeinsam hatten sie die beiden Kinder Friederike und Max. Der Kaufmann lebte vor dem 2. Weltkrieg in Graz und befand sich während des 2. Weltkriegs in Brünn und Prag. Am 08. Februar 1942 wurde er von Prag nach Theresienstadt deportiert und am 18. April 1942 nach Rejowiec überstellt. Richard Schön wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Richard Welisch Richard Welisch: geboren 18.4.1874 in Prag, gestorben 27.11.1938 in Dachau. Richard war der Sohn von Albert und Rosa Welisch (geb. Freund) und war verheiratet mit Bertha Josefa. Der Inhaber der „Züricher Seidenfabrik“, die sich an der Adresse „Am Eisernen Tor“ 2 befand, und seine Frau wohnten in der Mandellstraße 8 in Graz. Nach dem „Anschluss“ kam es zur Enteignung der Firma und Richard Welisch wurde im Zuge des Novemberpogroms verhaftet und am 12. November 1938 nach Dachau deportiert, wo er Ende November 1938 starb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Richard Zach Richard Zach: geboren 23.3.1919 in Graz, gestorben 27.1.1943 in Brandenburg. Der Lehrer und Schriftsteller Richard Zach begann schon in seiner Jugend zu schreiben. In der Bundeslehrerbildungsanstalt kam er 1935 in Kontakt mit führenden Jungkommunisten, doch behielt Zach Distanz zum „polizeibekannten Kommunistischen Jugendverband”. Nach kurzer Wehrmachtszeit gab er in Graz – als Lehrer angestellt – ab Herbst 1940 die Flugschrift „Der Rote Stoßtrupp“ heraus, die bis in die West- und Obersteiermark gelangte. Auch baute er ein Netz von Widerstandszellen auf, ehe ihn die Gestapo am 31. Oktober 1941 „wegen Verdachts, kommunistische Parolen geschmiert zu haben“ festnahm. Das Reichskriegsgericht in Berlin verurteilte ihn am 17. August 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Bis zu seiner Hinrichtung am 27. Jänner 1943 in Berlin-Brandenburg verfasste der 23jährige über 800 Gedichte, die er zum Teil aus der Zelle schmuggelte und teilweise mit Schreiberlaubnis verfasst hatte.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Robert Pollak Robert Pollak: geboren 13.3.1872, gestorben 1.3.1942 in Litzmannstadt (Łódź). Robert Pollak wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Strauchergasse 10 in Graz und war in Graz als Handelsangestellter tätig. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste er zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo er zuletzt in einer Sammelwohnung in der Rembrandtstraße 2/4 wohnhaft war. Am 02. November 1941 wurde er von Wien nach Litzmannstadt deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Robert Schwarz Sohn von Schwarz Moriz Moses und Rosa, geb. Lichtenstein; Bruder von Schwarz Jacques; Schüler am Oeversee-Gymnasium in Graz; vor dem 2. Weltkrieg in der Josef-Huber-Gasse 4/2, 8020 Graz; während des 2. Weltkriegs gemeinsam mit Mutter Rosa in einer Sammelwohnung in der Lichtenauergasse 9, 1020 Wien; 17.07.1942 Deportation von Wien nach Auschwitz
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Robert Stern Robert Stern: geboren 6.2.1921 in Frohnleiten, gestorben 15.1.1944 in Buchenwald. Robert war der Sohn von Hermine Kahane (geb. Stern) und wohnte vor dem 2. Weltkrieg in Graz. Ende September 1938 flüchtete er aus Graz in Richtung Osijek. Dafür trat er unfreiwillig aus dem Judentum aus, um auf der Flucht leichter in andere Länder zu gelangen. Seine weitere Flucht über Jugoslawien misslang allerdings und so musste er Anfang des Jahres 1939 nach Graz zurückkehren. Auch ein zweiter Fluchtversuch misslang und so wurde Robert Stern am 01. Jänner 1944 von Zagreb in das KZ Buchenwald deportiert und dort kurz nach seiner Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Robert Weiss Robert Weiss: geboren 11.3.1892 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Robert war der Sohn von Isidor und Fanni Weiss (geb. Felix) und war verheiratet mit Paula (geb. Fried). Gemeinsam hatten sie eine Tochter namens Susanna (Sussi). Der Kaufmann wohnte mit seiner Familie in der Neutorgasse 25 in Graz und musste nach dem „Anschluss“ zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo er zuletzt in der Reisnerstraße 3/15 wohnte. Am 15. Februar 1941 wurde er von Wien nach Opole deportiert. Robert Weiss wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Roman Masser Roman Masser: geboren 22.21898 in Pitschgau bei Wies, gestorben 1941 in Hartheim. Roman Masser war der Sohn von Lorenz und dessen Ehefrau Maria Masser, geb. Messner. Er arbeitete in Graz als Mechaniker. Ein Artikel im Grazer Volksblatt vom 22. September 1927 berichtet von einem Motorradunfall, den Roman Masser, der sich in Begleitung von zwei jungen Frauen befand, hatte. Bei diesem Unfall im Bereich der Burgruine Gösting, bei dem sich Massers Motorrad mit Beiwagen überschlug, wurden alle drei Beteiligten unbestimmten Grades verletzt. Am 24. Februar 1932 wurde er mit der Aufnahmezahl 37028 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Am 26. April 1932 übernahm der Fleischhauermeister Matthias Winkler aus Graz-Gösting seine gesetzliche Vertretung. Der zuletzt in der Hofgasse 19 (heute Vinzenzgasse 19) wohnhafte „Werksmeister“ wurde am 20. Jänner 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde Roman Masser im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Rosa Biller Rosa Biller, geb. Rapaport: geboren 3.6.1866 in Graz, gestorben 11.5.1942 in Maly Trostinec. Rosa war die Tochter von Leopold und Cäcilie Rapaport. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Bernhard Biller, der 1m 16.01.1937 in Graz verstrb hatte sie ihre Kinder Hans und Alice. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte Rosa in der Keesgasse 7, aber sie wurde dann zwangsweise von Graz nach Wien übersiedelt. In Wien war sie zuletzt wohnhaft in der Leopoldsgasse 20 im 2. Bezirk. Am 06.05.1942 wurde sie von Wien nach Maly Trostinec deportiert, wo sie kurz nach ihrer Ankunft ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rosa Chittaro Rosa Chittaro: geboren 25.4.1879 im Gamlitz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter von Josef und Josefa Chittaro und wurde am 19. April 1932 mit der Aufnahmezahl 37176 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof” zum wiederholden Mal eingewiesen. Der Kanzleidirektor Josef Miesenböck war seit dem 28. April 1932 als ihr gesetzlicher Vertreter eingetragen. Ihr letzter bekannter Wohnsitz war die Kindermanngasse 13. Bis zu ihrer Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 7. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Rosa Chittaro wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 2. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Ihre Urne wurde am 10. April 1941 in einem Sammelgrab auf dem Grazer Zentralfriedhof beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Rosa Dicker Rosa Dicker: geboren 18.6.1872, gestorben 1942 in Treblinka. Rosa war die Tochter von Chaim und Rebekka Dicker (geb. Schiff).Sie war Schneiderin und Inhaberin eines Geschäfts für Damenmode in der Albrechtgasse 4 in Graz. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde ihr Geschäft unter „kommissarische Verwaltung“ gestellt. Bis Sommer 1939 lebte sie noch in Graz – zunächst in der Sackstraße 21 und danach in der Herrengasse 1 –, ehe sie Mitte Juli 1939 nach Wien umziehen musste, wo sie zuletzt in einem jüdischen Altersheim in der Seegasse 9 im 9. Bezirk lebte. Am 20. Juni 1942 wurde sie von Wien nach Theresienstadt deportiert und kam von dort am 23. September 1942 nach Treblinka, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rosa Fischler Rosa Fischler, geb. Waldner: geboren 15.8.1880 in Stara Wies bei Drohobycz (Galizien), gestorben 1944 in Auschwitz. Rosa war die Tochter von Sische Waldner und Scheindel Egert. Sie lebte mit ihrem Mann Berl Fischler und den zwei Kindern Selma und Max in in der Wartingergasse 9/II in Graz, von wo sie – nachdem die Kinder nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Rahmen der Jugend-Alija bzw. mit einem Kindertransport 1938 entkommen konnten – mit ihrem Mann Berl 1939 nach Italien floh. In Mailand wurde das Ehepaar getrennt und Rosa Fischler wurde am 8. Februar 1944 in Varese festgenommen und ins Konzentrations- und Durchgangslager Fossoli di Carpi verlegt. Von dort wurde sie am 5. April 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rosa Kaldor Rosa Kaldor, geb. Bräuer: geboren 2.11.1879 in Bánokszentgyörgy (Ungarn), 8.5.1942 in Litzmannstadt (Łódź). Rosa war die Tochter von Bernat und Szidonia Bräuer. Sie war zweimal verheiratet. Aus der ersten Ehe mit Gyula Schön, der bereits 1906 verstarb, hatte sie einen Sohn namens Tibor. Aus der zweiten Ehe erhielt sie ihren Namen Kaldor, doch ist der Vorname ihres zweiten Ehemannes nicht bekannt. Rosa Kaldor wohnte in der Wielandgasse 38 in Graz, ehe sie zwangsweise in die Josefstädter Straße 70 im 9. Wiener Bezirk umsiedeln musste. Sie war zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Praterstraße 60/11 in Wien. Von dort wurde sie am 02. November 1941 Deportation nach Litzmannstadt deportiert, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rosa Neuda Rosa Neuda, geb. Schwarz: 8.7.1877 in Körmend, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Rosa war die Tochter von Lipot und Maria Schwarz (geb. Wasserlauf). Nach dem Tod ihres ersten Mannes Alexander Rosenberger im Jahr 1913 heiratete die Schneider Rosa Schwarz Hanns Neuda. Sie wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Neutorgasse 41/1 in Graz und wurde nach dem „Anschluss“ zur Zwangsumsiedlung nach Wien gezwungen, wo sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Rembrandtstraße 22/12 untergebracht war. Am 12. März 1941 wurde Rosa Neuda von Wien nach Lagow-Opatow deportiert und sie wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rosa Preiss Rosa Preiss, geb. Winternitz: geboren 30.10.1882 in Písečné u Slavonic (Tschechien), gestorben 26.5.1942 in Maly Trostinec. Rosa war die Tochter von Philipp und Rosalia Winternitz (geb. Österreicher) und verheiratet mit Julius Preiss. Gemeinsam hatte das Ehepaar die Kinder Grete und Siegfried wohnte in der Brockmanngasse 66. Nach dem „Anschluss“ mussten beide nach Wien ziehen und waren dort zuletzt in der Fechtergasse 19/25 wohnhaft. Am 20. Mai 1942 wurden Julius und Rosa Preiss nach Maly Trostinec deportiert und dort sofort nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rosa Prull Rosa Prull geboren 26.8.1882, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Oberlehrers Franz Prull. Nach dem Tod ihrer Eltern lebte sie mit ihren beiden Schwestern in der Pestalozzistraße 66, bevor sie am 10. Dezember 1919 mit der Aufnahmezahl 26935 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen wurde. Ihre gesetzliche Vertretung übernahm der Hilfsarbeiter Adolf Pichler. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 15. Jänner 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Rosa Prull im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 14. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Ihre Urne wurde am 5. März 1941 auf dem Grazer St.-Peter-Friedhof beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Rosa Schwarz Rosa Schwarz, geb. Lichtenstein: geboren 12.9.1893 in Holobutiv (Ukraine), gestorben 1943 in Auschwitz. Rosa war die Tochter von Aron Hirsh Zorn und Ettel Lichtenstein und war verheiratet mit Moriz (Moses) Schwarz. Gemeinsam hatten sie die beiden Söhne Jacques und Robert. Die Familie wohnte in der Josef-Huber-Gasse 4/II in Graz. Laut ihrem Auswanderungsfragebogen war sie 1938 bereits verwitwet. Während des 2. Weltkriegs befand sie sich gemeinsam mit ihrem Sohn Robert in einer Sammelwohnung in der Lichtenauergasse 9 in Wien. Von dort wurden Mutter und Sohn am 17. Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rosa Wechsler Rosa Wechsler: geboren 14.12.1886 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Rosa war die Tochter von Samuel und Johanna Wechsler (geb. Neumann) und wohnte mit ihren beiden Schwestern Josefine Wechsler und Flora Pins sowie deren Ehemann Oskar Pins in der Griesgasse 12 in Graz. Im Jahr 1939 mussten sie zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in der Czerningasse 4/33 wohnhaft waren. Am 10. September 1942 wurden die drei Schwestern von Wien nach Theresienstadt deportiert und am 23. Jänner 1943 nach Auschwitz überstellt. Rosa Wechsler und ihre beiden Schwestern Josefine Wechsler und Flora Pins wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rosalia Markus Rosalia Markus, geb. Landskroner: geboren 25.4.1883 in Synowitz (Rumänien), gestorben 1941 in Litzmannstadt (Łódź). Rosalia Markus war die Tochter von Israel und Rosa Landskroner (geb. Hermann) und verheiratet mit Leopold Markus. Gemeinsam hatten sie die drei Söhne Josef, Siegmund und Alexander. Rosalia lebte seit 1911 in Graz und wohnte hier zuletzt in der Annenstraße 18. Kurz nach dem „Anschluss“ im Jahr 1938 starb ihr Mann Leopold und Rosalia musste am 22. Juni 1939 zwangsweise nach Wien übersiedeln. Hier wohnte sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Zirkusgasse 10, ehe sie am 19. Oktober 1941 Wien nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert wurde und dort ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rosalie Hofmann Rosalie Hofmann, geb. Wohlmuth: geboren 1.9.1864, gestorben 12.9.1942 in Theresienstadt. Der Geburtsort von Rosalie Hofmann ist bislang nicht bekannt. Sie war verheiratet mit dem Kaufmann Adolf Hofmann. Gemeinsam hatte das Ehepaar die Kinder Ernst, Franz und Regine und wohnte vor dem 2. Weltkrieg am Grieskai 44 in Graz. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurden Adolf und Rosalie Hofmann zwangsweise nach Wien übersiedelt und wohnten, wie auch ihre Tochter Regine, vorübergehend in einer "Alterswohngemeinschaft" in der Malzgasse 2/12. Am 27. August 1942 wurde das Ehepaar nach Theresienstadt deportiert, wo Rosalie Hofmann ums Leben kamen. Ihr Mann Adolf wurde am 26. September 1942 nach Treblinka überstellt und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rosalie Wieselmann Rosalie Wieselmann, geb. Rosenfeld: geboren 20.7.1854 in Lackenbach, gestorben 28.10.1942 in Theresienstadt. Rosalie war die Tochter von Ignatz und Betty Rosenfeld. Sie war verheiratet mit Ignaz Wieselman und gemeinsam hatten sie ihre Tochter Anna. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte sie in der Keplerstraße 49 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste sie zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt im Altersheim der IKG Wien in der Alxingergasse 97 im 11. Bezirk untergebracht war. Am 22. Juli 1942 wurde sie von Wien nach Theresienstadt deportiert, wo sie im Oktober desselben Jahres verstarb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rosamunde Bullmann Rosamunde Bullmann, geb. Nepel: geboren 5.9.1901 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war eine von vier Töchtern des Medizinalrats Dr. Franz Nepel und seiner Gattin Anna Nepel. Die Zahnarztgattin wurde am 21. März 1936 mit der Aufnahmezahl 40435 zum wiederholten Mal in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Ihr letzter bekannter Wohnsitz war die Swethgasse 3. Ihre Schwester Thusnelda Klingenstein war seit dem 30. März 1936 als ihre gesetzliche Vertreterin eingetragen. Am 8. Februar 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz überstellt. Rosamunde Bullmann wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 2. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Ihre Urne wurde am 26. April 1941 in Grab 4C27 auf dem Grazer Zentralfriedhof beigesetzt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Rosina Klappenbach Rosina Klappenbach: geboren 27. 11. 1872 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war acht Jahre lang Magd bei dem Werksleiter Eduard Eustachio am St.-Peter-Pfarrweg 13, bevor sie am 18. Juni 1923 mit der Aufnahmezahl 22281 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert wurde. Eduard Eustachio wurde als ihr gesetzlicher Vertreter eingetragen. Am 16. Februar 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde Rosina Klappenbach im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Rosina Nestlang Rosina Nestlang: geboren 14.6.1887, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Über Rosina Nestlang sind nur wenige Informationen bekannt. Sie wohnte vor dem 2. Weltkrieg in Graz und wurde am 26. Jänner von Wien nach Riga deportiert. Rosina Nestlang wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rosine Würzburger Rosine Würzburger, geb. Breier: geboren 24.2.1888 Aschau, gestorben 26.5.1942 in Maly Trostinec. Rosine war die Tochter von Gaspar Karl und Sara Würzburger (geb. Braun) und wohnte in Jennersdorf im Burgenland. Ab 1938 wohnte sie mit ihrem Bruder Hugo Würzburger und dessen Frau Helene in der Krenngasse 43, 8010 Graz. Von hier mussten alle drei zwangsweise nach Wien übersiedeln und waren zuletzt in einer Sammelwohnung in der Hammer-Purgstall-Gasse 1 in Wien wohnhaft. Am 20. Mai 1942 wurden Hugo, Helene und Rosine Würzburger von Wien nach Maly Trostinec deportiert und unmittelbar nach der Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Ruchla Teitelbaum Ruchla Teitelbaum, geb Porchowitsch: geboren 25.5.1870 in Suchowice (Polen), gestorben 1942 in Treblinka. Ruchla war die Tochter von Moses und Scheindler Porchowitsch und war verheiratet mit Berek (Bernhard) Teitelbaum. Gemeinsam hatten sie die Kinder Hans, Sara, Josef und Nathan. Bis zum Tod ihres Mannes lebten sie gemeinsam in der Schörgelgasse 34 in Graz. Ab 1930 wohnte sie nach dem Tod ihres Mannes als Witwe bei der Familie ihrer Tochter Sara Silberstein in der Conrad-von-Hötzendorfstraße. Nachdem diese durch die Verfolgung der Nationalsozialisten enteignet und aus der Wohnung vertrieben worden waren, hat sie für kurze Zeit bei ihrem Sohn Nathan Boruchowicz in der Josef-Huber-Gasse 4 und danach gemeinsam mit der Familie von Sara Silberstein in der Neutorgasse 8 gewohnt, ehe sie gezwungen wurde, nach Wien zu übersiedeln. In Wien wohnte sie zuletzt in einer Sammelwohnung in der Großen Pfarrgasse 11/12 im 2. Bezirk. Am 22. Juli 1942 wurde Ruchla Teitelbaum von Wien nach Theresienstadt und zwei Monate später, am 21. September 1942, nach Treblinka überstellt, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rudolf Bobnar Rudolf Bobnar: geboren 13.1.1917 in Graz, gestorben 29.1.1945 im KZ Dachau. Rudolf Bobnar war Schneider in Graz und zwischen 1933 und 1937 immer wieder wegen NS-Betätigung in Haft. Die Polizei gewann ihn schließlich als Konfidenten (Spitzel), was nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten dazu führte, dass er von der Gestapo in Graz am 3. November 1938 „wegen Parteiverrates“ verhaftet wurde. Er wurde am 9. Juli 1939 nach Wien und von dort Mitte Juli ins KZ Dachau überstellt, wo er am 29. Jänner 1945 umkam.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Rudolf Bukowsky Rudorf Bukowsky: geboren 30.11.1893, gestorben 1940 in Hartheim. Er war zuletzt als Pflegling im Städtischen Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36) untergebracht. Am 7. September 1939 wurde er schließlich mit der Aufnahmezahl 461 auf die Station 13a der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 30. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Rudolf Bukowsky wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 15. November 1940 als fiktives Sterbedatum eingetragen und die Heil- und die Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein als Sterbeort angegeben.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Rudolf Darrer Rudolf Darrer: geboren 2.4.1893 in Prein a. d. Rax, gestorben 19.2.1945 in Graz. Rudolf Darrer BERUF USW. erzählte am 10. Februar 1944 beim Bauernhof Koller in Fölling einen Anti-Hitlerwitz. Dies wurde denunziert. Er wurde vom Sondergericht Graz am 22. Dezember 1944 zu sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Am 19. Februar 1945 starb er im Zuchthaus Karlau infolge eines Bombenangriffs.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Rudolf Fleischhacker Rudolf Fleischhacker: geboren 19.4.1925 in Graz, gestorben 24.4.1942 in Auschwitz. Der Sohn des jüdischen Kaufmanns Hermann und seiner Frau Ida Fleischhacker (geb. Kuhn) besuchte das Oeversee-Gymnasium in Graz bis zum Schulbesuchsverbot 1938. Die Familie wohnte in der Zimmerplatzgasse 1 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh die Familie in die Slowakei und alle drei wurden am 13. April 1942 von Sered (Slowakei) nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Rudolf Gottlieb Rudolf Gottlieb: geboren 4.10.1888 in Judenburg, gestorben 3.10.1944 in Auschwitz. Rudolf war der Sohn von Wilhelm und Theresia Gottlieb (geb. Politzer) und war verheiratet mit Barbara (geb. Breitschaft). Er wuchs in Judenburg auf und arbeitete später als Bankbeamter und Handelsangestellter in München. Zwischenzeitlich trat er aus der israelitischen Kultusgemeinde aus, doch war er seit 28. Dezember 1917 wieder Mitglied. Laut Auswanderungsfragebogen vom 10. August 1938 lebte er zu diesem Zeitpunkt in der Grazbachgasse 4 in Graz und lebte zuletzt als Bankangestellter in der Slowakei. Am 18. Jänner 1944 wurde er von Westerbork nach Theresienstadt deportiert und am 01. Oktober 1944 weiter nach Auschwit überstellt, wo er unmittelbar nach seiner Ankunft ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Rudolf Hart Rudolf Hart: geboren 4.1.1913 in Graz, gestorben 24.9.1942 im KZ Sachsenhausen. Rudolf Hart arbeitete als Automechaniker in Graz. 1932 trat er aus der katholischen Kirche aus und wurde Zeuge Jehovas. Am 8. Dezember 1939 wurde er verhaftet, da er aufgrund seiner religiösen Einstellung einem Einberufungsbefehl nicht Folge geleistet haben dürfte. Am 29. Februar 1940 wurde er von Graz ins KZ Sachsenhausen überstellt, wo er am 24. September 1942 umkam.
  • zeugenjehovas
  • männlich
  • Rudolf Koppmann Rudolf Koppmann: geboren 21.6.1879 in Prag, gestorben 1940 in Hartheim. Er war der Sohn des jüdischen Kaufmanns Ludwig Koppmann und dessen Ehefrau Johanna, geb. Schönheit. Rudolf Koppmann hatte einen Bruder namens Ernst sowie eine Schwester namens Helene. Sein Vater betrieb in Laibach/Ljubljana einen Handel mit Landesprodukten, wo auch Rudolf seine Schulzeit verbrachte. Um 1895 übersiedelte die Familie nach Graz und betrieb am Grieskai 16 einen Getreidehandel. Ludwig Koppmann starb 1908 woraufhin Rudolf Koppmann seine Handelsgeschäfte übernahm. Das Geschäft ging jedoch 1913 in Konkurs. Sein Bruder Ernst Koppmann eröffnete in der Grazer Herrengasse 3 eine Rechtsanwaltskanzlei. Die Familie wohnte in der Humboldstraße 21. Es sind mehrere Aufenthalte Rudolf Koppmanns in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ belegt. Am 27. September 1936 wurde er schließlich mit der Aufnahmezahl 40870 erneut in diese Anstalt eingewiesen. Sein Bruder Ernst Koppmann hatte ihn mit dem Rettungsdienst dorthin gebracht. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach der Überstellung wurde Rudolf Koppmann im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Rudolf Spielmann Rudolf Spielmann: geboren 9.11.1889 in Graz, gestorben 11.4.1941 in Shanghai. Rudolf war der Sohn von Abraham und Franziska Spielmann (geb. Politka). Gemeinsam mit seiner Frau Paula (geb. Sternthal) hatte er einen Sohn namens Helmut. Rudolf durchlief seine Schullaufbahn in Graz und wurde danach Teilhaber des Kleidergeschäfts seines Halbbruders Wilhelm Spielmann. Er wohnte mit seiner Frau und seinem Sohn in der Sparbersbachgasse 17 in Graz. Im Zuge des Novemberpogroms 1938 wurde er festgenommen und ins KZ Dachau überstellt, von wo er körperlich und seelisch schwer gezeichnet nach Graz zurückkehrte. Anfang Februar 1939 wohnte er in Graz zuletzt in einer Sammelwohnung in der Brockmanngasse 66. Am 20. Februar 1938 emigrierte er mit seiner Frau Paula und seinem Sohn Helmut über Genua nach Shanghai, wo er am 11. April 1941 im jüdischen Spital starb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Rudolf Stering Rudolf Stering: geboren 2.2.1891 in Graz, gestorben 5.5.1945 in Hitzendorf. Der Grazer Kunstmaler Rudolf Stering arbeitete als Zeichner bei der Firma Türk in Graz. Beim Besuch seiner nach Attendorfberg ausquartierten Frau, äußerte er sich abfällig gegen das NS-Regime, was die mit seiner Frau ein Zimmer teilende Mitbewohnerin bei der SS in Hitzendorf anzeigte. Diese brachte ihn am 4. Mai 1945 zur Gestapo nach Graz, die der SS den Auftrag erteilte, ihn wieder nach Hitzendorf mitzunehmen. Dort erschoss die SS Stering am 5. Mai 1945 in Oberberg/Hitzendorf.
