Konrad Draschkowitsch
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Biografie
Konrad Draschkowitsch: geboren 9.2.1900 in Graz, gestorben 27.4.1942 im KZ Sachsenhausen. Der gelernte Buchbinder, der zuletzt im Obdachlosenasyl in der Rankengasse wohnte, wurde 1938 von drei Personen beim Grieskai bei „Unzucht“ beobachtet und verhaftet. Er hatte zwei 15-jährige Burschen in der Nähe des Zentralkinos am Griesplatz angesprochen und auf ein Bier eingeladen. Mit der Aussicht auf Geld ließen sich die beiden am Glied anfassen. Der bereits deshalb vorbestrafte Draschkowitsch wurde als erwachsener Jugendverführer betrachtet und zu zehn Monaten schweren Kerker verurteilt. Nach Verbüßung der Haft wurde er am 24. Juni 1940 ins KZ Dachau überstellt. In der Folge kam er kurzzeitig in die Konzentrationslager Sachsenhausen, Buchenwald und Ravensbrück, ehe er am 17. Dezember 1941 wieder zurück in das KZ Sachsenhausen überstellt wurde, wo er vier Monate später am 27. April 1942 angeblich an Herz- und Kreislaufschwäche aufgrund einer Lungentuberkulose starb.
Verbundene DERLA-Zeichen:
