Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Josef Klein

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Biografie

Josef Klein: geboren 29.11.1901 in Graz, gestorben 2.2.1945 in Graz. Der Grazer Hilfsarbeiter Josef Klein führte in den 1920er und 30er Jahren ein eher unstetes Leben, wobei er mehrfach wegen Diebstahls mit dem Gesetz in Konflikt geriet. Aufgrund dieser Verurteilungen galt Klein als „wehrunwürdig“. Doch da Soldaten an der Front benötigt wurden, wurde er 1943 zum Bewährungsbataillon 999 eingezogen. Anfang August 1943 entfernte er sich von seiner Truppe am Truppenübungsplatz in Heuberg, der Ausbildungsstätte der 999er. Er ging nach Graz, wo er sich in den Wäldern bei Petersbergen aufhielt. Im Winter versteckte er sich in seiner Wohnung, wo er am 19. Jänner 1944 von der Polizei aufgespürt wurde. Nach einem Schusswechsel konnte er entkommen und versteckte sich in der Folge im Wald zwischen Straßgang und Gödersberg. Am 21. August 1944 wurde er in seinem neuen Versteck entdeckt. Im Zuge der Einvernahme konnten ihm auch einige Diebstähle in den letzten Monaten nachgewiesen werden. Das Divisionsgericht z.b.V. 438 in Graz verurteilte Klein wegen Diebstahl und Desertion am 30. November 1944 zum Tode. Er wurde am 2. Februar 1945 in Graz hingerichtet.

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