Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Georg Reichenfels

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Biografie

Georg Reichenfels: geboren 19.4.1904 in St. Peter-Freienstein, gestorben 21.7.1944 im KZ München-Allach. Reichenfels war ein Grazer Polizeibeamter, der als Schutzhäftling der Gestapo am 4. März 1939 ins KZ Dachau kam. Mitte Mai 1944 wurde er mit anderen politischen Häftlingen als Bombenräumer ins KZ Außenlager München-Allach, dem Hauptwerk von BMW, abkommandiert. Sie mussten dort Blindgänger freischaufeln, die sich oft mehrere Meter unter die Erde gebohrt hatten. Bei einem dieser Einsätze starb Reichenfels, wie der Mithäftling Otto Oertel berichtete: „Die Bombe hatte die Grube in einen Trichter von mehreren Metern Durchmesser verwandelt. Doch wir fanden in dem riesigen Erdloch keine Spur von unserem Kameraden Schorsch. Erst als wir unsere Blicke auf einen großen, in der Nähe stehenden Baum richteten, sahen wir das, was von ihm übrig geblieben war, in tausend kleinen Fetzen in den Zweigen hängen. Ein furchtbarer Anblick. Hautfetzen, Därme, Stoffreste seiner gestreiften Häftlingskleidung – alles hing im Baum oder lag weit verstreut im Gartengelände. […] Georg Reichenfels aus Graz, geboren am 19. April 1904, ausgelöscht in einem Sekundenbruchteil am 21. Juli 1944 in München.“

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  • Name: Georg Reichenfels (person description)
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