Jakob Peklar
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Biografie
Jakob Peklar: geboren 25.1.1903 in Graz, gestorben 1941 in Hartheim. Er wurde in Graz-St. Peter als Sohn des Schuhmachermeisters Jakob Peklar und dessen Ehefrau Antonia, geb. Atzenhofer, geboren. Am 19. Februar 1928 heiratete er in der Pfarre St. Peter die aus dem Bezirk Feldbach stammende Schneiderin Maria Egger. Mit einem Urteil des Oberlandesgerichts Graz vom 10. Juli 1934 wurde diese Ehe allerdings geschieden. Zu diesem Zeitpunkt saß Jakob Peklar vermutlich noch in Haft. Er war am 26. Juli 1933 zu einem Jahr schweren Kerker verurteilt worden, da er behauptet hatte, zwei Landesgendarmeriebeamte hätten versucht, ihn mittels einer Giftinjektion zu ermorden. Zuvor war er bereits 22-mal unter anderem wegen Diebstahls, Amtsbeleidigung, Misshandlung seiner Ehefrau und Zechprellerei verurteilt worden. Am 11. Februar 1935 wurde er mit der Aufnahmezahl 39544 in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke „Am Feldhof“ eingewiesen. Die Einweisung des arbeitslosen Schuhmachergehilfen hatte das Landesgericht für Strafsachen veranlasst. Zuletzt wohnte er am Neufeldweg 74 und wurde durch den „Besitzer“ Hans Kernbichler gesetzlich vertreten. Am 20. Jänner 1941 wurde Jacob Peklar in die Landesheilanstalt Niedernhart bei Linz „verlegt“. Noch am Tag seiner Überstellung bzw. kurze Zeit danach wurde er im Rahmen der NS-„Euthanasie“ („Aktion T4“) in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim vergast und anschließend kremiert.
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