Das Digitale Gedenkbuch der Stadt Graz

MEMOR ist ein digitales Denkmal, das sich der Dokumentation und Visualisierung der Grazer NS-Opfer widmet.

Richard Jantscher

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Biografie

Richard Jantscher: geboren 29.3.1903 in Seebach, gestorben 6.7.1945 in Graz. Der Schlosser Richard Jantscher trat 1919 zunächst der Sozialdemokratischen und 1936 der Kommunistischen Partei bei. Wegen Verteilung kommunistischer Schriften wurde er mehrfach festgenommen und zweimal zu jeweils drei Monaten Arrest verurteilt. Von 1932 bis 1938 war er fast durchgehend arbeitslos, ehe er bei der Reichspost als Autoschlosser Arbeit fand. Als Lorenz Poketz 1940/41 die „Rote Gewerkschaft“ aufbaute, beteiligte sich Jantscher mit monatlichen Beitragszahlungen. Er wurde im Mai 1943 verhaftet und am 6. August 1943 von Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt. Der Volksgerichtshof in Graz verurteilte ihn zu acht Jahren Zuchthaus. Er wurde ins Zuchthaus Werl (Westfalen) überstellt, wo er im Dezember 1944 schwer erkrankte. Nach der Befreiung durch die US-Amerikaner am 7. April 1945 kam er in ein Lazarett, wo er zwei Monate blieb. Schwer krank kehrte er am 22. Juni 1945 nach Graz zurück, wo er am 6. Juli 1945 starb.

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