Teodora Obereder
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Biografie
Eugine von Nostitz: geboren 8.11.1887 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Ihr Vater, der k. u. k. Postoffizial Eduard von Nostitz hatte Emanuela, die Tochter des Feldmarschallleutnants (FML) Eugen Sanchez de la Cerda, geheiratet. Das Ehepaar hatte bereits 1886 eine Tochter namens Emanuela bekommen. Anfang September 1933 unternahmen die beiden Schwestern einen Selbstmordversuch. Emanuela, die als Klavierlehrerin gearbeitet hatte, überlebte nicht. In ihrer Wohnung in der Hadyngasse 9 hatten sie das Gas aufgedreht und wollten laut Abschiedsbrief aufgrund von Krankheit und Geldmangel sterben. Eugine Nostitz, die auch als Sprachenlehrerin gearbeitet hatte, wurde am 5. September 1933 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Sie erhielt die Aufnahmezahl 38421 und wurde ab dem 12. Dezember 1933 vom evangelischen Pfarrer der Heilandskirche Dr. Friedrich Ulrich, gesetzlich vertreten. Bis zu ihrer „Verlegung“ vom „Feldhof“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 8. Februar 1941 wurde sie nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Noch am selben Tag bzw. wenige Tage nach ihrer Überstellung wurde Eugine von Nostitz im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 7. März 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
Verbundene DERLA-Zeichen:
