Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Josef Hutter

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Biografie

Josef Hutter: geboren 9.12.1902, gestorben 1941 in Hartheim. Er war der Sohn des Schwimmschulpächters Johann Hutter und dessen Ehefrau Zäzilia, geb. Wallner. Der arbeitslose Schwimmlehrer wurde am 22. Dezember 1932 mit der Aufnahmezahl 37759 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Als seine letzte Adresse wurde die Wartingergasse 25 angegeben. Seine gesetzliche Vertretung übernahm Max Kristl. Josef Hutter war am 2. November 1932 in Wien festgenommen worden, nachdem er den Obelisken vor dem Schönbrunner Schlosspark bestiegen hatte und nur durch einen Feuerwehreinsatz wieder heruntergeholt werden konnte. Diese Aktion wurde von hunderten Schaulustigen beobachtet und erregte große Aufmerksamkeit. Am 14. Oktober 1940 wurde Josef Hutter in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Verlegung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf seinem Totenschein wurde der 14. Jänner 1941 als fiktives Sterbedatum eingetragen. Seine Urne wurde am 11. Februar 1941 auf dem Grazer Leonhardfriedhof beigesetzt.

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