Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Rafael Enis

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Biografie

Rafael Enis: geboren 15.7.1890 in Iwano-Frankiwsk (Ukraine), gestorben 2.4.1940 in Buchenwald. Rafael war der Sohn von Meir Dienst und Roza Enis. Mit seiner Frau Charlotte (geb. Klein) hatte er die Kinder Tzvi, Leopold, Blanka und Arie. Ab 1924 war er gemeinsam mit seinem Bruder Nathan Enis Betreiber des „Kreditwarenhaus Brüder Enis“ in der Annenstraße 43 in Graz. 1931 ging er nach Palästina und kehrte 1937 nach Graz zurück. Hier baute er ein neues Geschäft in der Annenstraße 36 auf, wo er und seine Frau auch wohnten. Im Zuge des Novemberpogroms wurde er verhaftet und am 12. November 1938 nach Dachau deportiert. Nach seiner Rückkehr wurde die Familie zwangsweise nach Wien umgesiedelt. Seit Juli 1939 war die Familie wohnhaft in einer Sammelwohnung in der Lichtenauergasse 9/7 in Wien. Rafael Enis wurde im September 1939 im Zuge einer Razzia verhaftet, am 2. Oktober 1939 nach Buchenwald deportiert und dort ermordet. Charlotte blieb mit ihren Kindern, die den Holocaust überlebten, in der Lichtenauergasse 9/7 bis sie am 17 Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.

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  • Name: Rafael Enis (person description)
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