Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Matthias Urdl

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Biografie

Matthias Urdl, geboren 23.3.1869 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Gastwirts Mathias Urdl und dessen Ehefrau Klara, geb. Bucher. Matthias Urdl war akademischer Maler und heiratete am 30. Mai 1896 in Wien Helena Herneth, geboren am 8. August 1858 in Retz. Spätestens seit 1907 lebte das Ehepaar in der Plüddemanngasse 54 in Graz. Matthias Urdl war in mehreren Vereinen aktiv tätig, darunter im Steirischen Esperantistenverein und in der Grazer Ido-Gesellschaft. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau am 26. November 1920 heiratete er am 20. Oktober 1923 in der Grazer Stadtpfarrkirche die Schriftstellerin Maria Maschek. Am 10. Jänner 1925 wurde er mit der Aufnahmezahl 30062 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als sein gesetzlicher Vertreter war ab dem 22. November 1935 der Amtsrat i. R. Ignatz Griengl eingetragen. Am 10. Juli 1940 wurde Matthias Urdl zunächst in die Heilanstalt der Barmherzigen Brüder nach Kainbach überstellt und am 13. Februar 1941 in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.

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