Franz Strobl
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Biografie
Franz Strobl: geboren 6.5.1906 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sein Vater, ebenfalls Franz Strobl, geboren am 14. September 1881 in Graz, war von Beruf Elektrotechniker und hatte am 16. Oktober 1904 die Erzieherin Stefanie Kedoves, geboren am 25. Oktober 1875 in Bukarest, geheiratet. Franz Strobl jun. arbeitete als Hilfsarbeiter und wohnte in der Peterstalstraße 40. Er hatte bereits einige Zeit in Heilanstalten verbracht, als er aus der Anstalt entwich. Am 2. Jänner 1935 wurde er nach der Flucht in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ gebracht und dort mit der Aufnahmezahl 39450 registriert und am 14. Februar 1935 in die Heilanstalt der Barmherzigen Brüder nach Kainbach verlegt. Bis zu seiner „Überstellung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 2. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Franz Strobl im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 2. April 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
Verbundene DERLA-Zeichen:
