Johann Kleindl
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Biografie
Johann Kleindl: geboren 26.8.1905, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er war ohne Beruf und lebte zuletzt bei seinem Vater, dem Nachtwächter Johann Kleindl, in der Mittelgasse 4/II (heute Hanuschgasse 4/II). Am 28. September 1927 wurde er mit der Aufnahmezahl 32767 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Bereits seit dem 14. Juni 1926 hatte sein Vater Johann Kaindl seine gesetzliche Vertretung inne. Im Laufe der Jahre wurde Johann Kleindl mehrfach zwischen den Heilanstalten Kainbach und Messendorf transferiert und schließlich nach Graz zurücküberstellt. Am 14. Oktober 1940 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz verlegt. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach seiner Überstellung wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 14. November 1940 als fiktives Sterbedatum eingetragen und die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Grafeneck (Baden-Württemberg) als Sterbeort angegeben. Seine Urne wurde am 3. Dezember 1940 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 11C205 beigesetzt.
Verbundene DERLA-Zeichen:
