Heinrich Gosch
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Biografie
Heinrich Gosch: geboren 5.7.1887 in Deutschlandsberg, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Fabrikarbeiters Martin Gosch und dessen Ehefrau Josefa. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete er zunächst als Schmiedgehilfe und schließlich als Schmied in Graz. Am 11. Februar 1918 heiratete er Anna Woller, die am 28. Jänner 1892 geboren wurde. Das Ehepaar wohnte in der Rosensteingasse 12 (seit 1958 Dreierschützengasse 12) und bekam am 9. November 1922 eine Tochter namens Maria. Heinrich Gosch wurde am 11. September 1924 mit der Aufnahmezahl 29813 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Seit dem 7. Mai 1925 war seine Ehefrau Anna Gosch als seine gesetzliche Vertreterin eingetragen. Ab dem 1. Dezember 1926 war er in der Pflegeanstalt Kainbach untergebracht und ab dem 7. November 1938 in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke, Zweiganstalt Messendorf bei Graz. Schließlich wurde er in die Heilanstalt „Feldhof“ zurücküberstellt. Bis zu seiner „Verlegung“ in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz am 4. Februar 1941 wurde er nicht mehr aus der Anstaltspflege entlassen. Heinrich Gosch wurde noch am selben Tag oder wenige Tage nach seiner Überstellung im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
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