Ida Maly
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Biografie
Ida Maly: geboren 22.10.1894 in Wien, gestorben 1941 in Hartheim. Sie wuchs in Graz als dritte Tochter des k.k. Obereichmeisters Franz Maly und seiner Frau Sophie auf. Eine ihrer Schwestern war die spätere Malerin Paula Maly. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend in einem jüdisch-bürgerlichen Umfeld, das ihre künstlerischen Interessen unterstützte. Nach ihrer Schulzeit besuchte Ida Maly die Landeskunstschule in Graz und studierte anschließend in Wien und München. Zwischen 1918 und 1925 lebte sie in München und gelegentlich auch in Berlin, Dresden und Paris. 1921 wurde sie Mutter einer unehelichen Tochter, deren Erziehung sie jedoch überforderte, sodass sie ihre Tochter Elga Maly 1923 zu Pflegeeltern nach Graz gab. Ida Malys Werk aus den 1920er Jahren zeigt selbstbewusste Frauen. Aufgrund psychischer Probleme kehrte sie 1928 nach Graz zurück und wurde mit der Aufnahmezahl 33597 am 1. August 1928 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt „Am Feldhof“ eingeliefert. Aufgrund ihrer Krankheit verbrachte sie den Rest ihres Lebens in der Anstalt, in der sie eine Vielzahl von Bildern schuf. Am 8. Februar 1941 wurde sie zusammen mit 65 anderen Frauen nach Hartheim transportiert und dort im Zuge der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) ermordet. Auf ihrem Totenschein wurde der 20. Februar 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
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