Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Maria Puch

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Biografie

Maria Puch, geb. Stramelz: geboren 4.1.1897 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Sie war die Tochter des Schuhmachers Franz Stramelz und seiner Ehefrau Maria. Nach der Scheidung der Eltern wurden die minderjährigen Kinder dem Vater zugesprochen. Sie besuchte in Graz die Schule und arbeitete anschließend bei verschiedenen Dienststellen in Budapest. 1918 kehrte sie jedoch nach Graz zurück und arbeitete bis 1925 im Café Rosegger. Nach verschiedenen weiteren Arbeitsstellen heiratete sie am 17. März 1927 in der Grazer Barmherzigenkirche den Wachmann Jakob Puch. Seit 1925 wohnten beide gemeinsam in der Wienerstraße 62. Am Morgen des 12. Oktobers 1928 versuchte Maria Puch, ihren Ehemann mit einer Hacke zu erschlagen, und beging anschließend einen Selbstmordversuch. Die Ehe war bereits seit längerer Zeit zerrüttet. Am 4. Dezember 1928 wurde sie mit der Aufnahmezahl 33918 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Das Landesgericht für Strafsachen hatte die Einweisung nach einem medizinischen Gutachten veranlasst. Am 13. Februar 1941 wurde Maria Puch in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am selben Tag bzw. kurze Zeit nach ihrer Überstellung wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 30. Juli 1941 als fiktives Sterbedatum und die Heil- und Pflegeanstalt Hadamar als Sterbeort eingetragen. Ihre Urne wurde am 16. Oktober 1941 in einem Sammelgrab auf dem Grazer Urnenfriedhof beigesetzt.

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  • Name: Maria Puch (person description)
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