Otto Konvalin
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Biografie
Otto Konvalin: geboren 17.5.1912 in Graz, gestorben 13.2.1945 in Neustift im Stubaital. Der Grazer Bäcker Otto Konvalin gehörte in den 1930er Jahren dem „Bund herrschaftsloser Sozialisten“ an, einer pazifistischen und anarchistischen Gruppe innerhalb der Grazer Arbeiterbewegung. Am 18. Jänner 1939 wurde er von der Gestapo verhaftet und am 27. November 1939 wegen Abhörens von „Feindsendern” und der Aufforderung, kommunistische Zellen zu bilden, zu drei Jahren Haft verurteilt. Konvalin kam nach der Verbüßung der Haftstrafe nicht frei, sondern wurde von der Gestapo in das KZ Dachau überstellt. Von dort kam er Anfang 1944 in das Außenlager Neustift im Stubaital. Zu Beginn des Jahres 1945 hörten die Häftlinge, dass alle Häftlinge noch in letzter Minute ermordet werden sollten, was Otto Konvalin und seinen Mitgefangenen Hans Hübel dazu bewegte, die Flucht aus diesem Nebenlager zu wagen. Beim Aufstieg zur 2229 m hoch gelegenen Starkenburger Hütte traten sie eine Lawine los und wurden verschüttet. Während Hübel in der Lawine umkam, konnte sich Konvalin befreien. Da er beim Lawinenabgang seine Schuhe verloren hatte und er ohne diese die Flucht im Winter nicht fortsetzen konnte, kehrte er wieder ins Lager zurück. Auf dem Rücktransport ins KZ Dachau wurde er am 13. Februar 1945 nahe Neustift erschossen.
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