Johann Schleich
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Biografie
Johann Schleich: geboren 5.8.1919 in St. Peter bei Graz, gestorben 4.1.1945 in Graz. Schleich arbeitete nach der Schule als Maschinenarbeiter im Steyr-Daimler-Puchwerk in Graz, wo er 1938 führend beim Aufbau von Widerstandszellen der KPÖ im Betrieb beteiligt war. Im Jänner 1939 verhaftete ihn die Gestapo und er wurde zu einem Jahr und fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Nach der Haftentlassung arbeitete er in Donawitz und Judenburg, wo er ab 1943 am Neuaufbau der KPÖ mitwirkte. Als Judenburger Vertreter der KPÖ war er bei der Gründung der Partisanengruppe Leoben/Donawitz dabei, die unter dem Namen „Österreichische Freiheitsfront“ (ÖFF) 1944 den bewaffneten Kampf aufnahm. Er war innerhalb der ÖFF auch für die Verbindung zu den Bauern zuständig und verfasste an sie gerichtete Flugblätter. In der Nacht vom 27. auf den 28. April 1944 wurde Schleich mit anderen bei einem Feuergefecht, bei dem er angeschossen wurde, von der Gestapo verhaftet. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 14. November 1944 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tod. Am 4. Jänner 1945 wurde Schleich in Graz hingerichtet.
Verbundene DERLA-Zeichen:
