Franz Steingruber
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Biografie
Franz Steingruber: geboren 7.10.1899 in Graz, gestorben 16.4.1943 in Graz. Steingruber war Bezirksleutnant der Berufsfeuerwehr. Er gehörte in der Ersten Republik der Sozialdemokratischen Partei an. Als Lorenz Poketz gemeinsam mit anderen daran ging, im Herbst 1940 in Graz die „Rote Gewerkschaft“ aufzubauen, wurde Steingruber von Johann Stelzer im Sommer 1941 für diese Organisation angeworben. Steingruber baute in der Folge eine Zelle bei der Feuerwehr auf, die sowohl die Flugblätter von Poketz weiter verbreitete als auch Geld für die Familien inhaftierter Widerstandskämpfer sammelte. Steingruber wurde am 20. Jänner 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ von der Gestapo verhaftet und am 11. Februar 1943 ins Landesgericht Graz überstellt, von wo er in die Strafanstalt Karlau kam. Dort ist er am 16. April 1943 angeblich an Herzschwäche gestorben. Die Mitglieder der von ihm aufgebauten Zelle wurden in der Folge vom Obersten SS- und Polizeigericht München wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt und verurteilt.
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