Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Franz Handl

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Biografie

Franz Handl: geboren 9.5.1888 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er wurde als unehelicher Sohn der Dienstmagd Aloisia Handl geboren. Der spätere Schaffner der Graz-Köflach-Bahn heiratete am 19. Oktober 1919 in Graz-Maria Hilf Anna Jöbstl, die Tochter des Weichenkontrolleurs Franz Jöbstl. Am 14. September 1934 wurde er mit der Aufnahmezahl 39232 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Er lebte in der Schmölzergasse 12. Seit dem 26. September 1934 war sein Schwiegervater Franz Jöbst sein gesetzlicher Vertreter. Franz Handl war zeitweise auch in der Heilanstalt Graz-Messendorf untergebracht. Bis zu seiner Überstellung in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 4. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Franz Handl wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 10. März 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt. Seine Urne wurde am 10. April 1941 in einem Sammelgrab auf dem Grazer Zentralfriedhof beigesetzt.

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