Raimund Tschmelitsch
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Biografie
Raimund Tschmelitsch: geboren 21.9.1889, gestorben 1941 in Hartheim. Er wurde am 21. September 1889 geboren. Der wegen Diebstahls und versuchter Notzucht vorbestrafte und arbeitslose Handelsgehilfe wohnte in der Georgiegasse 16. Am 5. Dezember 1930 wurde er mit der Aufnahmezahl 35783 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seine gesetzliche Vertretung übernahm Rudolfine Tschmelitsch am 14. Jänner 1933. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 3. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Raimund Tschmelitsch wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 24. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Seine Urne wurde am 31. August 1942 am Grazer Urnenfriedhof in einem Sammelgrab beigesetzt.
Verbundene DERLA-Zeichen:
