Rudolf Koppmann
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Biografie
Rudolf Koppmann: geboren 21.6.1879 in Prag, gestorben 1940 in Hartheim. Er war der Sohn des jüdischen Kaufmanns Ludwig Koppmann und dessen Ehefrau Johanna, geb. Schönheit. Rudolf Koppmann hatte einen Bruder namens Ernst sowie eine Schwester namens Helene. Sein Vater betrieb in Laibach/Ljubljana einen Handel mit Landesprodukten, wo auch Rudolf seine Schulzeit verbrachte. Um 1895 übersiedelte die Familie nach Graz und betrieb am Grieskai 16 einen Getreidehandel. Ludwig Koppmann starb 1908 woraufhin Rudolf Koppmann seine Handelsgeschäfte übernahm. Das Geschäft ging jedoch 1913 in Konkurs. Sein Bruder Ernst Koppmann eröffnete in der Grazer Herrengasse 3 eine Rechtsanwaltskanzlei. Die Familie wohnte in der Humboldstraße 21. Es sind mehrere Aufenthalte Rudolf Koppmanns in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ belegt. Am 27. September 1936 wurde er schließlich mit der Aufnahmezahl 40870 erneut in diese Anstalt eingewiesen. Sein Bruder Ernst Koppmann hatte ihn mit dem Rettungsdienst dorthin gebracht. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 28. Mai 1940 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag oder wenige Tage nach der Überstellung wurde Rudolf Koppmann im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
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