Julius Glanz
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Biografie
Julius Glatz: geboren 16.6.1897 in Graz, gestorben 25.7.1941 im KZ Sachsenhausen. Julius Glatz war Baumeister in Graz und Schwanberg. Er war seit 1933 Mitglied der NSDAP und wurde wegen Bedrohung nach § 99 bzw. 98 StG in den Jahren 1935 bzw. 1938 zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt. Nach Aussage des damaligen Landesgendarmarie-Kommandanten Oberst Karl Zelburg war Glatz ein „fanatischer Österreicher und absoluter Gegner der NSDAP“, der Zelburg – wie dieser angab – in den Jahren 1934/35 „äußerst wertvolle Dienste im Nachrichtenwesen leistete und wesentlich dazu beitrug, illegale Führer der Bewegung festzunehmen und beabsichtigte Anschläge zu vereiteln. Durch Verrat erfuhren die Nationalsozialisten von der Tätigkeit des Herrn Glatz und verübten am 13. Juni [1935] ein Messerattentat gegen ihn, wodurch er schwer verletzt wurde. Das BMI (Gen. Dir.f.d.öffent. Sicherheit) trug damals in Anerkennung der wertvollen Dienste die gesamten Heilkosten. Herr Glanz wurde nach der Besetzung Österreichs im Jahr 1938 wegen seiner der Sicherheitsdirektion geleisteten Dienste verhaftet, in das KZ Oranienburg überstellt, woselbst er im Jahre 1941 starb.“ Glatz wurde von den Nationalsozialisten bereits am 13. März 1938 festgenommen und ein Jahr später am 19. März 1939 ins KZ Sachsenhausen eingeliefert, wo er am 25. Juli 1941 ermordet wurde. Im Totenschein steht „Schussverletzung und Einwirkung des elektrischen Stromes“.
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