Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Peter Kothgasser

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Biografie

Peter Kothgasser: geboren 17.12.1900 in Buchberg, gestorben 11.5.1945 in Prebensdorf (Ilztal). Der aus der Oststeiermark stammende Peter Kothgasser war wegen der Arbeit zunächst nach Graz gezogen, ehe er mit seiner Frau nach Südamerika auswanderte, von wo er aber bald wieder nach Graz zurückkehrte. Hier arbeitete er als Hilfsarbeiter und war ab 1928 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und des Republikanischen Schutzbundes. Nach den Februarkämpfen 1934 war er innerhalb der KPÖ aktiv. Als Richard Zach 1940 in Graz eine kommunistische Widerstandsgruppe aufbaute und die Zeitschrift „Der rote Stoßtrupp“ herausgab, stellte Kothgasser der Gruppe für die Herstellung der Zeitschrift seine Hütte in Autal zur Verfügung und gab diese Zeitschrift auch an Bekannte weiter. Kothgasser wurde im Zuge der Verhaftung dieser Widerstandsgruppe am 18. November 1941 festgenommen und am 19. Mai 1943 in Graz vom Senat für Hoch- und Landesverrat am OLG Wien wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Stein an der Donau verbüßte. Anlässlich des Massakers im Zuchthaus Stein am 6. April 1945 konnte er fliehen. Er schlug sich in der Folge allein bis Prebensdorf durch, wo er total erschöpft wenige Tage nach Kriegsende am 11. Mai 1945 gestorben ist.

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  • Name: Peter Kothgasser (person description)
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