Wilhelm Repitsch
Information zu einer einzelnen Person erfasst im MEMOR Projekt.
Biografie
Wilhelm Repitsch: geboren 15.5.1898 in Klagenfurt, gestorben 1941 in Hartheim. Er wurde als unehelicher Sohn der Köchin Margareta Schuschnig geboren. Nach ihrer Hochzeit mit dem k. k. Postamtsdiener Simon Repitsch am 15. April 1907 in Graz-St. Leonhard erkannte dieser Wilhelm als seinen leiblichen Sohn an. Wilhelm Repitsch, der die Handelsakademie in Graz absolviert und zuletzt in der Liebiggasse 18/III gewohnt hatte, wurde Ende Juni 1919 zusammen mit einem Komplizen wegen Mordes verhaftet. Sie hatten am 7. April 1919 in Rudersdorf bei Fürstenfeld den Einkäufer Josef Smida aus Knittelfeld in einer Scheune in einen Hinterhalt gelockt, um ihn zu berauben. Repitsch schoss Smida in den Hinterkopf und entsorgte die Leiche zusammen mit seinem Komplizen in einem Bach. Nachdem sie die Beute, rund 50.000 Kronen, in Wien verprasst hatten, planten beide einen weiteren Raubmord. Im Februar 1920 wurde Wilhelm Repitsch wegen Raubmordes zu 15 Jahren schweren Kerker verurteilt. Er verbüßte seine Strafe in Graz-Karlau, wo er 1924 versuchte, einen Gefangenenwärter zu erwürgen. Am 17. August 1928 wurde Wilhelm Repitsch mit der Aufnahmezahl 33360 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Am 3. Februar 1941 wurde er in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 23. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum vermerkt.
Verbundene DERLA-Zeichen:
