Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Berthold Johne

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Biografie

Berthold Johne: geboren 29.1.1911 in Graz, gestorben 16.6.1943 in Wien. Johne arbeitete als Monteur im LKH Graz, wo er versuchte eine kommunistische Organisation aufzubauen und dabei u.a. auch Paula Fuhrmann (Wallisch) ansprach. 1940 wurde er zunächst zur Wehrmacht eingezogen, ehe er im September 1941 zur Polizeireserve kam, die nach Slowenien zum Partisaneneinsatz geschickt wurde. Aus Slowenien schrieb er an seine Frau Briefe, in denen er auch Fotos von den NS-Verbrechen mitschickte, mit der Bitte, diese herumzuzeigen, damit man sehen kann, welche Verbrechen die Deutschen begehen. Dies wurde denunziert, sodass Johne am 13. Jänner 1942 von der Gestapo Graz „wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Zersetzung der Wehrkraft, welche Handlungen er als Angehöriger der Schutzpolizei der Reserve begangen hat“ verhaftet wurde. Ende Februar 1942 wurde Johne nach Wien überstellt, wo er am 11. Juni 1942 vom Obersten SS- u. Polizeigericht zum Tode verurteilt und am 16. Juni 1942 hingerichtet wurde.

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