Johann Pucher
Information zu einer einzelnen Person erfasst im MEMOR Projekt.
Biografie
Johann Pucher: geboren 10.6.1901 in Knittelfeld, gestorben 10.3.1945 in Focșani (Rumänien). Johann Pucher gehörte seit seiner Jugend sozialdemokratischen Organisationen wie der Sozialistischen Arbeiterjugend und später der Sozialdemokratischen Partei an. Er arbeitete als Gemeindeverwaltungssekretär der Feuerschutzpolizei in Graz. Als Lorenz Poketz gemeinsam mit anderen daran ging, im Herbst 1940 in Graz die „Rote Gewerkschaft“ aufzubauen, wurde Pucher im Sommer 1941 vom Bezirksleutnant der Berufsfeuerwehr Graz, Franz Steingruber, für die „Rote Gewerkschaft“ angeworben und gebeten, monatlich zu spenden. Die Mitglieder der Gruppe wurden Anfang des Jahres 1943 von der Gestapo verhaftet und Pucher wurde mit anderen Feuerwehrmännern am 18. Mai 1943 vom Obersten SS- und Polizeigericht München wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt und am 9. Juli 1943 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Während andere mit Pucher Verurteilte ins KZ kamen, wurde er im November 1944 zur sog. Bewährungseinheit „Brigade Dirlewanger“ eingezogen, wo er am 10. März 1945 in Focșani im Lazaret starb.
Keine Zeichen verbunden
