Ida Rothbart
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Biografie
Ida Rothbart, geb. Unger: geboren 26. 7. 1879 in Marburg/Maribor, gestorben 1940 in Hartheim. Sie war die Tochter eines Schumachermeisters und hatte am 4. Dezember den Nachtportier des Hotel Wieslers, Leopold Rothbart in der Grazer Stadtpfarre geheiratet. Das Ehepaar führte zunächst in der Grazer Schönaugasse ein kleines Gasthaus. Die Ehe ging jedoch in die Brüche und Ida Rothbart nahm verschiedene Stellungen als Stubenmädchen an. Am 29. Mai 1929 wurde sie mit der Aufnahmezahl 34350 zum wiederholten Mal in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingeliefert. Ihre letzte Adresse vor der Einlieferung lautete Griesgasse 5. Am 28. Mai 1940 wurde sie in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag ihrer Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde sie im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert. Auf ihrem Totenschein wurde der 17. Juni 1940 als fiktives Sterbedatum eingetragen.
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