Friedrich Schöninger
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Biografie
Friedrich Schöninger: geboren 3.8.1893 in Altenmarkt bei Leibnitz, gestorben 8.9.1942 im KZ Dachau. Der verheiratete Melker lebte seit 1936 in Graz. Bereits dreimal wegen „widernatürlicher Unzucht“ vorbestraft, wurde er im Jahr 1938 wieder zum Gegenstand von Ermittlungen der Kriminalpolizei und gab dort an, homosexuell zu sein und mehrere Männer verführt zu haben. Am 15. Februar 1939 wurde er in Graz wegen § 129 Ib zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Er wurde zur Strafverbüßung in verschiedene Emslandlager geschickt. Vom Lager Börgermoor kam er im September 1940 zurück zur Gestapo nach Graz. Schöninger wurde jedoch nach Verbüßung der Haftstrafe nicht freigelassen, sondern am 22. Februar 1941 in das KZ Dachau überstellt, von wo er in der Folge in die Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen kam. Bereits im KZ Ravensbrück an Tuberkulose erkrankt, wurde er am 6. August 1942 in die Tuberkulosestation des KZ Dachau überführt, wo er einen Monat später am 8. September 1942 starb.
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