Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

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Franz Schwarzl

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Biografie

Franz Schwarzl: geboren 25.12.1897 in Graz, gestorben 23.3.1943 im KZ Gusen. Der Sohn eines höheren Beamten studierte zunächst vier Semester Pharmazie, heiratete und ließ sich in Deutschland als Apothekenassistent nieder. 1936 gab es gegen den mittlerweile geschiedenen Schwarzl in Danzig bzw. in Hamburg Verfahren wegen „widernatürlicher Unzucht“. Der zu zwei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilte Schwarzl wurde nach verbüßten 15 Monaten aus dem Deutschen Reich ausgewiesen und kehrte im November 1937 nach Graz zurück. Hier wurde er im Dezember 1939 angezeigt, da er mehrmals Sex mit einem 19-jährigen Lagerarbeiter in seiner Wohnung in der Rechbauerstraße 3 gehabt hatte. Am 20. März 1940 wurde er in Graz wegen „Unzucht wider die Natur desselben Geschlechts“ nach §129Ib zu einem Jahr schweren Kerker verurteilt. Auf Anweisung der Kriminalpolizeistelle Graz kam er im Februar 1941 zunächst in das KZ Dachau und von dort am 11. März 1941 in das KZ Mauthausen, Außenlager Gusen, wo er am 23. März 1943 starb.

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