Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Klementine Narodoslavsky

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Biografie

Klementine Narodoslavsky: geboren 22.11.1887 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter der Eheleute Ambros und Thekla Narodoslavsky. Der Vater war Alleinverdiener, die soziale Situation mit 11 Kindern dementsprechend schwierig. Klementine begann eine Lehre als Modistin (Hutmacherin) und erblindete während der Ausbildung fast vollständig, weshalb sie diese auch krankheitsbedingt abbrach. Später gewann sie ihr Augenlicht wieder zurück und arbeitete nach dem Tod ihres Vaters ab 1914 als Hilfsarbeiterin, später als Kanzleihilfskraft. Anfang der 1920er Jahre ging sie eine Lebensgemeinschaft mit dem bereits verheirateten Militärbediensteten Oskar Kreisler ein. Sie bekam 2 Kinder (Hertha 1923 und Alfred 1932). Klementine litt an einer Nervenkrankheit und es wurde bei ihr eine Form der Psychose diagnostiziert. Am 12. Mai 1936 wurde sie mit der Aufnahmezahl 40547 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten wurde sie am 20.1.1941 nach Hartheim „verlegt“. Ihre Familie setzte alles daran, Klementine aus der Anstalt zu befreien. Tatsächlich wurde Klementine aber in Hartheim getötet und ihr Totenschein nennt den 10. Februar 1941 als ihr fiktives Sterbedatum. Ihre Urne wurde am 28. Februar 1941 auf dem Grazer Zentralfriedhof bestattet.

Gedenkzeichen für Klementine Narodoslavsky (1)

Das Bild zeigt den Stolperstein für Klementine Narodoslavsky

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  • Name: Klementine Narodoslavsky (person description)
  • Datum: 2026
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