Anna Griesseier
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Biografie
Anna Grießeier: geboren 2.2.1888, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war mit dem Beamten Karl Grießeier verheiratet, der eine führende Rolle in verschiedenen christlichen Arbeiter- und Angestelltenverbänden bzw. -vereinen innehatte. Im „Ständestaat“ war er unter anderem Regierungskommissär des Kaufmännischen Versorgungsvereins. Auch Anni Grießeier war politisch aktiv: Sie war Gauleiterstellvertreterin der Freiheitsbund-Frauenhilfsgruppe der christlichen Arbeiterschaft. Am 12. Dezember 1937 wurde sie mit der Aufnahmezahl 41870 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Das Ehepaar hatte zuletzt in der Elisabethinnergasse 17 gewohnt. Am 9. Juni 1941 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
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