  • widerstand_individuell
  • männlich
  • Rudolf Wilhelm Kubinzky Dr. Rudolf Wilhelm von Kubinzky: geboren 17.8.1910 in Tripst bei Mies (Tschechien), gestorben 25.2.1942 im KZ Oranienburg-Sachsenhausen. Rudolf Wilhelm Kubinzky war Diplomlandwirt und Gutsbesitzer und wurde als NS-Gegner nach dem „Anschluss“ im Oktober 1938 bzw. im Jänner 1939 festgenommen und mit seiner Gattin gauverwiesen. Am 27. März 1940 meldete er sich in Graz ab und gab an, sich am Semmering im Hotel Panhans niederzulassen. Über ein Jahr später wurde er am 18. Juli 1941 in Sattendorf am Ossiachersee von der Gendarmerie wegen staatsfeindlicher Einstellung verhaftet und der Gestapo Klagenfurt übergeben. Diese überstellte ihn nach Karlsbad, von wo er Anfang September 1941 ins KZ Oranienburg-Sachsenhausen kam, wo er am 25. Februar 1942 verstarb. 1942 wurde von der Gestapo Karlsbad bekannt gegeben, dass „das gesamte im Sudetengau befindliche Vermögen des Halbjuden Dr. Rudolf von Kubinzky, ... auf Grund der ... Verordnung über die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens ... zugunsten des Deutschen Reiches – Reichsfinanzverwaltung – eingezogen“ wird.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Rudolfine Brecher Rudolfine Brecher, geb. Rosenbaum: geboren 10.2.1871 in Vag-Ujhely (Slowakei), gestorben 1940 in Wien oder 1942 in Jasenovac. Sie war mit dem Grazer Kaufmanns Max Brecher verheiratet, der im Jahr 1932 verstarb. Gemeinsam hatten sie die Söhne Ernst, Norbert und Oskar Brecher, sowie die Tochter Sidonie Benčić. In Graz war sie zuletzt wohnhaft am Joanneumring 5. Im August 1939 wurde sie nach Wien zwangsübersiedelt, wo sie Ende 1940 verstarb. Anderen Angaben zufolge befand sie sich während des 2. Weltkriegs in Zagreb und wurde im Jahr 1942 im KZ Jasenovac ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Rupert Heider Rupert Heider: geboren 16.9.1908 in Anger bei Weiz, gestorben 15.6.1940 in Berlin-Plötzensee. Der als Hilfsarbeiter in Anger beschäftigte Rupert Heider kam Mitte der 1930er Jahre in Kontakt mit den Zeugen Jehovas und trat daraufhin aus der katholischen Kirche aus. Seit September 1938 lebte er in Graz. Nachdem er den Dienst in der Wehrmacht verweigert hatte, wurde er am 27. Februar 1940 vom Reichkriegsgericht wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ angeklagt und am 18. April 1940 zum Tode verurteilt. Er wurde am 15. Juni 1940 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
  • zeugenjehovas
  • männlich
  • Salamon Braun Salamon Braun: geboren 25.10.1868 in Voitsberg, gestorben 1944 in Auschwitz. Salamon war der Sohn von Bernhard und Regina Braun (geb. Baron). Mit seiner Frau Charlotte hatte er die Töchter Elisabeth, Dora, Katharina, Henriette und Margarethe. Salamon war ein Holzhändler in Graz und lebte in der Griesgasse 22, ehe er und seine Frau 1939 gezwungen wurden, nach Wien zu übersiedeln. Dort lebten er und seine Frau zuletzt in einem Altersheim an der Adresse Hohe Warte 32. Das Ehepaar Braun wurde am 28. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert. Von dort kamen sie am 28. Oktober 1944 nach Auschwitz, wo beide ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Salo Bittner Salo Bittner: geboren 29.2.1896 in Boryslaw (Ukraine), gestorben 2.12.1944 im KZ Mauthausen. Salo Bittner war laut seinem Auswanderungsfragebogen seit 1923 in Graz wohnhaft und war ein ausgebildeter Bohrmeister. In Graz arbeitet er als Kaufmann und war zuletzt wohnhaft in der Josef-Huber-Gasse 2/1. Zwischendurch befand er sich in Płaszów, einem Vorort von Krakau. Von dort aus wurde er am 10.8.1944 ins KZ Mauthause deportiert, wo er am 2.12.1944 ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Salomon Arnold Salomon Arnold: geboren 12.5.1907 in Iwano-Frankiwsk, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Salomon Arnold war der Sohn von Moritz Arnold und Marjama Perl (geb. Munczek). Er wuchs in Graz auf und die Familie lebte am Lendplatz 5. Als sein letzter bekannter Aufenthaltsort gilt der kroatische Ort Fužine, von wo aus er in ein unbekanntes Lager deportiert wurde. Über das Datum der Deportation, sowie über seinen Sterbeort und sein Todesdatum sind keine genaueren Informationen bekannt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Salomon Bonyhady Salomon Bonyhadi: geboren 17.1.1861 in Štvrtok na Ostrove (Slowakei), gestorben 13.9.1939 in Wien. Salomon Bonyhadi war der Sohn von Moses Moritz und Adelheid Bonyhadi (geb. Perl). Er kam aus Ungarn nach Graz, wo er Bertha Stössl heiratete, und gemeinsam hatten sie die sieben Kinder Eduard, Norbert, Albert, Mira, Berthold, Martha und Emil Michael. Zunächst war die Familie Bonyhadi wohnhaft in der Annenstraße und Paradeisgasse. Zuletzt wohnten sie seit 1919 in der Feuerbachgasse 10 und betrieben eine Lederwarenhandlung in der Annenstraße 13. Innerhalb der Israelitischen Kultusgemeinde Graz war er u.a. Präsident der Chewra Kadischa. Bald nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er verhaftet und die Lederwarenhandlung wurde „arisiert“. Die Familie musste zwangsweise am 8. August 1939 nach Wien übersiedeln, wo er und seine Frau bald darauf starben.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Salomon Jakob Rokach Salomon Jakob Rokach: geboren 16.11.1872 in Brody (Polen), gestorben 12.3.1942 in Bernburg an der Saale. Salomon Jakob Rokach war verheiratet mit Berta und der Hausierer wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Lagergasse 67 in 8020 Graz. Im Jahr 1939 musste er zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo er zuletzt in einer Sammelwohnung in der Rembrandtstraße 22 unterkam. Am 2. Oktober 1939 wurde er von Wien nach Buchenwald deportiert. Am 24. Oktober 1940 wurde er nach Dachau überstellt und dann am 12. Juli 1942 wieder nach Buchenwald. Salomon Jakob Rokach wurde am 12. März 1942 in der Tötungsanstalt Bernburg an der Saale ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Samuel Berger Samuel Berger: geboren 14.3.1863, gestorben 25.6.1942 in Theresienstadt. Der Geburtsort von Samuel Berger ist bislang nicht bekannt. Er wohnte in der Josef-Huber-Gasse 4 in Graz, ehe er zwangsweise nach Wien übersiedeln musste und dort zuletzt in einer Sammelwohnung in der Großen Pfarrgasse 7/9 untergebracht war. Am 20. Juni 1942 wurde er von Wien nach Theresienstadt deportiert und wurde dort unmittelbar nach seiner Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Samuel Friedländer Samuel Friedländer: geboren 30.5.1872 in Warschau, gestorben 23.10.1942 in Theresienstadt. Samuel war verheiratet mit Dorothea (geb. Aberbach) und lebte mit ihr gemeinsam vor dem 2. Weltkrieg in der Jakob-Redtenbacher-Gasse 7 in Graz (ehemalige Redtenbachergasse 7). Während des 2. Weltkriegs wohnten sie in der Blumauergasse 23/22 im 2. Bezirk in Wien und wurden von dort nach Theresienstadt deportiert und ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Samuel Jagoda Samuel Jagoda: geboren 14.12.1892 in Plock (Polen), gestorben 1941 in Jasenovac (Kroatien). Samuel war der Sohn von Isak Jakob und Schajna Ryfka Jagoda (geb. Tasienka) und heiratete am 25. Dezember 1928 in Graz die aus Triest stammende Anna Steiner, mit der er eine Warenhandlung in der Ghegagasse 34 betrieb, wo die Familie auch wohnte. Gemeinsam hatten Samuel und Anna die beiden Kinder Gertrud und Egon. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde Samuel Jagoda ins KZ Dachau deportiert. Nach seiner Freilassung ging er nach Jugoslawien, wo er nach dem Überfall der Wehrmacht am 4. August 1941 in das kroatische KZ Jasenovac verschleppt wurde und dort umkam.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Samuel Prucker Samuel Prucker: Lebensdaten unbekannt. Über Samuel Prucker ist nur bekannt, dass er vor dem 2. Weltkrieg in Graz wohnte und während der Shoah ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Samuel Rosenberg Samuel Rosenberg: geboren 11.9.1865 in Rechnitz, gestorben 1942. Samuel Rosenberg war der Sohn von Anton und Rosalia Rosenberg (geb. Stern). Er war verheiratet mit Rosalia (geb. Wieselmann) und gemeinsam hatten sie die Kinder Adolf, Karl, Elsa, Wilma und Marie. Er war ein Kaufmann in Graz und musste 1939 zwangsweise nach Wien übersiedeln. Auf seinem Grabstein am Jüdischen Friedhof in Graz wird das Jahr 1942 als Todesjahr angegeben.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Samuel Schwarzmann Samuel Schwarzmann: geboren 12.10.1882 in Lipkany (Moldawien), 14.3.1942 in Bernburg an der Saale. Samuel war der Sohn von Adam und Rikel Schwarzmann und verheiratet mit Regina (geb. Jung recte Chinkes). Gemeinsam hatten sie die Kinder Artur und Esther (Erna). Samuel Schwarzmann wohnte seit 1907 in Graz und war hier zuletzt in der Idlhofgasse 107 wohnhaft. Er wurde im Zuge des Novemberpogroms verhaftet und am 12. November 1938 nach Dachau deportiert. Nach seiner Freilassung lebte er kurzzeitig in Wien, von wo er am 02. Oktober 1939 nach Buchenwald deportiert wurde. Am 24. Oktober 1940 wurde er nach Dachau überstellt und dann am 05. Juli 1941 wieder nach Buchenwald. Samuel Schwarzmann wurde am 14. März 1942 in der Tötungsanstalt Bernburg an der Saale ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Samuel Stern Samuel Stern: geboren 12.7.1880 in Rechnitz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Samuel war der Sohn von Nathan und Anna Stern und heiratete im Jahr 1907 in Wien den seine Frau Klara (geb. Arvay). Gemeinsam hatte das Ehepaar die Kinder Otto, Alice und Gertrude (verh. Mindes) und wohnte in der Annenstraße 30 in Graz, wo ihr Mann auch das "Bekleidhaus S. Stern" betrieb. Im Juni 1939 mussten sie und ihr Mann zwangsweise nach Wien übersiedeln. Es ist nicht bekannt, wohin Samuel Stern transportiert und wo er ermordet wurden. Klara Stern hingegen wurde am 23. Oktober 1941 nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Samuel Stern Samuel Stern: geboren 29.5.1867 in Rechnitz, gestorben 8.4.1943 in Theresienstadt. Samuel Stern verheiratet mit Marie (geb. Schwarz) und gemeinsam hatten sie die Kinder Hermine (verh. Kahane), Mathilde, Wilhelmine und Robert. Samuel Stern war als Schächter, Vorbeter und Musiker tätig und wohnte in der Mariahilfer Straße 22 in Graz, ehe er zwangsweise nach Wien übersiedeln musste. In Wien war er zuletzt in einem jüdischen Altersheim in der Großen Schiffgasse 3 untergebracht, von wo er nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Samuel Weiss Samuel Weiss: geboren 15.10.1884 in Cifer (Slowakei), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Samuel Weiss war der Sohn von Jakob und Juli Weiss (geb. König) und war verheiratet mit Josefine (geb. Eisenstädter) Gemeinsam hatten sie die beiden Kinder Oswald und Julie (verh. Gross). Der Kaufmann war seit Beginn des 20. Jahrhunderts in Graz wohnhaft. Samuel Weiss war Begründer der zionistischen Ortsgruppe Graz und Vorstandsmitglied der Chewra Kadischa Graz und war in unterschiedlichen jüdischen Sportvereinen in Graz aktiv. Er und seine Frau wohnten in der der Hermann-Bahr-Gasse 5/II in Graz (ehemalige Morregasse 5/II). Im Zuge des Novemberpogroms wurde er verhaftet und nach Dachau deportiert. Nach seiner Rückkehr wohnte er gemeinsam mit seiner Frau Josefine in der Jakoministraße 7 in Graz. Samuel Weiss wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Sara Charlotte Werdisheim Sara Charlotte Werdisheim, geb. Zitrin: geboren 18.3.1860 in Tarnów (Polen), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Sara Charlotte war verheiratet mit Jakob Samuel Werdisheim. Gemeinsam hatten sie die Kinder Auguste (verh. Weiss), Max, Helena (verh. Porges), Rudolf, Julius, Natalia, Dagobert, Richard, Erwin und Lila. Sie wohnte vor dem 2. Weltkrieg mit ihrem Mann und ihrem Sohn Erwin am Lenkai 31 in Graz, ehe sie und ihr Mann im März 1939 zwangsweise nach Wien siedeln mussten. Hier wohnten sie in einer Sammelwohnung in der Seidlgasse 39, wo auch ihr Mann Jakob Samuel im April 1939 verstarb. Sara Charlotte floh daraufhin mit ihrer Schwiegertochter Bertha Werdisheim und ihren Enkelkindern nach Kroatien, wo sie zunächst in Zagreb wohnten. Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten 1941 in Jugoslawien zogen sie gemeinsam aufs Land Letztmalig wurde die Familie Werdisheim zu Beginn des Jahres 1944 auf der Insel Rab gesehen, von wo sie deportiert und ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Sara Düdner Sara Düdner, geb. Didner: geboren 11.2.1896 in Przeworsk (Galizien), gestorben 1942 in Belzec oder Sobibor. Sara war die Tochter von Abraham Josef und Chaja Lea Didner (geb. Orgel). Gemeinsam mit ihrem Mann Isak, den sie am 30. Juli 1918 heiratete, hatte sie die Söhne Ernst und Edgar. Bis 1939 wohnte sie mit ihrer Familie in der Griesgasse 28/I in Graz. Nach der „Arisierung“ versuchte sie mit ihrer Familie nach Palästina auszureisen, was nicht gelang. Während die Kinder nach Frankreich emigrieren konnten, wo sie 1942 von den Nationalsozialisten eingeholt wurden, musste Sara Düdner mit ihrem Mann Isak und dessen Mutter 1939 zwangsweise nach Wien ziehen. In Wien wohnte das Ehepaar zuletzt in einer Sammelwohnung in der Konradgasse 176 im 2. Bezirk. Am 5. Juni 1942 wurden beide mit dem letzten Transport von Wien nach Izbica deportiert, ein Transit-Ghetto vor der Deportation in die Todeslager Belzec und Sobibor, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Sara Löw Sara Löw, geb. Speier: geboren in Lwiw (Ukraine), gestorben 1944 in Auschwitz. Als Geburtsdaten von Sara Löw werden der 7.7.1877, der 11.7.1887, der 25.3.1888 und das Jahr 1885 angegeben. Sara Löw war die Ehefrau von Hermann Löw und gemeinsam hatten sie die Kinder Gisa und Jakob. Mit ihrem Mann wohnte sie in der Naglergasse 59 in Graz und war tätig als Kindergärtnerin. Allerdings mussten sie und ihr Mann nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach Wien übersiedeln und hier waren er und seine Frau zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Lichtenauergasse 9. Am 17. Juli 1942 wurden beide nach Auschwitz, wo sie ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Sefarin Penazato Stefanie Peissl: geboren 29.11.1892, gestorben 1941 in Hartheim. Die „Drahtflechtergattin“ war verheiratet und wohnte in der Hackhergasse 6. Als zuständige Heimatgemeinde wurde Graz angegeben. Am 25. Mai 1937 wurde sie zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 41448. Am 14. Februar 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Stefanie Peissl im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Sidonie Benčić Sidonie Bencic, geb. Brecher: geboren 30.5.1898 in Sobotište (Slowakei), gestorben in Jasenovac (Kroatien) 1942. Sie war die Tochter der Grazer Kaufleute Max und Rudolfine Brecher (geb. Rosenbaum). Bis 1938 lebte sie mit ihrem Ehemann Alexander am Joanneumring 5 und gemeinsam flohen sie 1938 nach Zagreb. Nach dem Einmarsch der Deutschen Truppen wurden sie und ihr Mann in das KZ Jasenovac deportiert und dort 1942 ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Sidonie Fürst Sidonie Fürst, geb. Schwarz: geboren 20./24.10.1883 in Graz, gestorben 11.5.1942 in Maly Trostinec. Sidonie war die Tochter von Wilhelm und Katharina Schwarz (geb. Gerstl) und war verheiratet mit Ludwig Fürst. Gemeinsam waren sie die Eltern von Jakob Arthur, ließen sich jedoch scheiden. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte sie in der Mariahilferstraße 32 in Graz und war dann während des 2. Weltkriegs zuletzt in Förstergasse 7/17 in Wien wohnhaft. Am 06. Mai 1942 wurde sie von Wien nach Maly Trostinec deportiert und dort sofort nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Sidonie Latzer Sidonie Latzer, geb. Löffler: geboren 18.7.1864 in Szombathely (Ungarn), gestorben 1942 in Treblinka. Sidonie Latzer war die Tochter von Moritz Löffler und war mit dem Grazer Kaufmann Heinrich Latzer verheiratet, der bereits 1936 verstarb. Gemeinsam hatte das Ehepaar Latzer die Kinder Samuel, Zoltan, Fritz und Aranka (verh. Spitzer). Ende 1938 musste sie zwangsweise von Graz nach Wien ziehen und war dort zuletzt wohnhaft in der Praterstraße 28/11 im 2. Bezirk. Von dort wurde sie am 14. Juli 1942 nach Theresienstadt und am 21. September 1942 weiter nach Treblinka deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Siegfried Kohn Siegfried Kohn: geboren 12.9.1876 in Vintířov (Tschechien), gestorben 1.6.1942 in Maly Trostinec. Siegfried war der Sohn von Moritz und Elisabeth Kohn. Er war zweimal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit Eugenie (geb. Kusy) stammte die Tochter Erna (verh. Rekler). Seine zweite Frau war Elvira Kohn (geb. Tau). Siegfried Kohn war von 1918 bis 1938 gemeinsam mit Karl Heller Gesellschafter der Wäschefirma „Karl Heller & Comp.“ in der Annenstraße 47. Vor ihrer Zwangsübersiedlung nach Wien im Juli 1939 wohnte das Ehepaar Siegfried und Elvira Kohn in der Marschallgasse 17 in Graz. In Wien lebten die beiden zuletzt in der Börsegasse 12/1, ehe sie am 27. Mai 1942 nach Maly Trostinec deportiert wurden, wo Elvira und Siegfrid Kohn unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Siegmund Weiss Siegmund Weiss: geboren am 25.2.1877 in Wiener Neustadt, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Der Rechtsanwalt Siegmund Weiss hatte einen Sohn namens Bruno. Er wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Jakoministraße 34/1 mit seinem Sohn, ehe er nach Wien ziehen musste. Dort war er zuletzt wohnhaft in der Westbahnstraße 10/12 im 7. Bezirk. Siegmund Weiss wurde aus Wien deportiert und in einem unbekannten Lager ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Sigmund Strassmann Sigmund Strassmann: geboren 9.3.1870 in Koryčany (Tschechien), gestorben 7.1.1944 in Theresienstadt. Sigmund war der Sohn von Emanuel und Julie Strassmann (geb. Morawetz) und war verheiratet mit Melanie (geb. Mayer). Gemeinsam hatten sie die Kinder Margarethe Rosa und Friedrich Emanuel. Sigmund und Melanie Strassmann lebten in der Kaiserfeldgasse 19 in Graz und mussten nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zwangsweise nach Wien übersiedeln. In Wien waren sie zuletzt wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Glockengasse 14. Am 24. September 1942 wurde das Ehepaar von Wien nach Theresienstadt deportiert, wo Sigmund Strassmann am 7. Jänner 1944 angeblich an einer Lungenentzündung starb. Seine Frau Melanie wurde am 15. Mai 1944 nach Auschwitz überstellt und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Sigmund Vari Sigmund Vari: geboren 5.6.1878 in Stadtschlaining, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Sigmund war der Sohn von Gaspar Karl (Gershon) und Sara Würzburger (geb. Braun). Er wohnte in der Sparbersbachgasse 43 in Graz und war tätig als Angestellter in einer Fleischselcherei und in der Wursterzeugung. Während des 2. Weltkriegs befand er sich gemeinsam mit seiner Schwester Rosine Würzburger in einer Sammelwohnung in der Hammer-Purgstall-Gasse 1 in Wien. Am 19. Februar 1941 wurde er von Wien nach Kielce deportiert. Sigmund Vari wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Simon Kandel Simon Kandel: geboren 9.8.1861 in Mościska (Ukraine), gestorben 22.1.1943 in Theresienstadt. Er war der Sohn von Pinkas Kandel und Betti (geb. Teich). Er heiratete am 21.09.1909 in der Grazer Synagoge seine Frau Charlotte (geb. Margel). Aus dieser Ehe gingen die Kinder Nathan (Norbert), Heinrich, Anna, Cäcilie, Moritz und Lina hervor. Seit 1912 lebte Simon Kandel gemeinsam mit seiner Familie in der Pestalozzistraße 62, 8010 Graz. Bis zu seiner Zwangsübersiedlung nach Wien mit seiner Frau Charlotte im Jahr 1939 blieb er an dieser Adresse wohnhaft. In Wien wurde er in einem jüdischen Altersheim im 2. Bezirk in der Zirkusgasse 3 untergebracht. Am 27.08.1942 erfolgte die Deportation von Wien nach Theresienstadt, wo er am 22.01.1943 angeblich an Myopathia Cordis (Herzwassersucht) verstarb. Auch sein Sohn der Grazer Rechtsanwalt Nathan (Norbert) wurde ein Opfer der Shoah.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Simon Rendi Simon Rendi: geboren 4.3.1864 in Novo Mesto (Slowakei), gestorben 11.1.1942 in Jasenovac (Kroatien). Simon Rendi war der Sohn von Moritz und Ilona Rosenbaum (geb. Schreiber) und war verheiratet mir Rosa Sara (geb. Schwarz). Simon Rendi war 1892 der Gründer des in der ganzen Monarchie bekannten Tuchhandelshauses Rendi in Graz. Von 1912 bis 1928 war er Präsident der Jüdischen Gemeinde Graz sowie in zahlreichen jüdischen Vereinen aktiv und fördernd tätig. Er wohnte in dem von Alexander Zerkowitz geplanten Geschäfts- und Wohnhaus am Joanneumring 5 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh er nach Zagreb. Er wurde nach dem Einmarsch der Wehrmacht verhaftet, in das KZ Jasenovac gebracht und dort 1942 ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Sofie Dollman Sofie Dollmann, geb. Düdner: geboren 17.10.1897 in Przeworsk (Polen), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Sofie (Süssel) war die Tochter von Abraham Josef und Chaja Lea Düdner (geb. Orgel) und war verheiratet mit dem Modehändler Adolf Abraham Dollmann. Mit ihm hatte sie die Kinder Regina, Siegfried und Leo. Sie arbeitete als Verkäuferin und wohnte vom 20. März 1930 bis zum 17. Jänner 1938 in der Steyrergasse 142 mit ihrem Ehemann. Danach lebte sie mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in der Reitschulgasse 10/II in Graz, wo sie bis zum 08. Dezember 1938 – nach dem Novemberpogrom ohne ihrem Mann – wohnhaft war. Während des 2. Weltkriegs befand sie sich dann in Belgien und in Montelimar in Frankreich. Über ihr weiteres Schicksal ist nur bekannt, dass sie laut Auskunft ihres Sohnes Siegfried während der Shoah verstarb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Sophie Kornreich Sophie Kornreich, geb. Silber: 8.3.1895/1899 in Stanisławów (Polen), 1944 in Auschwitz. Sophie war die Tochter von Elias und Sara Silber (geb. Schreier) und war verheiratet mit Simon Kornreich. Gemeinsam hatten sie die beiden Kinder Max und Edith. Sophie wohnte in der Schmölzergasse 6/1 in Graz, ehe sie im Juli 1939 nach Italien floh und während des 2. Weltkriegs in Mailand wohnte. Am 05. April 1944 wurde sie von Fossoli nach Auschwitz deportiert, wo sie noch im selben Monat ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Sophie Leifhelm Sophie Leifhelm, geb. Hennicke: geboren 31.11.1890 in Graz, gestorben im März 1945 im KZ Ravensbrück. Sophie Leifhelm war Autorin und die Frau des steirischen Schriftstellers Hans Leifhelm, mit dem sie auch innerhalb der Sozialdemokratischen Partei aktiv war. Nach 1934 und nach ihrer Scheidung betätigte sie sich im Rahmen der „Roten Hilfe“ bzw. der KPÖ in Graz. 1938 ging sie nach Wien, wo sie in der Auslandsbriefprüfstelle der Wehrmacht arbeitete. Wegen kommunistischer Betätigung wurde sie im Dezember 1943 verhaftet. Am 12. Juli 1944 wurde sie ins KZ Ravensbrück überstellt, wo sie kurz vor der Befreiung im März 1945 umkam.
