Johann Maier
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Biografie
Johann Meier: geboren 26.11.1896 in Burgegg bei Deutschlandsberg, gestorben 1940/1941 in Hartheim. Er arbeitete als Schlossergehilfe in der Grazer Brückenbau-Anstalt in Eggenberg. Am Abend des 5. Jänner 1930 brach er in die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin Maria Matschek ein. Diese hatte die Beziehung wenige Wochen zuvor beendet und ihn aus der Wohnung gewiesen. Meier stützte sich auf sie, stach mit einem Messer auf sie ein und würgte sie. Anschließend verband er die Schwerverletzte und ging am nächsten Morgen normal zur Arbeit. Johann Meier wurde noch am Vormittag desselben Tages verhaftet. Im Anschluss sind mehrere Aufenthalte in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ belegt. Am 7. Juni 1940 wurde er schließlich mit der Aufnahmezahl 1259 erneut in diese Anstalt eingewiesen. Johann Meier hatte zuletzt in der Westgasse 188 gewohnt. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 14. Oktober 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach der Überstellung wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 14. November 1940 als fiktives Sterbedatum eingetragen und die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Grafeneck (Baden-Württemberg) als Sterbeort angegeben. Seine Urne wurde am 25. November 1940 auf dem Grazer Zentralfriedhof in Grab 8C1 beigesetzt.
Verbundene DERLA-Zeichen:
