Blasius Köck
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Biografie
Blasius Köck: geboren 2.2.1885 in Wolfsgruben, gestorben 6.4.1945 in Stein an der Donau. Köck gehörte seit seiner Jugend sozialdemokratischen Organisationen bzw. der Sozialdemokratischen Partei an. So war der Wärter im Tierasyl u.a. Obmann der Naturfreunde und führend im Republikanischen Schutzbund bzw. der Freien Gewerkschaft tätig. Als Richard Zach 1940 in Graz eine kommunistische Widerstandsgruppe aufbaute und die Zeitschrift „Der rote Stoßtrupp“ herausgab, gelangten einzelne Ausgaben davon über Peter Kothgasser auch an Köck. Als Teile der Gruppe um Zach 1941 zur Wehrmacht einrücken mussten, übergaben sie Köck u.a. das Vervielfältigungspapier und die Stempel. Köck wurde Ende des Jahres 1941 verhaftet und am 19. Mai 1943 in Graz vom Senat für Hoch- und Landesverrat am OLG Wien wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Stein an der Donau verbüßte. Anlässlich des Massakers im Zuchthaus Stein wurde er wie hunderte andere Gefangene am 6. April 1945 erschossen.
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