  • widerstand_politisch
  • weiblich
  • Sophie Renner Sophie Renner: geboren 6.5.1908, gestorben 1941 in Hartheim. Die geschiedene „Hilfsarbeiterin“ wohnte in der Weißenhofgasse 8/III. Als zuständige Heimatgemeinde wurde Graz angegeben. Am 12. November 1936 wurde sie zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 40982. Am 8. Februar 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Sophie Renner im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 29. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Sophie Schuller Sophie Schuller, geb. Maragotti, gesch. Fuchs: geboren 1.4.1876 in Bad Aussee, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Salinenarbeiters Ferdinand Maragotti und dessen Ehefrau Franziska, geb. Hillbrand. Nach ihrer Übersiedlung nach Graz arbeitete sie als Köchin und heiratete am 27. April 1908 den Schuhmachergehilfen Franz Fuchs. Dieser fiel jedoch am 24. Oktober 1914 in Galizien im Ersten Weltkrieg. Am 17. Mai 1919 heiratete Sophie Fuchs ein zweites Mal. Ihr Ehemann Anton Schuler war als Magazinarbeiter in der Eisenwarenhandlung Greinitz tätig. Am 1. Juni 1938 wurde sie zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ aufgenommen. Ihr Ehemann brachte sie dorthin, ihre Aufnahmezahl lautete 42336 und ihre letzte Wohnadresse wurde mit Gaswerkstraße 21/pat. angegeben. Am 14. Oktober 1940 wurde Angela Schönherr in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Stanislaus Mikulik Stanislaus Mikulik: geboren 27.8.1915 in Soběchleby/Sobiechleb (Mähren), gestorben 3.4.1945 in Graz. Mikulik arbeitete bei der Firma Blaschitz & Marsch als Einkäufer und gehörte zur sozialistischen Widerstandsgruppe der Firmenbesitzer. Diese hatten Kontakte zu Fritz Matzner und der „Österreichischen Freiheitsfront“ (ÖFF) in Slowenien. Dorthin fuhr Mikulik mehrfach zu Besprechungen und von dort brachte er Anfang Jänner 1945 auch den aus der Sowjetunion gekommenen Kundschafter Otto Schatko mit nach Graz, wo dieser eine Funkstelle einrichten sollte. In der Folge einer Hausdurchsuchung bei Blaschitz rollte die Gestapo diese Widerstandsgruppe auf und nahm Mikulik Ende Februar 1945 fest. Am 3. April 1945 fuhren Gestapobeamte mit ihm und anderen Mitgliedern der Gruppe in die SS-Kaserne nach Wetzelsdorf, wo er erschossen wurde.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Stefan Freiberger Stefan Freiberger: geboren 2.10.1904 in Graz, gestorben 1941/42 in Jasenovac. Stefan war der Sohn von Ladislaus und Franziska Freiberger (geb. Schulz) und verheiratet mit Irena. Nach mehrmaligem Wohnungswechsel war die Familie Freiberger seit 1916 in der Annenstraße 31 wohnhaft. Ab 1923 fungierte er als Zeugwart der Hakoah Graz, die seine Brüder Milan und Nikolaus gegründet hatten, und ab 1927 war er Rechnungsprüfer der Hakoah und ab 1928 Kassier des Vereins. Im Jahr 1926 starb die Mutter Franziska. Stefan übernahm in den 1930er Jahren noch das Amt des Obmannes des Jüdischen Gesangsvereins und er gehört dem Vorstand der Zionistischen Ortsgruppe an. Am 31. August 1938 erfolgte die Abmeldung aus Graz nach Zagreb und am 14. November 1938 kam es zur Auflösung der Hakoah Graz. Während des 2. Weltkriegs lebte er mit seinen Geschwistern und seinem Vater in Zagreb. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht 1941 in Jugoslawien wurde die Familie in das KZ Jasenovac deportiert, wo auch Stefan ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Stefan Gradisnik Stefan Gradisnik: geboren 13.8.1877 in Nußdorf (Slowenien), gestorben 1941 in Hartheim. Der verwitwete Schneider wurde am 20. Oktober 1930 mit der Aufnahmezahl 35645 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Er lebte mit seiner Lebensgefährtin Elisabeth Pregartner, die auch als seine gesetzliche Vertreterin eingetragen wurde, in der Frauengasse 5. Stefan Gradisnik war auch in der Heilanstalt Graz-Messendorf untergebracht. Am 4. Februar 1941 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Er wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Stefan Törö Stefan Törö: geboren 21.4.1894 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sein Vater, Stefan Törö sen., geboren in Rumänien, hatte am 24. Juni 1891 Josefa Franz in Zagreb geheiratet. Stefan Törö arbeitete als Fleischergehilfe. Er heiratete und lebte mit seiner Frau Anna, die als Bedienerin arbeitete, an verschiedenen Grazer Wohnadressen. Am 6. August 1925 wurde er wegen Diebstahls von der Polizei festgenommen und zu acht Monaten schweren Kerkers verurteilt. Am 2. Juli 1935 wurde er mit der Aufnahmezahl 39899 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er in der Muchargasse 27, und seine Ehefrau Anna Törö übernahm seine gesetzliche Vertretung. Am 3. Februar 1941 wurde Stefan Törö in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Stefanie Frankl Stefanie Frankl, geb. Koppstein: geboren 12.12.1881 in Siófok (Ungarn), gestorben 1942 in Sobibor. Stefanie Frankl war die Tochter von Josef und Henriette Koppstein (geb. Singer) und die Frau des Kaufmanns Leopold Frankl. Mit ihrem Mann musste sie 1938 nach Wien übersiedeln und lebte zuletzt in der Dominikanerbastei 22/3a im 1. Bezirk, von wo sie am 14. Juni 1942 nach Sobibor deportiert und dort ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Stefanie Kasner Stefanie Kasner, geb. Fleischner: geboren 1.10.1881 in Široké Třebčice (Tschechien), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Stefanie war verheiratet mit Max Mendel Kasner und die Mutter von Erich, Hertha (verh. Laufer), Kurt und Edeltraud. Zunächst war sie mit ihrem Mann in Triest wohnhaft. Seit 1919 wohnten die beiden in der Rebengasse 25 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde das Ehepaar nach Wien zwangsübersiedelt und war zuletzt in einer Sammelwohnung in der Körnergasse 7/14 in Wien untergebracht. Von dort wurden beide am 14. Juni 1942 nach Sobibor deportiert. Max Mendel und Stefanie Kasner wurden während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Stefanie Peissl Adolf Walden; geboren 18.7.1900, gestorben 1941 in Hartheim. Er arbeitete als Mineur und Holzhändler und wurde am 31. Mai 1938 auf Veranlassung des Amtsarztes mit der Aufnahmezahl 42334 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er in der Krottendorferstraße 89 gewohnt. Am 20. Jänner 1941 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde Adolf Walden im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 21. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Stefanie Schwarz Stefanie Schwarz, geb. Spitz: geboren 14.9.1884 in Bratislava, gestorben 1941 in Kielce. Stefanie war verheiratet mit Hugo Schwarz und gemeinsam hatten sie einen Sohn namens Richard. Die Familie wohnte in der Mariahilferstraße 32 in Graz. Nach der Verhaftung und Deportation ihres Mannes Hugo das Haus musste auch Stefanie das Haus verlassen und in eine Wohnung am Grieskai 39 übersiedeln. Im Juli 1939 mussten sie und ihr Mann Hugo, der aus Dachau zurückgehrt war, nach Wien übersiedeln und sie waren dort zuletzt in der Mariahilfer Straße 178 im 15. Wiener Bezirk wohnhaft. Am 19. Februar wurden Stefanie und Hugo nach Kielce deportiert und beide wurden dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Stefanie Staudinger Stefanie Staudinger, geb. Stolz: geboren 24.12.1891 in Graz, gestorben 1940 in Hartheim. Sie wurde als Tochter des Kleidermachers Ignaz Stolz und der Maria Preissegger geboren. Am 15. Juni 1913 heiratete sie in Klagenfurt den Ingenieur Josef Staudinger. Am 15. Mai 1928 wurde sie mit der Aufnahmezahl 33378 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Zuvor lebte sie mit ihrem Ehemann in der Idlhofgasse 76, der ihre gesetzliche Vertretung am 18. Mai 1928 übernahm. Am 28. Mai 1940 wurde Stefanie Staudinger in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Stefanie Unger Stefanie Unger: geboren 16.9.1902, gestorben 1941 in Hartheim. Die ledige „Hausgehilfin“ wohnte in der Bergmanngasse 1, bevor sie am 21. März 1934 mit der Aufnahmezahl 38869 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen wurde. Der Tischlermeister Josef Unger wurde als ihr gesetzlicher Vertreter eingetragen. Bis zu ihrer Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Februar 1941 wurde Stefanie Unger nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Sie wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Stephanie Engelsmann Stephanie Engelsmann, geb. Soffer: geboren 14.5.1880 in Brünn, gestorben 15.06.1942 in Maly Trostinec. Stephabnie war die Tochter von David und Betty Soffer (geb. Pisker). Sie heiratete am 9.10.1904 in Brünn ihren Mann Albin Engelsmann und gemeinsam hatten sie die Kinder Fritz und Peter Hans. Die Familie lebte in der Alberstraße 4 in Graz, ehe sie zwangsweise nach Wien in die Schreygasse 19/12 umsiedeln mussten. Von dort wurden Albin und Stephanie am 9. Juni 1942 nach Maly Trostinec deportiert und sofort nach ihrer Ankunft ermordet. Ihre beiden Söhne überlebten die Shoah.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Stephanie Matzl Stephanie Matzl, verh. Prassl: geboren 7.12.1907 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Tischlergehilfen Josef Matzl und dessen Ehefrau Ursula, geb. Isopp. Stephanie war mit Viktor Prassl verheiratet und wurde am 20. August 1935 mit der Aufnahmezahl 40004 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Das Ehepaar hatte zuletzt am Grieskai 82 gewohnt. Am 10. September 1937 wurde ihre Ehe vom Gericht für ungültig erklärt und ihr Vater Josef Matzl übernahm daraufhin ihre gesetzliche Vertretung. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Februar 1941 wurde Stephanie Matzl nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 3. April 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Susanne Weiss Susanne Weiss: geboren 27.5.1931 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Susanne war die Tochter von Robert und Paula Weiss (geb. Fried). Die Familie wohnte vor dem 2. Weltkriegt in der Neutorgasse 25 in Graz und musste nach dem „Anschluss zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in der Reisnerstraße 3/15 wohnhaft war. Wie auch ihr Vater wurde sie am 15. Februar 1941 von Wien nach Opole deportiert und während der Shoah ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Sylvia Flecker-Königstein Sylvia Flecker-Königstein, geb. Zerkowitz: geboren 31.12.1890 in Banja Luka (Bosnien), gestorben 1942 in Opole (heute Polen). Die Tochter des jüdischen Grazer Architekten Alexander und seiner Frau Jenny Zerkowitz (geb. Nettel) war bis 1921 mit Ing. Erich Flecker verheiratet. Sie wohnte in dem von ihrem Vater erbauten Wohnhaus in der Humboldtstraße 33 und arbeitete im Familienbetrieb Zerkowitz. Im November 1938 musste sie aus der Wohnung ausziehen, wobei sie zunächst vorübergehend bei ihrem Bruder Bruno Zerkowitz in der Wastlergasse 8 wohnte. In der Folge wohnte sie kurzzeitig in der Heinrichstraße 103 und in der Körblergasse 23. Ende April 1939 wurde sie gezwungen, nach Wien zu übersiedeln, wo sie zuletzt in der Porzellangasse 24a gemeldet war. Am 15. Februar 1941 wurde sie in das Ghetto nach Opole, einer Kleinstadt südlich von Lublin, deportiert und im März 1942 ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Teodora Obereder Eugine von Nostitz: geboren 8.11.1887 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Ihr Vater, der k. u. k. Postoffizial Eduard von Nostitz hatte Emanuela, die Tochter des Feldmarschallleutnants (FML) Eugen Sanchez de la Cerda, geheiratet. Das Ehepaar hatte bereits 1886 eine Tochter namens Emanuela bekommen. Anfang September 1933 unternahmen die beiden Schwestern einen Selbstmordversuch. Emanuela, die als Klavierlehrerin gearbeitet hatte, überlebte nicht. In ihrer Wohnung in der Hadyngasse 9 hatten sie das Gas aufgedreht und wollten laut Abschiedsbrief aufgrund von Krankheit und Geldmangel sterben. Eugine Nostitz, die auch als Sprachenlehrerin gearbeitet hatte, wurde am 5. September 1933 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie erhielt die Aufnahmezahl 38421 und wurde ab dem 12. Dezember 1933 vom evangelischen Pfarrer der Heilandskirche Dr. Friedrich Ulrich, gesetzlich vertreten. Bis zu ihrer „Verlegung“ vom „Feldhof“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Eugine von Nostitz im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 7. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Thekla Klinger Thekla Klinger, geb. Diamant: geboren 29.8.1870, gestorben 2.12.1943 in Theresienstadt. Thekla war die Tochter von David Franz und Priska Diamant (geb. Eisig). Gemeinsam mit ihrem Mann Ludwig Kling hatte sie eine Tochter namens Inez Prisca (verh. Schermann) Im Jahr 1917 verstarb ihr Ehemann Ludwig. Thekla wohnte in der Sonnenstraße 12 in Graz und kam nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach Wien, von wo aus sie am 24. September 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde und dort starb.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Theodor Heilischek Theodor Heilischek: geboren 25.12.1893 in Schillersdorf (Schlesien), gestorben 16.2.1942 in Hartheim. Heilischek war Oberförster und Autor, der in den 1930er Jahren regelmäßig im „Grazer Volkblatt“ publizierte. Als NS-Gegner tauchte er unmittelbar nach dem „Anschluss“ 1938 bei Verwandten seiner Verlobten in Wien unter, wo er Ende März 1938 festgenommen wurde. Am 18. August 1938 kam er wieder frei und kehrte nach Graz zurück, wo er am 14. Februar 1939 von der Gestapo erneut festgenommen wurde. Am 14. Mai 1939 wurde er nach Wien überstellt, von wo er zunächst ins KZ Dachau kam. Vor dort wurde er am 27. September 1939 ins KZ Buchenwald überstellt. Am 24. Oktober 1940 kam er wieder zurück ins KZ Dachau. Bei Misshandlungen im Lager wurde er zum Krüppel geschlagen, sodass er am 22. Jänner 1942 mit einen sog. Invalidentransport nach Hartheim gebracht und dort am 16. Februar 1942 ermordet wurde.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Theodor Maximilian Beer Theodor Maximilian Beer: geboren 12.8.1933 in Graz-Eggenberg, gestorben 16.7.1943 im KZ Sobibor. Theodor Maximilian war der Sohn von Jakob Osias Beer und Frieda Frimet (geb. Schwarz). Vor dem 2. Weltkrieg lebte er mit seinen Eltern in Graz. Während des 2. Weltkriegs gelangte er in die Niederlande, wo er zwischenzeitlich in der Straße Prins Hendrikstraat 21 in Oud-Beijerland, Niederlande, lebte. Vom „Durchgagslager“ Westerbork wurde Theodor Maximilian Beer ins KZ Sobibór deportiert, wo er am 16.007.1943 ermordet wurde.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Theodor Tomsa Theodor Tomsa: geboren 18.9.1892, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Realitätenbesitzers Theodor Tomsa und dessen Ehefrau Anna geboren. Nach dem Tod seines Vaters lebte er mit seiner Mutter in der Steyrergasse 33. Am 21. September 1931 wurde er mit der Aufnahmezahl 36602 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine gesetzliche Vertretung übernahm seine Mutter Anna Tomsa am 24. September 1931. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 3. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Theodor Tomsa wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 3. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen und die Heil- und Pflegeanstalt Bernburg (Sachsen-Anhalt) als Sterbeort angegeben. Seine Urne wurde am 15. März 1941 am Grazer St.-Peter-Friedhof beigesetzt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Theodor Weiss Theodor Weiss: geboren 18.2.1883 in Wien, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Theodor war der Sohn von Daniel und Betti Weiss (geb. Kurz) und der Bruder von Viktoria Weiss, mit der er gemeinsam in der Gartengasse 21 in Graz wohnte. Er war ledig und tätig als Reisender der Firma Schönthal im ersten Wiener Bezirk. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten mussten er, seine Schwester und seine Mutter zwangsweise nach Wien ziehen. Dort lebten sie in der Spitalgasse 9/18 im 9. Bezirk. Am 28. Oktober 1941 wurde er von Wien nach Litzmannstadt deportiert. Theodor Weiss wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Theodor Wippel Theodor Wippel: geboren 6.3.1901 in Garz, gestorben 1941 in Hartheim. Er wurde als unehelicher Sohn der Schneiderin Rosa Wippel geboren und wuchs zunächst bei seiner Großmutter auf. Theodor Wippel studierte nach der Matura in Graz mehrere Semester Neuphilologie. Im Jahr 1925 unternahm er einen Selbstmordversuch und verbrachte einige Wochen in psychiatrischer Behandlung. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Privatlehrer in der Obersteiermark und in Deutschland, wo er Sprachunterricht gab. In dieser Zeit verbrachte er immer wieder einige Wochen in psychiatrischen Heilanstalten. Am 6. Februar 1930 wurde er mit der Aufnahmezahl 35030 erstmals in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen und verbrachte anschließend ein knappes halbes Jahr in dieser Anstalt. In weiterer Folge wurde er 1937 zu vier Monaten und 1939 zu sechs Monaten Kerker wegen Vergehen nach § 129 („Unzucht wider die Natur mit Personen desselben Geschlechts“) verurteilt. Zwischen seinen Inhaftierungen wohnte er in der Mandellstraße 13 bei seiner Mutter. Am 4. Februar 1940 wurde er erneut in die Anstalt „Am Feldhof“ eingewiesen. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 12. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Theodor Wippel im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 10. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Seine Urne wurde am 8. April 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 8B24 beigesetzt.
  • homosexuelleopfer
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Theodora Groh von Theodora von Groh: geboren 2.11.1881, gestorben 1941 in Hartheim. Ihr Vater, der k. u. k. Hauptmann Oswald von Groh hatte am 31. Mai 1880 in Brunnkirchen bei Krems die Besitzertochter Anna Springer geheiratet. Theodora hatte noch zwei jüngere Geschwister: Hermann und Martha von Groh. Ihr Vater, der 1913 in Graz starb, wurde nach seiner Pensionierung im Jahr 1908 noch zum Feldmarschallleutnant (FML) ernannt. Zu diesem Zeitpunkt wohnte die Familie in der Humboldtstraße 21. Nach dem Tod Oswald von Grohs zog die Witwe mit Theodora in die Wormgasse 8/1. Als ihre Mutter am 20. August 1934 starb, wurde Theodora auf Veranlassung ihrer Schwester Martha Moser am 23. August 1934 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie erhielt die Aufnahmezahl 39189 und wurde ab dem 8. März 1935 von ihrem Schwager, dem in Leoben wohnhaften Primararzt Dr. Theodor Moser, gesetzlich vertreten. Bis zu ihrer „Verlegung“ vom „Feldhof“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Theodora von Groh im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Theresia Ferlinz Theresia Ferlinz: geboren 10. 9. 1900 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter von Josef Ferlinz, der als Oberwerkmeister bei der Post tätig war. Am 13. März 1928 wurde Theresia Ferlinz, die als „Hausgehilfin“ bezeichnet wurde, mit der Aufnahmezahl 33193 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Sie litt an epileptischen Anfällen und war zuletzt in einem Obdachlosenasyl in der Münzgrabenstraße 15 untergebracht. Am 22. März 1928 übernahm der Bahnbeamte i. R. Julius Kolb ihre gesetzliche Vertretung. Nach dem 13. Jänner 1941 wurde Theresia Ferlinz in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • jugendlich
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Theresia Heyden Theresia Heyden: geboren 15.3.1905, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war als Pflegling im Städtischen Altenheim in der Altenheimgasse 36 (heute Albert-Schweitzer-Gasse 36) untergebracht. Am 15. Juni 1939 wurde die verheiratete „Gelegenheitsarbeiterin“ mit der Aufnahmezahl 226 schließlich auf die Station 1a der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ verlegt. Bis zu ihrer Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 7. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Theresia Heyden im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 7. April 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Theresia Reindl Theresia Reindl, geb. Stradner: geboren 30.9.1883 in Graben, gestorben 1941 in Hartheim. Am 21. November 1936 wurde sie zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Die Aufnahmezahl lautete 41013. Die als „Invalidengattin“ bezeichnete Theresia Reindl, die zuletzt im Keller der Nibelungengasse 34 gewohnt hatte, wurde am 14. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Theresia Roschitz Theresia Roschitz, geb. Hederer: geboren 4.10.1914 in St. Lambrecht, gestorben 13.10.1944 im KZ Ravensbrück. Theresia Roschitz lebte mit ihrem Mann Adalbert, der am 21. November 1944 in Wien hingerichtet wurde, in Graz und war mit ihm politisch aktiv. Sie wurde gemeinsam mit ihrem Mann im Jänner 1944 von der Gestapo in Graz wegen des Verdachts der Spionage festgenommen und nach Wien überstellt. Von dort wurde sie Ende Juni ins KZ Ravensbrück deportiert, wo sie am 15. Oktober 1944 umkam, wobei offiziell „Lungentuberkulose“ als Grund angegeben wurde.
  • widerstand_individuell
  • weiblich
  • Theresia Vidic Theresia Vidic (Sidi), geb. Kolompar: geboren 9.4.1891 in Csácsbozsok (Ungarn), gestorben 16.3.1944 im KZ Auschwitz. Theresia Vidic, genannt Sidi war mit Josef Vidic verheiratet. Das Ehepaar hatte mit Karl, Alfred und Anton Vidic drei Söhne. Sie lebten mit ihrer Großfamilie in Graz und arbeiteten als Fuhrunternehmer, Pferdehändler und Kutscher. Die Familie war in der Ägydigasse 6 gemeldet. Theresia Vidic wohnte zumindest bis zum 21. September 1940 dort. Am 26. Oktober 1943 wurde sie in das KZ Auschwitz deportiert, wo sie die Häftlingsnummer Z-9569 erhielt. Sie starb dort am 16. März 1944.
  • roma
  • weiblich
  • Theresia Wagner Theresia Wagner: geboren 29.7.1926, gestorben 1941 in Hartheim. Die Tochter einer „Hausgehilfin“ wohnte in der Lagergasse 38/I und wurde am 24. Februar 1937 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre Aufnahmezahl lautete 41241 und als zuständige Heimatgemeinde wurde Graz angegeben. Am 15. Jänner 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde Theresia Wagner im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • jugendlich
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Theresia Zagar Theresia Zagar, geb. Orosel: geboren 4.10.1893 in Johannesberg (Slowenien), gestorben 1941 in Hartheim. Sie war mit dem Buchdrucker Viktor Zagar verheiratet, der am 20. Juli 1932 verstarb. Am 5. November 1936 wurde sie mit der Aufnahmezahl 40957 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie hatte zuletzt in der Strauchergasse 25 gewohnt. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 7. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Theresia Zagar im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Ubald Pasetzky Ubald Pasetzky: geboren 27.3.1926 in Graz, gestorben 1.4.1945 auf der Hebalm. Ubald Pasetzky arbeitete als Buchhalter in Graz, ehe er 1942 zur Wehrmacht eingezogen wurde. Er wurde an der Ostfront verletzt und kam zwecks Genesung nach Graz. Hier kam er mit NS-Gegner in Kontakt, rückte aber wieder zu seiner Einheit nach Innsbruck ein. Am 24. Dezember 1944 hat er – wie es im Gerichtsakt der Division 418 Zweigstelle Innsbruck heißt – „seine Einheit in Innsbruck eigenmächtig verlassen“. Er wurde in der Folge zur Fahndung ausgeschrieben. Pasetzky schloss sich der auf der Koralm aktiven Partisanengruppe an. Ende März 1945 hatte er den Auftrag, als Ortskundiger mit anderen Partisanen nach Graz zu marschieren und aus dem Lazarett Soldaten, die zu den Partisanen fliehen wollten, abzuholen. In der Nähe von Osterwitz wurden sie von Mitgliedern des RAD festgenommen und am 1. April 1945 erschossen.
  • widerstand_politisch
  • jugendlich
  • männlich
  • Valerie Braun Valerie Braun, geb Schweizer: geboren 22.7.1874 in Wien, gestorben 17.10.1942 in Theresienstadt. Valerie war die Tochter von Ignaz und Marie Schweizer. Mit ihrem Ehemann Richard Braun hatte sie die beiden Söhne Carl und Leo. Die Familie wohnte in der Oeverseegasse 29. Von Graz aus mussten sie und ihr Mann Richard zwangsweise nach Wien ziehen, wo sie zunächst in der Halmgasse 2/4 lebten. Zuletzt waren sie wohnhaft in der Haidgasse 10/14. Am 13.08.1942 wurde das Ehepaar Braun von Wien nach Theresienstadt überstellt, wo beide ermordet wurden
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Valerie Matsky Valerie Matsky: geboren 8.4.1883 in Eisenerz, gestorben 18.9.1942 in Maly Trostince. Valerie lebte vor dem 2. Weltkrieg in der Halbärthgasse 10 in Graz und musste dann zwangsweise nach Wien übersiedeln. Am 14. September 1942 wurde sie von Wien nach Maly Trostinec deportiert und dort sofort nach ihrer Ankunft ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Valeska Türner Valeska Türner: geboren 18.3.1888 in St. Petersburg (Rußland), gestorben 10.2.1942 in Bernburg an der Saale. Valeska Türner gehörte ab 1919 der KPÖ an und war für kurze Zeit auch die steirische Obfrau der Partei. In den 1920er Jahren war die Lehrerin innerhalb der Sozialdemokratischen Frauen- und Lehrerorganisation aktiv, ehe sie 1934 aus politischen Gründen vom Schuldienst suspendiert wurde. Die Gestapo verhaftete sie am 27. September 1938 im Zuge einer gegen bekannte Kommunisten gestarteten Verhaftungsaktion. Die Gestapo überstellte sich in der Folge ins KZ Lichtenburg, von wo sie im März 1939 ins KZ Ravensbrück kam. Anfang Februar 1942 wurde sie in die NS-Euthanasie-Anstalt Bernburg an der Saale eingeliefert, wo sie am 10. Februar 1942 ermordet wurde. In einem Schreiben des SS-Standortarztes im KZ Ravensbrück heißt es, sie sei am 4. Februar 1942 mit einer Lungenentzündung ins Krankenrevier eingeliefert worden, wo sich der Zustand verschlechtert habe und sie am 7. Februar 1942 gestorben sei.
  • widerstand_politisch
  • weiblich
  • Vera Pour Vera Pour: geboren 25.4.1912, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des späteren Bundesbahn-Instruktors Eugen Pour und seiner Ehefrau Rosa. Die Familie wohnte in der Hamerlingstraße 4 (heute: Am Schönborngrund 4). Am 1. Oktober 1932 wurde sie mit der Aufnahmezahl 37604 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Ihre gesetzliche Vertretung übernahm ihre Mutter Rosa Pour. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Vera Pour im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Viktor Bozic Viktor Bozic: geboren 23.7.1899 in Muta (Slowenien), gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er wurde in der damaligen Untersteiermark als unehelicher Sohn der Wirtschafterin Terezija Bozic geboren. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete er als Former und Metallgießer in Graz. Am 8. März 1925 heiratete er in Graz-Kalvarienberg Stefanie Krenosz, die am 20. Oktober 1905 in Graz geboren worden war. Das Ehepaar wohnte in der Grazbachgasse 59, bevor Viktor Bozic am 5. Mai 1937 mit der Aufnahmezahl 41401 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen wurde. Die Scheidung von seiner Ehefrau erfolgte nach einem Urteil des Landesgerichts für ZRS am 9. September 1938. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Er wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Viktor Mermelstein Viktor Mermelstein: geboren 23.2.1870 in Mukatschewe (Ukraine), gestorben 7.4.1943 in Theresienstadt. Viktor Mermelstein war verheiratet mit Regina (geb. Stern) und gemeinsam hatten sie die beiden Kinder Margaretha und Samuel. Der Kaufmann wohnte in der Absengerstraße 10 in Graz und musste nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo er zuletzt in der Zirkusgasse 25/4 wohnte. Am 28. Juli 1942 wurde er von Wien nach Theresienstadt deportiert, wo er ums Leben kam.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Viktoria Schick Viktoria Schick: geboren 9.12.1909 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Schlossergehilfen Franz Schick und der Köchin Maria Horvat. Am 24. Februar 1938 wurde sie auf Veranlassung von Dr. Hans Macher mit der Aufnahmezahl 42031 mit dem Rettungsdienst in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Sie wohnte zuletzt in der Lissagasse 2/III und wurde am 14. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Viktoria Weiss Viktoria Weiss: geboren 04.11.1887 in Wien, gestorben 21.8.1942 in Maly Trostinec. Viktoria war die Tochter von Daniel und Betti Weiss (geb. Kurz) und die Schwester von Theodor Weiss, mit dem sie gemeinsam in der Gartengasse 21 in Graz wohnte. Sie war als Näherin in Graz tätig. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten mussten sie, ihr Bruder und ihre Mutter zwangsweise nach Wien ziehen. Dort lebten sie in der Spitalgasse 9/18 im 9. Bezirk. Am 17. August 1942 wurde sie von Wien nach Maly Trostinec deportiert, wo sie sofort nach ihrer Ankunft ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Vilma Löwinger Vilma Löwinger: geboren 28.10.1865, gestorben in Theresienstadt. Über Vilma Löwinger sind bislang nur wenige Informationen bekannt. Sie wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Schillerstraße 2 in Graz und musste nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten zwangsweise nach Wien übersiedeln, wo sie zuletzt in der Praterstraße 25a/30 wohnhaft war. Am 28. Juli 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Vinzenz Quitt Vinzenz Quitt: geboren 31.12.1872 in Graz-Waltendorf, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn von Michael Quitt und dessen Ehefrau Josefa, geb. Greiner. Der verwitwete Wagnermeister heiratete am 18. Februar 1906 Mathilde Schnideritsch. Das Ehepaar wohnte in der Waltendorfer Hauptstraße 19. Am 27. September 1928 versuchte Vinzenz Quitt, seine Ehefrau mit einem kürzlich erworbenen Revolver zu erschießen und anschließend Selbstmord zu begehen. Beide überlebten schwer verletzt. Seine Einweisung in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ erfolgte am 28. November 1928 mit der Aufnahmezahl 33907. Die Übernahme seiner gesetzlichen Vertretung erfolgte durch seine Ehefrau am 5. Februar 1929. Am 12. Februar 1941 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde Vinzenz Quitt im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Walter Fuchs Walter Fuchs: geboren 15.5.1910 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Über Walter Fuchs sind nur wenige Informationen bekannt. Er war der Sohn von Oskar und Gabrielle Fuchs, geb. Pick und lebte vor dem 2. Weltkrieg in Graz. Über sein weiteres Schicksal ist nur bekannt, dass sie während der Shoah ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Walter Gerdes Dr. Walter Gerdes: geboren 4.4.1902 in Graz, gestorben 12.9.1940 im KZ Buchenwald. Walter Gerdes studierte in Graz Rechts- und Staatswissenschaften und war Mitglied der Studentenverbindung „Winfridia“. Nach seiner Promotion 1927 arbeitete er bis 1930 bei der BH Liezen, danach bei der BH Feldbach und der BH Weiz. In Weiz kam es 1932 auch zu ersten Auseinandersetzungen mit den dortigen Nazis. Nach der Ausschaltung der Demokratie in Österreich 1934 war Gerdes in Weiz Bezirksleiter der Vaterländischen Front. Der zukünftige Schwiegersohn des ehemaligen Bundespräsidenten Wilhelm Miklas wurde nach der Machtübernahme der Nazis im März 1938 festgenommen und kam mit dem ersten Buchenwaldtransport am 25. September 1938 ins Konzentrationslager, wo er zunächst ein als „prominent“ titulierter Polizeihäftling war. Ab März 1939 war er in Buchenwald nur mehr „einfacher Schutzhäftling“, der am 12. September 1940 – wie es offiziell hieß – „auf der Flucht erschossen“ wurde.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Walter Guttfeld Walter Guttfeld: geboren 16.1.1904 in Legnica (Polen), Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Walter war der Sohn von Moritz und Rosalie Guttfeld und war verheiratet mit Rita (geb. Seiter). Er war tätig als Elektro-Monteur und Textilverkäufer und lebte zunächst in Triest und Magdeburg ehe er zwischen 1936 und 1938 in Graz wohnhaft war. Seit März 1938 lebte er in Wien zunächst in der Großen Schiffgasse 22/2 und zuletzt in der Oberen Donaustraße 87. Am 20. Oktober 1939 wurde er von Wien nach Nisko am San deportiert. Walter Guttfeld wurde während der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Walter Kodolitsch Walter Kodolitsch: geboren 5.2.1899 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sein Vater, der k. u. k. Oberleutnant Theodor von Kodolitsch hatte 1898 die Musiklehrerin und Komponistin Michaela Wunderbaldinger geheiratet. Im Jahr 1899 zog die Familie nach Lemberg, wo Theodor von Kodolitsch in der Intendantur tätig war. Nach dessen Tod im Jahr 1919 zog die Familie wieder nach Graz. In Lemberg und nach dem Tod ihres Ehemannes in Graz führte Michaela Kodolitsch, die am 11. Jänner 1935 starb, ein für Kunst und Kultur offenes Haus am Lendkai 31/II. Sie hinterließ zahlreiche Kompositionen, vor allem Lieder und Klavierwerke. Am 30. August 1934 wurde Walter Kodolitsch, der als Kanzleivolontär tätig war, mit der Aufnahmezahl 39151 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zuvor lebte er im Haus seiner Mutter am Lendkai 31/II. Seit dem 6. August 1934 wurde er von dem im Ruhestand befindlichen Oberst Karl Eder gesetzlich vertreten. Bis zu seiner „Verlegung“ vom „Feldhof“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 12. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Walter Kodolitsch im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Walter Stukart Walter Stukart: geboren 7.1.1903 in Wien, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Walter war der Sohn von Sohn von Wilhelm Stukart und Katharina Beutler. Er wohnte vor dem 2. Weltkrieg in der Prankergasse 33 in Graz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten dürfte er in Richtung Frankreich geflohen sein. Am 04. September 1942 wurde er von Drancy nach Auschwitz deportiert. Walter Stukart wurde im Zuge der Shoah ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Walter Teich Walter Teich: geboren 20.6.1926 in Graz, gestorben in Kielce. Walter war der Sohn von Osias (Oskar) und Eugenie Teich (geb. Spielmann). Vor dem 2. Weltkrieg wohnte die Familie am Griesplatz 14 in Graz. Nach der Machtübernahme mussten zumindest die Mutter Eugenie Teich und ihre Kinder Gertrud, Herbert und Walter Teich nach Wien ziehen. Dort lebte Walter zunächst in einem Waisenhaus für jüdische Knaben und Mädchen in der Bauernfeldgasse 40, ehe bei seiner Mutter und seinen Geschwistern in der Franz-Hochedlinger-Gasse 8 in Wien wohnhaft war. Am 19. Februar 1941 wurden Eugenie Teich und ihre Kinder Gertrud, Herbert und Walter nach Kielce deportiert und dort ermordet.
  • jugendlich
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Wilhelm Blüh Wilhelm Blüh: geboren 4.10.1880 in Visoka (Kroatien), gestorben 1941 in Ljubljana (Slowenien). Wilhelm Blüh war der Sohn von Moritz Blüh und Regina (geb. Taussig). Am 21.12.1909 heiratete er in der Grazer Synagoge seine erste Ehefrau Adele (geb. Wurmfeld). Gemeinsam hatten sie die Kinder Hans, Gertrude und Alfred. Wilhelm Blüh hatte seit 1909 einen Gewerbeschein für eine Ledergroßhandlung. Nach dem Tod seiner Ehefrau Adele am 1.8.1922 heiratete er im Jahr 1926 Olga (geb. Fleischer)- Bis 1938 betrieb er in Graz ein Lederhandelsgeschäft und eine Schuhoberteilfabrik in der Annenstraße 31. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurden die Betriebe und das Haus „arisiert“, er selbst kam nach dem Novemberpogrom ins KZ Dachau. Im Dezember 1938 endete die Schutzhaft und er kehrte nach Graz zurück. Im April 1939 gelang die Flucht nach Jugoslawien, wo er und seine Frau Olga allerdings verschleppt wurden und 1941 Zwangsarbeit im Lager Jastrebarsko verrichten mussten. Ihnen gelang die Flucht, allerdings starb Wilhelm Blüh 1941 in Ljubljana durch einen Herzinfarkt aufgrund der Strapazen der Inhaftierungen, der Flucht und der Zwangsarbeit.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Wilhelm Droll Wilhelm Droll: geboren 14.5.1910 in Wien, gestorben 12.3.1945 im KZ Mittelbau-Dora. Wilhelm Droll war ein Vermessungstechniker in Graz, der sich am 28. August 1943 von einem Transport zu seiner Einheit, der Aufklärungs-Ersatz-Abteilung 2, „unerlaubt von seiner Einheit entfernt hat.“ Nach seiner Desertion versteckte er sich längere Zeit in den Bergen bzw. in Wien. Mitte Mai 1944 wurde er in Wien von der Gestapo verhaftet und am 29. August 1944 vom Gericht der Division z.b.V 438, Zweigstelle Graz, wegen Fahnenflucht zu 15 Jahren Zuchthaus und Wehrunwürdigkeit verurteilt. In der Folge wurde er ins KZ Buchenwald überstellt. Von dort kam er im Herbst 1944 ins KZ Sachsenhausen und später ins KZ Mittelbau-Dora, wo er am 12. März 1945 umkam.
  • männlich
  • widerstand_deserteure
  • Wilhelm Fritsch Wilhelm (Ritter von) Fritsch: geboren 29.3.1906 in Wien, gestorben 8.11.1944 in Wien. Fritsch war zunächst Barmusiker und Angestellter, ehe er im September 1939 eine Anstellung als Finanzbeamter in Graz bekam. In der Gaststätte Milchmariandl gab es einen politischen Stammtisch, zu dem neben Fritsch auch der Finanzinspektor Karl Manninger und Kurt Grabenhofer gehörten. Im Jahr 1943 war ihnen bewusst, dass Deutschland den Krieg nicht mehr gewinnen wird und die Gruppe, zu der bald auch noch andere Personen gehörten, beschloss, bewaffnete Gruppen zu bilden, die zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs der NS-Herrschaft die Macht übernehmen und die Monarchie wieder herstellen sollten. Fritsch übernahm die politische Führung dieser Organisation. Um die Jahreswende 1943/44 kam es zur Verhaftung der Mitglieder. Fritsch wurde vom Volksgerichtshof in Graz am 19. Juli 1944 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 8. November 1944 in Wien hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Wilhelm Johannes Kapistran Pieller DDDr. Wilhelm (Johannes Kapistran) Pieller: geboren 30.9.1891 in Wien, gestorben 15.4.1945 in Stein an der Donau. Pieller wurde 1909 in Graz als Franziskanernovize eingekleidet. Hier wirkte er neben seinem Studium auch als Studentenseelsorger. Ab 1940 war er Rektor der Klosterschule in Eisenstadt. Die Gestapo nahm ihn am 23. August 1943 wegen Unterstützung der „Antifaschistischen Freiheitsbewegung Österreichs“ fest. Am 11. August 1944 verurteilte der Volksgerichtshof Pieller wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Nach der Überstellung der zum Tode verurteilten Häftlinge von Wien nach Stein an der Donau erschoss die SS Pieller am 15. April 1945 mit 43 weiteren Personen in Stein.
  • widerstand_religiös
  • männlich
  • Wilhelm Neumann Wilhelm Neumann: geboren 3.7.1860 in Murska Sobota, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Wijlhelm war der Sohn von Simon und Netti Neumann (geb. Rabenstein) und war verheiratet mit Regine Neumann (geb. Rosenberger). Gemeinsam hatten sie die Kinder Gyungeijike und Paul. Mit ihrem Mann wohnte sie zunächst in der Jakoministraße 51 und dann ab Juni 1937 in der Mandellstraße 36/II in Graz. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten mussten Regine und Wilhelm Neumann mehrmals in Graz umziehen, ehe sie im Februar 1939 zwangsweise nach Wien umgesiedelt wurden. In Wien lebten sie zuletzt in einem Altersheim in der Großen Schiffgasse 3. Während Regine Neumann nach Theresienstadt deportiert und dort ums Leben kam, ist über Wilhelm Neumann nur bekannt, dass er während der Shoah ermordet wurde.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Wilhelm Paur Wilhelm Paur: geboren 26.5.1885 in Groß Haselbach, gestorben 2.3.1945 im KZ Dachau. Der Handelsvertreter Wilhelm Paur wurde am 15. Juli 1940 von der Gestapo festgenommen und nach zwei Wochen am 2. August 1940 wieder frei gelassen. Am 9. Juni 1944 wurde er erneut von der Gestapo festgenommen, die ihn am 1. August 1944 ins Zuchthaus Karlau überstellte. Von dort wurde er am 6. Jänner 1945 als Schutzhäftling ins KZ Dachau deportiert, wo er am 4. März 1945 umkam.
  • männlich
  • NS-Gegnerschaft
  • Wilhelm Repitsch Wilhelm Repitsch: geboren 15.5.1898 in Klagenfurt, gestorben 1941 in Hartheim. Er wurde als unehelicher Sohn der Köchin Margareta Schuschnig geboren. Nach ihrer Hochzeit mit dem k. k. Postamtsdiener Simon Repitsch am 15. April 1907 in Graz-St. Leonhard erkannte dieser Wilhelm als seinen leiblichen Sohn an. Wilhelm Repitsch, der die Handelsakademie in Graz absolviert und zuletzt in der Liebiggasse 18/III gewohnt hatte, wurde Ende Juni 1919 zusammen mit einem Komplizen wegen Mordes verhaftet. Sie hatten am 7. April 1919 in Rudersdorf bei Fürstenfeld den Einkäufer Josef Smida aus Knittelfeld in einer Scheune in einen Hinterhalt gelockt, um ihn zu berauben. Repitsch schoss Smida in den Hinterkopf und entsorgte die Leiche zusammen mit seinem Komplizen in einem Bach. Nachdem sie die Beute, rund 50.000 Kronen, in Wien verprasst hatten, planten beide einen weiteren Raubmord. Im Februar 1920 wurde Wilhelm Repitsch wegen Raubmordes zu 15 Jahren schweren Kerker verurteilt. Er verbüßte seine Strafe in Graz-Karlau, wo er 1924 versuchte, einen Gefangenenwärter zu erwürgen. Am 17. August 1928 wurde Wilhelm Repitsch mit der Aufnahmezahl 33360 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Am 3. Februar 1941 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 23. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
  • männlich
  • euthanasieopfer
  • Wilhelm Stany Wilhelm Stany: geboren 28.5.1909 in Graz, gestorben 10.1.1944 in Graz. Wilhelm Stany, der nie Mitglied einer politischen Partei war, erhielt 1941 eine Arbeit als Hilfsarbeiter in der Grazer Waggonfabrik, nachdem er zuvor jahrelang aus gesundheitlichen Gründen ohne Beschäftigung war. Er wurde im Sommer 1941 von dem mit ihm befreundeten Johann Stelzer angesprochen, Familien von politisch Verfolgten im Rahmen der „Roten Hilfe“ zu unterstützen. Stany spendete Geld und warb weitere Mitglieder für diese Organisation. Am 3. Mai 1943 verhaftete ihn die Gestapo. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 21. Oktober 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Er wurde am 10. Jänner 1944 in Graz hingerichtet.
  • widerstand_politisch
  • männlich
  • Wilhelmine Bauer Wilhelmine Bauer: geboren 1.5.1896 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie arbeitete als Schneiderin und legte im April 1925 erfolgreich ihre Meisterprüfung im Damenkleidermachergewerbe ab. Als letzte Wohnadresse wurde der Schönaugürtel 62 angegeben, als sie am 6. März 1929 mit der Aufnahmezahl 34125 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ bei Graz eingeliefert wurde. Seit dem 24. April 1929 war Rosalia Bauer, ebenfalls wohnhaft am Schönaugürtel 62, als ihre gesetzliche Vertreterin eingetragen. Bis zu ihrer „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 12. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Sie wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach ihrer Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 17. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
  • weiblich
  • euthanasieopfer
  • Wilma Hermine Geist Wilma Hermine Geist: geboren 2.5.1875 in Nagysahany (Ungarn), gestorben 1942 in Treblinka. Wilma Hermine war die Tochter von Lipót und Katalin Géber (geb. Herzer). Sie war verheiratet mit Salamon Geist und die Mutter von Leopold und Clari (verh. Geist-Zausmer). Vor ihrer Übersiedlung nach Wien wohnte sie in der damaligen Roseggergasse 5 in Graz (fünf Gassen, die bis 1949 in Graz so hießen). Zuletzt wohnte sie in der Rembrandtstraße 17/27 in Wien, von wo sie am 14. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und von dort am 23. September 1942 nach Treblinka überstellt wurde, wo sie umkam.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Wolf Brühl Wolf Brühl: geboren 1.12.1880 in Jarosław (Polen), gestorben 1943 in Auschwitz. Wolf Brühl war Kaufmann in Graz und heiratete Marie (geb. Taschner), mit der er seine beiden Kinder Leopold und Kurt David hatte. Bis 1938 lebte er in der Schmiedgasse 12 in Graz und floh nach der NS-Machtübernahme nach Frankreich. Am 2. März 1943 wurde er vom französischen Lager Drancy nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Yaakov Hoffman Yaakov Hoffman: geboren 1899 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Über Yaakov Hoffman sind nur wenige Informationen bekannt. Er war der Sohn von Shlomo und Sara Hoffman und ein Musiklehrer in Graz. Er wurde während der Shoah vermutlich in Polen ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Yichak Danziger Yichak Danziger: geboren 1914 in Graz, Todesdatum und Sterbeort unbekannt. Über Yichak Danziger ist wenig bekannt. Er war der Sohn von Faivel Danziger und lebte wohl vor und während des 2. Weltkriegs in Graz. Über sein Todesdatum und seinen Sterbeort ist nichts bekannt.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Zoltan Latzer Zoltan Latzer: geboren 10.3.1890 in Güssing, gestorben 1942 in Auschwitz. Zoltan Latzer war der Sohn von Heinrich und Sidonie Latzer (geb. Löffler). Sein Vater verstarb bereits im Jahr 1936. Der Beamte wohnte in der Pestalozzistraße 1 in Graz, ehe er 1938 aus Graz nach Italien und dann weiter nach Frankreich floh. Am 2. September 1942 wurde er von Drancy nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • männlich
  • Zora Goldberger Zora Goldberger: geboren 20.12.1903 in Zagreb, gestorben in Izbica. Sie war die Tochter von Moritz Goldberger und Lenke. Seit 1909 war sie mit ihren Eltern nach Graz gezogen und ab 1918 in der Kinkgasse 5 wohnhaft. Im Jahr 1925 beging ihr Vater Moritz Selbstmord. Zora war seit 1925 als Bürobeamtin bei der Firma Alois Knotz in der Landhausgasse 7 beschäftigt. Mit ihrer Mutter Lenke zog sie 1930 in die Schörgelgasse 18/1 in Graz um. Im Jahr 1938 floh sie von hier gemeinsam mit ihrer Mutter nach Tschechien. Am 24. April 1942 wurden Mutter und Tochter von Prag nach Theresienstadt deportiert und am 27. April 1942 nach Izbica überstellt, wo beide ermordet wurden.
  • jüdischeopfer_jüdisch
  • weiblich
  • Zora Pollak Zora Pollak, geb. Bergstein: geboren 4.8.1891 in Varaždin (Kroatien), gestorben 17.5.1944 in Auschwitz. Zora war die Tochter von Sandor und Charlotte Bergstein (geb. Spitzer) und die Frau des Ing. Gustav Pollak, mit dem sie bis Sommer 1939 in Graz lebte. Gemeinsam hatten sie die Kinder Lotte und Otto und die Familie lebte zunächst in der Klosterwiesgasse 65 und ab 1937 an der Adresse Rosenberggürtel 48 in Graz. Im Sommer 1939 wurden sie und ihr Mann nach Wien zwangsübersiedelt und lebten zuletzt in einer Sammelwohnung in der Ferdinandstraße 13, von wo sie am 24. September 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden, wo ihr Mann im November 1942 starb. Zora Pollak wurde am 16. Mai 1944 nach Auschwitz überstellt, wo sie unmittelbar nach der Ankunft ermordet wurde.
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  • weiblich