Martin Gajsék
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Biografie
Martin Gajsék: geboren 15.10.1906 in St. Martin, gestorben 1941 in Hartheim. Er arbeitete als Schneidergehilfe. Seine letzte bekannte Adresse war die Ägydigasse 4. Am 13. November 1931 wurde er mit der Aufnahmezahl 36753 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als sein gesetzlicher Vertreter war der Tischlergehilfe August Gajsék eingetragen, der in der Körösistraße 4 wohnhaft war. Ab dem 14. Mai 1932 war Martin Gajsék in der Pflegeanstalt Kainbach untergebracht, ab dem 1. Juli 1933 in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke, Zweiganstalt Messendorf bei Graz. Er wurde noch mehrmals verlegt und schließlich in die Heilanstalt „Feldhof“ zurücküberstellt. Bis zu seiner Deportation in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 4. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Martin Gajsék wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 28. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
Verbundene DERLA-Zeichen:
