Kurt Grabenhofer
Information zu einer einzelnen Person erfasst im MEMOR Projekt.
Biografie
Kurt Grabenhofer: geboren 29.1.1922 in Graz, gestorben 11.8.1944 in Halle an der Saale. Grabenhofer meldete sich unmittelbar nach der Matura im Herbst 1939 als Kriegsfreiwilliger zum Ersatz-Bataillon des Gebirgsjäger-Regiments 138 in Leoben. Er kämpfte 1940/1941 in Norwegen, anschließend in der Sowjetunion, wo er Ende September 1942 bei Leningrad verschüttet wurde. Im Dezember 1942 kehrte er nach Graz zurück, wo er den Finanzbeamten Wilhelm Fritsch kennenlernte. Beide waren sich einig, „dass Deutschland den Krieg nicht mehr gewinnen könne.“ Daher wollten sie bewaffnete Gruppen aufbauen, die im entscheidenden Moment den Kampf für „die Wiedererrichtung einer österreichischen Monarchie“ führen sollten. Als er ab Mitte November 1943 in der Untersteiermark das Kommando über den gegen slowenische Partisanen eingesetzten Streckenschutzzug Aßling übernahm, knüpfte Grabenhofer Kontakte zu den Partisanen, denen er auch Waffen lieferte. Zudem gewann er unter seinen Untergebenen weitere Mitglieder für den Widerstand. Durch einen Verrat wurde Grabenhofer am 23. Dezember 1943 festgenommen und in Graz vom Reichskriegsgericht am 16. März 1944 wegen „Hoch- und Kriegsverrats“ zum Tode verurteilt. Er wurde am 20. Juli 1944 nach Halle an der Saale überstellt, wo er am 11. August 1944 hingerichtet wurde.
Keine Zeichen verbunden
