Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Walter Kodolitsch

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Biografie

Walter Kodolitsch: geboren 5.2.1899 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sein Vater, der k. u. k. Oberleutnant Theodor von Kodolitsch hatte 1898 die Musiklehrerin und Komponistin Michaela Wunderbaldinger geheiratet. Im Jahr 1899 zog die Familie nach Lemberg, wo Theodor von Kodolitsch in der Intendantur tätig war. Nach dessen Tod im Jahr 1919 zog die Familie wieder nach Graz. In Lemberg und nach dem Tod ihres Ehemannes in Graz führte Michaela Kodolitsch, die am 11. Jänner 1935 starb, ein für Kunst und Kultur offenes Haus am Lendkai 31/II. Sie hinterließ zahlreiche Kompositionen, vor allem Lieder und Klavierwerke. Am 30. August 1934 wurde Walter Kodolitsch, der als Kanzleivolontär tätig war, mit der Aufnahmezahl 39151 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Zuvor lebte er im Haus seiner Mutter am Lendkai 31/II. Seit dem 6. August 1934 wurde er von dem im Ruhestand befindlichen Oberst Karl Eder gesetzlich vertreten. Bis zu seiner „Verlegung“ vom „Feldhof“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 12. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach seiner Überstellung wurde Walter Kodolitsch im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.

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  • Name: Walter Kodolitsch (person description)
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